Liebe Schachfreunde,

herzlich willkommen zur 10. Runde der Schachbundesliga aus dem Berliner Stadtteil Neukölln. Die Solinger, die ja die letzten Chancen auf die Meisterschaft in der letzten Runde verspielt haben, sind zwar nur mit zweiter Garde angereist, aber auch diese enthält bekanntlich noch große Namen.

Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall auf die Partie Kishnew-Rabiega (Tegel-Gelsenkirchen, Brett 1). Der deutsche Meister hat die von ihm geliebt und insgesamt immer populärer werdende Tschigorin-Verteidigung gewählt und Kishnew ist im 10. Zug (Le2), für den er über eine halbe Stunde nachgedacht hat, von der Theorie abgewichen. Rabiega hat das damit verbundene Bauernopfer angenommen und sieht sich jetzt einer recht schwierigen Stellung gegenüber. Inzwischen schaut er schon seit 40 Minuten in diese Stellung hinein.

Inzwischen ist die erste Partie im Kampf Tegel-Gelsenkirchen beendet: Der Gelsenkirchener Orlow hat mit Schwarz nach nur 17 Zügen seine Partie gewonnen.

Ahn- von Hermann (Tegel-Gelsenkirchen, Br. 5): Der Belgier Ahn hat eine Figur gegen zwei Bauern geopfert und so den Bauernschutz um den schwarzen König zerstört. Selbst wenn der Angriff nicht zum Gewinn führt, scheint Weiß jede Menge Dauerschachtricks zu haben.

Neukölln-Solingen: Hübner scheint heute kampfeslustiger gestimmt zu sein als beim letzten Doppelspieltag. Mit Schwarz hat er gegen seinen über 100 Elopunkte schwächeren Gegner eine scharfe Stellung mit heterogenen Rochaden aufs Brett gebracht.

Tegel-Solingen: Zweiter Brettpunkt für die Gelsenkirchener: Kishnew gewinnt unter nicht annehmbaren Damenopfer. Sollten die Gelsenkirchener ihren ersten Saisonsieg einfahren? Zwei Kurzsiege nach 17 bzw. 18 Zügen, davon einer mit Schwarz, sollten eine gute Grundlage sein.

Erster Rückschlag für Gelsenkirchen. Meesen verliert mit Weiß gegen Paulsen.

Eine kurze Nachbetrachtung zu Kishnew-Rabiega: Im Analyseraum meint Rabiega, daß er auf keinen Fall 10. ... Dg2: spielen darf, statt dessen 10. ... Se4: und Schwarz hat nach seiner Meinung besseres Spiel.

Ahn- von Hermann: Ahn hat die Stellung in ein endspielartiges Mittelspiel abgewickelt in dem er fünf Bauern für die Figur hat. Allerdings sieht seine Bauernstellung nicht allzu solide aus. Trotzdem dürfte er wohl besser stehen.

Sprung zu Neukölln-Solingen:

Boriss-Hübner: Boriss hat für die letzten Züge nur noch 3 Minuten übrig, während Hübner noch auf 23 Minuten Restbedenkzeit zurückgreifen kann.

Ahn-von Hermann (Tegel-Gelsenkirchen): Ahn hat lediglich 35 Sekundel für die letzten 6 Züge übrig und steht inzwischen wohl auch deutlich schlechter.

Nikolic-Bunzmann: Bunzmann verbleiben für die letzten 5 Züge noch 55 Sekunden. Zwei Bretter weiter hat sein Mannschaftskollege sogar nur noch 51 Sekunden für 8 Züge.

Bunzmann verliert durch Zeitüberschreitung. 1:0 für den Favoriten.

Das Publikum versammelt sich inzwischen bei Hellsten-Lobron, wo beide Spieler noch etwas mehr als 1 Minute für 9 Züge haben - eine spannende Zeitnotschlacht.

An Brett 8 einigen sich Schäfer und Rudolf auf Remis. Naumann schlägt Poldauf und Hübner gewinnt gegen Boriss. Nach der Zeitkontrolle führt Solingen mit 3,5: 0,5.

Tegel hat nach einem Sieg von Lipinsky gegen Baumhus ausgeglichen.

Sadler entscheidet den Mannschaftskampf Neukölln-Solingen mit einem Sieg zu Gunsten von Solingen. Die Partie Hellsten-Lobron endet Remis.

Tegel-Gelsenkirchen: Shredder wertet die Partien an Brett 2 und 5 als klar besser für Gelsenkirchen. An Brett 6 sieht er Pachow (Tegel) leicht im Vorteil und die Partie an Brett 7 zwischen Nenashev-Bezwinger Partenheimer (um Axel zu zitieren) und Giemsa bewertet er als ungefähr ausgeglichen.

Die Partie Stohl-Jussupow (Neukölln-Solingen) endet Remis. Neukölln: 1,5 ; Solingen: 5,5.

Timman-Movesian 0,5:0,5. Solingen schlägt Neukölln 6:2.

Tegel-Gelsenkirchen: Partenheimer- Giemsa 1/2. Zwischenstand: 2,5: 2,5.

Ahn verliert gegen von Herman. Damit führt Tegel mit 3,5. Nun muss Kalka auf jeden Fall gewinnen.

Kalka schafft es nicht seinen Vorteil zu verwerten und muss aufgrund eines sehenwerten Patttricks in33ein Remis einwilligen. Stand: Tegel:4/ Gelsenkirchen:3

Stefan Balzer verzichtet darauf einen Versuch zu unternehmen seinen Gegner über die Uhr zu kloppen und willigt in ein Remis ein. Kommentar Rabiega: Sehr fair- das muss man mal erwähnen.

Tegel schlägt Gelsenkirchen 4,5 zu 3,5.

Zur Partie Pachow-Balster: Nach dem 79. Zug wurden noch ca. 20 oder mehr Züge geblitzt. Da beide Spieler keine Zeit zum mitschreiben mehr hatte, geht unsere PGN leider nur bis zum 79. Zug.