Hallo,

herzlich willkommen zum 11. Spieltag aus Berlin. Mal sehen, ob alle Spieler es geschafft haben dem Berliner Nachtleben zu widerstehen und genügend Schlaf zu finden. Der ein oder andere sieht offen gestanden aber doch leicht angeschlagen aus.

Tegel und Solingen spielen in der gleichen Aufstellung wie gestern. Bei Neukölln ist Lars Thiede für Poldauf ins Team gerückt, bei Gelsenkirchen ersetzt Schirbel Partenheimer.

Rabiega-Piket (Solingen-Tegel): Piket investiert in die theoretisch bekannte Stellung nach 14. De2 bereits eine halbe Stunde. Der Zug den er nach dieser Bedenkzeit wählt, folgt noch Vorgängerpartien.

Gelsenkirchen-Solingen:

Kishnew scheint ein gutes Wochenende erwischt zu haben. Nachdem er gestern den Deutschen Meister vorgeführt hat, steht er nun mit Schwarz gegen den über 100-Elopunkte stärkeren Movesian besser. Wie schon gestern beweist er sich dabei als großer Taktiker.

In der Partie Rabiega-Piket gleichen sich die Bedenkzeiten nach 20 Zügen langsam an: Piket hat noch 56 Minuten, Rabiega 1 Std. und 16 Minuten.

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Publikumsandrang an Brett 2 bei Solingen-Tegel. Shredder sieht bei dieser Partie nach 21.... f4 deutlichen Vorteil für Jussupow. Nach 22. Le5 Lh3 kann Jussupow nun zwei Figuren für einen Turm und einen Bauern bekommen.

Pachow hat gegen Lobron noch eine halbe Stunde für 22 Züge.

Solingen fährt seinen ersten Punkt ein: Nikolic gewinnt gegen Paulsen.

Vielleicht bahnt sich eine erste Sensation an: Hübner steht mit Weiß gegen den 250 Punkte schlechteren Lipinsky schlechter.

Sprung zu Gelsenkirchen-Neukölln:

Kishnew hat inzwischen einen Mehrbauern und steht besser. Dafür steht Polzin an Brett 5 gegen Ahn deutlich besser.

Ein Zwischenresultat vom heutigen Topkampf Porz - Lübeck: es steht nach knapp drei Stunden 1-1. An Brett 2 und 3 einigten sich die Topspieler früh auf Remis. Khalifman - Adams nach 19 und Bareev - Van Wely nach 24 Zügen.

Wieder zurück ins Rathaus Neukölln zum kampf Gelsenkirchen-Neukölln:

Im Duell der Spieler mit der gleichen Elozahl (Rudolf-Schirbel) hat Andreas Schribel einen Bauern mehr. Sollten die Gelsenkirchenern nach der gestrigen Enttäuschung nun den Neuköllnern das Leben doch schwerer machen als erwartet?

Nun hat IM Rainer Polzin seine Gewinnstellung gegen Ahn umgesetzt. Dafür steht inzwischen auch an Brett 2 (Kalka-Stohl) der Gelsenkirchener klar besser.

Zwischenergebnis Porz-Lübeck: Timman hat in schwieriger Stellung seine Weißpartie gegen Speelman einzügig weggestellt. Hodgson gewinnt mit Scharzgegen Hansen und Epishin einigt sich mit Vaganian auf Remis. Lübeck führt nun mit 3,5 zu 1,5 und man kann wohl sagen, dass ihnen nur noch ein halber Brettpunkt zur Deutschen Meisterschaft.

Und wieder zurück nach Berlin:

Solingen führt zwei zu 1, da Sadler gewinnt.

Andreas Schirbel macht den Ausgleich für Gelsenkirchen, dafür hat aber Kalka verloren. Nun führen die Neuköllner mit 2:1 und mich beschleicht langsam das Gefühl, dass ich mich zu früh auf eine Überraschung gefreut habe, zumal Meessen in schwieriger Stellung nur noch 36 Sekunden für 3 Züge hat. Allerdings hat Kishnew gerad für den Ausgleich gesorgt. Ein starkes Wochende von ihm. Meessen hat die Zeitnotphase zwar überstanden, steht aber klar auf Verlust.

Nun geht es Schlag auf Schlag: Bei Solingen gewinnt IM Markus Schäfer, im anderen Kampf gewinnen Bunzmann und Hellsten, während Baumhus sich mit Boriss auf Remis einigt. Damit haben die Neuköllner gewonnen. Piket holt den 4. Punkt für Solingen.

Porz-Lübeck: Bacrot schlägt Agdestein. Porz will es noch mal spannend machen.

In Berlin hat Solingen jetzt auch "offiziell" gewonnen: Lobron besiegt Pachow, da auch an den drei verbelibenden Brettern die Solinger besser stehen, könnte es gar zu einem 8:0-Sieg kommen. Hübner gewinnt gegen Lippinsky, da fehlten nur noch zwei.

Kurze Nachbetrachtung zu Kalka-Stohl: Da sind wir an Shredders Bewertungssystem gestolpert. Kalka steht schon nach 18. Sa3 klar schlechter. Er selbst ist nach der Partie der Meinung, dass stattdessen Sd6 seine einzige Chance ist. seiner Meinung nach ist schon 14. Lc2 der falsche Plan. Besser wäre Sf3 mit gutem Spiel für Weiß.

Die letzte verbleibende Partie des Kampfes Gelsenkirchen-Neukölln sieht nach einem Sieg für Orlow aus. Dann hätten die Gelsenkirchener zweimal an diesem Wochenende 3,5: 4,5 verloren. Ein recht bitterer Doppelspieltag für die sympathischen Amateure.

Orlow und Thiede einigen sich auf Remis. Endstand 5:3. Derweil führt Solingen durch einen Sieg von Jussupow 7:0. Scheinbar sind die Solinger erst zu Höchstleistungen fähig, wenn es um nichts mehr geht.

Nach Meinung von IM Markus Schäfer ist die letzte verbleibende Partie für Solingen gewonnen.

Naumann gewinnt. Solingen schlägt Tegel mit 8:0!!!

Schönen Gruß an Stefan Balster (Mannschaftsführer der Gelsenkirchener), der von uns nach einem Tip zu ihrem Kampf gefragt, schon häufig antwortete, dass alles andere als ein 0:8 ein Erfolg wäre: Auch wenn die Gelsenkirchener inzwischen wohl als Absteiger feststehen, eine 0:8- Niederlage mussten sie bisher auch gegen Solingen, Porz oder Lübeck nicht hinnehmen.

Zum Schluß noch das Ergebnis der Spitzenbegegnung: Lübeck schlägt Porz 4,5-3,5 und steht damit schon fast als deutscher Meister fest - auch wenn heute mal wieder kein deutscher Spieler dabei war.