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Fide Grand Prix in Hamburg mit munterem Auftakt

Nach dem letztjährigen Kandidatenturnier in Berlin gibt es gegen Ende des Jahres 2019 das nächste internationale Highlight für die deutschen Schachfans. Schon gestern gab es die Pressekonferenz mit dem Präsidenten des deutschen Schachbundes und dem Fide-Präsidenten. Die 16 Weltklassespieler haben heute in Hamburg im Theater Kehrwieder in der geschichtsträchtigen Speicherstadt die erste Runde des Fide Grand Prix gespielt. Gleich wurde die Hälfte der Partien in den reizvollen Duellen entschieden. Für eine Überraschung sorgte Veselin Topalov, der der einzige Spieler war, der seine Partie mit den schwarzen Steinen gegen keinen Geringeren als Hikaru Nakamura gewinnen konnte und das auf recht klare Art und Weise in einem Spanier. Ein höchst erstaunliches Konzept zeigte Maxime Vachier-Lagrave im Naijdorf-Sizilianer mit Weiß gegen Yi Wei. Er "täuschte" mit 6.g3 ein Läuferfiancchetto an, spielte den Läufer jedoch dann nach c4 und siegte damit sehenswert. Der stets zu taktischen Scharmützeln aufgelegte Russe Ian Nepomniachtchi zog heute den Kürzeren gegen den jungen ehrgeizigen Polen Jan-Krzysztof Duda, obwohl dessen Eröffnungskonzept nicht das Beste zu sein schien in einer englischen Eröffnung. Nepomniachtchi fand aber kein Rezept und sah sich nach einem übemotiviertem Bauernopfer plötzlich in einer Verluststellung, die er nicht mehr reparieren konnte. Seine ganze Routine spielte Peter Svidler aus gegen Pentala Harikrishna und gewann souverän in einer italienischen Partie. Einen wilden Kampf mit beidseitigen Chancen lieferten sich Radoslaw Wojtaszek und Alexander Grischuk, wobei Letzterer mal auf Gewinn stand. Am Ende wurde es Remis wie in den übrigen Duelllen auch. schachbund

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