Großmeister verlassen Russland

Der bekannte Schachjournalist und IM Stefan Löffler berichtet davon, dass einige sehr starke Großmeister und weitere Schachspieler Russland den Rücken kehren, darunter der Weltklassemann Nikita Vitiugov, der sich früh gegen den Krieg ausgesprochen hatte. Vitiugov ahnte vielleicht schon was kommen wird, denn er ist schon vor dem Ukraine-Krieg nach Spanien gezogen. Auch Alexandr Predke, Daniel Yuffa, Vladimir Fedoseev und Kirill Alekseenko folgten seinem Beispiel. In weiteren Statements wird darüber diskutiert, dass es wohl besser wäre, wenn sich der Russische Schachverband Asien zuwenden würde, damit für die in Russland bleibenden Schachprofis ein Fortbestand ihrer Karriere möglich wird. Spannende Entscheidungen, die der Schachwelt bevorstehen.  chesstech chess-international 




 

37.Böblinger Open

Das 37. Böblinger Open war natürlich wegen der leidigen Coronapandemie verschoben worden und findet aktuell gerade statt und ist mit 192 Teilnehmern auch zahlenmäßig sehr gut besetzt. An der Spitze der Setzliste steht GM Ante Saric aus Kroatien vor den beiden deutschen IM Spartak Grigorian und IM Jonas Rosner. Saric kassierte bereits in Runde 3 eine Niederlage und in Runde 4 erwischte es Jonas Rosner, der gegen FM Lara Schulze unterlag. Nach sechs Runden führen folgende Spieler mit je 4,5 Punkten: IM Jakob Leon Pajeken, FM Jonas Hacker, Artem Lutsko, FM Igor Neyman, FM Dr. Giso Jahnke und FM Karsten Hansch. Offizielle Seite

Ding Co-Leader in Hangzhou

Die Rechenkünste von Chinas Nummer Eins Liren Ding sind hinlänglich bekannt und man konnte diese in seiner Gewinnpartie gegen  Xiangyu Xu bewundern. Mit Eiseskälte und Präszision gewann er die Partie im Nimzoinder. Damit führt er nach drei Runden mit 2 Punkten beim Qualifikationsturnier für die Asienspiele gemeinsam mit Qun Ma, der Zhong Zhang ebenfalls in Runde 2 bezwingen konnte. Das Turnier wird doppelrundig gespielt und umfasst 10 Runden. chess24

Donchenko treibt türkischen König ins Mattnetz

Alexander Donchenko hat für das Highlight der Runde 7 beim Fagernes Schachturnier gesorgt. Er schlug den starken türkischen Großmeister Emre Can mit einer starken Angriffsleistung. Can wird selten eine derart herbe Niederlage eingesteckt haben in seiner Karriere. Donchenko zerrte den König seines Kontrahenten mit einem Turmopfer in ein Mattnetz, aus dem es kein Entrinnen gab. Eine aus der Eröffnung heraus sehr stark geführte Partie, die das Angriffspotential von Weiß zeigt. Donchenko ist damit einer von drei Führenden mit je 5,5 Punkten. Die beiden anderen Spieler sind GM Chopra Aryan aus Indien und der überraschend starke ukrainische FM Semen Mitusov. chess24 




GM Sindarov gewinnt in Sharjah

Die jungen Stars aus Usbekistan sind gewaltig auf dem Vormarsch. Nodirbek Abdusattorov wurde vor wenigen Monaten Schnellschach-Weltmeister und gestern gewann der erst 16-jährige GM Javokhir Sindarov Gewinner des GM Stars Ramadan-Schnellschachturniers in Sharja (Vereinigte Arabische Emirate). Er gewann souverän mit 8 Punkten aus 10 Runden vor den punktgleichen Großmeistern Saleh Salem (Vereinigte Arabische Emirate) und Ahmed Adly aus Ägypten, die jeweils 6,5 Punkte holten. chess24 




Fagernes Chess: Internationales Quartett führt

In Fagerness sind nun vier Runden absolviert und vier Spieler haben sich mit je 3,5 Punkten an die Spitze gesetzt. Der Topfavorit Arjun Erigaisi aus Indien hatte Glück gegen den Co-Leader Emre Can, dass dieser ins Remisangebot einwilligte in Runde 3. Weitere Co-Leader sind der starke Este GM Kaido Kulaots und der Armenier GM Aram Hakobyan. Alexander Donchenko liegt in der neunköpfigen Verfolgergruppe mit je 3 Punkten. Bei noch ausstehenden 5 Runden hat er noch alle Chancen. chess24

Reykjavik: Praggnanandhaa mit Glück zum Turniersieg

Unter großer und geradezu tragischer Mithilfe seines ein Jahr jüngeren Landsmanns GM Dommaraju Gukesh hat der 16-jährige Rameshbabu Praggnanandhaa einen glücklichen Turniersieg mit 7,5 Punkten in Islands Hauptstadt Reykjavik feiern können. Mit zwei glatten Mehrbauern hat Gukesh, der wie sein Kontrahent in Zeitnot war, entscheidende Fehler gemacht, die den Tag und das Turnier für Praggnanandhaa entschieden haben. Eine bitter Pille für den 15-Jährigen, der danach auf den 16.Platz zurückfiel statt den geteilten dritten Platz zu erreichen. Praggnanandhaa strich damit 5000 Euro ein, Den zweiten und dritten Platz der Niederländer GM Max Warmerdam und der Däne GM Mads Andersen mit jeweils 7 Punkten. Beste Deutsche wurden die beiden IMs Julian Martin und Robert Baskin mit je 6 Punkten auf den Plätzen 28 und 29. Einen beträchtlichen Eloverlust erlitt GM Baskaran Adhiban, der lediglich 5,5 Punkte holte. chess24 




Ding-Wei 3,5:2,5

Mit einer positionell wunderschönen Partie hat die Nummer Zwei der Welt Liren Ding sein Match gegen Yi Wei abgeschlossen und mit 3,5:2,5 in Hangzhou gewonnen. Damit ist auch die zweite von drei Etappen auf dem Weg zum Kandidatenturnier abgeschlossen. Bald folgt ein Qualifikationsturnier für die Asienspiele wonach Ding die nötige Anzahl an Partien erreicht haben wird. Der russische Schachverband hat indessen Einspruch gegen die Entscheidung Karjakin zu sperren eingelegt. Da dieser Einspruch aller Voraussicht nach nicht von Erfolg gekrönt sein wird, sind Dings Chancen sehr realistisch, den letzten zu vergebenden Platz zu erhalten. chess24

Fagernes Chess: Guter Start für Donchenko

Alexander Donchenko ist in seiner MIssion seine kürzlich erlittenen Eloverluste wieder gut zu machen nach Norwegen gereist. Die kleine 2000-Einwohner-Stadt Fagerness ist Austragungsort des gleichnamigen internationalen Opens, das mit zahlreichen Großmeistern hervorragend besetzt ist. Elofavorit ist der kometenhaft aufgestiegene junge indische Großmeister Arjun Erigaisi, der im kommenden Jahr in der Elitegruppe in Wijk aan Zee spielen wird. Er ist einer der jungen Spieler, der aller Voraussicht nach bald die 2700-Elo-Schallmauer knacken wird.  Sowohl Erigaisi als auch Donchenko haben die ersten beiden Partien gewonnen. Offizielle Seite 




Bundesliga: Viernheim und Baden-Baden

Nach der vierten Bundesligarunde sind nur noch die beiden bärenstarken Teams Viernheim und Baden-Baden ohne Verlustpunt. Baden-Baden ließ nichts anbrennen beim 6,5:1,5 gegen Düsseldorf und Viernheim besiegte München 1836 mit 6:2. Für Deizisau ist das Großmeister-Trio Keymer, Blübaum und Kollars ein Garant für den Erfolg an diesem Wochenende. Mit 6,5:1,5 ließ man Aachen keine Chance. Kanonenfutter war auch König Tegel für den heute sehr stark aufspielenden HSK. Liviu-Dieter Nisipeanu gewann heute eine kurze Partie im Sturmangriff gegen Laurent Fressinet, aber das reichte nicht für Dresden, das mit 3,5:4,5 gegen Bremen unterlag. Mit dem gleichen Ergebnis gewann Mülheim gegen Augsburg. Schließlich gab es noch zwei Unentschieden zwischen Solingen und Bayern München und Doppelbauer Turm Kiel gegen die Schachfreunde Berlin. chess24 




Schachbundesliga: Vier Teams mit weißer Weste nach Runde 3

Nach der heutigen spanndenden Runde 3 der Schachbundesliga gibt es nur noch vier Teams, die alle bisherigen Duelle gewinnen konnten. Das sind der amtierende deutsche Meister Baden-Baden, Solingen, Viernheim und Kiel. Die Kieler stehen sogar an der Spitze mit starken 19 Brettpunkten nach dem heutigen 6:2 gegen König Tegel. Viernheim und Solingen liegen völlig gleichauf. Viernheim besiegte Bayern München mit 5,5:2,5 (Mamedyarov schlug Santos Latasa am Spitzenbrett) und Solingen bezwang München 1836 mit dem gleichen Ergebnis. Hier konnte Maghsoodloo Harikrishna mit Schwarz schlagen. Baden-Baden hatte beim 7:1 gegen Aachen keine Mühe. Der frisch gebackene Europameister Matthias Blübaum hat in Reihen der Schachfreunde Deizisau einen vollen Punkt gegen GM Felix Levin beigetragen. Es gab einen 7,5:0,5-Kantersieg über Düsseldorf. Dann gab es noch 3 spanndende Duelle mit dem knappen Ergebnis von 4,5:3,5. Die Schachfreunde Berlin schlugen den Hamburger SK, Augsburg gelang gegen Bremen eine große Überraschung und Mülheim Nord besiegte Dresden.  schachbund chess24 




Dings Marathon geht weiter - Zweikampf gegen Yi Wei

Liren Dings Marathon auf dem Weg zum Kandidatenturnier geht weiter. In Hangzhou spielt er nun einen sechsrundigen Zweikampf gegen Yi Wei, der als größtes Talent galt, aber seit Jahren mit seiner Elozahl stagniert. Dennoch ist er ein bärenstarker und erntzunehmender Gegner für die aktuelle Nummer Zwei der Welt, was der Zwischenstand von 2:2 beweist. Nach diesem Turnier kommt ein weiteres auf Ding zu und zwar ein Qualifikationsturnier für die Asienspiele, nach dem er die erforderliche Zahl an Partien erreicht haben wird. chess24

Reykjavik Open: GM Jarmula führt nach 4 Runden

Die Veranstalter des beliebten Reykjavik Opens haben es nach der langen Pandemie 2022 gewagt das Turnier auf die Beine zu stellen und durchzuführen. Die Besetzung ist nicht so überragend und auch zahlenmäßig nicht so gut wie in den letzten Jahren der Austragung. Dennoch ist es sehr gut besetzt. So ist eine große Delegation indischer Großmeister und weiterer internationaler Profis in Islands Hauptstadt gereist. Nach vier gespielten Runden führt überraschend die Nummer 25 der Setzliste, nämlich der polnische Großmeister Lukasz Jarmula mit optimaler Ausbeute. Aus Deutschland sind mehrere Spieler vorort. Die stärksten sind die Internationalen Meister IM Robert Baskin und IM Julian Martin. chess24 




Matthias Blübaum ist Europameister - großartige Leistung

Matthias Blübaum ist nach einer phantastischen Leistung Europameister geworden. Heute hat er in der Schlussrunde die Angriffe von Kroatiens Nummer Eins Ivan Saric erfolgreich abgewehrt. Der Kroate hatte nach der Eröffnung trotz Minusbauern ein Remisangebot von Blübaum abgelehnt, weil er ein sehr starkes Läuferpaar hatte. Blübaum verteidigte sich aber sehr gut und hat sich den Titel redlich verdient. Er legte damit auch 20 Elopunkte auf nunmehr 2657 zu. Er hatte am Ende 8,5 Punkte wie Gabriel Sargissian, der den zweiten Platz erringen konnte. Dritter wurde Ivan Saric mit 8 Punkten. Blübaum ist der einzige Deutsche, der sich auch für den nächsten Weltcup qualifiziert hat. Nisipeanu kassierte in der Schlussrunde eine Niederlage gegen GM Yilmaz. Er erreichte 7 Punkte wie auch Svane, Wagner und Kramer. chess-results 




EM - viele Normen für deutsche Spieler

Matthias Blübaum hat nach seinem heute ausgekämpften Remis gegen Maxime Lagarde nach wie vor die besten Chancen aller Teilnehmer den Europameistertitel zu erringen. Punktgleich mit ihm bei 8 Punkten ist allein Gabriel Sargissian, dessen Gegnerschnitt jedoch etwas schwächer ist.  In Lauerstellung sind die Großmeister Jaime Santos Latasa, Ivan Saric und Maxime Lagarde.  Ein grandioses Turnier spielt bisher IM Julian Kramer (HSK), der bereits nach Runde 9 eine GM sicher hatte. In den letzten 3 Runden schlug er GM Gumularz, GM Donchenko und GM Ivic. Seine Performance liegt derzeit bei 2640 und er hat wie Liviu-Dieter Nisipeanu gute Chancen einen der ersten 20 Plätze zu erreichen, die die Qualifikation für den nächsten Weltcup sichern. IM-Normen haben bereits Tobias Kölle, Jonas Roseneck und Nikolas Wachinger in der Tasche. chess24

EM: Blübaum mit besten Titelchancen

Wäre die Europameisterschaft ein 9-rundiges Turnier hätte Matthias Blübaum den Titel in der Tasche. So muss er als Tabellenführer noch 2 Runden überstehen und punkten um seine große Chance den Titel zu erringen, zu nutzen. Heute gab es ein kurzes Remis mit seinem Nationalmannschaftskameraden Liviu-Dieter Nisipeanu. Blübaum hat als einziger Spieler 7,5 Punkte. Hinter Blübaum liegt sensationellerweise ein Riesentalent aus Aserbaidschan, nämlich der erst 20jährige IM Abdulla Gadimbayli, der international bisher überhaupt nicht in Erscheinung getreten ist. Auf den weiteren Plätzen mit ebenfalls 7 Punkten liegen Gabriel Sargissian und Maxime Lagarde. Nisipanu hat 6,5 Punkte. Eine große Überraschung gab es heute im innerdeutschen Duell Alexander Donchenko gegen Julian Kramer, das mit 0:1 endete. Kramer hat nun wie Rasmus Svane und Dennis Wagner 6 Punkte. Einmal mehr bärenstark FM Tobias Kölle, der mit Schwarz GM Jiri Stocek schlug. chess24

Ding gewinnt in Hangzhou

Liren Ding, Chinas Nummer Eins ist auf bestem Wege, den letzten noch zu vergebenen Platz für das Kandidatenturnier zu erobern. Elomäßig steht ihm dieser Platz ohnehin zu. Lediglich das Problem, dass er zu wenig Partien gespielt hat und das völlig schuldlos aufgrund der Pandemieumstände, ist für ihn zu einem Problem geworden, das er aber im Laufe des Aprils noch lösen wird. Er gewann das Großmeisterturnier in Hangzhou mit überragenden 10,5 Punkten aus 12 Runden und damit gewann er sogar noch 11 Elopunkte hinzu. Am Ende waren es also 6 Punkte Vorsprung auf weiteren drei Großmeister des Turniers, die allesamt 4,5 Punkte holten, Jinshi Bai, Di Li und Xiangyu Xu. chess24

Wesley So gewinnt Fide Grand Prix in Berlin

Nach 7 langen Tagen hat Wesley So Hikaru Nakamura mit 2,5:1,5 im Finale bezwungen. In der entscheidenden vierten und letzten Partie hat Wesley So seine aktiveren Figuren zu einem entscheidenden Schlag genutzt nach einem Fehler seines Landsmanns. Wesley So ist als Sieger des Berliner Grand Prix insgesamt Dritter dieser kleinen Grand Prix Serie geworden. Gewonnen hat diese Serie Hikaru Nakamura vor Richard Rapport, die beide damit für das Kandidatenturnier qualifiziert sind. chess24 




Fide Grand Prix Finale: Zwei Remis

Das Grand Prix Finale von Berlin hat bisher nichte allzu spektakuläres gebracht. Partie 1 war eine interessante theoretische Diskussion in einer bekannten Variante des Nimzoinders. So erreichte Stellungsvorteil, aber er spielte nicht exakt weiter was für menschliche Wesen in dieser Stellung schwer zu finden war. So endete die Partie mir Remis wie auch die wesentlich langweiligere Partie 2, die nun wirklich nicht in Sinne der Zuschauer war, denn sie endete bereits nach 14 Zügen mit Zugwiederholung. Eine Zugfolge die gerne genommen wird um Remis zu vereinbaren. Eine sicherlich aufregendere Fortsetzung folgt morgen bis zur Entscheidung. chess24

 

EM: Deutsches Duell am Spitzenbrett

Bei der Europameisterschaft läuft es nach wie vor hervorragend für Matthias Blübaum. Mit Schwarz erreichte er ein schnelles Remis gegen den starken Armenier Gabriel Sargissian und damit blieb er Tabellenführer. Nun wartet in Runde 9 Liviu-Dieter Nisipeanu im innerdeutschen Duell auf ihn. Für Rasmus Svane und Dmitrij Kollars war es heute ein Katastrophentag. Sie gingen nach krassen Fehlern mit Weiß sang- und klanglos ein gegen die schwächer eingestuften GMs Iskandarov und Kobo. Eine sehr gute Leistung brachte erneut FM Tobais Kölle, der dem bärenstarken GM Anton Korobov an den Rande einer Niederlage gebracht hat. Am Ende wurde es Remis.  chess-results 




EM: Blübaum im Spielrausch - großartiges Spielverständnis

Wenn man Matthias Blübaums großartiges Schach bei der Europameisteschaft verfolgt, fällt einem ein Stream von Arkadij Naiditsch ein, der damals allen Ernstes behauptete, dass Blübaums Spielverständis schlecht sei. Genau das Gegenteil ist der Fall. Der Schachamateur Blübaum, der sich derzeit nach unseren Informationen auf sein Studium konzentriert zeigt großartiges Kampfschach, eine hervorragende Spielanlage und brillantes Spielverständnis. In einer schönen Partie bezwang er heute am Spitzenbrett der Europameisterschaft den starken Ukrainer Yuriy Kuzubov. Damit führt er allein mit 6,5 Punkten aus 7 Runden mit einer derzeitigen Performance von 2946 Elo. Sein einziger direkter Verfolger mit nur einem halben Punkt Rückstand ist der Armenier Gabriel Sagrissian, auf den er morgen trifft. Kollars, Nisipeanu und Svane liegen bei guten 5 Punkten. chess24

Europameisterschaft: Matthias Blübaum führt

Großmeister Matthias Blübaum spielt bis dato ein großartiges Turnier bei der Europameisterschaft in Slowenien. Nach Siegen gegen GM Velimir Ivic und GM Emre Can hat er die alleinige Führung mit 5,5 Punkten nach sechs Runden übernommen. In der heutigen siebten Runde trifft er auf den ukrainsichen GM Yuriy Kuzubov. Hinter Blübaum liegen 5 Spieler mit je 5 Punkten. Die deutschen Großmeister Dmitrij Kollars, Liviu-Dieter Nisipeanu, Rasmus Svane haben je 4,5 Punkte vorzuweisen. Alexander Donchenko hat 4 Punkte. Eine beeindruckende Partie spielte FM Tobias Koelle (3,5 Punkte) gegen GM Alberto David, dem er keine Chance ließ. chess24 




Deutscher Mannschaftspokal: HSK ausgeschieden

Am vergangenen Wochenende gab es eine große Überraschung beim Deutschen Mannschaftspokal. Der Bundesliga-Verein Hamburger SK, ohne Spitzenspieler, verlor im Vorgruppenfinale in Halle/Saale mit 1:3 gegen Empor Potsdam. Weitergekomen sind als Vorrundengruppensieger auch die SG 1871 Löberitz, der Greifswalder SV, der FC St. Pauli, ESV Nickelhütte Aue, SC Heimbach-Weis-Neuwied, der SC Viernheim und SK Landau. Die Zwischenrunde wird am 21./22. Mai gespielt. schachbund

Ding führt mit 4,5 Punkten Vorsprung - doch noch Kandidatenfinale?

Chinas Nummer Eins zieht einsam seine Kreise beim großmeisterlichen Vierkampf in Hanzhou. In 9 Partien hat er erst zwei Remis abgegeben und dadurch auch Elopunkte zugelegt. Nach den letzten drei Runden hat er ein Eloplus von 10 (2809) erspielt und nun ist er wieder die klare Nummer Zwei der Welt hinter Weltmeister Magnus Carlsen. Seine Performance liegt im Moment bei 2930. Der Chinesiche Schachverband hat Ding ein immenses Schachprogramm zugesichert, das ihm die fehlende Anzahl an Partien bis zum Stichtag Ende April garantieren soll. Mit seiner hervorragenden Elozahl wäre er dann automatisch der Nachrücker für das Kandidatenturnier. chess24

Berlin: Nakamura und So im Grand Prix Finale

Die beiden Landsmänner Hikaru Nakamura und Wesley So (beide USA) haben das Finale des Grand Prix in Berlin erreicht. Beide hatten bange Momente auszuhalten, denn die Kontrahenten verpassten ihre guten Chancen auf Partiegewinne. Der Taktiker Nakamura schaltete den Taktiker Mamedyarov letztlich mit 3:1 aus und das genau so glücklich wie Wesley So, der Amin Tabatabaei mit 3:1 besiegte. Der junge Iraner hatte sehr gute Chancen selbst ins Finale einzuziehen. Er hat sein Potential gezeigt und er ist einer der jungen Spieler, die mal die 2700 Elo-Schallmauer durchrechen können. chess24