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Berichte |
Runde 9: Tomasz Markowski Sieger des 1. Pfalz Open 2008
Sergei Tivikov (Bild), Alon Greenfeld und Evgeny Postny führen nach ihren Remis die Gruppe mit 7 Punkten an. Nach Siegen gesellen sich Leonid Milov, Robert Kempinski und Oleg Koreev hinzu. Leonid Milov zeigt gegen Yuriy Drozdovskyy eine spannende Partie mit überraschenden Elementen (27. g4). Er wird für seinen Sieg nicht nur mit dem fünften Platz in der Gesamtwertung belohnt, sondern auch mit seiner 2. GM Norm. Der Mainzer Trainer und Turnierspieler lacht: "Es war ein erfolgreiches Turnier für mich." Dieter Morawietz sichert sich mit einem Sieg gegen Volker Meier eine
IM-Norm. Der titellose, aber über 2400 ELO-Punkte starke Keine 13 Minuten Bedenkzeit braucht der Georgier Michail Kekelidze für seinen Sieg gegen Nekrasov. Der Ukrainer Michail Nekrasov tappt in eine Eröffnungsfalle. "Es ist noch zu früh zum Schachspielen", entschuldigt Kekelidze seinen Gegner. Beste Spielerin wird die ukrainische Frauengroßmeisterin
Natalia Zdebskaja (Bild) . Sie schlägt den Pirmasener Andreas Bush
und setzt sich mit 6 Punkten einen halben Punkt vor Ljubovo Kopylova.
"Ein nettes Den Familienpreis der Firma GLOBUS in Neustadt geht an Familie Kopylov. Bester Spieler unter ELO 2200 wird Johannes Esterluss (Lorsch) mit einer Performance von 2356 Punkten. Bester Spieler unter 2000 ELO ist der Landauer Johannes Vogel. Thorsten Niering gewinnt den Ratingpreis unter 1800 Punkten. Der Diersburger Hubertus Lukus siegt in der Kategorie unter 1600 Wertungszahl. Der Hockenheimer FIDE-Meister Michail Nekrasov ist bester Senior. Der ehemalige Pfälzer FM Mark Helbig wird 29. Weitere
regionale Platzierungen:
Runde 8: Markowski übernimmt alleinige Führung
Die Alleinführung für Markowski ist auch Resultat des blutleeren Remis zwischen Evgeny Postny und Alon Greenfeld am ersten Brett und des Siegs von Sergei Tiviakov gegen den bislang Mitführenden Petr Haba. Haba bekommt zwar nicht den extremen Druck der Uhr zu spüren, doch auch er hat wenig Zeit und verrechnet sich. Aleksander Berelovich gewinnt gegen den Delmenhorster IM Arnd Lauber. Robert Kempinski siegt gegen Dieter Morawietz. Auch Henrik Teske und Stefan Djuric (Bild) punkten voll. Doch trotz der Siege - um den Turniersieg spielen sie morgen nicht mehr mit. Mit sechs Punkten gesellen sie sich zu dem ganze 14 Spieler großen Hauptverfolgerfeld, das morgen um die Platzierungen kämpft. Beste Dame ist Luba Kopylova (Bild), die heute gegen René Dausch siegt und morgen neben ihrem Gatten Michael Kopylov gegen die deutsche Nachwuchshoffnung Ilya Brener spielt. Der deutsche Kaderspieler Andreas Heimann aus dem Dreiländereck Baden-Schweiz-Frankreich hat sich schon vorzeitig die Jugendwertung gesichert, trotz seiner Niederlage gegen den starken Großmeister Alexander Dgebuadze.
Unter den Besuchern des Turniers zu finden ist heute auch das Präsidiumsmitglied des Deutschen Schachbundes Ernst Bedau: „Ein hervorragend organisiertes Turnier der Extraklasse in dem besonderen stilvollen Ambiente eines Brauhauses. Die Spielstärke der Turnierspitze ist höher als diejenige der deutschen Nationalmannschaft. Die Konzeption des Turniers hat das Zeug, das Pfalzopen zu einem der größten und stärksten Turniere Deutschlands zu machen.“
Runde 7: Spitzengruppe mit Kampfremis.
Graf und Greenfeld – ebenso mit 5.5 Punkte wie auch Postny und Haba auf dem Konto – trennen sich im Neustadter Brauhaus im 26. Zug mit Remis. „Ein komplizierte Partie“, so der deutsche Nationalspieler. „Erst sah es so aus, als ob ich Vorteil habe. Aber 23. a3 war wohl ein Fehler.“ Im Verfolgerfeld kann Markowski siegen und schließt zum Spitzenquartett auf. Der bislang glücklos spielende Korneev siegt gegen den Deutschen Henrik Teske. Der Bundesligaspieler greift mit nur noch 30 Sekunden auf der Uhr im 40. Zug fehl. Der in Spanien lebende Russe hat den Weg zurück ins Verfolgerfeld wieder geschafft. In die neue Verfolgergruppe spielt sich auch der niederländische Turnierspieler und Schachjournalist Sergei Tiviakov (Bild) mit einem Sieg gegen Michail Kekelidze. Igor Khenkin feiert einen Start-Ziel-Sieg gegen Michael Kopylov: „Ich war heute chancenlos“ (Kopylov). Aber auch Borovikov, der Schwegenheimer Berufsspieler Starostits, Milov und Epishin siegen und spielen sich mit nun 5.5 Punkten aus sieben Runden auf einen halben Punkt an die Spitze ran. Epischin, Deutscher Mannschaftsmeister mit dem Lübecker SV von 2001 bis 2003, gewinnt dabei gegen den Herxheimer Lorenz Busch. Leonid Milov schlägt den Heidelberger Studenten Johann-Christian Haker in einer scharfen Partie. „Mein Gegner hat einige bemerkenswerte Züge gefunden,“ lobt Milov. Haker macht auch die Niederlage Spaß: „Gegen die Spitzenspieler ist das schon ein tolles Niveau. Wenn man sich da mal verrechnet – die finden alles.“
Hambacher Schloss-Blitzturnier86 Teilnehmer hat das Hambacher Blitzschachturnier am Abend des 20. Februar. Der Landauer Torsten Lang siegt wertungsbedingt vor dem Pirmasenser Ralf Appel mit 14/17. Die GM Alexander Dgebuadze (13), Vladimir Epishin (13) und der Internationale Meister Leonid Milov (12.5) belegen die Plätze. Der ehemalige Neustädter Mark Helbig wird Sechster. Hans-Jürgen Sippel wird dritter in der Ratinggruppe ELO bis 2000. Friedrich Fischer von Schachclub Neustadt wird Ratingsieger unter 1500.
Runde 6: Remis am Spitzenbrett, Greenfeld und Postny schließen auf.
So wird dies zur Stunde von Alon Greenfeld und Evgeny Postny (Bild). Der 43-jährige Greenfeld siegt in einer Kampf betonten Partie mit Schwarz gegen Aleksandar Berelovich und schließt ebenso zu den beiden Führenden auf wie Evgeny Postny. Postny besiegt den Startranglistenersten Sergei Tiviakov in einem sechsstündigem Kampf. Er kommt zwar zunächst schlecht aus der Eröffnung, doch Tiviakovs Angriffsbemühungen geben Postny neue Chancen. „Der kritische Punkt ist 33. – Sd3.“ Hier fasst Weiß einen falschen Plan.
Im breiten Verfolgerhauptfeld siegt überraschend der Rumäne Daniel Moldovan gegen den Hamburger Bundesligaspieler Robert Kempinski. „Ich habe einen Turm geopfert. Kempinski wollte auf Gewinn spielen und wich einem Dauerschach aus. Doch er riskierte zu viel.“ Die Partie kippte zu Gunsten Moldovans, der über psychologische Aspekte im Profischach promovierte, doch nunmehr als selbstständiger Baustoffhändler lebt.
Die Normenhoffnung dieKölner Dieter Morawietz schwinden. Er verliert heute gegen Tomasz Markowski. Henrik Teske (Bild) setzt sich gegen Rene Dausch durch. „Ich kannte die Eröffnung gut und habe sie schon oft mit Schwarz gespielt. Weiß versucht kompromisslos seinen Mehrbauern zu behalten und muss zusehen, dass sein König nicht matt gesetzt wird. Die Computer empfehlen die Variante, verstehen aber die kritischen Abspiele jenseits des Rechenhorizonts nicht.“ so der ehemalige DDR-Jugendmeister. Die Partie jedenfalls war lange unklar und wurde durch einen groben Fehler entschieden.
Der Schwegenheimer Heiko Hauck gewinnt ein drittes Mal in Folge (4 Punkte). Lutz Bohne (Herxheim) spielt ein viertes Remis in Folge und belegt einen Mittelplatz (3) wie auch die Frankenthaler Udo Loos, Valerius Costea und Volkhard Hetzer, die Hasslocher Dominik Weber und Heiko Theobald, sowie der Mannheimer Jürgen Staudt. Der Fehrbacher Klaus Ludy und der Neustädter Gerhard Wahl siegen heute im Neustadter Brauhaus. Der Mannheimer Fred Amrehn siegt zwar heute, kann jedoch mit 2 Punkten aus sechs Runden bislang mit dem Turnierverlauf kaum zufrieden sein.
Runde 5: Graf und Haba übernehmen die Führung
Ein kurzes Remis zwischen Greenfeld und Tiviakov macht es möglich: Graf und Tiviakov übernehmen die alleinige Führung und stoßen morgen am Spitzenbrett aufeinander. Aber auch Evgeny Postny muss beiden Schützenhilfe leisten. Der 26 jährige siegt gegen den bislang Mitführenden Leonid Milov. „Ich hatte aus der Eröffnung heraus das leicht bessere Spiel, aber Milov hat sich gut verteidigt.“ In Zeitnot tauscht Milov ein Turmpaar ab und endet so in einem verlorenen Endspiel. So bleibt Postny mit einem halben Punkt wie auch Greenfeld und Tiviakov dicht an den Führenden dran.
Die junge Frauengroßmeisterin Natalia Zdebskaja (Bild) erringt ein Remis gegen Vladislav Borovikov. Und dabei ist dies der erste starker Großmeister ihrer Karriere als Gegner. Gerade gegen den für seine großen theoretischen Kenntnisse bekannten ukrainischen Landsmann kann sie Eröffnungsvorteile erringen, diese jedoch letztlich nicht zum Sieg verdichten. Die 21 jährige spielt in der Frauenbundesliga bei den Rodewischer Schachmietzen und sie bevorzugt doch Frauen als Gegner. „Frauen spielen emotionaler“, lacht sie.
Ein gutes Turnier spielt der Herxheimer Lorenz Bush mit nunmehr 3,5/5. Der Frankenthaler Peter Braun siegt heute erneut und platziert sich mit 3/5 im guten Mittelfeld. Der Ludwigshafener Roland Klein spielt Remis gegen Thomas Frotscher und kommt auf 2,5/5.
Nach der morgigen sechsten Runde wartet auf Interessierte im Neustadter Brauhaus noch ein besonderes schachliches Schmankerl. Um 17.00 Uhr beginnt als Teil des Rahmenprogramms zu Open ein Blitzturnier. In der schnellsten Disziplin im Schach treffen die Schachprofis im Open, aber auch interessierte Vereins- und Hobbyspieler aufeinander. Anmeldungen sind bis kurz vor Turnerbeginn noch möglich.
Runde 4: Sieben Siege an der Spitze
Nach dem üppigen Mittagsbüfett im Neustadter Brauhaus spielt am zweiten Brett Igor Khenkin mit Schwarz auf Gewinn. In einer Caro-Kann-Partie sucht er mit 15. – Dg2 einen Bauerngewinn. Zu hohen Kosten: Khenkins Damenzug öffnet Leonid Milov (Bild) die g-Line für einen Königsangriff und schenkt Weiß (zu) viel Zeit für die Entwicklung. „Wohl ein Unfall“, kommentiert Milov trocken nach der gemeinsamen, ausgiebigen Analyse mit seinem Gegner.
Marius Manolache hatte mit dem FIDE-Meister Christoph Mäurer vermeintlich das leichteste Los in der Spitzengruppe. Doch „ich stand lange schlecht, beinahe auf Verlust“, berichtet der Halbprofi. Ein grober Fehler Mäurers in beidseitiger Zeitnot wendet das Blatt zugunsten des Rumänen.
Alon Greenfeld ist ein seltener Gast auf Turnieren geworden. Das letzte
spielte er vor etwa einem Jahr. Der Israeli lebt überwiegend als
international tätiger Trainer vom Schach. Doch „auch ein
Trainer muss von Zeit zu Zeit das Turnierschach pflegen“, meint
der Vater zweier Kinder. Und dass auch Trainer noch eine scharfe Klinge
pflegen können, zeigte er heute Dieter Morawietz. „Wir haben
eine Stellung bekommen, die ich schon ein, zwei Mal auf dem Brett hatte.
Das erste Mal war das 1989 gegen Eric Lobron“, schmunzelt Greenfeld
(Bild)
Im Verfolgerfeld können Postny, Kempinski, Epishin und Drozdovskyy voll punkten und halten den Anschluss an die Spitzengruppe. Für Postny war es ein langer Weg. „Ich konnte erst im späten Endspiel Vorteile erringen“, so fasst der Israeli seine knapp sechs Stunden dauernde Partie gegen Mark Helbig zusammen. „Ich habe weiterhin den Ehrgeiz, das Turnier zu gewinnen. Oder vielleicht Platz eins bis drei“, lacht er und fügt hinzu: “Wie das hier wohl alle Spitzenspieler über 2.600 ELO-Punkte wollen ...“
Runde 3: FavoritenstürzeNach drei Runden liegen ein gutes Dutzend Spieler im Neustadter Brauhaus vorn. Tiviakov, Markowski, Khenkin, Graf, Markowski, Greenfeld, Haba, Manolache, Dgebuadze, Mäurer, Milov, Kopylov, Kekelidze und Djuric führen mit 3/3 Punkten. Bei den Kämpfen in der Spitzengruppe bleiben weitere Favoriten um den großen Preis der Stadtsparkasse verwundet auf dem Schlachtfeld liegen.
Mit Henrik Teske verliert ein weiterer Großmeister den Anschluss an die Spitze. Der für Tegernsee in der Bundesliga spielende Oberaudorfer muss sich dem Bebenhausener Dr. Christoph Mäurer (Bild) geschlagen geben. Teske spielt mit Schwarz auf Gewinn, doch wählt er beim Übergang ins Mittelspiel den falschen Plan (16. – a5? Besser b5.). „Ich wollte mit Gewalt gewinnen ...“, bereut er seine Taten.
Der tragische Verlierer der Runde war der finnische Internationale Meister Mikael Agopov. Am Spitzenbrett wartete auf ihn das Duell mit Sergei Tiviakov. Er berücksichtigte die aufgrund der heutigen Doppelrunde um eine Stunde vorverlegte Spielzeit nicht und verlor kampflos.
Der Lorscher Johannes Esterluss (Bild) setzt seine Erfolgsserie mit
einem Schwarzremis gegen den starken IM Daniel fort. Der Neustädter
Wolfgang Gaab bereitet sich bis 2.00 Uhr nachts auf seine Partie gegen
den Weltklassespieler Oleg Korneev vor. Trotz seines Studiums von etwa
150 Partien Korneevs kommt seine moderne Verteidigung in 35 Zügen
unter die Räder. Der ehemalige Neustädter FIDE-Meister Hans-Peter
Hecht erspielt mit einem Pflichtsieg seinen zweiten Punkt.
Runde 2: Titelträger punkten erwartungsgemäß
Von den Führenden wurde nur der spielstarke IM Vadim Chernov seiner Favoritenrolle nicht gerecht. Er musste gegen den Kitzinger Konstantin Kunz ans Brett. Doch mehr als ein Remis kam für Chernov dabei nicht heraus. „Wir haben beide schlecht gespielt. Ich hätte sogar verlieren können. Konstantin Kunz war früher ein sehr starker Spieler. Er ist auch heute noch sehr erfahren. Und sehr sympathisch“, fügt er lachend hinzu. „Das Remis schmerzt mich nicht. Ich hatte einen respektablen Gegner!“
Der Lorscher Johannes Esterluss siegte gegen den Nationalen Meister Hans Ackermann. „Aus dem Mittelspiel heraus habe ich etwas besser gestanden. Ackermann hat viel Zeit investiert. Bei einem Zug sogar um die vierzig Minuten.“ Die Zeit hat ihm am Ende gefehlt. Für die letzten zehn Züge blieben ihm drei Minuten. Zu wenig: Ackermann überschritt die Zeit. Esterluss ist als Titelträgerschreck bekannt. Seine fünf bei diesem Turnier mitspielenden Vereinskameraden kennen seine Nervenstärke gerade starken Spielern gegenüber. Schon der eine oder andere Skalp heftet gelegentlich am Gürtel des Verbandsligaspielers.
Runde 1: Über 200 Spieler im Neustadter Brauhaus
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