Die niederländische Großstadt Leiden ist auch in diesem Jahr wieder Austragungsort eines stark besetzten Opens mit vielen internationalen Teilnehmern. Nach fünf Runden hat der russische Großmeister Vyacheslav Ikonnikov die Tabellenspitze erklommen mit 4,5 Punkten. Dahinter liegen die Inder IM Nihal Sarin und GM Chanda Sandipan. Erstaunlicherweise ist kein einziger deutsche Teilnehmer vorort. Offizielle Seite

Das Feld in Dortmund beim Weltklasse-Meeting ist zusammengerückt. Verantwortlich dafür ist Ex-Weltmeister Vladimir Kramnik, der den Tabellenführer Jan-Krzysztof Duda in einer Englischen Eröffnung überzeugend bezwungen hat. Eine weitere Niederlage kassierte Liviu-Dieter Nisipeanu, der erneut sehr unglücklich agierte und diesmal gegen Anish Giri mit Weiß in einem Najdorf-Sizilianer verlor. Die beiden anderen Partien endeten mit ausgeglichenen Remis. Nun führen 4 Spieler mit je 2,5 Punkten, nämlich Kovalev, Duda, Nepomniachtchi und Kramnik. Offizielle Seite

In St. Pauli findet ein gut besetztes 9-rundiges Open statt. Nach vier Runden haben sich 5 Spieler mit weißer Weste an die Spitze der Tabelle gesetzt. Elofavorit GM Bartosz Socko (Polen) gehört zu diesem Quintett. Gemeinsam mit ihm führen IM Malte Colpe (HSK), IM Nikoloz Kumsiashvili aus Georgien, FM Can Ertan (Türkei) und Dusan Nedic (MTV Tostedt). Mitfavorit GM Igor Khenkin musste bereits ein Remis abgeben. Offizielle Seite

Jan-Kryszstof Duda hat seine Führung durch einen weiteren Sieg behalten und führt nun mit starken 2,5 Punkten aus den drei Runden. Er überraschte seinen Landsmann Radoslaw Wojtaszek mit dem auf Weltklasseebene äußerst seltenen Trompowsky-Angriff. Im 16. Zug versäumte Wojtaszek den giftigen Zug Ta8 und kam fortan ins Hintertreffen und verlor. Eine brillante Partie gelang Ian Nepomniachtchi gegen Liviu-Dieter Nisipeanu, dem eigentlich kein direkter Fehler unterlief in einem Damengambit. Nepomniachtchi spielte sehr stark und exakt und zwang die deutsche Nummer Eins in die zweite Niederlage. Vladislav Kovalev ist Weißrusslands Nummer Eins und heute gelang ihm einen großen Skalp an seinen Gürtel zu heften, den von Anish Giri. In einer lange Zeit einigermaßen ausgeglichenen Partie mit wohl eher leichtem Vorteil für Giri unterlief dem Holländer ein schwerwiegender Fehler der eine taktische Finesse von Kovalev zuließ. Dieser übernahm die Initiative und gab sie nicht mehr her und gewann nach sehr guter Technik. Eine abermals schöne Leistung bot Georg Meier, diesmal gegen Ex-Weltmeister Kramnik. Auch hier holte er ein hart erkämpftes Remis mit seiner französischen Verteidigung. Offizielle Seite

Beim hervorragend besetzten Miguel Najdorf Memorial zu Ehren des gleichnamigen legendären argentinischen Großmeisters mit polnischen Wurzeln, kam der Pole GM Aleksander Mista zu einem überzeugenden Start-Ziel-Sieg obwohl er in der Schlussrunde unterlag. Obwohl starke ausländische Gäste mitspielten gingen auch die Plätze zwei und drei an polnische Großmeister. Rang zwei holte GM Marcel Kanarek vor GM Thomasz Markowski. Vierter und damit bester Ausländer wurde GM Anton Smirnov aus Australien - alle mit 7 Punkten. Elofavorit war GM Salem Saleh von den Vereinigten Arabischen Emiraten, der aber mit Platz 12 und 6 Punkten vorlieb nehmen mussste. Offizielle Seite

In der sibirischen Stadt Barnaul gab es ein interessantes Rapid- und Blitzschachduell zwischen dem russichen Weltklassespieler Nikita Vitiugov und der Weltranglistenersten bei den Damen Hou Yifan. Vitiugov konnte sich in beiden Disziplinen durchsetzen. Zunächst gewann er im Schnellschach mit 2,5:1,5 und ließ einen 6,5:3,5-Sieg im Blitzen folgen. chess24

Dem polnischen Shootingstar Jan-Krzysztof Duda gelang heute der erste Partiegewinn des Turniers, allerdings mit gehöriger Mithilfe von Liviu-Dieter Nisipeanu, der einen rabenschwarzen Tag erwischte und schlicht einen Bauern einstellte. Ein unverhofft leichter Sieg für den jungen Polen. Der zweite Deutsche im Feld Georg Meier bewies einmal mehr, dass er mit der Weltspitze mithalten kann und kam zu einem souveränen Remis gegen den Eröffnungsspezialisten Anish Giri, der laut Jan Gustafsson wohl der beste Theoretiker der Welt ist. Einen interessanten Schlagabtausch lieferten sich Kovalev und Nepomniachtchi, in der sich Weiß gezwungen sah die Dame zu geben, aber schließlich reichten Turm, Springer und Bauer um das Gleichgewicht zu halten und Remis zu erreichen. Ein Spiel mit dem Feuer zeigte Vladimir Kramnik gegen Radoslaw Wojtaszek indem er ebenfalls, übrigens völlig unnötig, die Dame gab. Wojtaszek hätte vermutlich bei bestem Spiel mehr als Remis erreicht, doch Kramniks Stellung hielt stand. Offizielle Seite

Das deutsche Team war tatsächlich das Zünglein an der Waage und hat Tabellenführer England bei der Senioren-Mannschafts-WM mit 2,5:1,5 geschlagen und damit wurde die favorisierte USA doch noch Weltmeister nach einem 3:1-Sieg über Kanada. Die Silbermedaille ging an England vor der Lasker Schachstiftung und Deutschland 1. Der Sieger Russland stand in der Ü-65-Klasse schon gestern mit Russland fest. Heute sicherte sich Sankt Petersburg den zweiten Rang vor Deutschland 2 und Deutschland 1. Offizielle Seite

Der ungarische Großmeister Peter Prohaszka hat die Führung bis zuletzt behalten und das Villa de Benasque Open mit 8,5 Punkten für sich entschieden. Unter den sieben Spielern, die jeweils 8 Punkte erzielten, konnte sich GM Eduardo Iturrizaga Bonelli (Venezuela) den zweiten Platz vor GM Daniel Forcen Esteban aus Spanien. Bester Deutscher wurde Openspezialist IM Matthias Roeder auf Rang 17 mit hervorragenden 7,5 Punkten. Offizielle Seite

Heute in der Vorschlussrunde bei der Senioren-Team-WM gab es an den Spitzenbrettern einen erstaunlich klaren 3,5:0,5 Sieg des Teams USA gegen die Lasker Schachstiftung GK. Es führt jedoch England mit einem Punkt Vorsprung nach einem klaren 4:0 gegen die Schachfreunde Leipzig. Morgen kann der Viertplatzierte Deutschland 1 das Zünglein an der Waage spielen und England stürzen um die USA zum Weltmeister zu machen, die mit Canada einen nominell klar unterlegenen Gegner haben. In der Ü65-Klasse steht Russland bereits als Weltmeister fest. Nach einem 3:1 über Deutschland 1 liegt man uneinholbar mit 3 Punkten vorne. In der Tabelle folgen St. Petersburg, Frankreich, England 1 und Deutschland 2. Offizielle Seite