Bundesliga: Viernheim bezwingt Solingen

Im heutigen Spitzenduell zwischen Viernheim und Solingen entschied sich wer der ärgste Widersacher des amtierenden Meisters Baden-Baden für den Rest der Saison sein wird. Die an jedem Brett favorisierten Viernheimer siegten verdient mit 5:3. Damit bleibt Viernheim ohne Verlustpunkt wie Baden-Baden, das gegen den immer harten Brocken Bayern München ebenfalls mit 5:3 siegen konnte. Keymer schlug Tabatabaei und Naiditsch bezwang Bischoff. Deizisau schlug den TSV Schönaich mit 5:3. Der Neuling bleibt also bisher ohne Punktgewinn. Auch der weitere Neuling SV Deggendorf wird enorme Probleme haben die Klasse zu halten trotz guter Aufstellung. Man verlor heute gegen den HSK mit 2,5:5,5. Der Münchener SC von 1836 tut sich ebenfalls schwer und kassierte gegen Turm Kiel eine 3:5-Niederlage. Der amtierende deutsche Einzelmeister Leonardo Costa zahlt mit nur einem halben Zähler aus 5 Partien Lehrgeld, was ihn in seinem jungen Alter nur härter machen kann. Jeweils ein 4:4 gab es in den Duellen Bremen-SFBerlin, Kirchweyhe-Dresden und Mülheim-Remagen Sinzig. chess24

Frauen Grand Prix: Kosteniuk gewinnt vierte Partie in Folge

Ex-Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk hat einen tollen Start beim Münchner Fide Grand Prix hingelegt und ist auch mit Caissa im Bunde. Sie feierte heute ihren vierten Sieg in Folge, auch wenn sie eine etwas fragwürdige Partieanlage zeigte. Sie nutzte den schweren Fehler im 23.Zug von Zhongyi Tan um nach 34 Zügen zu gewinnen.  Sie hat damit bereits 1,5 Punkte Vorsprung auf den Rest des Feldes. Die bisher sehr unglücklich agierende Dinara Wagner verdiente sich heute gegen Nana Dzagnidze ihren ersten halben Punkt nach hartem Kampf. Einen glücklichen Sieg konnte Mariya Muzychuk gegen Jiner Zhu feiern, die sich nach besserer Stellung mit schwer nachvollziehbaren Zügen selbst in Schwierigkeiten gebracht hatte. Eine tolle Leistung zeigte heute Humpy Koneru gegen Anna Muzychuks Grünfeldinder. Mit 5.h4 hatte sie ihre Kontrahentin wohl überrascht und gewann nach sehr präzisem Spiel. Elisabeth Pähtz remisierte ihre Partie gegen die Inderin Harika nach ausgeglichenem Spielverlauf durch Zugwiederholung. Ausgeglichen verlief auch das Duell Kashlinskaya-Abdumalik. chess24 




Schachbundesliga: Fridman genullt nach Gewinnpartie

Daniel Fridman war in Runde fünf der laufenden Schachbundesliga-Saison die tragische Figur. Nach einer starken Gewinnpartie gegen Yuriy Kryvoruchko wurde er genullt. Grund dafür soll ein ausgeschaltetetes Handy in einer Gürteltasche gewesen sein, das um den Stuhl gehängt war. Nach der Partie wurde Fridman gescannt und man stellte das Handy fest. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte eines Betrugsversuchs. Vor Rundenbeginn wurden alle Spieler darauf hingewiesen, dass Handys abzugeben sind, doch Fridman war wenige Minuten später gekommen und hatte das nicht mitbekommen. Eine sehr strenge Regel! Äußerst bitter für den Nationalspieler, an dessen Fairness Niemand zweifelt. Fridmans Team Mülheim verlor den Kampf gegen Viernheim mit 1,5:6,5. Auch Meister Baden-Baden kam gegen Deizisau zu einem unerwartet hohen 6:2-Sieg. Keymer gelang gegen sein früheres Team ein Sieg mit Schwarz über Andreas Heimann. Rapport siegte am ersten Brett gegen Blübaum und auch Adams und Naiditsch gewannen ihre Partien. Solingen musste einen überraschenden Punktverlust beim 4:4 gegen Remagen Sinzig hinnehmen. Dresden schlug Bremen mit 5:3. Bremen ist damit in der ungewohnten Situation sich im letzten Tabellendrittel mit nur 3 Punkten wiederzufinden. Kirchweyhe beeindruckt weiterhin und schlug die SF Berlin mit 5,5:2,5. Etwas unglücklich verläuft die Saison bisher für den tapferen Aufsteiger Deggendorf. Es setzte eine denkbar knappt 3,5:4,5-Niederlage gegen Kiel. Genau so erging des dem TSV Schönaich beim 3,5:4,5 gegen Bayern München. In Richtung Mittelfeld bewegt sich zur Erleichterung der Nordlichter der HSK, der gegen den Münchener SC 1836 einen wichtigen 5,5:2,5-Sieg einfahren konnte. Ohne Verlustpunkt sind noch Baden-Baden und Viernheim, das noch ein Spiel weniger hat wodurch das Tabellenbild etwas schief ist. chess24 Offizielle Seite

Fide Grand Prix: Doppelnull für deutsche Frauen

In der gestrigen zweiten Runde des Frauen Grand Prix in München gab es zwei entschiedene Partien und leider waren die deutschen Teilnehmerinnen die Leidtragenden, die sehr schmerzliche Niederlagen hinnehmen mussten. Elisabeth Pähtz wagte gegen Ex-Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk mutig das Evans-Gambit und kam auch gut aus der Eröffnung. Im 19. Zug hätte sie den Starken Rückzug Sd3 gehabt. Laut Engines mit vorteilhafter Stellung und schönem Angriffspotential. Mit 23.Lf4 stellte sie dann einfach eine Figur ein und übersah, dass das Feld e8 durch die gegnerische Dame abgedeckt war und gab nach Tf4 sofort auf. Noch tragischer verlief die Partie Dinara Wagner gegen Anna Muzychuk. Die deutsche Großmeisterin hätte ihre Partieanlage mit einem klaren Sieg krönen können in einem Grünfeldinder. Statt z.B. 34. De6+ zu spielen beging sie den katastrophalen Fehler mit dem Bauern nach d6 vorzupreschen und die Partie entglitt ihr dann auch noch hinsichtlich Remischancen. Sehr fehlerhaft war auch die Partie Koneru-Abdumalik. Zunächst stand die Inderin klar besser und später Abdumalik auf Gewinn. Am Ende wurde es auf wundersame Weise Remis wie die übrigen Partien auch. Kosteniuk führt mit 2 Punkten. chess24 




Frauen-Grand Prix in München

Heute startete das Grand Prix Turnier der Frauen in München. In Runde 1 wurden die Teilnehmerinnen aus den gleichen Ländern falls möglich, gegeneinder gelost und es kam zur deutschen Begegnung Elisabeth Pähtz gegen Dinara Wagner. Die einzige Spielerin der deutschen Schachgeschichte, die den männlichen GM-Titel erringen konnte, spielte klug nicht 3.d4 im Sizilianer sondern 3.Sc3. Nach den weiteren Zügen Sf6 4.e5 de5: 5.Se5 war Dinara Wagner wohl aus ihrer Vorbereitung geworfen und ihre Reaktion zeigt, dass sie diese Stellung wohl noch nie am Brett hatte. Statt 5...a6 zu ziehen spielte sie das bereits sehr schwache Dc7 und das Unheil nahm nach 6.d4 seinen Lauf. Die Taktikerin Elisabeth Pähtz war in ihrem Element und vollendete mit dem brillanten 22.Td7!! und Wagner gab im 24. Zug auf. Zischen den Muzychuk-Schwestern aus der Ukraine gab es ein Remis und auch im Duell der beiden Inderinnen Harika und Koneru. Eine schöne Partie mit Qualitätsopfer gewann die Georgierin Nana Dzagnidze mit Schwarz gegen Zhansaya Abdumalik aus Kasachstan. Eine klare Angelegenheit war auch die Partie der beiden Chinesinnen. Die Ex-Weltmeisterin Zhongyi Tan überspielte ihre junge Landsmännin, Jiner Zhu im Mittelspiel und gewann nach schönen Manövern. Mit Alexandra Kosteniuk gewann eine weitere Ex-Weltmeisterin ihre Partie und zwar gegen Alina Kashlinskaya, die als ehemalige Russin für Polen spielt. Letztere leistete sich einen groben Bock im Mittelspiel und gab nach 33 Zügen auf. chess24 




Nurgyul Salimova bulgarische Vizemeisterin bei den Herren

Mit einem großartigen Erfolg schloss die erst 19-jährige Nurgyul Salimova ihre Teilnahme bei der bulgarischen Einzelmeisterschaft bei den Herren ab. Sie unterlag nur dem Turniersieger, der nationalen Schachlegende Kiril Georgiev. Mit 6 Punkten aus den 9 Runden belegte Sie den zweiten Platz vor namhaften und erfahrenen Großmeistern. Den dritten Rang belegte GM Momchil Petkov mit ebenfalls 6 Punkten. chess.com

Chess Stars Blitz: Grischuk gewinnt

Alexander Grischuk erwies sich beim Chess Stars Event in Moskau als der beste Blitzer. Er gewann das Turnier mit überragenden 14 Punkten vor Karjakin und Artemiev, die jeweils 12,5 Punkte erreichten. Da die Platzierungen aus dem Rapid- und Blitzturnier addiert wurden, war Sergey Karjakin mit seinen beiden zweiten Plätzen der Gesamtsieger des Events. Er kassierte für diesen Triumph ca. 47000 Euro. Auf den Plätzen in der Gesamtwertung folgten Alexander Grischuk, Raunak Sadhwani und Vladislav Artemiev. chess-international 




DSAM-Cup Bad Wildungen: WGM Voicu-Jagodzinsky gewinnt A-Turnbier

Großmeisterin Carmen Voicu-Jagodzinsky (Schachverein Hemer 1932) hat das Qualifikationsturnier (Gruppe A) der deutschen Amateur-Meisterschaft in Bad Wildungen mit 4 Punkten aus 5 Runden ungeschlagen gewonnen. Den zweiten Platz belegte etwas überraschen Patrick Chandler (SV Oberursel) mit 3,5 Punkten vor FM Oliver Kniest (SG Solingen). Offizielle Seite

IM Vignesh gewinnt Nord-West-Cup

Mit 161 Teilnehmern im A-Open und weiteren Teilnehmern im B- und C-Open war der NordWest-Cup in Bad Zwischenahn zahlenmäßig sehr gut besetzt. Auch die Teilnahme von 6 Großmeistern und zahlreichen weiteren Titelträgern garantierte hochklassiges Schach. Am Ende konnte sich IM N.R. Vignesh aus Indien mit 6 Punkten über den alleinigen Turniersieg freuen. Den zweiten und dritten Platz belegten die beiden Klubkameraden IM Markus Lammers und IM Jakob Pfreundt (HSK Lister Turm) mit je 5,5 Punkten. Auf den vierten Platz kam der beste Großmeister und Turnierfavorit Erik van den Doel mit ebenfalls 5,5 Punkten. Beste Dame wurde WIM Lara Schulze (Werder Bremen) mit 4,5 Punkten. Offizielle Seite 




Anish Giri gewinnt das Tata Steel Masters

Alles und Alle spielten in den letzten beiden Runden für ihn. Anish Giri kam mit Schützenhilfe und starker Leistung zu einem unverhofften und etwas glücklichen Turniersieg mit 8,5 Punkten beim Tata Steel Masters. Am Ende war er neben dem Viertplatzierten Wesley So der einzige Spieler der ungeschlagen blieb. Nach einem groben Bock von Richard Rapport, der wohl der Erschöpfung nach 13 langen Runden geschuldet war, war aus einer ausgeglichenen Stellung eine klare Gewinnstellung für Giri geworden. Nodirbek Abdusattorov ist der tragische Held dieses Topturniers. In der letzten Runde versagten ihm wohl die Nerven. Aus einer sehr schönen Stellung, die er mit 21.a4 quasi unverlierbar hätte machen können, machte er binnen weniger Züge eine nachteilige Position und verlor gegen Jorden van Foreest. Dennoch ein tolles Turnier, das er mit dem zweiten Platz und 8 Punkten abschloss. Weltmeister Magnus Carlsen kam erst in der zweiten Turnierhälfte richtig in Fahrt und erreichte noch den dritten Platz mit 8 Punkten. Mit Doppelfiancchetto und einer königsindischen Struktur überspielte er den glücklosen Arjun Erigaisi, der den letzten Platz mit 4 Punkten belegte. Mit einem schönen und thematischen Figurenopfer auf g4 erreichte der Weltmeister eine vorteilhafte Stellung, die er verwerten konnte. Großartiges Kampfschach zeigte der Iraner Parham Maghsoodloo. Der energiegeladene Neuling beim Masters gewann die letzten drei Runden. Heute bezwang er Levon Aronian mit den schwarzen Steinen nach einem mutigen Qualitätsopfer im Sizilianer. Er erreichte einen achtbaren 6. Platz mit 7 Punkten und steht jetzt mit 2728 Elo auf Platz 23 der Weltrangliste. Vincent Keymer holte 5 Punkte und darauf läßt sich aufbauen. Heute gab es ein Remis gegen Gukesh. Die deutsche Nummer Eins hätte 2-3 Partiegewinne verdient gehabt und weiß nun woran er zu arbeiten hat. Ein sicherlich sehr lehrreiches Turnier für Keymer, aus dem er gestärkt hervorgehen wird. chess24

Challenger: Donchenko krönt überragenden Turniersieg

Alexander Donchenko hat seinen großartigen Turniersieg beim Challenger Turnier in Wijk aan Zee mit einer technisch hervorragenden Partie gekrönt. Er bezwang Velimir Ivic mit einem Abtausch-Slawen und stellte den Serben immer wieder mit präzisen Nadelstichen vor Probleme und gewann am Ende souverän. Mit 10 Punkten aus 13 Runden gewann er nicht nur das Turnier und 26 Elopunkte hinzu sondern auch den Aufstieg ins Masters 2024. Heute war ein immens kämpferischer Tag und das in der letzten Runde diesen langen anstrengenden Turniers. Es gab kein einziges Remis. Eine tolle Leistung brachte auch der türkische GM Mustafa Yilmaz mit 9 Punkten nachdem er in der Schlussrunde Eline Roebers schlagen konnte. Javokhir Sindarov aus Usbekistan, erst 17 Jahre alt, holte Rang drei mit 8,5 Punkten. Am Tabellenende landeten punktgleich Jergus Pechac aus der Slowakei, der satte 45 Elopunkte einbüßte und Eline Roebers, die als klare Außenseiterin mit 3 Punkten sogar ein Eloplus von 5 Punkten holte. chess24 




Masters: Abdusattorov vor dem Turniersieg

Der immer noch ungeschlagene 18-jährige Usbeke Nodirbek Abdusattorov steht vor seinem größten Erfolg im klassischen Schach. Nach einem ausgekämpften Remis gegen Wesley So führt er mit einem halben Zähler Vorsprung vor der morgigen Schlussrunde in Wijk aan Zee. Jede Partie wurde mit harten Bandagen ausgefochten und es gab kein einziges schnelles Remis. Anish Giri darf froh sein morgen noch die Chance zu haben auf den alleinigen Turniersieg, denn in seiner Partie gegen Jorden van Foreest stand er nach einem verblüffenden Qualitätsopfer seines Landsmannes klar auf Verlust. Van Foreest sah jedoch den Gewinnzug 26.Tc1 nicht und Giri entkam nach hartem Kampf noch zu einem Remis. Magnus Carlsen versuchte alles gegen Praggnanandhaa Rameshbabu, der sich sehr erfindungsreich und mit Erfolg ein Remis erspielte. Auch Fabiano Caruana und Vincent Keymer wollten es wissen. Die deutsche Nummer Eins war hervorragend vorbereitet und erreichte ein überzeugendes Schwarzremis gegen den einstigen Vize-Weltmeister. Das gleiche Ergebnis gab es auch in Gukesh-Aronian. Völlig außer Form zeigt sich nach seinem Auftaktsieg in diesem Turnier Liren Ding. Er verlor gegen Richard Rapport nach einem Zeitnotfehler. Tabellenletzter ist jetzt der Shootingstar Arjun Erigaisi, der gegen Parham Maghsoodloo in einer aufregenden Partie den Kürzeren zog. chess24

Raunak Sadhwani gewinnt Chess Stars Rapid in Moskau

Der erst 17-jährige GM Raunak Sadhwani hat das hochdotierte Chess Stars Rapid in Moskau gewonnen. Erstmals seit einiger Zeit ist auch der nun hochumstrittene einstige Vize-Weltmeister Sergey Karjakin angetreten, der klare Position für Putins sinnlosen Krieg gegen die Ukraine bezogen hat. Der junge Inder gewann mit 6,5 Punkten vor Vladislav Artemiev mit 6 und Karjakin mit 5,5 Punkten. Karjakin musste gegen die amtierende Blitzschachweltmeisterin Bibisara Aussabayeva eine Niederlage einstecken. Sie wurde zweitbeste Dame mit 4 Punkten knapp hinter Kateryna Lagno die 4,5 Punkte sammeln konnte. chess.com

Astana ist Ausrichter der Schach-WM

Gut zwei Monate vor Beginn des WM-Finales zwischen Ian Nepomniachtchi und Liren Ding steht nun endlich die Ausrichterstadt fest. Es wird die kasachische Metropole Astana sein, in der der nächste und neue Weltmeister zwischen 7. April bis 1. Mai ermittelt wird. Obwohl Ding die etwas bessere Elozahl hat spricht die persönliche Bilanz mit 3:2 Siegen im klassischen Schach für Nepomniachtchi. Beide werden sicherlich mit großen Sekundantenteams anreisen und topvorbereitet sein. Für Nepomniachtchi spricht, dass er die WM-Erfahrungen, wenn auch keine guten, mit ins Duell einbringt. Turnierhärte wird auch diesmal gefragt sein. Ob Nepo in dieser Hinsicht dazugelernt hat, wird sich zeigen. FIDE

Challenger: Donchenko mit besten Chancen auf den Turniersieg

Alexander Donchenko spielt kämpferisch ein großartiges Turnier in Wijk aan Zee. Erneut schaffte er einen immens wichtigen Partiegewinn in Runde 11 gegen den Turnierfavoriten Amin Tabatabaei. Nach einer großartigen Partieanlage überspielte er den Iraner im Mittelspiel nach allen Regeln der Schachkunst. Vermutlich seine stärkste Leistung beim Tata Steel Turnier. Er führt alleine mit 8 Punkten und hat somit beste Chancen auf den Turniersieg und Aufstieg ins Masters. Den zweiten Platz belegt Mustafa Yilmaz mit 7,5 Punkten, der ein gerechtes Remis gegen Jergus Pechac erreichte. Dritter mit 7 Punkten ist derzeit Javokhir Sindarov nach dem Remis gegen Warmerdam. Die übrigen Spieler werden mit dem Turniersieg nichts mehr zu tun haben. Weitere Siege in Runde 11 feierten Luis Paulo Supi gegen Eline Roebers und Thomas Beerdsen in einer außergewöhnlich komplizierten Partie gegen Velimir Ivic. chess24 




Masters Runde 11: Nur Maghsoodloo gewinnt

Parham Maghsoodloo aus dem Iran ist eine Bereicherung für das Tata Steel Masters. Heute in Runde 11 spielte er mit den schwarzen Steinen in einem Najdorf Sizilianer gegen Praggnanandhaa Rameshbabu. Der junge Inder hatte beim Übergang ins Mittelspiel eine gute Stellung erreicht, verfiel aber auf den stark aussehenden Zug 17.Sf5, der die Stellung zum Kippen brachte. Nach dem starken Lf5: nebst d5 hatte Maghsoodloo die Initiative und er verwertete seinen vorteil mustergültig. Vincent Keymer hatte eine schöne Stellung nach der Eröffnung gegen Richard Rapport erreicht. Mit dem Zug 26.e4 hätte er seinen Vorteil festigen können, wonach Rapport zu kämpfen gehabt hätte. Leider verflachte die Partie nach dem schwächeren 26.Sa5 und endete im Remis wie alle anderen Partien auch. Nodirbek Abdusattorov steht immer noch an der Spitze und hat in den beiden Schlussrunden mit Wesley So und Jorden van Foreest zu tun. chess24 




Masters: Turmendspiele üben ein Muss

Vincent Keymer spielt weiterhin sehr gut, überspielt seine Gegner und vergibt dann seinen Vorteil im Endspiel. Auch in Runde 10 des Tata Steel Masters gegen Jorden van Foreest hätte er einen ganzen Punkt einsacken können. Wieder war es wie gegen Liren Ding und gegen Nodirbek Abdusattorov ein gewonnenes Turmendspiel, das er nicht gewinnen konnte. Hier gilt es mit seinen Trainern einige Stunden zu investieren. Die Chance ergab sich allerdings nur deshalb weil van Foreest das Endspiel sehr schlecht behandelt hatte. In Führung mit 7 Punkten bleibt Abdusattorov nach einem gerechten und relativ ereignislosen Remis gegen Ding. Ausgeglichen verlieren auch die Duelle Caruana-Erigaisi, So-Giri und Rapport-Aronian. Seine Aufholjagd setzte Weltmeister Magnus Carlsen fort, indem er Parham Maghsoodloo mit Schwarz in einem Damengambit etwas glücklich besiegen konnte. Er liegt nun mit 6 Punkten einen halben Zähler hinter Giri auf Platz 3 punktgleich mit Wesley So. Eine völlig verrückte Partie lieferten sich Dommaraju Gukesh und Praggnanandhaa Rameshbabu. Gukesh setzte alles auf eine Karte und spielte viel zu riskant, doch seine Rechnung ging tatsächlich auf, da sein Landsmann die besten Züge versäumte. Nach 16....fe4: wäre "Pragg" auf Gewinn gestanden. chess24

Challenger: Donchenko zurück an der Spitze

Alexander Donchenko zeigt nach wie vor eine tolle kämpferische und schachliche Qualität beim Challenger Turnier in Wijk aan Zee. In Runde 10 schlug er den Niederländer Max Warmerdam in einem Sizilianer mit Schwarz in sehr überzeugender Manier. Damit ist er wieder an die Spitze zurückgekehrt, die er gemeinsam mit Mustafa Yilmaz mit 7 Punkten inne hat. Einen herben Rückschlag im Kampf um den Turniersieg musste Velimir Ivic hinnehmen. Er verlor mit den weißen Steinen gegen Luis Paulo Supi, obwohl er in dem Najdorf-Sizilianer klar besser gestanden war. Ein katastrophaler Fehler seines Kontrahenten Thomas Beerdsen im Bauernendspiel bescherte Amin Tabatabaei einen unverhofften Weißsieg. Auch die beiden Damen im Feld punkteten gegen starke Gegner. Ihre Duelle Abhimanyu Mishra-Vaishali Rameshbabu und Eline Roebers-Jergus Pechac endeten beide mit Remis wie auch die Partie L'Ami-Sindarov und Yilmaz-Adhiban. chess24 




Challenger: Schmerzliche Niederlage für Donchenko

Es war insgesamt kein guter Tag für die deutschen Schachprofis in Wijk aan Zee. Alexander Donchenko musste als Tabellenführer eine vermeidbare Niederlage einstecken. Im 17. Zug verfiel er auf den positionell sehr schwachen Zug f3 wonach zwangsläufig Bauernschwächen entstehen mussten und fortan hatte er schwer zu kämpfen gegen Erwin L'Ami. Der erfahrene niederländische Großmeister erkannte natürlich die Schwachpunkte in Donchenkos Lager. Donchenko verteidigte sich zäh, aber nachdem er 54. Th4 versäumt hatte, war die Stellung verloren. Das nutzte Mustafa Yilmaz nach einem Schwarzsieg über Vaishali Rameshbabu um die Tabellenspitze mit 6,5 Punkten zurückzuerobern. Ein wahres taktisches Feuerwerk brannte Baskaran Adhiban gegen Eline Roebers ab nachdem die Niederländerin den besten Verteidigungszug versäumt hatte. In den letzten vier Runden wird es enorm spannend, denn nach dem Sieg von Sindarov gegen Mishra liegen nun neben ihm noch Ivic und Donchenko mit je 6 Punkten hinter Yilmaz. Alle haben noch Chancen auf den Turniersieg und den Aufstieg zum Masters im kommenden Jahr. chess24

Masters: Keymer vergibt erneut Weißsieg

Vincent Keymer hat heute erneut eine starke Leistung in Eröffnung und Mittelspiel gezeigt und den Tabellenführer Nodirbek Abdusattorov in arge Bedrängnis gebracht. Im Endspiel übertrafen sich beide dann mit verblüffend schwachem Spiel. Derartigen Endspielschwächen hat man bisher kaum von Weltklassespielern gesehen und nach dieser Partie wissen die beiden Stars, woran sie noch zu arbeiten haben. In klarer Gewinnstellung spielte Keymer das katastrophale 80.Tb6?? wonach jegliche Gewinnversuche zwecklos waren. Stattdessen hätte der Turm auf f7 oder f8 gehört wonach Abdusattorov vielleicht schon aufgegeben hätte. Doch auch WM-Finalist Liren Ding erreicht nicht sein gewohntes Niveau. Eine sehr gute Stellung verdarb er in wenigen Zügen gegen Anish Giri und musste im 38. Zug die Segel streichen. Sehr kreativ spielte einmal mehr Richard Rapport in einem Nimzoinder mit Schwarz. Er hat seinen Gegner Arjun Erigaisi regelrecht vorgeführt und nach 25. Zügen zur Aufgabe gezwungen. Es war die dritte Niederlage des jungen Inders in Folge. Seine beiden Landsleute Praggnanandhaa Rameshbabu (gegen Caruana) und Dommaraju Gukesh (gegen Carlsen) holten achtbare Remis. Abdusattorov führt mit 6,5 Punkten vor Giri mit 6. chess24 




Challenger: Donchenko bleibt an der Spitze

Ein verdientes Schwarzremis mit der Slawischen Verteidigung gegen Abhimanyu Mishra sorgte dafür, dass Alexander Donchenko seine Tabellenführung im Challenger Turnier verteidigen konnte. Mit nunmehr 6 Punkten liegt er weiterhin einen halben Zähler vor dem Rest des Feldes. Die Spitzenpaarung von Runde 8 war Yilmaz gegen Sindarov. Der junge Usbeke spielte viel zu unsolide und Yilmaz kam zu einem leichten Sieg. Den derzeit zweiten Platz mit 5,5 Punkten teilt sich Yilmaz mit Velimir Ivic, der erstaunlich leicht die Berliner Mauer von Jergus Pechac zum Einsturz brachte. Seine zweite Niederlage in Folge musste Luis Paulo Supi in seiner Partie gegen Baskaran Adhiban einstecken. Der Inder zeigte eine mustergültige Spielweise mit der französischen Verteidigung. In einer spannenden Partie im Sweshnikov-Sizilianer gab es zwischen den beiden Frauen Eline Roebers und Vaishali Rameshbabu ein gerechtes Remis. Thomas Beerdsen spielt bisher sehr gut, aber läßt viel zu viele Chancen aus. Heute hätte er einen Schwarzsieg nach klar besserer Stellung gegen Erwin L'Ami erreichen können, verdarb die Stellung aber zum Remis. Völlig ausgeglichen verlief Warmerdam-Tabatabaei. chess24

Tata Steel Masters: Von wegen Remistod

Vom Remistod des Schachs zu reden war schon immer Unsinn. Menschen machen Fehler und werden niemals in der Lage das komplexe königliche Spiel zu beherrschen. Die Partien des Topturniers in Wijk aan Zee zeigen das. In der Spitzenpaarung Caruana-Carlsen wurde das einmal mehr deutlich. Der schachwache Zug 22.Lc2?? statt des Normalzuges Tc1 entschied den Tag für den Weltmeister, der der natürlich sofort erkannte, dass er auf Gewinn steht. Startet Carlsen nun eine Aufholjagd wie so oft in der zweiten Turnierhälfte in Wijk aan Zee? Es könnte für den Turniersieg zu spät sein, denn Nodirbek Abdusattorov hat im Moment 1,5 Punkte mehr. Der Usbeke spielte gegen Aronian remis. Richard Rapport gelang endlich sein erster Sieg, indem er Praggnanandhaa Rameshbabu dessen erste Niederlage beibrachte. Auch Jorden van Foreest langte erstmals im Turnier zu zum Leidwesen von Arjun Erigaisi, der die zweite Null hintereinander einstecken musste. Auch Dommaraju Gukesh feierte seinen ersten, wenn auch glücklichen Partiegewinn gegen Parham Maghsoodloo. Vincent Keymer spielte stark mit Schwarz gegen Anish Giri und ließ nichts anbrennen. Eine gute Verteidigungsleistung gegen den Weltklassemann. Nicht zufrieden kann Liren Ding sein mit seiner bisherigen Leistung als Nummer Zwei der Welt. Heute gab es ein Remis gegen Wesley So. In Runde 9 kommt es zum interessanten Duell Keymer-Abdusattorov. chess24 




Masters: Keymer verpasst Sieg gegen die Nummer Zwei der Welt

Vincent Keymer spielte gestern gegen die Nummer Zwei der Welt Liren Ding und zeigte bis zum 46. Zug Weltklasseschach. Er hatte sich ein Turmendspiel mit Mehrbauern erspielt und hatte die große Gelegenheit den WM-Finalisten mit 47.b4 in arge Stellungsnöte zu bringen. Mit diesem Zug wäre Keymer auf Gewinn gestanden, doch er verfiel auf einen verfehlten Plan, der Ding im Grunde das Remis sicherte. Keymer läßt manchmal in entscheidenden Momenten die Kaltblütigkeit vermissen, die einen Nodirbek Abdusattorov schon auszeichnet, aber mit 18 Jahren braucht man auch solche Erfahrungen um gestärkt daraus hervor zu gehen. Wie bitte es für Youngsters laufen kann zeigt auch der Tabellenstand von Dommaraju Gukesh. Er ist Letzter hinter Vincent Keymer und verlor eine nach der Eröffnung sehr gut stehende Partie gegen Wesley So. Für Richard Rapport läuft es auch überhaupt nicht in Wijk aan Zee. Der Neu-Rumäne veropfterte sich böse gegen Weltmeister Carlsen, der dieses Geschenk annahm und souverän verwertete. Praggnanandhaa Rameshbabu ist einer der zwei ganz jungen Stars, der hier Turnierhärte und sehr reifes Schach zeigt. Er ist noch ungeschlagen und holte gegen Jorden van Foreest seinen zweiten Sieg im Turnier. Ein grandioses Turnier mit großen Rechenkünsten und einer famosen Kaltblütigkeit gepaart mit Kampfbereitschaft und Siegeswillen zeigt der bisher alles überstrahlende Usbeke Nodirbek Abdusattorov, der Arjun Erigaisi mit den schwarzen Steinen regelrecht vorführte und vernichtend schlug. Nach 7 Runden führt er mit 5,5 Punkten und hat bereits einen Elogewinn von 23 Punkten erspielt. Eine epische Schlacht lieferten sich Parham Maghsoodloo und Fabiano Caruana. Beide habe in dieser verbittert geführten Kampfpartie einen halben Punkt verdient. Schließlich gab es noch ein weiteres Remis zwischen Aronian und Giri. Abdusattorov führt mit einem ganzen Punkt Vorsprung vor Anish Giri, Fabiano Caruana, Praggnanandhaa Rameshbabu und Wesley So. chess24

Challenger: Donchenko gewinnt Spitzenduell

Alexander Donchenko hat gestern einen sehr wichtigen Sieg im Challenger Turnier des Tata Steel Chess in Wijk aan Zee errungen. Er besiegte seinen bis dahin ärgsten Konkurrenten um die Tabellenspitze Mustafa Yilmaz mit den weißen Steinen in der Ragosin-Variante. Donchenko spielte eine Partie aus einem Guß und ließ dem türkischen Spitzenspieler keine Chance. Damit ist er alleiniger Tabellenführer mit 5,5 Punkten. Den zweiten Platz hat nun Javokhir Sindarov inne, der Eline Roebers schlug, die nun ihre dritte Niederlag ein Folge kassierte. Es war insgesamt die bisher munterste und abwechslungsreichste Runde mit vielen tollen Partien. So besiegte Thomas Beerdsen, der längst Großmeisterstärke besitzt GM Abhimanyu MIshra. Mit dem Sieg über Erwin L'Ami ist Amin Tabatabaei wieder in die Erfolgspur zurückgekehrt. Diese Partie ist absolut sehenswert und haarsträubend kompliziert. Vaishali Rameshbabu kam in der Partie gegen Luis Paulo Supi zu ihrem zweiten Sieg in Folge. Sie entschied das Spiel mit schöner Taktik. Der klare Tabellenletzte Jergus Pechac zeigte endlich seine wahre Stärke und schlug den indischen GM Baskaran Adhiban mit den schwarzen Steinen. chess24 




Challenger: Yilmaz und Donchenko in Führung

Sehr solides Schach mit der Caro-Kann-Verteidigung war genau das richtige Konzept von Alexandern Donchenko gegen die gefährliche Taktikerin Eline Roebers. Die nach Verwicklungen suchende Niederländerin prallte am großmeisterlichen Spiel Donchenkos ab und der deutsche Hoffnungsträger in dieser Gruppe gewann bereits nach 28 Zügen. Damit hat er zu Mustafa Yilmaz aufgeschlossen, der nach dem Remis gegen Thomas Beerdsen ebenfalls 4,5 Punkte hat. Eine weitere Katastrophe erlebte der wohl unter Schock stehende und eigentlich starke Großmeister Jergus Pechac. Obwohl die Eröffnung gegen den Grünfeldinder von Vaishali Rameshbabu vorteilhaft verlief, "schaffte" es der Slowake noch eine eigentlich unverlierbare Stellung zum Verlust zu verderben. Die junge Inderin kam somit zu ihrem ersten Partiegewinn. Pechac hat erst einen halben Punkt und ist klar Letzter. Zurückgefunden zu alter Stärke hat nun Erwin L'Ami, der seinem Landsmann Max Warmerdam keine Chance ließ. Eine glasklare Gewinnstellung verdarb Abhimanyu Mishra gegen Amin Tabatabaei, der eigentlich schon längst hätte aufgeben können. Der unerfahrene Teenager-Großmeister verdarb die Stellung auf verblüffende Weise zum Remis. Verfolger des Führungsduos sind Javokhir Sandirov und Velimir Ivic mit jeweils 4 Punkten. chess24