WM-Partie 9: Schachliches Kollabieren - 3:6

Was die Schachfreunde über den ganzen Erdball heute gesehen haben ist unglaublich für einen WM-Kampf. Positiv war, dass man mit 1.c4 endlich einen anderen Eröffnungszug sah von Ian Nepomniachtchi, Er schaffte es auch eine gute Stellung zu erreichen und hätte mit 15.b4 eine aussichtsreiche Stellung erreichen können. Dieser Plan B kam jedoch zu spät im Match und erst dann als er schon zu sehr geschockt war von den beiden Niederlagen. Heute war er völlig von der Rolle und hat  mit dem katastrophalen 27.c5 quasi einen Läufer eingestellt, in dem er diesen einsperren ließ, wonach er von Carlsen einfach abgeholt werden konnte. Das alles ohne Zeitnot. Das war wohl einer der größten Fehler der WM-Schachgeschichte. Nepomniachtchi musste nach 39 Zügen aufgeben zum jetzigen Stand von 3:6 für den Weltmeister. Der russische Herausforderer muss nun in den letzten 5 Partien 3 Siege erzielen und dabei keine Partie verlieren um noch den Ausgleich zu erreichen, aber wer kann daran glauben nach zwei solchen Niederlagen wie in Partie 8 und 9. chess24

WM-Partie 8: Angeschlagener Nepo verliert - jetzt 3:5

Nepomniachtchi bewegte sich auch heute in den Gefilden des Positionsmonsters Magnus Carlsen statt sich seiner Stärken Taktik und Dynamik zu besinnen und endlich mal den Sizilianer zu probieren. Ein psychologisches Versagen des ganzen Teams in Sachen Wettkampfstrategie! Schon gegen Anand zeigte Carlsen wie es geht den Gegner aus der Eröffnungsvorbereitung zu werfen. Er wählt schlicht eine angeblich harmlose Nebenvariante, derer es viele gibt und schon hat sein Herausforderer Angst in eine Vorbereitung zu laufen. Das alles ist wohlbekannt. Wie angeschlagen der russische Herausforderer ist, zeigte ein eklatanter Bock in der heute gewählten russischen Verteidigung, der ihm einen Bauern kostete ohne jegliche echte Chance auf Gegenspiel. Carlsen hatte keine Mühe Nepomniachtchi im 46. Zug zur Aufgabe zu zwingen. Warum der Russe gegen den besten Positionsspieler der Welt positionell spielt, werden er und sein Team spätestens nach dem Match beantworten müssen. Hätte Kasparov gegen Karpov rein sicherheitsorientiert und positionell gespielt, dann hätte er vermutlich keine Chance gehabt. Kasparov nutzte sein faszinierendes Talent in Sachen Taktik und vor allem Dynamik und genau das waren die Waffen um einem Positions-Genie wie Karpov gefährlich zu werden und sogar vom Thron zu stoßen. Welchen ersten Zug spielt Nepo am Dienstag? Hoffentlich nicht schon wieder 1.e4 und Spanisch. Wenn dann muss es Schottisch sein oder 1.d4!. Es steht 5:3 für Carlsen. chess24

Max Warmerdam ist niederländischer Champion

Der 21-jährige Großmeister und Student Max Warmerdam ist zum ersten Mal Niederländischer Landesmeister geworden. Das Turnier fand mit nur 4 Spielern in Rotterdam statt. Warmerdam dominierte das Turnier nach Belieben und gewann mit überragenden 5 Punkten aus 6 Partien. Den zweiten Platz belegte GM Roland Pruijssers mit 3 Punkten vor IM Hing Ting Lai mit 2,5 und Robin Swinkels mit 1,5 Punkten. Sehenswert ist der Partiegewinn von Warmerdam gegen Swinkels im Stonewall-Holländer. chess24

England vs Rest of the World - derzeit 3,5:2,5

Im Rahmen des London Chess Classic findet ein interessantes Duell zwischen 3 englischen Großmeistern und 3 internationalen Gästen statt. Auf Seiten der Gastgeber spielen Luke Gawain Jones, Luke McShane und Michael Adams. Die Gäste sind Maxime Lagarde, der russische Champion Nikita Vitiugov und Ex-Vizeweltmeister Boris Gelfand. In Runde 1 gab es ein 2:1 für die Weltauswahl und heute in der zweiten Runde ein 2,5:0,5 für die Englänger. Sehr sehenswert ist die Partie McShane-Lagarde, die der Franzose nach nur 21 Zügen gewann. chess24

WM-Partie 7: Remis - Nepo braucht einen Plan B

Ian Nepomniachtchi und sein Team scheinen keinen Plan B zu haben nach der gestrigen Niederlage in der Marathon-Partie gegen Weltmeister Carlsen. Erneut versuchte er in der für Schwarz supersoliden Spanischen Partie etwas auszurichten. Der Weltmeister ist im Spanier kaum zu schlagen, wenn er sich darauf konzentriert nicht zu verlieren. Allmählich ist es an der Zeit für das russische Team von 1.e4 abzurücken. Es muss solche Überlegungen im Vorfeld gegeben haben, wenn man sich mit einem System die Zähne ausbeisst. Genau an solcher Sturheit scheiterte Garry Kasparov, der bis zuletzt gegen die Berliner Mauer von Vladimir Kramnik anrannte und das vergeblich. Vielleicht ist Nepo nun verunsichert. Es gibt schöneres als am morgigen Sonntag mit Schwarz gegen den Weltmeister anzutreten und nicht verlieren zu dürfen. Carlsen führt 4:3. chess24

Partie 6: Carlsen ringt Nepo nieder - 3,5:2,5

136 Züge bedeuten die längste WM-Partie der Schachgeschichte. Magnus Carlsen hat nach einer großen Schlacht den ersten Sieg im WM-Kampf gegen Ian Nepomniachtchi geschafft und ist mit 3,5:2,5 in Führung gegangen. Der erste wirklich kritische Moment in der Partie als Carlsen 25.Td2 zog. Mit b4 hätte Nepomniachtchi eine komfortable Stellung erhalten, stattdessen gab er Carlsen mit Tac8 die Gelegenheit zwei Türme für die Dame zu erhalten und das gab dem Norweger leichten Vorteil. Im 31. Zug spielte Nepomniachtchi den schwachen Zug Lb2, den Carlsen aber nicht bestrafte mit 33.Tcc2. In der Folge hatte Nepomniachtchi sogar die etwas bessere Stellung, versäumte es jedoch mit 36....Lb4: den Vorteil zu behalten. Carlsen baute den minimalen Vorteil nach weiteren Ungenauigkeiten von Nepo aus und gewann schließlich am Ende mit Turm, Springer und zwei verbundene Bauern gegen die schwarze Dame. Ein großer Kampf! Die Niederlage wird Nepomniachtchi zwingen etwas aggressiver zu Werke zu gehen. youtube

Llobregat Open in Barcelona

In den aktuellen Zeiten findet man es außergewöhnlich wenn ein großes und stark besetztes Open stattfindet, aber Spanien ist hierbei grundsätzlich eine Ausnahme seit vielen Monaten. In Barcelona findet die zweite Auflage des Llobregat Opens statt in dem sich mehr als 100 Titelträger bei 157 Teilnehmern tummeln. Auf den ersten Setzlistenplätzen sind Nodirbek Abdusattorov aus Usbekistan, der in Spanien lebende Ukrainer Ruslan Ponomariov und Jaime Santos Latasa aus Spanien, dem Gewinner der diesjährigen Offenen Internationalen Bayerischen Meisterschaft am Tegernsee. chess-results

WM Partie 5: Spanisch ergibt nur Remis

Der Trend zur Langeweile hält leider nach wie vor an bei der WM zwischen Calsen und Nepomniachtchi. Grund dafür ist wohl 1.e4 e5. Sowohl Spanisch als auch Russisch sind im Weltklassebereich sehr remislastig. Carlsen wie sein Herausforderer scheinen zu hoffen mit Weiß mal zu voll zu punkten. Es ist sehr schade, dass Nepomniachtchi nicht die Sizilianische Verteidigung riskiert. Als Herausforderer sollte man auch mal den Mut haben mit Schwarz auf Gewinn zu spielen. Ein wahrer Champion, der Weltmeister werden will, muss diese Risikobereitschaft mal zeigen. Andernfalls wird Carlsen kaum zu knacken sein. Schon Anand, Karjakin und Caruana machten den Fehler auf 1.e4 mit e5 zu antworten. Hoffen wir dass Nepomniachtchi vielleicht schon in der nächsten Partie seine Strategie ändert. Nepomniachtchi läuft Gefahr mal Opfer der brutalen Endspielstärke des Weltmeisters zu werden ohne sein Talent für Dynamik und Taktik genutzt zu haben. chess24

WM: Partie 4: Verminderte Risikobereitschaft - Remis

Die Weltmeisterschaft zwischen Magnus Carlsen und Ian Nepomniachtchi hat hinsichtlich Spannung etwas nachgelassen, weil die Akteure Ihre Risikobereitschaft deutlich verringert haben. Beim WM-Kampf zwischen Carlsen und Caruana 2018 gab es in 12 Turnierpartien keine einzige Gewinnpartie und nun seit 4 Partien. Es wäre sehr wünschenswert, wenn bald ein erster Sieg auf welcher Seite auch immer gelingen würde. Heute war es die Russische Verteidigung, mit der Ian Nepomniachtchi problemlos ausgleichen konnte. Das Remis wurde nach 33 Zügen nach Zugwiederholung vereinbart. chess24

WM-Partie 3: Unspektakuläres Remis

Die dritte WM-Partie brachte ausnahmsweise mal keine spektakulären Momente. Erneut war die spanische Eröffnung das Thema und Magnus Carlsen zeigte sich diesmal nicht in Opferlaune, weil es die Stellung einfach nicht hergab. Mit soliden Zügen erreichte er bequemen Ausgleich und nach einem Generalabtausch zeichnete sich das Remis klar ab, das dann nach 41 Zügen vereinbart wurde. Es steht 1,5:1,5. Ein Ergebnis, mit dem Carlsen nach den hervorragenden Analysen von Weltklassespielern sehr zufrieden sein kann, denn die Gewinnchancen waren eher auf Seiten des Herausforderers Nepomniachtchi. chess24

WM: Carlsen mit Risikobereitschaft - dennoch Remis

Carlsen ist wahnsinnig........genial. So mein Fazit zur zweiten WM-Partie. In einem Katalanen, der nicht ganz überraschend kam weil das System als sehr sicher gilt, spielte Carlsen im 19. Zug Sd6 und dieser Zug war äußerst riskant, denn damit opferte er die Qualität. Er behielt jedoch weiterhin gewissen Druck durch seine besseren Figuren. Dadurch wurde die Verteidigung bzw. Umsetzung des materiellen Vorteils für Nepomniachtchi äußerst schwierig. Menschen sind keine Engines! Im 37. Zug sah sich der Russe genötigt die Qualität zurückzugeben um den Druck zu vermindern. Carlsen gewann dadurch einen Bauern, was jedoch im Endspiel keine Rolle spielte und bald wurde das Remis vereinbart. Eine tolle Partie! chess24

WM: Partie 1 Remis

Die Weltmeiserschaft im Schach zwischen Carlsen und Nepomniachtchi hat heute begonnen. Partie 1 zeigte, dass es wohl ein toller WM-Kampf werden wird. Es wurde eine spanische Partie und Carlsen war es der mit 8...Sa5 den Fehdehandschuh aufs Brett warf. Ein erstaunliches Bauernopfer, das die Selbstsicherheit und den Mut des Weltmeisters zeigte. Carlsen erkannte, dass die weiße Bauernmajorität am Damenflügel keine Rolle spielt solange er Figuren am Brett hält. Nepomniachtchi konnte keinerlei Aktivität entwickeln. Nachdem er die Beeinträchtigung seiner Bauernstruktur am Königsflügel mit ...Lf3: zugelassen hatte, zeichnete sich das Remis schon ab, weil Carlsens Springer eine viel bessere Rolle spielte als sein Gegenpart auf Seiten des Herausforderers. Als der Weltmeister den Bauern zurückgewonnen hatte, verfügte er über die etwas bessere Bauernstruktur, aber Nepomniachtchi spielte achtsam und sicherte das Remis. Kein absolut spektakulärer, aber ein interessanter Auftakt. Man darf gespannt sein, was Carlsen morgen mit Weiß in Petto hat. chess24

WM Carlsen - Nepomniachtchi in Dubai

Morgen beginnt der lange erwartete Weltmeisterschaftskampf zwischen dem amtierenden Weltmeister Magnus Carlsen aus Norwegen und seinem Herausforderer Ian Nepomniachtchi in Dubai. Nepomniachtchi hat sich schon in der Vergangenheit als gefährlicher Kontrahent für Carlsen erwiesen. Die beiden Protagonisten kennen sich schon aus Kindertagen und den ensprechenden Weltmeisterschaften in den damaligen Altersklassen. Magnus Carlsen ist der universellste Spieler der Welt und hat keine spielerischen Schwächen. Eine hat jedoch Karjakin ausgemacht nach den Erfahrungen mit Carlsen in seinem WM-Kampf. Carlsen beginnt bei einem Rückstand an sich zu zweifeln und das könnte die Chance von Nepomniachtchi sein, der ein gefährlicher Dynamiker und Taktiker ist. Da der Russe mit den weißen Steinen beginnt, sollte er gleich versuchen einen Sieg zu erringen. Welche vorbereiteten Varianten ans Brett kommen wird von entscheidender Bedeutung sein wie etwa im Kampf Kasparov-Kramnik, in der Letzterer die Berliner Mauer spielte, an der sich die Schachlegende Kasparov die Zähne ausbiss und Kramnik den Titel bescherte. Die WM beginnt morgen mit Partie 1.um 13:30 Uhr. Offizielle Seite

Deutsche Damen auf Platz 5

Die deutschen Damen haben die Europameisterschaft mit einem klaren Sieg gegen Litauen und einem schönen fünften Platz abgeschlossen. Überragende Spielerin im Team war Josefine Heinemann, die gegen starke Gegnerschaft 6 Punkte aus 9 Runden holte. Das war eine Performance von 2437 und ein Elogewinn von 24 Punkten. Den dritten noch zu vergebenden Platz holte Aserbaidschan mit einem 2,5:1,5 gegen die Niederlande. chess-results

Die Ukraine ist Europameister

Die Ukraine holt als Nummer 7 der Setzliste den überraschend den Titel bei der Team-EM in Slowenien. Die Stabilität des Siegerteams ist schier unglaublich. Keiner der 5 eingesetzten Akeure verlor auch nur eine Partie, alle ungeschlagen. Ein nicht nur deshalb hochverdienter Turniersieg. Das 3:1 gegen Armenien in der heutigen Schlussrunde machte den Triumph perfekt. Ganz knapp dahinter die punktgleichen Franzosen mit dem überragenden Alireza Firouzja, der eine Elo-Performance von sage und schreibe 3015 holte. Polen holte Rang drei vor den punktgleichen und großartigerweise ungeschlagenen Spaniern mit dem wiedererstarkten Alexei Shirov. Das deutsche Team schloss mit einem 3:1 gegen die Türkei und landete am Ende auf  einem guten 10. Platz in diesem starken Feld. chess24 chess-results

Firouzja überwindet die 2800-Schallmauer

Seit dem überragenden Sieg beim Grand Swiss in Riga gibt es kein Halten mehr für das weltmeisterliche Talent von Alireza Firouzja. Mit unfassbaren 8 Punkten aus 9 Runden an Brett 1 schaffte er nun auch den Sprung über die 2800-Elo-Marke und ist damit der jüngste Spieler in der Schachgeschichte dem dieses Kunststück gelang. Heute schlug er auch noch Shakhriyar Mamedyarov. Nun ist der 18-Jährige die Nummer zwei des Weltschachs hinter Weltmeister Magnus Carlsen. Frankreich holte mit seinem entscheidenden Sieg am heutigen Tag die Silbermedaille bei der Team-EM. 2700chess

Aronian Gewinner des Tata Steel India Blitz

Am zweiten sehr spannenden Tag des Tata Steel India Blitzturniers konnte sich am Ende der Topfavorit Levon Aronian im Stechen gegen den bärenstarken Arjun Erigaisi um ultimativen Armageddon durchsetzen. Beide hatten 11,5 Punkte aus 18 Runden errecht, ganz knapp vor Parham Maghsoodloo und Sarin Nihal. Levon Aronian wird künftig für die USA spielen. Vielleicht war es sein letzter Auftritt unter armenischer Flagge. Offizielle Seite

IM Dieter Pirrot gewinnt in Bad Griesbach

Der niederbayerische Kurort Bad Griesbach war Austragungsort des 23. Senioren-Schach-Opens. Es gewann souverän mit 6 Punkten IM Dieter Pirrot (SV Hofheim) vor FM Jürgen Peist (Herforder SV) und IM Josef Pribyl aus Tschechien, die jeweils 5 Punkte erzielen konnten. Offizielle Seite

Team-EM: Keymers Glanzpartie macht den Unterschied

Vincent Keymer macht erneut Furore mit einer absoluten Glanzpartie. Auch Carlsen würde für so eine Partie über den grünen Klee gelobt werden. Die deutsche Nachwuchshoffnung ist erst 17 Jahre alt und noch nicht so lange richtig fokussiert auf Schach. Seit er sich mit sehr starken Großmeistern misst, ist er kaum noch zu stoppen. Seine heutige Partie im Duell mit der Schweiz wird in Lehrbücher Einzug finden. Ein wundervolles Beispiel an Risiko, Dynamik, hervorragender Stellungseinschätzung, Rechenkunst und Verwertung zum vollen Punkt. Nach einer weiteren sehr guten und zähen Verteidigungsleistung von Alexander Donchenko stand dann am Ende ein hart erkämpfter 2,5:1,5-Sieg. Der Kampf um den Turniersieg könnte nicht spannender sein. Der große Favorit Russland kassierte erneut eine Niederlage mit 1,5:2,5 gegen Frankreich und ist im Kampf um die Medaillen weg vom Fenster. Armenien, Aserbaidschan, die Ukraine und Frankreich kämpfen punktgleich um den Titel. chess24 chess-results

Damen-EM: Russland bereits Europameister vor Georgien

Die beiden hochfavorisierten Teams bei der Damen-EM Russland und Georgien haben bereits die Gold- und Silbermedaille sicher. Russland steht auch nach 8 Runden immer noch mit weißer Weste vorne und zwar ganze 3 Punkte vor Georgien, das seinerseits 3 Punkte vor den nachfolgenden Teams steht. Man durfte dieses auch schon vor dem Turnier erwarten. Sage und schreibe 7 Teams streiten noch um die Bronzemedaille. Deutschland gewann souverän mit 3,5:0,5 gegen die Türkei und liegt vor der Schlussrunde auf Rang 12. Gegner ist Litauen und in diesem Duell sind die deutschen Damen haushohe Favoritinnen. chess-results

Wieder Erigaisi - er führt beim Tata Steel India Blitz

Am 3. September ist Arjun Erigaisi 18 Jahre alt geworden. Trotz nicht allzu großer Erfahrung in der sportlichen Auseinandersetzung mit internationaler Weltklasse ist er bereits Weltklasse im Blitz- und Schnellschach und wird immer stärker. Das Rapidturnier in Kalkutta hat er schon für sich entschieden und nun führt er auch beim Blitzturnier nach 9 Runden mit 6,5 Punkten. Er liegt damit vor Levon Aronian, der 6 Punkte und Liem Quang Le, der bisher 5,5 Punkte sammeln konnte. Es folgen weitere 9 Runden. Offizielle Seite chess-results

Tata Steel India: Rapid-Triumph für Erigaisi

Die indische Mega-Metropole Kalkutta ist Austragungsort des Tata Steel India mit ausländischen und einheimischen Stars. Der große Favorit ist Levon Aronian, der fulminant gestartet war, aber dann doch etwas ins Stocken geriet. Sieger des Rapid wurde Arjun Erigaisi mit 6,5 Punkten vor Levon Aronian und Rameshbabu Praggnanandhaa mit je 5,5 Punkten. Morgen startet das Blitzturnier. chess24 chess-results

Führungswechsel bei der Team-EM in Slowenien

In Runde 7 der Team-Europameisterschaft in Slowienien gab es heute einen sensationelen 2,5:1,5-Sieg der Ukraine über das scheinbar übermächtige Russland. Jeder Akteur der Russen war klar favorisiert und doch gab es nur eine entschiedene Partie. Der junge GM Kirill Shevchenko besiegte Kirill Alekseenko in einer kompromisslos aggressiv geführten Partie. Damit hat die Ukraine genau so viel Punkte wie Aserbaidschan, das ebenfalls mit 2,5:1,5 gewann und zwar gegen die Niederlande. Hier war Nijat Abasov der Matchwinner. Noch sind zwei Runden zu spielen. Das deutsche Team verlor gegen die starken Polen mit 1:3. Liviu-Dieter Nisipeanu spielte unter Figurenopfer eine sehr aggressive und wohl nicht ganz vollwertige Variante im Sizilianer gegen Duda und verlor. Eine verdiente Niederlage kassierte auch Matthias Blübaum, der gegen den stark aufspielenden GM Moranda verlor. Die beiden anderen Partien endeten mit Remis. Das deutsche Team liegt auf Platz 17 und spielt nun gegen die Schweiz. Fast schon wie der sichere Europameister sieht Russland bei den Damen aus. Nach dem 3:1 über Aserbaidschan haben die Russinnen 3 Punkte Vorsprung. Die deutschen Damen verloren gegen Polen mit 1,5:2,5 und liegen auf Platz 16. Der nächste Gegner heißt Türkei. chess24 chess-results

Knappe Duelle

Die deutschen Damen haben heute einen glücklichen 2,5:1,5-Sieg errungen.Jana Schneider war die Matchwinnerin beim Duell gegen die starken Spanierinnen, obwohl ihr 15.Td2 ein sehr schlechter Zug war, nachdem sie große Probleme hätte bekommen können. Die Monika Caltezza Ruiz erkannte aber das taktische Potential ihrer Stellung nicht und am Ende entglitt ihr sogar das Remis. Die Russinnen schlugen auch Italien und sind bereits mit 2 Punkten Vorsprung Tabellenführer. Deutschland spielt in Runde 6 gegen Ungarn. Die Männer haben heute leider 1,5:2,5 verloren. Alexander Donchenko verpasste im 12. Zug das wichtige e4 gegen seinen jungen rumänischen Kontrahenten Bogdan Daniel Deac. Nach 12....f5 hatte Deac schon das etwas bequemere Spiel und 13.Db3 stellt die Dame lediglich abseits. Interessant ist, dass beide Akteure 25...f3! übersehen hatten, was in solchen Elosphären eigentlich nicht der Fall sein sollte. Deac nutzte seine aktiveren Figuren schließlich zum entscheidenden Partiegewinn Rumänien, denn die resltichen Partien endeten mit Remis. Der junge Superstar Alireza Firouzja gewann auch heute gegen Sargissian im Kampf gegen Armenien, konnte aber die 1,5:2,5-Niederlage nicht verhindern. Da Russland gegen Aserbaidschan Remis spielte, zogen einige Teams gleich, nämlich, die Ukraine, Ungarn, Armenien und die Niederlande. In Runde 6 spielt Deuschland gegen Slowenien 2. chess24

Knackt Firouzja Carlsens 2800-Elo-Rekord?

Alireza Firouzja gilt zurecht seit Jahren als Riesentalent sowie künftiger Weltmeisterkandidat und nun im Alter von 18 Jahren und 5 Monaten zeigt er eine unwiderstehliche Reife und Stärke in seinem Spiel. Er schickt sich an der jüngste Spieler zu werden, der jemals die 2800-Elomarke übersprungen hat. Der amtierende Weltmeister Carlsen übersprang diese "Absolute-Weltklasse-Schallmauer" in dem Monat in dem er den 19.Geburtstag feierte, nämlich im November 2009. Alireza knackt den Rekord, wenn er bis zum 1.Mai  2022 diese Marke überwindet. Er steht nach seinem abermaligen Partiegewinn am heutigen Tag bei 2793 Elo und knackt die 2800 vielleicht schon während der Team-EM in Slowenien.