Madrid: Nepo und Caruana siegen weiter

Der aktuelle Vizeweltmeister Ian Nepomniachtchi und der Ex-Vizeweltmeister Fabiano Caruana setzen sich weiter vom übrigen Feld ab und haben bei Halbzeit und 7 gespielten Runden 1,5 bzw. 1 Punkt Vorsprung vor dem Rest der Teilnehmer. Ian Nepomniachtchi profitierte davon, dass Richard Rapport in keine Zugwiederholung einwilligen wollte und zuviel Risiko ging. Nepo hat seine Waffe der Russischen Verteidigung wohl hervorragend vorbereitet, andernfalls hätte er sich kaum auf die Stellung eingelassen, die nach dem 14. weißen Zug enstanden war. Das brillante Lh3 sicherte ihm bereits Ausgleich und Rapport hätte sich unbedingt auf die Zugwiederholung einlassen sollen. Er tat es nicht und wurde sehenswert bestraft. Eine tolle Leistung von Nepomniachtchi, der nun mit 5,5 Punkten führt. Caruana sah sich nach diesem schnellen Sieg von Nepo unter Druck auch siegen zu müssen um den Russen nicht enteilen zu lassen. Er gewann ebenso sehenswert gegen den zähen Radjabov nach brillanter Rechenleistung, denn es sah sehr riskant aus, was er in die Tat umsetzte. Sein Königsmarsch nach g6 wird Einzug in Lehrbücher finden. Eine wahrhaft weltmeisterliche Leistung in dieser Partie von Fabiano Caruana. Liren Ding holte einmal mehr mit seiner Englischen Eröffnung nichts heraus und kam nur zu einem Remis gegen Firouzja. Auch die Partie Duda-Nakamura endete mit einem verdienten Remis. chess24 




Teplice: Kollars schlägt Ex-Europameister

Mit einem tollen und klaren Sieg nach 42 Zügen in einer italienischen Partie über Ex-Europameister Anton Demchenko hat Dmitrij Kollars die Tabellenspitze in Teplice mit 6 Punkten gemeinsam mit dem Inder GM S.L. Narayanan inne. Leider musste GM Daniel Fridman einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Er verlor gegen den US-Amerikaner IM Graig Hilby nach 117 langen Zügen und steht bei 4,5 Punkten. chess24

Mannschafts-WM der Senioren in Acqui Terme (Italien)

Seit 19. Juni läuft in Acqui Terme, einer 20 000-Einwohner-Stadt in der Region Piemont die Senioren-Mannschafts-Weltmeisterschaft. In der Ü50-Kategorie hat England eine beachtliche Großmeisterriege aufgeboten und ist klarer Favorit vor den USA. Es spielen Michael Adams, Nigel Short, Mark Hebden, John Emms und Keith Arkell. Auch das deutsche Team um GM Klaus Bischoff kann sich sehen lassen, wird aber bei der Titelvergabe kaum eine Rolle spielen und ist auf dem Setzlistenplatz 7. Neben Bischoff spielen FM Jürgen Peist, Rolf Fritsch, FM Thorsten Cmiel und Thorsten Werbeck.  England und die USA führen mit 7 Punkten. Deutschland 1 hat 6 Punkte. In der Ü65 ist Deutschland auf dem Setzlistenplatz Nr. 3 in der Aufstellung GM Rainer Knaak, IM Dr. Chevelevitch, FM Gerhard Kiefer und Matthias Kierzek. Hier ist Israel Elofavorit mit GM Yehuda Grünfeld, GM Avigdor Bykhovsky, IM Nathan Birnboim, IM Mark Berkovich und IM Boris Maryasin. Es führen England und Frankreich mit je 7 Punkten. Deutschland hat 6 Punkte nach 4 Runden. Offizielle Seite chess-results

Teplice Open: Demchenko führt und wartet auf Kollars

In der tschechischen Stadt Teplice (deutsch Teplitz-Schönau) in Nordböhmen findet dieses Jahr wieder ein stark besetztes Open statt, bei dem auch namhafte deutsche Großmeister wie Daniel Fridman und Dmitrij Kollars teilnehmen. Nummer Eins der Setzliste ist der Spanier GM Jaime Santos Latasa, der in den letzten Monaten überaus erfolgreich war. Er befindet sich nach sechs Runden in der Verfolgergruppe mit 5 Punkten wie auch Kollars. Alleiniger Tabellenführer ist allerdings der Europameister von 2021 GM Anton Demchenko aus Russland mit 5,5 Punkten. Im Spitzenduell des Tages konnte er sich nach einer starken Positionspartie gegen den litauischen Großmeister mit dem klangvollen altrömisch anmutenden Namen Paulius Pultinevicius durchsetzen gegen den Fridman in Runde 5 verloren hatte. In Runde 7 kommt es nun zur Spitzenpaarung Kollars-Demchenko. chess-results chess24

Madrid: Nepo und Caruana setzen sich ab

Nach 6 von 14 Runden spricht einiges dafür, dass entweder Fabiano Caruana oder Ian Nepomniachtchi der mögliche Sieger des Kandidatenturniers sein könnten. Alireza Firouzja, der den Weltmeister Carlsen nach einer tollen Performance beim Grand Swiss im vergangenen Jahr sehr motiviert hatte, findet sich auf dem letzten Platz wieder nach einer krachenden Weiß-Niederlage gegen Caruana. Das Katalanen-Experiment mit 6.Dd3 war interessant aber statt 11.Td1 hätte der junge Franzose Sc3 mit etwas Vorteil spielen sollen. Im 20. Zug entschloss sich Firouzja zu einem Qualitätsopfer das einen Rechenfehler beinhaltete. Mit der starken Riposte 21....f5 hatte er sicherlich nicht gerechnet und danach bekam er die Qualität eben nicht zurück. Caruana vollendete mit seiner ganzen Routine zum sicheren Partiegewinn. Ian Nepomniachtchi meldet sich tatsächlich gestärkt von seinem Desaster bei der WM in beeindruckenderweise zurück. Er spielte seinem ursprünglichen Stil entsprechend sehr aggressiv und überspielte Duda, der einen Läufer geben musste, aber einige Bauern dafür bekam. Der Angriff von Nepomniachtchi war jedoch stärker und Duda musste die Waffen bereits nach dem 35. Zug strecken. Einen sicheren Gewinn hat Teimour Radjabov gegen Richard Rapport verpasst. Nach einem sehenswerten von Taktik geprägten Schlagabtausch versäumte Radjabov den brillanten Rückzug 39.Lh2, der ihm trotz drei Minusbauern eine Gewinnstellung beschert hätte, weil sein Turm entscheidend auf die siebte Reihe eingedrungen wäre. Nakamura und Ding neutralisierten sich in ihrem Duell. Es führt Nepomniachtchi mit 4,5 vor Caruana mit 4 Punkten. Auf Platz drei ist Nakamura mit einem ganzen Zähler Rückstand. chess24

Kandidatenturnier: Remisrunde

In der fünften Runde des Kandidatenturniers in Madrid gab es keine entschiedene Partie. Liren Ding hatte gegen Radjabov eine angenehme Stellung erreicht, aber er fand keine Fortsetzung die den Druck auf die Stellung des Aserbaidschaners erhöhen hätte können. In Caruana-Rapport mündete der scharf geführte Sizilianer dann folgerichtig in eine Zugwiederholung, aus der es für die weiße Dame keinen Ausweg gab. Ein gerechtes Remis gab es in Firouzja-Duda. Hikaru Nakamura versäumte es nach der russischen Verteidigung von Ian Nepomniachtchi mit 25.Sd4 den Druck etwas zu erhöhen und damit seine Stellung zu verbessern. Nach dem schächeren Sd2 verpuffte sein Stellungsvorteil alsbald und auch hier gab es ein Remis durch Zugwiederholung. Nepomniachtchi führt jetzt mit 3,5 Punkten. Sollte sich Nepo durchsetzen in diesem Turnier ist davon auszugehen, dass Magnus Carlsen nicht mehr zur Titelverteidigung antreten wird. chess24 




Kandidatenturnier: Nepo schlägt Firouzja

Der unerfahrenste Schachspieler des Kandidatenturniers in Madrid, Alireza Firouzja, hat wie von vielen Experten erwartet, einen schweren Stand. Wie es im Moment aussieht wird er nicht der von Magnus Carlsen herbeigesehnte WM-Herausforderer werden. Heute bezog er eine deftige Niederlage gegen den amtierenden Vize-Weltmeister Ian Nepomniachtchi in einem Najdorf-Sizilianer. Im 23. Zug versäumte Firouzja den besten Zug Dc7 und spielte den völlig abwegigen Zug Sd6 wonach er einfach den wichtigen Bauern auf b4 einstellte. Der Russe vollendete mit Stil und Klasse, was den Franzosen zur Aufgabe nach 39 Zügen zwang. Damit ist Nepomniachtchi Erster mit 3 Punkten und Firouza Letzter mit 1,5 Punkten. Auch Liren Ding hat nur 1,5 Punkte und auch heute konnte er den Vorteil, den er herausgespielt hat wegen genauen Spiels von Caruana nicht in einen vollen Punkt umsetzen. Gerechte Remis gab es auch in Duda-Radjabov und Rapport-Nakamura.  chess24 




38.Turm-Open in Lippstadt

Das Turm-Open in Lippstadt fand ebenfalls am vergangenen Wochenende statt und auch hier konnte ein titelloser Schachfreund triumphieren. Es gewann Patrick Lick vom SV Laatzen mit 5,5 Punkten vor seinem punktgleichen Kontrahenten FM Thomas Huesmann (Aachener SV). Den dritten Platz mit 5 Punkten unter den 41 Teilnehmern im A-Open holte sich FM Bernhard Stillger vom SV Mülheim-Nord. Offizielle Seite

Sensation beim Rhein-Main-Open: Jugendlicher Bennet Hagner gewinnt

Mit einer großen Sensation endete das 24. Rhein-Main-Open in Bad Homburg. Es gewann nicht einer der teilnehmenden Titelträger sondern der 2008 geborene Bennet Hagner vom Frankfurter TV. Mit einer grandiosen Eloperformance von 2552 und 6 Punkten gewann er hochverdient, denn er konnte in Runde 3 auch den klaren Turnierfavoriten GM Leonid Milov (Noris Tarrasch Nürnberg) bezwingen, den er auf Platz zwei mit 5,5 Punkten verwies. Den dritten Platz holte der titellose Florian Lesny (SK Niederbrechen) mit ebenfalls 5,5 Punkten. Offizielle Seite 




GM Dardha siegt beim Dolomiti-Open

Der 16 Jahre alte belgische Großmeister Daniel Dardha hat das Dolomiti Open in Forno di Sopra mit 7 Punkten aus 9 Runden gewonnen. Den zweiten Platz unter den nur 26 Teilnehmern holte der Ukrainer GM Vitaliy Bernadskiy mit 6,5 Punkten vor GM Pier Luigi Basso aus Italien mit 6 Punkten. chess24

Kandidatenturnier: Caruana und Nepo führen

Fabiano Caruana und Ian Nepomniachtchi sind am besten in das Kandidatenturnier gestartet. Bereits in Runde 1 siegten beide Mitfavoriten. Ian Nepomniachtchi gewann gegen die Nummer Zwei der Welt Liren Ding, der entgegen seinem Stil ein sehr komplexe und unbewegliche Struktur im Engländer angestrebt hatte. Prompt wurde er von aktuellen Vize-Weltmeister Nepomniachtchi dafür bestraft und musste schon nach 33 Zügen aufgeben. Eine starke Leistung zeigte Fabiano Caruana, der seinen Landsmann Hiraku Nakamura im Mittelspiel in einem Spanier durch feine Nadelstiche überspielte hatte. Firouza hatte in Runde 1 Glück die deutlich schlechtere Stellung gegen Radjabov ins Remis zu retten. Auch Rapport stand deutlich schlechter in einem Sizilianer gegen Duda, aber der Pole spielte ungenau und erreichte nur Remis. Firouza stand dann in Runde 2 erneut sehr bedenklich um nicht zu sagen auf Verlust gegen Rapport. Der Youngster erreichte aber auch hier ein Remis durch große Mithilfe des Gegners. Nur Nakamura schaffte einen Sieg und zwar gegen Radjabov, der die ausgeglichene Stellung ab dem 35. Zug völlig verdarb. Fabiano Caruana zeigte sich ängstlich in seiner Partie gegen Nepomniachtchi, in der er einen ernstzunehmenden Vorteil mit zwei Mehrbauern hatte. Er fühlte sich aber sichtlich unwohl und willigte ins Remis ein. Am heutigen Tag gab es eine Remisrunde, wobei Ding seine Gewinnstellung gegen Rapport nicht nutzte. Das Niveau ist noch nicht weltmeisterlich. Caruana und Nepomniachtchi führen mit je 2 Punkten die Tabelle an. chess24 




Hochdotiertes PlusCity Rapid Open in Pasching: GM Vojtech Plat siegt

Mit einem gewaltigen Preisfond von 15000 euro hatte das Einkaufszentrum PlusCity in Pasching bei Linz zahlreiche Titelträger angelockt, darunter den letztjährigen Europameister Anton Demchenko aus Russland und auch die Schachlegende Ulf Andersson aus Schweden. Für den ersten Preis waren 2000 Euro ausgelobt und es gab auch für die Amateure jeweils großzügige Ratingpreise mit 300 Euro für den Sieger in der jeweiligen Kategorie.  Unter den 258 Teilnehmern gewann der im Schnellschach bärenstarke Tscheche GM Vojtech Plat mit 7,5 Punkten vor vier punktgleichen Spielern. Den zweiten bis fünften Platz belegten in der Folge GM Anton Demchenko, GM Milos Jirovsky, GM Daniel Fridman und GM Andreas Heimann. chess-results

Harikrishna gewinnt Masters - Motylev triumphiert im Open

Pentala Harikrishna heißt der verdiente Sieger mit 6,5 Punkten beim Masters des Schachfestivals in Prag. Der indische Weltklassespieler gewann als einziger Spieler eine Partie in der Schlussrunde. Er bezwang den sonst so soliden und starken Spanier David Anton Gujarro, der jedoch bei diesem Turnier völlig neben sich stand und mit nur 2 Punkten klar Letzter wurde. Den zweiten Platz belegte Quang Liem Le mit 6 Punkten vor dem Underdog des Turniers, den stark aufspielenden Thai Dai Van Nguyen aus Tschechien mit 5 Punkten, der elomäßig kräftig zulegen konnte. Punktgleich mit ihm waren Sam Shankland und David Navara. Beim Open gab es einen überlegenen Sieg des russischen Favoriten Alexander Motylev, dem Europameister aus dem Jahr 2014. Er siegte mit 8 Punkten vor dem Litauer GM Titus Stremavicius und dem titellosen Polen Antoni Kozak, die beide 7 Punkte erzielten. Bester Deutscher wurde GM Dennis Wagner mit 6 Punkten. chess24

Vincent Keymer gewinnt das Challengers in Prag

Vincent Keymer hat es geschafft und das Challengers Turnier beim Schachfestival in Prag gewonnen. Nach einem Schwarzsieg über Max Warmerdam und einem gleichzeitigen Sieg von Hans Moke Niemann gegen Krzyzanowski waren nur er und der US-Amerikaner an der Tabellenspitze mit 6,5 Punkten, denn Absusattorov kam gegen Pechac nicht über ein Remis hinaus. Es musste also um den Turniersieg ein Stechen ausgetragen werden und Keymer konnte beide Partien und damit qualifizierte er sich für das Masters in Prag im kommenden Jahr. Ein toller Erfolg für den deutschen Nachwuchsstar, der seine Elozahl aktuell auf 2685 geschraubt hat. Vielleicht knackt er die 2700 vor seinem 18. Geburtstag. chess24




Schachfestival Prag: Zweikampf und Dreikampf um den Turniersieg

Beim Schachfestival in Prag wurde heute die Vorschlussrunde gespielt. Sowohl das Challengers als auch das Masters ist nach wie vor sehr umkämpft und alles offen. Im Challengers Turnier mit Vincent Keymer konnte Hans Moke Niemann nach einer verwirrenden Partie, in der auch sein Gegner Peter Michalik mal klar auf Gewinn stand, durch einen glücklichen Sieg zu Vincent Keymer und Nodirbek Abdusattorov aufschließen. Alle drei haben nun 5,5 Punkte aus 8 Runden. Keymer kam gegen Stocek nicht über ein Remis hinaus und Abdusattorov erreichte ein Schwarzremis gegen Sasikiran. Warmerdam und Krzyzanowski erreichten Schwarzsiege gegen Hracek bzw. Pechac. Vincent Keymer hat morgen Schwarz gegen Warmerdam. Im Masters konnte Harikrishna durch einen klaren Schwarzsieg gegen Salem zu Quang Liem Le aufschließen. Hier haben beide ebenfalls 5,5 Punkte und einer von beiden wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Turniersieg davontragen. chess24

Kandidatenturnier in Madrid ab morgen

Am dem morgigen Freitag findet das Kandidatenturnier in Madrid statt, das den Herausforderer des Weltmeisters oder sogar die beiden WM-Finalisten ermitteln wird. Es hängt vom Weltmeister Magnus Carlsen ab, der die gesamte Schachwelt im Unklaren läßt, ob er nochmal antreten wird. Carlsen will das nach seiner Ankündigung wohl vom Gegner abhängig machen, was im Grunde absurd ist, denn Jeder der das Kandidatenturnier gewinnt, ist ein sehr ernst zu nehmender Gegner. Alireza Firouzja werden von den Weltklassespielern selbst nicht so große Siegchancen eingeräumt, weil er ein sehr unerfahrener Spieler in derart hochkarätigen Turnieren mit großem Druck ist.  Fabiano Caruana kündigte in der Pressekonferenz an, dass er alles andere als einen eigenen Triumph als Enttäuschung sehen würde. Das ist verständlich, denn im Grunde zählt nur der Sieg oder eben vielleicht sogar der zweite Platz damit man um die Schachkrone kämpfen kann. Die Nummer Zwei der Welt Liren Ding ist neben Alireza Firouzja und Caruana der Topfavorit in diesem Turnier. Vielleicht wäre auch er ein Gegner, den Magnus Carlsen als interessant genug einstufen würde um beim Kampf um die Weltmeisterschaft anzutreten. fide Offizielle Seite 




Prag: Masters und Open

Beim Masters in Prag führt nach wie vor Quang Liem Le das Turnier mit jetzt 5 Punkten an. Im Spitzenduell gegen Harikrishna erreichte er ein Schwarzremis, das den Inder mit einem halben Zähler auf Abstand hält. Die Engines haben in der Schlussstellung Harikrishna trotz Minusqualität im Vorteil gesehen. Salem erreichte endlich seinen ersten Partiegewinn im Turnier und das gegen Anton Gujarro, der in noch schlechterer Form ist und auf dem letzten Platz mit 1,5 Punkten liegt. Sam Shankland schraubte sein Punktekonto auf 4 Punkte nach seinen heutigen Weißsieg über Maghsoodloo. Im gleichzeitig stattfindenden Open spielt das starke Ehepaar Wagner mit. GM Dennis Wagner steht derzeit bei 5,5 Punkten aus den 7 Runden und seine Frau WGM Dinara bei 5 Punkten. Es führen 7 Spieler mit je 6 Punkten, darunter Elofavorit Alexander Motylev aus Russland. Offizielle Seite

Prag: Ein Teenager-Trio auf dem Weg zu 2700 Elo

Leider kann beim Challengers Turnier nur ein Spieler am Ende das Turnier gewinnen. Drei Teenager, nämlich Keymer, Abdusattorov und Niemann spielen tolles Schach und zeigen ihre Stärke, die sich nicht zuletzt auch darin zeigt, dass alle drei auf dem Weg sind die 2700-Elomarke bald zu knacken. Im Spitzenduell hatte Vincent Keymer gegen Nodirbek in einem Italiener bange Momente zu überstehen. Er verschmähte den in solchen Stellungen typischen 11. Zug Se7 und kam etwas in Schwierigkeiten, aber am Ende schaffte er es zu einem Remis wodurch er punktgleich mit Abdusattorov an der Spitze blieb. Nach einem groben Fehler von GM Hracek gewann Niemann klar mit taktischen Schlägen. Mit seiner Dynamik ist er einer der interessantesten Spieler der jungen Generation. Weitere Weißsiege gab es von Stocek gegen Warmerdam und und Michalik gegen Pechac. Offizielle Seite 




Schachfestival Prag: Abdusattorov schließt auf zu Keymer

Vincent Keymer und Nodirbek Abdusattorov sind fast gleich alt und feiern im November bzw. Dezember ihre Volljährigkeit. Das die beiden zur künftigen absoluten Weltklasse gehören werden, scheint absehbar, obwohl die tatsächliche Entwicklung nie wirklich voraussehbar ist. In Prag zeigen beide Spieler tolles Schach und führen nach 6 Runden gemeinsam die Tabelle des Challenger Turniers an. Keymer konnte den diesmal stark spielenden Polen Krzyzanowski nicht schlagen. Abdusattorov gewann mit arger Mithilfe seines Kontrahenten Max Warmerdam, der sich schlicht verrechnete. Der Inder Sasikiran konnte seine Punktebilanz durch einen Sieg über Michalik ausgleichen. Im Masters führt Quang LIem Le mit 4,5 Punkten nach einem hart erkämpften Sieg gegen den nun Tabellenletzten Saleh Salem aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zudem gewann Maghsoodloo gegen Vallejo Pons. chess24 




IM Khanin Überraschungssieger in Las Vegas

Der russische Internationale Meister Semen Khanin hat überlegen das National Open in Las Vegas mit 7,5 Punkten für sich entschieden und 8000 Dollar kassiert. Den zweiten Platz erreichte der klare Elofavorit GM Illia Nyzhnyk mit 7 Punkten, der aus der Ukraine stammt. 7 Punkte erreichte auch der Drittplatzierte GM Vladimir Akopian aus Armenien. chess24 Offizielle Seite

Prag: Keymer gewinnt erneut - derzeit 2850 Elo-Performance

Vincent Keymer verteidigt nach einem klaren Schwarzsieg über den starken tschechischen GM Peter Michalik in einem sehr ungewöhnlichen Sizilianer nach 3.Lb5+ seine Tabellenführung mit nunmehr 4 Punkten aus 5 Runden und das mit einer derzeitigen Elo-Performance von 2850. Mit seiner Live-Elo von 2685,5 ist er derzeit exakt die Nummer 50 der Welt. Tolle Siege erzielten auch die beiden anderen Youngster im Feld. Hans Moke Niemann vollendete mit einem sehr schönen Schlusszug gegen Sasikiran und Abdusattorov spielte eine nicht weniger starke Weißpartie gegen Stocek. Schließlich schlug Warmerdam noch den Polen Krzyzanowski mit den schwarzen Steinen. Einziger direkter Verfolger der deutschen Nummer Eins ist nun Abdusattorov mit 3,5 Punkten. Im Masters bleiben nach einer Remisrunde in allen Duellen Quang Liem Le und Pentala Harikrishna gemeinsam an der Spitze mit 3,5 Punkten. chess-results 




Yangyi Yu gewinnt Summer Chess Classic

Der chinesische Weltklassespieler Yangyi Yu hat das Summer Chess Classic Turnier in Saint Louis gewonnen. Er gewann verdient mit 6,5 Punkten aus 9 Runden. Den zweiten Platz belegte der Russe Grigoriy Oparin punktgleich mit dem erst 13-jährigen Großmeister Abhimanyu Mishra mit 5 Punkten. Mitfavorit Samuel Sevian erlebte einen deutlichen Rückschlag und erreichte nur 3 Punkte. Zuletzt hatte er einen rasanten Aufstieg über die 2700-Elomarke hingelegt. Offizielle Seite

Nisipeanu gewinnt Targu Mures Open

Liviu Dieter Nisipeanu hat das Targu Mures Open in der gleichnamigen Stadt in Rumänien, seinem Herkunftsland, gewonnen. Der Auftakt war suboptimal, denn in Runde 1 unterlag er der Großmeisterin Mihaela Sandhu. Danach holte er aber trotzdem noch 7 Punkte, was zum alleinigen Turniersieg reichte. Den zweiten Platz der Ukrainer FM Ihor Samunenkov mit 6,5 vor IM Ivan Schitco (Moldawien) mit 6 Punkten. chess24

Carlsen gewinnt Norway Chess

Weltmeister Carlsen hat sein Heim-Turnier Norway Chess zum fünften Mal gewonnen. Am Ende reichte ihm ein hart erkämpftes Remis gegen Veselin Topalov in der klassischen Partie und ein Remis im Armageddon zum Turniersieg mit 16,5 Punkten. Den zweiten Platz erreichte nach einer tollen Leistung in der zweiten Turnierhälfte Shakhriyar Mamedyarov mit 15,5 vor Anand Viswanathan mit 14,5 Punkten, der hervorragend ins Turnier gestartet war. Entscheidend für den Tabellenstand war letztlich, dass Anand eine klare Gewinnstellung in der klassichen Partie gegen Carlsen nicht gewinnen konnte. Offizielle Seite chess24 




Norway Chess: Carlsen im Glück

Magnus Carlsen hat die 8. Runde des Norway Chess Turniers mit sehr viel Glück doch noch erfolgreich gestaltet. Gegen Maxime Vachier-Lagrave hatte er nach der Eröffnung einen Minusbayern in einem Grünfeldinder. Der Franzose spielte bis zum Endspiel hervorragend und nach einem unachtsamen Zug stand Carlsen klar auf Verlust, doch der MVL erkannte die Gewinnfortsetzung im 60. Zug nicht und die Partie wurde Remis. Auch in der Armageddon-Partie stand der Franzose klar auf Gewinn und verlor. Mehr Glück geht kaum. Carlsen führt mit 15 Punkten knapp vor Mamedyarov mit 14,5, der in der klassischen Partie mit Schwarz gegen Anand gewinnen konnte. Einen Sieg in der klassischen Partie erreichte auch Anish Giri gegen Aryan Tari. Im Armageddon gewannen Radjabov gegen Wang und Topalov mit Schwarz gegen Anand, der mit seinen 13 Punkten Dritter ist. chess24