WM-Kandidat Fabiano Caruana kommt allmählich in Fahrt. In Runde 7 der us-amerikanischen Meisterschaft gelang ihm ein überzeugender Angriffssieg über den starken Varuzhan Akobian und liegt nun gemeinsam mit Sam Shankland mit 5 Punkten in Front. Völlig außer Form, was man bisher kaum bei ihm sah, zeigt sich Hikaru Nakamura, der noch sieglos ist und nun gegen Favoritenschreck Zviad Izoria verlor. Knapp minus 20 Elopunkte stehen schon zu Buche. Eine kleine Katastrophe für einen Weltklassespieler. Offizielle Seite

Anish Giri hat heute einen relativ leichten Sieg über David Navara gefeiert. Navara bediente sich erneut der Caro-Kann-Verteidigung und musste gegen die Modevariante 3.e5 kämpfen. Er kam nicht optimal aus der Eröffnung raus, doch Anish Giri spielte das schwache b5, was Navara Sa5 ermöglicht hätte mit ungefährem Ausgleich. Doch die tschechische Nr. 1 patzte böse und machte den unverständlichen Verlustzug 23...Lc2, was eine Figur verlor. Es sollte die einzige entschiedene Partie des Tages bleiben. Noch-Vizeweltmeister Sergey Karjakin spielte mit Weiß gegen Weltmeister Magnus Carlsen und beide waren sehr vorsichtig und einigten sich bald auf Remis. Auch die übrigen Partien boten nichts spektakuläres und blieben ebenfalls unentschieden Giri ist nun mit 3,5 Punkten aus 6 Runden punktgleich mit Carlsen, einen halben Zähler hinter Topalov. chess24

Nach einer gefühlt sehr langen Zeit können die Schachfans am kommenden verlängerten Wochenende von Sonntag bis 1.Mai wieder spannende Partien der Schachbundesliga mitzuverfolgen. Die Zentrale Endrunde mit den letzten drei Spieltagen steht auf dem Programm. Die beiden Meisterschaftsaspiranten Baden-Baden und Solingen stehen punktgleich an der Spitze und jedes Team will den Titel an sich reißen. Stolperstein für die Baden-Badener kann gleich in Runde 13 Hockenheim werden. Das schwerere Restprogramm haben die Klingenstädter. Sie haben noch die starken Mannschaften aus Schwäbisch Hall und Deizisau zum Gegner. Es spricht also einiges für den Titelverteidiger. Am Tabellenende stehen neben den beiden tapfer kämpfenden Teams aus München auch unerwartet der Hamburger SK, bereits zwei Punkte hinter Speyer-Schwegenheim. Doch der HSK hat es selbst in der Hand, denn er muss genau gegen die drei Konkurrenten antreten, die hinter ihm stehen und da sind die Nordlichter in jedem Duell Favorit. Norderstedt steht schon so gut wie als erster Absteiger fest. Offizielle Seite

Durch einen Schwarzsieg zum rechten Zeitpunkt hat sich Fabiano Caruana zurückgemeldet im Kampf um den US-amerikanischen Meistertitel. Ray Robson spielte gegen Caruanas russische Verteidigung gut in der Eröffnung und Caruana opferte schon in der Eröffnung mutig einen Bauern. Durch inakkurates Spiel von Robson bekam Caruana eine starke Kompensation, die er schließlich gewinnbrigend nach weiteren schwachen Zügen des Gegners in einen Sieg ummünzen konnte. Auch Sam Shankland spielte eine starke Schwarzpartie in einem Nimzoinder gegen einen direkten Konkurrenten an der Tabellenspitze. Er schlug Varuzhan Akobian schließlich in überzeugender Manier. Shankland führt mit 4,5 Punkten aus 6 Runden, einen halben Zähler vor Caruana und Wesley So. Offizielle Seite

Der starke tschechische Großmeister Dr. Igors Rausis war klarer Favorit beim Austria Open in Wien mit 94 Teilnehmern und erwartungsgemäß wurde er dieser Rolle auch klar gerecht. Er siegte unangefochten mit 6,5 Punkten aus 7 Runden. Dahinter platzierten sich erfreulicherweise zwei deutsche Schachfreunde, nämlich auf Rang zwei Dr. Frank Belke, der beim österreichischen Verein SK Hietzing aktiv ist vor IM Dietmar Kolbus - beide mit 5,5 Punkten. chess-results

Veselin Topalov ist in großer Form. Kürzlich äußerte er in einem Interview, dass er sich gar nicht mehr als Profi sieht, sondern in erster Linie aus Spaß Schach spielt. Diese neue Einstellung scheint ihm gut zu tun. Bisher zeigt er das beste Schach in Shamkir und auch heute überzeugte er in seiner Partie gegen David Navara und gewann. Eine interessante Zugfolge in einem Sizilianer mit 2.Sc3 und 4.Dd4: wählte Weltmeister Magnus Carlsen gegen seinen einstigen Sekundanten Radoslaw Wojtaszek. Dem Polen unterlief im Mittelspiel ein grober Fehler in bereits schwieriger Stellung und musste aufgeben. Die übrigen Partien endeten mit Remis. chess24

Auch Fabiano Caruanas Bäume wachsen nicht stetig gen Himmel. Gestern in Runde 4 kassierte er einen sensationelle Niederlage gegen Zviad Izoria (Elo 2599). Vor allem seine Endspielleistung war überraschend schwach und Izoria gewann letztlich verdient. Caruana liegt damit einen halben Zähler hinter dem Führungstrio Sam Shankland, Wesley So und Varuzhan Akobian. Hikaru Nakamura spielte alle seine Partien bisher Remis. Offizielle Seite

Nach der gestrigen dritten Remisrunde in Folge hat nun Veselin Topalov den Bann gebrochen und Shakhriyar Mamedyarov geschlagen. Topalov ging hohes Risiko in einem offenen Spanier und opferte einen Bauern. Er setzte auf Königsangriff. Im rechten Moment gab der Aserbaidschaner eine Figur und stand besser laut Engines besser. Nach dem schachen Zug 37...h6 ging die Initiative wieder auf Topalov über, der die Partie im Endspiel gewann. Auf unglaubliche Weise vergab Ding Liren seine Gewinnstellung gegen Anish Giri. Ding hatte eine sehr starke Partie gespielt, schien aber nicht zu erkennen, dass das Endspiel recht einfach für ihn gewonnen war und begnügte sich nach seinen schwachen Zügen mit Remis. Ungewöhnlich früh fügte sich Weltmeister Magnus Carlsen ins Remis gegen Teimour Radjabov nach einer Zugwiederholung nach 19 Zügen. Eine hochinteressante Partie lieferten sich Sergey Karjakin und David Navara, der sich sehr gut präpariert mit seiner Caro-Kann-Verteidigung zeigt. Auch Karjakin konnte die Verteidigungskunst des Tschechen nicht durchbrechen - Remis. Ohne Tadel spielt Elo-Underdog Rauf Mamedov, der heute mit der Tarrasch-Verteidigung eine souveräne Leistung brachte und sogar Vorteil hatte gegen Radoslaw Wojtaszek, doch am Ende reichte es auch hier nur zu einem Remis. Topalov führt mit 2,5 Punkten. chess24

Nach einer beeindruckend souveränen Vorstellung über das gesamte Turnier hinweg hat der indonesiche FM Novendra Priasmoro das Bangkok Chess Club Open mit 8 Punkten aus 9 Runden für sich entschieden. In der Schlussrunde reichte eine sehr angenehme Stellung in der Partie gegen Nigel Short um das noch nötige Remis zu sichern. Den zweiten Platz eroberte der indische GM Deepan Chakkravarthy mit 7,5 Punkten. Dritter wurde der nächste Inder (Candidate Master) Gukesh mit 7 Punkten. Enttäuscht wird GM Jan Gustafsson sein, der in der Schlussrunde nur remisierte und auf den 11. Platz kam mit 6,5 Punkten. Offizielle Seite

Beim Shamkir Chess Turnier gab es auch heute fünf Remispartien. Der Weltmeister Magnus Carlsen holte nichts heraus in einer Caro-Kann-Vorstoßvariante gegen den souverän umsichtig agierenden David Navara. Eine Gewinnstellung hatte sich Veselin Topalov gegen Anish Giri erarbeitet. Nach dem Gewinn der Qualität spielte er jedoch sehr ungenau weiter und ermöglichte dem Niederländer auf taktische Weise auszugleichen. Die weiteren Partien endeten mit gerechten und ereignisarmen Remis. chess24