Es war dann doch der erwartete Favoritensieg von David Navara bei der Tschechischen Meisterschaft in Ostrau. Er siegte mit 7,5 Punkten aus 9 Runden vor Zbynek Hracek (6,5), der sich den zweiten Platz mit einem Schlussrundensieg über den lange Führenden und am Ende Drittplatzierten Jiri Stocek, sichern konnte. chess-results

Das stark besetzte Open in Nakhchivan (Aserbaidschan) begann vor wenigen Tagen mit einem Paukenschlag als der Elofavorit Eltaj Safarli eine Weißniederlage gegen FM Ahmad Ahmadzada bezog. Nach drei Runden führt eine neunköpfige Gruppe mit je 2,5 Punkten. Zu dieser gehört auch der deutsche Großmeister Igor Khenkin, der Nummer vier der Setzliste ist. chess24

In Sotschi laufen derzeit die russischen Mannschaftsmeisterschaften in der sogenannten Premier League. Anders als in der deutschen Bundesliga wird in Russland nur mit Sechserteams gespielt. Erstaunlicherweise ist die Anzahl an ausländischen Legionären sehr überschaubar. Manche Teams spielen ausschließlich mit Russen. Heute gab es eine spannende Partie zwischen Ex-Weltmeister Anatoly Karpov und Peter Svidler. Letzterer musste sich anstrengen um ein Schwarzremis mit seiner geliebten Grünfeldindischen Verteidigung zu erreichen. In seiner besten Zeit hätte Karpov wohl den Vorteil gewinnbringend umgemünzt. Nicht zu stoppen ist der Gahimov-Memorial-Gewinner Shakhriyar Mamedyarov, der dreimal gegen Weltklassegroßmeister siegreich blieb. Haushoher Favorit in der Meisterschaft ist das Team Siberia-Sirius (mit Kramnik, Mamedyarov, Giri, Nepomniachtchi, Grischuk, Khismatullin), das bisher auch alle vier Kämpfe für sich entscheiden konnte. chess24

Der klare Favorit Wei Yi ist verdient Chinesischer Champion geworden. Es war jedoch ein hartes Stück Arbeit sich in diesem Feld als klarer Favorit mit 8,5 Punkten aus 11 Runden durchzusetzen. Erst sein Schlussrundensieg gegen Bai Jinshi brachte die Entscheidung. Zweiter wurde Lu Shanglei vor dem punktgleichen Wen Yang mit je 8 Punkten. Bei den Damen gewann die größte weibliche Nachwuchshoffnung Chinas Lei Tingije mit 9 aus 11. Die amtierende Weltmeisterin Tan Zhongyi musste mit Rang drei vorlieb nehmen. Vor ihr platzierte sich sehr überraschend Wang Jue - beide mit 8,5 Punkten. chess24

Eine Überraschung gab es gestern in Runde vier der tschechischen Meisterschaft in Ostrau. GM Jiri Stocek und Super-GM David Navara trafen als gemeinsame Tabellenführer aufeinander und Stocek konnte sich durchsetzen. Navara ließ sich auf eine scharfe Variante des Londoner Systems ein und Stocek war offensichtlich sehr gut vorbereitet. Eine Runde später führt Stocek alleine mit 4,5 Punkten vor einem Verfolgertrio zu dem auch Navara gehört. chess-results

Bei der Senioren-Mannschafts-WM in Hersonissos auf Kreta gab es in den beiden Kategorien souveräne Sieger. In der Ü50-Klasse dominierte die Großmeisterriege um Alexander Khalifmann aus Sankt Petersburg, die keine Zweifel aufkommen ließ und alle Kämpfe gewann. Drei Mannschaftspunkte dahinter gewann Armenien Silber vor England. Die VSG Offenbach erreichte als bestes deutsches Team den 7. Rang. In der Ü65-Kategorie siegte Russland mit einer ebenso souveränen, makellosen Bilanz mit drei Punkten Vorsprung vor Frankreich und Schweden. Deutschland landete auf dem undankbaren vierten Platz. chess-results

Der favorisierte Michael Coenen vom Düsseldorfer SK gewinnt das Kaarster Rathaus-Open mit 17 Punkten (Dreipunkteregel) aus 7 Runden vor seinem ärgsten Konkurrenten Grzegorz Osipiak aus Polen, der 16 Punkte machte. Rang drei ging überraschend an Dr. Zoltan Timar-Geng (SV Lingen 15 Punkte). Offizielle Seite

Der Münchner FM Thomas Höfelsauer vom SK München Südost gewinnt die 12. Auflage des Ried-Opens mit 6 Punkten vor den punktgleichen IM Marco Thinius (SV Empor Berlin) und Julius Muckle (SV Ludwigshafen). Es waren 146 Teilnehmer am Start. Offizielle Seite

Das Damenteam von Schwäbisch Hall hat heute den Meistertitel mit einem glatten 6:0 gegen Bayern München klar gemacht. Das entthrohnte Baden-Baden brillierte ebenfalls beim klaren 5:1-Erfolg gegen Königshofen und wurde hochverdient Zweiter. Bad Königshofen behielt trotz der Niederlage den dritten Platz in der Tabelle. Offizielle Seite

Eine sehr überraschende Nachricht verkündeten die Verantwortlichen der SG Trier. Die Mannschaft wird sich durch einen Trexit aus der Schachbundesliga zurückziehen und künftig in Großbritannien in der Four Nations Chess League antreten. Der 1877 gegründete Verein sieht die Zukunft seiner ersten Mannschaft nach 140 Jahren in Deutschland nun in Großbritannien. Es gibt dazu eine Pressemitteilung des Mannschaftsführers der SG Trier auf der Seite der Schachbundesliga. Das scheidende Team schlug in der heutigen Schlussrunde Bayern München knapp mit 4,5:3,5, aber München ist der Profiteur des Rückzugs und bleibt in der Liga. Einen heroischen Kampf zeigte MSA Zugzwang, das sich sportlich durch einen 5:3-Sieg über Aufwärts Aachen rettete. Schlüsselpartie war die dramatische Partie von Stefan Bromberger gegen den Peruaner Julio Granda Zuniga, die der deutsche GM letztlich für sich entschied. Baden-Baden krönte seine makellose Saison mit einem 7,5:0,5 über Mülheim. Vizemeister Hockenheim kam gegen Dresden nicht über ein 4:4 hinaus. Den dritten Platz schaffte Solingen nach einem 7:1-Kantersieg über Speyer-Schwegenheim, das die letzten Kämpfe keine starke Mannschaft mehr aufgeboten hat und absteigt. Der dritte Absteiger heißt Griesheim, das sich mit einer 2:6-Niederlage gegen Schwäbisch Hall verabschiedet. Bremen schlug König Tegel mit 5:3 und auch Hamburg gewann 5:3 gegen die Schachfreunde Berlin. Offizielle Seite