Die chinesische Einzelmeisterschaft findet als Rundenturnier mit 12 Spielern in Xinghua statt. Als einziger der vielen Weltklassespieler Chinas nimmt Wei Yi daran teil und er liegt auch nach 7 Runden mit 5,5 Punkten in Führung. Zweiter ist derzeit Zhou Jianchao mit 5 vor Lu Shanglei mit 4,5 Punkten. chess24
In Runde 9 der Frauenbundesliga feierten die Tabellenführerinnen aus Schwäbisch Hall einen enorm wichtigen 3,5:2,5-Sieg über Deizisau. Dieser Erfolg ebnete den möglichen und wahrscheinlichen erstmaligen Titelgewinn. Die Schwäbinnen ließen heute ein 5:1 gegen Augsburg folgen und haben morgen in der Schlussrunde den Vorletzten Bayern München zum Gegner. Titelverteidiger Baden-Baden liegt einen Punkt dahinter und kann nur auf ein Wunder hoffen um den Titel noch verteidigen zu können. Den Vize-Titel konnte man sich jedenfalls heute schon mal sichern beim 5,5:0,5 über die Rodewischer Schachmiezen. Offizielle Seite

Bei der ersten Auflage des Gashimovs-Memorials 2014 belegte Shakhriyar Mamedyarov noch den letzten Tabellenplatz. 2016 und auch jetzt 2017 konnte er den verdienten Turniersieg erringen. Heute reichte ihm ein Schlussrundenremis gegen Topalov um den alleinigen ersten Platz mit 5,5 Punkten zu belegen. Vladimir Kramnik erkämpfte sich mit dem einzigen Tagessieg gegen Pavel Eljanov den zweiten Platz punktgleich vor Wesley So und Veselin Topalov - alle mit 5 Punkten. Eljanov startete mit zwei Siegen ins Turnier und machte am Ende nur 3,5 Punkte. Die rote Laterne allerdings nimmt der Inder Harikrishna bei gleicher Punktezahl mit nach Hause. chess24

Der harte Abstiegskampf in der Schachbundesliga geht morgen in die finale Runde. Heute gelang Bayern München ein Befreiungsschlag und hievte sich mit einem 5:3-Sieg über Aufwärts Aachen auf den begehrten ersten Nichtabstiegsplatz bei jetzt 7 Punkten. Als erster Absteiger steht König Tegel nun fest. Die Berliner verloren gegen Hamburg mit 2:6. Seine Chancen wahrte Griesheim nach einem hart erkämpften 4:4 gegen Dresden, muss allerdings in der morgigen Schlussrunde gegen das klar favorisierte Schwäbisch Hall antreten. Arg in die Bredouille gekommen ist Speyer-Schwegenheim, das so gut in die Saison gestartet war und nach der heutigen 3:5-Niederlage gegen Mülheim mit nur 5 Punkten sehr abstiegsgefährdet ist. MSA Zugzwang kassierte eine deftige 2:6-Niederlage und liegt nun wieder auf einem Abstiegsplatz. Morgen gilt es gegen Aufwärts Aachen zu punkten. Der neue Meister Baden-Baden hatte es mit dem entthrohnten Solingen zu tun und demonstrierte vor allem aufgrund der absoluten Weltklasseaufstellung einen Klassenunterschied. Caruana, Vachier-Lagrave, Aronian und Anand sorgen an den ersten vier Brettern für ein 4:0, insgesamt stand es am Ende 6,5:1,5. Im bedeutungslosen Duell behielt Bremen die Oberhand mit 5,5:2,5 gegen die Schachfreunde Berlin. Den deutschen Vizemeister-Titel holte sich das sehr homogen auftretende Hockenheim mit einem klaren 6:2 gegen den Konkurrenten Schwäbisch Hall. Ex-Weltmeister Anatoly Karpov erreichte dabei ein hart erkämpftes, etwas glückliches Remis gegen Viktor Laznicka. Offizielle Seite

Es war ein hochspannender Spieltag vor allem am Tabellenende. Einen großen Sieg, auch bezüglich Prestige, feierte MSA Zugzwang gegen die Münchner Konkurrenten vom FC Bayern. Am Ende wurde es ein 5:3-Erfolg wobei Hertneck und Zysk die Matchwinner waren. Die Aufsteiger haben sich damit auf den ersten Nichtabstiegsplatz gekämpft. Tabellenletzter bleibt Griesheim, das an den beiden hinteren Brettern nicht konkurrenzfähig war am heutigen Tag. Man verlor gegen Hockenheim mit 2,5:5,5. Punktgleich mit Griesheim ist König Tegel, das eine bittere Niederlage gegen den Stadtkonkurrenten der SF Berlin nach hartem Kampf mit 3,5:4,5 unterlagen. Die Schachfreunde sind damit endgültig gerettet. Speyer-Schwegenheim ist auf einen Abstiegsplatz, doch die 1:7-Niederlage gegen Baden-Baden, das heute sogar mit Aronian antrat, war sicherlich keine Überraschung. Baden-Baden kürte sich damit vorzeitig zum Deutschen Meister. Trier bezwang Aachen überraschend klar mit 5,5:2,5. An den ersten drei Brettern bezog Aachen eine Klatsche. Titelverteidiger Solingen gewann knapp gegen Mülheim mit 4,5:3,5. Ins Auge fällt dabei die schlechte Leistung von Markus Ragger, der schwach spielte und gegen Michael Feygin verlor. Auch Schwäbisch Hall musste hart kämpfen um Dresden mit 4,5:3,5 zu besiegen. Ein weiteres 4,5:3,5 gab es im Duell der Nordlichter, wobei Bremen die Oberhand behielt. Offizielle Seite

Radoslaw Wojtaszek war heute sehr kämpferisch eingestellt und wartete mit einem erstaunlichen Konzept gegen die Gründfeld-Indische Verteidigung des Tabellenführers auf. Nach 17 Zügen war der Pole bereits auf der Siegerstraße. Selten sah man Mamedyarov so klar verlieren. Es gab noch zwei weitere Weißsiege in der Vorschlussrunde. Sergey Karjakin, der bei der WM bereits scheinbar harmlose Variante im Spanier geübt hatte, zeigte heute gegen Pavel Eljanov wie stark das Läuferpaar auch im Endspiel Druck ausüben kann. Er siegte verdient. Vladimir Kramnik hielt auch heute an seinem neuen Eröffnungszug 1.e4 fest und diesmal erfolgreich gegen Michael Adams. Der Schluss war sehenswert. Mamedyarov führt mit 5 Punkten vor So und Topalov mit je 4,5. chess24

Die Senioren-Team-WM findet derzeit in Hersonissos auf der Insel Kreta statt, wo man heute einen sonnigen Tag bei 22 Grad genießen konnte. Die favorisierten Teams England, Armenien, Sankt Petersburg und Israel können jeweils Großmeisterriegen aufbieten. Die klangvollsten Namen sind Nigel Short, John Nunn, Jon Speelman, Alexander Khalifman und Rafael Waganian, die in ihrer besten Zeit zur Weltspitze gehörten. In Runde 3 gab es eine schmerzliche 1:3-Niederlage für das favorisierte England gegen Armenien. Es führt mit makelloser Bilanz St. Petersburg nach 5 Runden. Die drei deutschen Teams in der Ü50-Klasse werden bei der Medaillenvergabe keine Rolle spielen. Doch soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Schachfreunde von der VSG Offenbach heute einen schönen 3:1-Erfolg gegen die starken russischen Damen (3 WGM, 1WIM) feiern konnten. In der Ü-65 ist das Team Deutschland immerhin auf Setzlistenplatz 5 geführt und liegt im Moment auf Rang drei. Das klar favorisierte Russland liegt mit voller Punktezahl auf Rang 1. chess-results

Die Reihenfolge in der Tabelle bleibt unverändert nach der Remisrunde beim Gashimov-Memorial in Shamkir. Die Partien verliefen sehr ausgeglichen. Wesley So hatte das härteste Stück Arbeit beim erkämpften halben Punkt mit Schwarz gegen Pavel Eljanov, der vielleicht mehr hätte herausholen können. Der Turniersieg für Shakhriyar Mamedyarov rückt näher, denn er führt mit einem Punkt Vorsprung bei noch zwei ausstehenden Runden. chess24

Emil Sutovsky hat nach einer souveränen Turnierleistung das Karpov-Turnier in Poikovsky mit 7 aus 9 Punkten gewonnen. Evgeniy Najer konnte nach einer Energieleistung mit einem Schwarzsieg gegen Sergei Zhigalko noch gleichziehen und den zweiten Platz erreichen. Der Sieger von 2016 Anton Korobov erreichten den dritten Platz mit 6 Punkten. chess24

Anish Giri wurde seiner Favoritenrolle in Reykjavik gerecht und sicherte sich den Turniersieg in der Schlussrunde mit einem klaren Sieg über seinen Landsmann Erwin L'Ami mit 8,5 Punkten. Den zweiten Platz erreichte Jorden van Foreest, ebenfalls aus den Niederlanden vor Sergei Movsesian aus Armenien - beide mit 8 Punkten. Alexander Donchenko wurde bester Deutscher mit 7 Punkten und Rang 27. Offizielle Seite