Shakhriyar Mamedyarov klettert in der Weltrangliste nachdem er sich in seiner Heimat beim Gashimov-Memorial in hervorragender Form zeigt. Heute gewann er in Shamkir mit Schwarz gegen Ex-Weltmeister Kramnik nach einer starken Leistung. Man wird den Eindruck nicht los, dass Kramnik nicht wie auch heute 1.e4, sondern bei seinem bewährten Eröffnungszug 1.Sf3 bleiben sollte. Eine sehr wechselhafte Partie spielten Topalov-Eljanov. Zunächst hatte Eljanov einen schönen Vorteil im Mittelspiel und verspielte ihn in einer hochkomplizierten Partie und verlor noch. Wesley So schaffte seinen zweiten Partiegewinn im Turnier und zwar gegen Sergey Karjakin, von dem man als Vize-Weltmeister mehr erwartet hätte in den letzten Monaten. Mamedyarov führt jetzt mit 4,5 Punkten aus 6 Runden vor Topalov, So und Adams mit je 3,5 Punkten. chess24

Nachdem der große Favorit beim Reykjavik Open Anish Giri gestern in Runde 8 mit sehr riskanter Partieanlage Alexander Donchenko bezwungen hatte, legte er heute nach und schlug auch den gefährlichen Georgier Baadur Jobava mit den schwarzen Steinen. Damit konnte er die alleinige Führung mit 7,5 Punkten übernehmen. Das Turnier in Island umfasst ungewöhnlicherweise 10 Runden. Hinter ihm lauert eine 10-köpfige Verfolgergruppe mit 7 Punkten. Alexander Donchenko liegt derzeit auf Rang 44 mit 6 Punkten. Offizielle Seite

GM Emil Sutovsky präsentiert sich in bestechender Form beim Karpov-Poikovsky-Turnier. Bereits 28 Elopunkte hat er hinzugewonnen in den 8 Runden. Er führt mit 6,5 Punkten und hat in Evgeniy Najer nur einen Verfolger, der ihm den Turniersieg noch streitig machen kann. Najer bezwang heute den Titelverteidiger Anton Korobov. chess24

Vorgestern hat das Schach-Erlebnisprogramm "Faszination Schach" von Sebastian Siebrecht seine Zelte in Berlin aufgeschlagen. Noch bis 29.4. findet es im Linden-Center in Berlin statt. Der Großmeister wird dabei unterstützt von den jungen Schachmeisterinnen Sonja Bluhm und Anna Endress. Alle Schachfreunde sind willkommen vobeizuschauen! facebook
Viktor Bologan (Moldawien) erlebt ein bitteres Turnier in Poikovsky. Nach sieben Runden steht der einstige Super-GM bei 0,5 Punkten und kassierte heute seine sechste Niederlage. Ganz anders und sehr überzeugend spielen bisher die beiden Spitzenreiter Emil Sutovsky (Israel) und Anton Korobov (Ukraine), der 5,5 Punkte aus den letzten 6 Runden sammelte. Evgeniy Najer liegt auf Rang drei bei 5 Punkten. chess24
Endlich hat Elofavorit Wesley So eine gute Leistung beim Gashimov Memorial in Shamkir gezeigt. Er schlug Ex-Weltmeister Vladimir Kramnik in einem Katalanen und das will was heißen, denn Kramnik gilt als einer der größten Experten dieses Systems. So gelang eine starke positionelle Leistung, allerdings leistete sich Kramnik im 26. Zug einen Fehler, der ihm einen Bauern kostete. Eine vernichtende Niederlage kassierte Veselin Topalov in einem geschlossenen Caro-Kann mit 3...c5 gegen Sergey Karjakin. Die übrigen Partien endeten mit Remis. Mamedyarov führt mit 3,5 Punkten nach 5 Runden. chess24

GM Alexander Donchenko ist erst im März 19 jahre alt geworden, doch heute war er der wesentlich erfahrenere, routiniertere Spieler beim Open in Reykjavik, denn sein Gegner war der indische Wunderknabe Nihal Sarin. Der 12-jährige Knirps ist bereits Internationaler Meister und hat schon manchen sehr starken Großmeister umgehauen. Donchenko spielte jedoch eine starke Partie und ließ dem Knaben keine Chance. Er liegt nun bei 5,5 Punkten nach 7 Runden und befindet sich mit z.B. Anish Giri in der Verfolgergruppe. In Führung liegen Vidit Santosh Gujrathi Gupta Abhijeet (beide Indien), Baadur Jobava (Georgien), Emre Can (Türkei) und Nils Grandelius (Schweden), der den Super-GM Dmitri Andreikin aus Russland schlug. Offizielle Seite

Eine bemerkenswerte Partie gab es heute in Shamkir zwischen Vladimir Kramnik und Harikrishna Pentala. Kramnik überraschte mit 1.e4 und es wurde eine spanische Partie, die zunächste ausgeglichen verlief. Im 19.Zug traf der Ex-Weltmeister mit 19.La2 eine merkwürdige Entscheidung statt mit Lc2 den Tausch der Läufer anzubieten. Danach konnte der Inder die Initiative ergreifen und es drohte ein Bauernsturm am Königsflügel. Kramnik sah sich gezwungen einen ganzen Turm zu opfern für nur drei Bauern. Kramnik hatte ein starkes Läuferpaar und die Koordination im schwarzen Lager war plötzlich ungeheuer schwierig, auch wenn die Computerprogramme den Inder immer noch klar im Vorteil sahen. Nach dem nachvollziehbaren Zug 30...Lg8 stand Kramnik plötzlich vielversprechend und begann seinerseits einen Bauernsturm am Damenflügel. Harikrishna wurde der Probleme nicht Herr und verlor noch sang- und klanglos. Eine sehr ausgeglichene Partie war Topalov-Wesley So. Der Bulgare spielte jedoch im 41. Zug einen unfassbar schwachen Zug, den sicherlich kaum ein Amateur gefunden hätte und verlor dadurch einen Bauern. Doch die Stellung war glücklicherweise für ihn immer noch Remis. Einen möglichen Gewinn verpasste Michael Adams, der Pavel Eljanov in eine dramatische Fesselung hätte bringen können, doch er ließ die Gelegenheit aus und es wurde Remis wie auch die übrigen Partien. Es führt immer noch Mamedyarov mit jetzt 3 Punkten. chess24

Am kommenden Wochenende starten die letzten drei Bundesligarunden der Frauen und Herren in Berlin. Von Samstag bis Montag spielen im Rahmen einer Zentralen Runde16 Herren und 12 Damen Teams an 100 Brettern im zentral gelegenen Berliner Maritim Hotel. Im umfangreichen Rahmenprogramm kommentieren Klaus Bischoff und ein Chess24 Team, veranstaltet Chessbase Blitzturniere und schreibt Schachlegende Anatoly Karpow Autogramme. Und vieles mehr ... Start ist an den ersten Tag um 14h. Die Schlussrunde am ersten Mai beginnt um 10h. Link

Eine sehr bittere Pille hatte Pavel Eljanov heute zu schlucken. Statt eines klaren Sieges gegen Shakhriyar Mamedyarov in einem Königsinder verdarb er die Gewinnstellung sogar noch zum Verlust, was seinen Kontrahenten nun an die Tabellenspitze gebracht hat. Michael Adams schlug mit Schwarz den Vize-Weltmeister Sergey Karjakin, der einen schwarzen Tag erwischt hatte. Die restlichen Partien endeten mit Remis. Wesley So konnte gegen Radoslaw Wojtaszek nichts mit Weiß herausholen. chess24