Die langjährige Weltklassespielerin Nana Dzagnidze aus Georgien ist Europameisterin 2017. Sie holte beim 11-rundigen Turnier in Lettlands Hauptstadt Riga als einzige Spielerin 8,5 Punkte. Einen ihrer größten Erfolge feierte die junge Russin Aleksandra Goryachkina, die den zweiten Platz mit 8 Punkten erreichte vor ihrer punktgleichen Landsfrau Alisa Galliamova, die bis zum Jahr 2000 mit Vassily Ivanchuk verheiratet war. Eine herbe Enttäuschung erlebte Vize-Weltmeisterin Anna Muzychuk, die nur mit Rang 26 vorlieb nehmen musste. Ihre Schwester Mariya Muzychuk wurde gute Fünfte. Elisabeth Pähtz erreichte einen guten Platz 8 mit 7,5 Punkten und gewann knapp 12 Elopunkte hinzu. Sarah Hoolt spielte ein sehr gutes Turnier, erreichte 7 Punkte, Platz 22 und gewann satte 24 Punkte, was sie über die 2400-Marke springen ließ. Judith Fuchs machte 5,5 Punkte, Marta Michna 5 und Filiz Osmanodja 4,5 Punkte. Offizielle Seite

Zum 18. Mal findet das stark besetzte Karpov-Turnier in Poikovsky statt. Titelverteidiger ist Anton Korobov aus der Ukraine, der auch in diesem Jahr mit 3 Punkten aus vier Runden einen guten Start hingelegt hat. Co-Leader des Ukrainers sind der Israeli Emil Sutovsky und Evgeniy Najer (Russland). Elofavorit Ernesto Inarkiev liegt derzeit bei 2,5 Punkten. Tabellenletzter mit nur einem Remis auf der Habenseite ist Victor Bologan (Moldawien), der seit einiger Zeit eine Krise durchläuft. chess24

Nach einem etwas glücklichen Verlauf in seiner Partie gegen Harikrishna Pentala hat Pavel Eljanov die Führung beim Weltklasseturnier in Shamkir übernommen. Der Inder erspielte sich durch einen interessanten Vorstoß seines h-Bauern einen schönen Vorteil, verlor aber im Mittelspiel völlig den Faden und kam in Nachteil und verlor nach schwacher Verteidigung. Den zweiten Tagessieg feierte Veselin Topalov mit Schwarz gegen Radoslaw Wojtaszek. Der Pole lud den Taktiker Topalov regelrecht zu taktischen Scharmützeln ein und der ließ sich nicht zweimal bitten und opferte die Qualität um den gegnerischen König ins Freie zu zerren. Die vielen Drohungen konnte Wojtaszek nicht parieren und gab im 34. Zug auf. Die übrigen Partien endeten mit Remis. Michael Adams hätte eventuell sogar mehr drin gehabt gegen Wesley So. chess24

Die Schlussrunde des Grenke Chess Classic Turniers war eine Remisrunde, doch Chancen für Entscheidungen gab es genug. Levon Aronian, der das Turnier dominiert hatte, ließ heute eine klare Gewinnstellung ungenutzt und ließ seinen patzenden Kontrahenten Fabiano Caruana ins Remis entwischen. Caruana hatte sich mit seinem Springer verlaufen und musste diesen im Mittelspiel ohne echte Kompensation verloren geben. Es war verwunderlich, dass Caruana nicht aufgab und noch im Trüben fischte. Die Versuche gaben ihm recht, da Aronian selbst eine sehr schlechte Fortsetzung fand und so schaffte der Amerikaner noch das Remis, das ihm noch den geteilten zweiten Platz gemeinsam mit dem Weltmeister einbrachte. Carlsen hatte auch eine gute Stellung nach der Eröffnung gegen Vachier-Lagrave erreicht, vergab diesen aber nach nicht ganz genauem Spiel. Hou Yifan gewann die Qualität gegen Arkadij Naiditsch, doch der für Aserbaidschan spielende Großmeister hatte Kompensation und erreichte Remis. Die beiden deutschen Matadoren Georg Meier und Matthias Blübaum trafen heute aufeinander und taten sich nicht weh - Remis nach Zugwiederholung. Beide machten 2 Punkte aus den 7 Runden. Für Blübaum war es sicherlich eine tolle Erfahrung in so einem Klasseturnier mitspielen zu können, die ihn weiterbringen wird. Offizielle Seite

Der Holländer Anish Giri ist der Star und Elofavorit beim stark besetzten Reykjavik Open, aber nicht der einzige Supergroßmeister, der im hohen Norden teilnimmt. Dmitry Andreikin und Baadur Jobava sind die beiden anderen Spieler über Elo 2700. Eine Sensation gab es heute in Runde 4 als Alexei Shirov de Kanadier IM Aman Hambleton mit Weiß unterlag. Die volle Punktezahl haben Giri, der Jorden van Foreest schlug, Gawain Jones, Nils Grandelius, Vidit Santosh Gujrathi und Gupta Abhijeet. Der elostärkste deutsche Teilnehmer Alexander Donchenko spielte heute Remis gegen Zoltan Almasi und steht bei 3,5 Punkten. Offizielle Seite

Mit einer wahrhaft brillanten Vorstellung während des Turniers hat Levon Aronian (Armenien) vorzeitig das Grenke Chess Classic gewonnen. Heute besiegte er mit einer erneut positionell hervorragenden Leistung die Nummer 1 der Damen Hou Yifan. Damit klettert er zurecht auf Rang sechs der Live-Weltrangliste. Sehr schwer tat sich Magnus Carlsen wieder einmal gegen Arkadij Naiditsch, der ihn 2015 besiegen konnte. Naiditsch bediente sich des sogenannten Barry-Attacks, der eigentlich nicht den allerbesten Ruf genießt, doch er hatte ein gutes Konzept ausgearbeitet mit dem der Weltmeister ein paar Schwierigkeiten hatte. Naiditsch hätte im Mittelspiel noch kritischere, also bessere Möglichkeiten gehabt. Nach seiner gewählten Abwicklung wurde die Remisbreite größer und der Weltmeister seinerseits beschleunigte das Remis, mit dem offenbar beide Spieler zufrieden waren. Eine starke, solide Leistung zeigte Georg Meier mit seiner französischen Verteidigung gegen Vachier-Lagrave, der nichts herausholte gegen das dynamische Spiel des deutschen Großmeisters. Ein erfolgreichen Kampf ums Remis lieferte Matthias Blübaum dem Amerikaner Fabiano Caruana. Am Ende stand ein Patt auf dem Brett. Offizielle Seite

Einen Paukenschlag gab es beim Gashimov-Memorial in der 70 000-Einwohnerstadt Shamkir in Aserbaidschan. Der lange Zeit ungeschlagene US-Amerikaner Wesley So kassierte gleich in Runde 1 eine Niederlage in einer schottischen Partie gegen den Lokalmatadoren Shakhriyar Mamedyarov. Es war eine kühne Entscheidung von So ausgerechnet die meistens von Taktik geprägte schottische Partie zu wählen. Mamedyarov riss alsbald die Initiative an sich und vor allem die unsichere Königsstellung machte der Nummer zwei der Welt Sorgen und am Ende griff Wesley So total daneben und gab im nächsten Zug auf. Eine sehr starke Partie spielte Pavel Eljanov, der mit einer einwandfreien positionellen Leistung Teimour Radjabov bezwang. Die Partien Karjakin-Harikrishna, Wojtaszek-Kramnik und Topalov-Adams endeten mit Remis. chess24

Elisabeth Pähtz hat heute in Runde neun ihre Chance auf einen Podestplatz gewahrt, indem Sie einen immens wichtigen Schwarzsieg über die Russin Daria Pustovoitova. Mit 6,5 Punkten liegt sie nun derzeit auf Rang 5 und nur einen halben Punkt hinter den Tabellenführerinnen Nana Dzagnidze und Aleksandra Goryachkina. Sarah Hoolt liegt bei guten 5 Punkten und gewinnt nach dem bisherigen Verlauf ein paar Elopunkte hinzu. auch Judith Fuchs liegt bei 5 Punkten, Marta Michna hat 4 und Filiz Osmanodja 3,5 Punkte. Offizielle Seite

Weltmeister Magnus Carlsen hat seinen ersten Partiegewinn beim Grenke Chess Classic feiern können. Mit seinem Grünfeld-Inder erwischte er Georg Meier absolut auf dem flaschen Fuß. Der deutsche Großmeister kam schon nach wenigen Zügen in Schwierigkeiten. Nach 8 Zügen hatte Carlsen bereits das bequemere Spiel und einen klaren Plan im Gegensatz zum Aufbau, den Meier gewählt hatte. Der Weltmeister gab die Initiative nicht mehr aus der Hand und gewann die Partie sicher. Eine erneut tolle Partie spielte Levon Aronian gegen Arkadij Naiditsch. Eine hervorragende Eröffnungsbehandlung und ein folgerichtiges Qualitätsopfer brachten den Tabellenführer auf die Siegerstraße, der nun mit 4 Punkten führt. Zu ausgeglichenen Remis führen die Partien Caruana-Vachier-Lagrave und Hou-Blübaum. Offizielle Seite

Die georgische Weltklassespielerin Nana Dzagnidze und die erst 18jährige Russin Aleksandra Goryachkina führen mit je 6,5 Punkten bei der Frauen-Europameisterschaft in Riga. Elisabeth Pähtz steht bei guten 5,5 Punkten nach 8 Runden und kann bei einem Schlussspurt in den verbleibenden drei Runden noch weit nach vorne rücken. Sarah Hoolt hat derzeit 4,5 Punkte, Judith Fuchs und Marta Michna je 4 Punkte sowie Filiz Osmanodja 3,5 Punkte. Offizielle Seite