Mit einem ganz klaren Partiegewinn mit Weiß gegen Alexandra Kosteniuk ist Anna Muzychuk mit einem souveränen 2:0 ins WM-Finale eingezogen. Knapp an einer Schande vorbei schrammte Harika Dronavalli, weil sie enorme Mühe hatte mit Läufer und Springer Matt zu setzen. Nach 162 Zügen schaffte sie es dann doch und erzielte damit den 1:1-Ausgleich gegen Tan Zhongyi. Die beiden gehen in den Tiebreak und ermitteln die zweite Finalistin. Offizielle Seite

Nach einem starken Aufakt durch die deutschen Teilnehmer Matthias Blübaum und Martin Krämer beim immens stark besetzten Aeroflot-Open in Moskau war die vierte Runde eine sehr harte für die Deutschen. Matthias Blübaum bezog eine heftige Weißniederlage gegen Evgeniy Najer und Martin Krämer verlor gegen den starken Vladimir Fedoseev. Auch Turnierfavorit Yu Yangyi aus China kassierte eine Weißniederlage gegen Denis Khismatullin, der die Schwächen im weißen Lager konsequent ausnutzte. In Runde 1 gab es eine große Sensation durch den 12-jährigen usbekischen Wunderknaben FM Nordirbek Abdusattorov, der einen sehenswerten Schwarzsieg über den bekannten indischen Großmeister Lalith Babu in nur 19 Zügen errang. Najer führt das Feld mit 3,5 Punkten an. chess-results

Harika Dronavalli, die gestern nach einem 2,5:1,5 gegen Nana Dzagnidze ins Halbfinale eingezogen war, hat heute eine deutliche Niederlage gegen die weiterhin sehr stark auftrumpfende Tan Zhongyi bezogen. Im zweiten Halbfinale gab es einen glücklichen Schwarzsieg von Anna Muzychuk, die über weite Strecken der Partie sehr bedenklich stand gegen Alexandra Kosteniuk. Die Russin verlor jedoch völlig die Nerven und stellte einige Bauern ein und verlor. Offizielle Seite

In Runde 5 beim Fide Grand Prix Turnier in Sharjah haben drei Spieler einen Partiegewinn geschafft. Michael Adams brachte Jon Ludvig Hammer dessen erste Niederlage bei. Alexander Grischuk gewann seine erste Partie im Turnier sicher gegen Pavel Eljanov. Eine Katastrophe erlebte Alexander Riazantsev gegen Dmitry Jakovenko. Die Partie, die in einer Caro-Kann-Verteidigung gemündet war, wurde im 19. Zug abrupt beendet, weil Matt oder Turmverlust nicht mehr zu verhindern war. Hou Yifan spielte sehr zäh und erreichte ein Remis gegen den Salem Saleh, der sich nach seinen anfänglichen Niederlagen stabilisiert hat. Etwas unverständlich war in Vallejo gegen Li Chao, dass der Spanier seine gute Stellung Remis gab. Er hätte durchaus was versuchen können. Die übrigen Partien verliefen völlig ausgeglichen und mündeten im Remis. Offizielle Seite

Die große Elofavoritin Ju Wenjun, die bei den letzten Turnieren so groß aufgespielt hatte, ist sensationellerweise an ihrer Landsfrau Tan Zhongyi gescheitert. Tan war offensichtlich hervorragend vorbereitet mit Schwarz gegen die Katalanische Eröffnung ihrer Gegnerin. Bereits nach 15 Zügen übernahm die Außenseiterin die Initiative in einer hochkomplizierten Stellung mit taktischen Elementen. Tan spielte hervorragend und druckvoll weiter und sorgte verdient für den Überraschungserfolg. Klar weiter kamen Anna Muzychuk gegen Antoaneta Stefanova, die alles daran setzte zu gewinnen, aber die Ukrainerin spielte zu solide und erreichte das gewünschte Remis. Alexandra Kosteniuk setzte ihre Kontrahentin Ni Shiqun nach Generalabtäuschen mit dem Läuferpaar im Endspiel unter Druck und sich holte tatsächlich nach geduldigem Lavieren und Aktivierung des Königs den vollen Punkt und zog ebenfalls ins Halbfinale ein. In den Tiebreak gehen Nana Dzagnidze und Harika Dronavalli. Die Georgierin gewann im Mittelspiel einen Bauern und schaffte den Ausgleich nach der gestrigen Niederlage. Offizielle Seite

Shakhriyar Mamedyarov ging heute mit äußerstem Risiko zu Werke in einem Abtausch-Damengambit und sein aggressiver Stil setzte sich gegen den positionell starken Michael Adams durch. Damit konnte der Aserbaidschaner zum Franzosen Vachier-Lagrave aufschließen, der seinerseits in sicheres 18-Züge-Remis mit Schwarz gegen Nakamura schaffte. Den zweiten Tagessieg schaffte Li Chao gegen den Evgeny Tomashevsy, der sich nun die rote Laterne mit Salem Saleh teilt. Der Chinese spielte sehr überzeugend in einem Petrosjan-System des Dameninders. Die restlichen Partien verliefen sehr ausgeglichen und endeten mit Remis. Offizielle Seite

Die Inderin Harika Dronavall steht nach ihrem Weißsieg über Nana Dzagnidze mit einem Bein im WM-Halbfinale. Die Georgierin gab jedoch im 39. Zug Schützenhilfe als sie in ungefähr ausgeglichener Stellung völlig danebengriff. Anna Muzychuk hat ebenfalls vorgelegt gegen Antoaneta Stefanova. Ein kleiner Fehler der Bulgarin genügte und die Ukrainerin befand sich auf der Siegerstraße. Nach den bisher gezeigten Leistungen der Teilnehmerinnen ist Muzychuk die Favoritin auf den Titel. Ein sehr schwer erkämpftes Remis mit Minusbauern erzielte die nominelle Turnierfavoritin Ju Wenjun gegen ihre Landsfrau Tan Zhongyi. Ein leistungsgerechtes Remis gab es in Ni Shiqun gegen Alexandra Kosteniuk. Offizielle Seite

Hikaru Nakamura hat im Taktiker-Duell mit Richard Rapport die Oberhand behalten. Die beiden lieferten sich ein spannedes Duell in der Tschigorin-Verteidigung. Tabellenführer Vachier-Lagrave hatte heute Shakhriyar Mamedyarov zum Gegner und kämpfte am Rande des Abgrunds, doch irgendwie holte er dann doch ein Remis in dieser hochkomplizierten Partie. Die übrigen Partien endeten ebenfalls mit Friedensschluss. Der Eloschwächste im Turnier Jon-Ludvig Hammer erweist sich als zäher Brocken. Heute erzielte er ein hart erkämpftes Remis gegen Ding Liren und auch Salem Saleh schaffte ein lockeres Schwarz-Remis gegen Evgeny Tomashevsky. Vachier-Lagrave führt mit 2,5 Punkten vor Adams, Nakamura und Mamedyarov. Offizielle Seite

Nigel Short erlebt seinen mindestens zweiten Frühling! In Gibraltar machte er Furore indem er Fabiano Caruana in einer tollen Partie keine Chance ließ und nun siegte er beim Bunratty Schachfestival in Irland mit 100 Prozent der Punkte. Er gewann mit 6 Punkten vor IM Alex Lopez und IM Richard Bates, die je 5 Punkte machten. Short kassierte für den Turniersieg 1000 Pfund. Offizielle Seite

Besondere Turnierhärte zeigten heute die Chinesinnen und nun sind drei Spielerinnen aus dem Reich der Mitte im Viertelfiinale der WM. Ju Wenjun schlug Olga Girya mit 3,5:2,5 und ihre Landsfrau Tan Zhongyi war die Inderin Padmini Rout mit den gleichen Ergebnis aus dem Turnier. Ni Shiqun war gestern schon weitergekommen. Alexandra Kosteniuk gewann das Duell der erfahrenen Spielerinnen mit 4:2 gegen die Pähtz-Bezwingerin Pia Cramling. Die letzte verbliebene Inderin Harika Dronavalli setzte sich gegen Sopiko Guramishvili mit 3,5:2,5 durch. Offizielle Seite