Der Elofavorit des Grand-Prix-Turniers in Sharjah Maxime Vachier-Lagrave hat nach einem Schwarzsieg über Richard Rapport die Tabellenführung übernommen. Der junge Ungar stand nach der Eröffnung gut, behandelte aber das Mittelspiel schlecht und verlor zurecht. Eine starke Partie spielte Shakhriyar Mamedyarov gegen Evgeny Tomashevsky. Der Aserbaidschaner gewann nach 37 Zügen. Die Nummer 1 Chinas Ding Liren wetzte die Scharte seiner gestrigen Niederlage aus und gewann gegen den Ägypter Salem Saleh. Die restlichen Partien endeten mit endeten mit Remis. Jon Ludvig Hammer spielte ein sehr sicheres Remis gegen Hikaru Nakamura und Hou Yifan erkämpfte sich ein Schwarz-Remis gegen ihren Landsmann Li Chao. Offizielle Seite

Die Schachfreunde von Schwäbisch Hall haben heute eine Überraschung geschafft und den Titelverteidiger Solingen mit 4,5:3,5 geschlagen. Erstaunlicherweise konnte keiner der vier klar favorisierten Solinger Spieler an den Brettern 5-8 gewinnen und so entschied der eine Partiegewinn von Tigran Gharamian gegen Robin van Kampen. Markus Ragger mühte sich in der allerletzten Partie lange  gegen Viktor Laznicka um seinen Mehrbauern zu verwerten, doch die Stellung gab nicht mehr her als Remis. So wird die Mission Titelverteidigung sehr schwer zu realisieren für die Klingenstädter. Der neue Tabellenführer Baden-Baden hatte beim 6,5:1,5 keine Mühe gegen DJK Aachen. Der Drittplatzierte Hockenheim musste gegen die Schachfreunde Berlin überraschend ein 4:4 hinnehmen. Die Berliner schlugen an den letzten beiden Brettern zu und verdienten sich den Punktgewinn. Griesheim feierte seinen zweiten Saisonsieg und zwar gegen König Tegel. Nahe am ersten Saisonsieg war Zugzwang München, die überraschend stark gegen Hamburg auftraten und ein 4:4 erkämpften. Stefan Bromberger überrumpelte an Brett eins den starken Schweden Nils Grandelius in nur 26 Zügen. Mülheim fuhr sicher mit keinen großen Erwartungen nach Meißen und die schwache Aufstellung wirkte sich auch heute aus und man kassierte ein 1,5:6,5 gegen Dresden. Schließlich bezwang Trier das Team aus Speyer/Schwegenheim mit 5:3. Am Tabellenende stehen MSA Zugzwang und König Tegel mit jeweils nur 2 Punkten. chess24

Der 19-jährige türkische Großmeister Vahap Sanal gewinnt verdient das Dolomitenbank-Open in Lienz mit 7,5 Punkten aus 9 Runden. Er verweist den Elofavoriten aus Russland GM Evgeny Romanov auf den zweiten Rang mit 7 Punkten. Dahinter mit 6,5 Punkten erreicht IM Alexander Moskalenko aus Russland den dritten Platz. Bester Deutscher mit einer hervorragenden Eloperformance von 2520 und 6,5 Punkten wurde Manuel Feige auf Platz 6. chess-results

Heute sind die favorisierten Teama ihrer Rolle vollauf gerecht geworden und haben sich in den Duellen der 7. Runde durchgesetzt. Meister Solingen bezwang Dresden klar mit 6:2, wobei erwähnenswert ist, dass Markus Ragger in nur 14 Zügen gegen Jens-Uwe Maiwald gewann. Schwäbisch Hall schlug das schwach aufgestellte Team von Mülheim Nord ebenfalls mit 6:2. Das Topteam aus Baden-Baden behielt gegen Trier die Oberhand mit einem klaren 6:2. Alexei Shirov verlor jedoch klar gegen den Ungarn IM Benjamin Gledura. Im einzigen Duell auf Augenhöhe DJK Aachen gegen Speyer-Schwegenheim gab es ein leistungsgerechtes 4:4. Beiden Münchner Teams steht eine harte Restsaison bevor. Bayern verlor gegen Hamburg mit 3:5 und Zugzwang hatte beim 1,5:6,5 gegen Bremen keine Chance. Die Schachfreunde Berlin werden wohl auch in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Sie bezwangen Griesheim mit 5:3 während König Tegel gegen Hockenheim 2:6 unterlag. Baden-Baden und Solingen liegen einträchtig verlustpunktfrei in Führung. chess24

Eine weitere Geheimfavoritin ist bei der WM in Teheran gescheitert. Die Russin Natalija Pogonina verlor die zweite Partie gegen die stark auftrumpfende Chinesin Ni Shiqun, die nur über eine Elozahl von 2399 verfügt, aber offensichtlich viel stärker ist. Nach ihrem 2:0 gegen Valentina Gunina warf sie nun die zweite Russin aus dem Wettbewerb und hat allein durch die 6 WM-Partien schoon knapp 27 Elopunkte hinzugewonnen. Klar weiter sind auch Anna Muzychuk, Nana Dzagnidze und Antoaneta Stefanova. Ju Wenjun gegen Olga Girya und Alexandra Kosteniuk gegen Pia Cramling gehen nach dem 1:1 in den Tiebreak. Offizielle Seite

Für den relativ kurzfristig anberaumten Fide-Grandprix in Sharjah (Vereinigte Arabische Emirate) sagten zwar sehr viele Weltklassespieler aufgrund von Terminproblemen ab, doch das Feld kann sich trotzdem sehen lassen. Vachier-Lagrave, Levon Aronian und Hikaru Nakamura führen das Feld als Elobeste an. Vachier-Lagrave trug auch gleich in Runde 1 einen schönen Partiegewinn davon gegen Li Chao aus China. Levon Aronian spielte Remis gegen Evgeny Tomashevsky und auch Hikaru Nakamura holte nicht mehr heraus gegen Dmitry Jakovenko. Den Faden verlor der zweite Chinese im Feld Ding Liren in einem Dameninder gegen Richard Rapport. Der junge Ungar behielt die Übersicht und gewann verdient. Den dritten Tagessieg holte Michael Adams, der seinen Gegner Salem Saleh mit 1.c4 sehr überrascht haben dürfte und eine hervorragende positionelle Leistung zeigte. Underdogs auf der Setzliste sind Weltmeisterin Hou Yifan, die gegen Ian Nepomniachtchi remisierte und der Norweger Jon Ludvig Hammer, der ebenfalls ein Remis holte gegen Alexander Grischuk. Die restlichen Partien endeten ebenfalls mit Friedensschluss. Offizielle Seite
Nana Dzagnidze, die so sehr unter Druck stand in ihren ersten Partien bei dieser WM, spielt nun sehr stark und sicher. Heute setzte sie den Grundstein für den Einzug ins Viertelfinale, indem sie die Chinesin Shen Yang in der Slawischen Abtauschvariante bezwang. Erfolgreich waren auch Anna Muzychuk gegen die bisher stark aufgetretene Vietnamesin Pham. Eine sehr lange aber erfolgreiche Partie spielten Antoaneta Stefanova und Nino Khurtsidze mit dem besseren Ende für die bulgarische Ex-Weltmeisterin. Sehr schwer tat sich Ju Wenjun gegen ihre erwartet starke Gegnerin Olga Girya, die sich das Schwarzremis verdient hatte. Offizielle Seite

Nach überraschend klaren zwei Niederlagen im Schnellschach gegen die erfahrene Schwedin Pia Cramling muss Elisabeth Pähtz die Heimreise antreten. Die Schwedin spielte besonnen und positionell stark, vor allem in Partie 2. In Partie 1 verdarb Elisabeth Pähtz eine vielversprechende Stellung. Ex-Weltmeisterin Anna Ushenina ist nach einem langen Duell gegen die Chinesin Tan Zhongyi in der Armageddon gescheitert und ausgeschieden. Die Inderin Padmini Rout warf die starke Chinesin Zhao Xue aus dem Wettbewerb. Im innergeorgischen Duell verlor ebenfalls die Favoritin. Nino Batsiashvili unterlag gegen Nino Khurtsidze mit 4:5. Im Achtelfinale trifft nun die Favoritin Ju Wenjun auf die zu allem fähige starke Russin Olga Girya. Eine weitere reizvolle Paarung lautet Kosteniuk-Cramling. Offizielle Seite

Der brasilianische Großmeister Everaldo Matsuura hat dem Elofavoriten GM Alexandr Fier einen großen und erfolgreichen Kampf geliefert und das glücklichere Ende für sich. Er holt sich den Titel mit großartigen 8,5 Punkten vor dem punktgleichen in Europa bekannten Fier. Platz drei holte sich GM Felipe de Cresce El Debs mit 8 Punkten. chess-results

Heute gab es zahlreiche 1:1 in Runde zwei der Damen-WM in Teheran. Unter anderen spielte Elisabeth Pähtz erneut Remis gegen Pia Cramling und sucht nun ihr Glück im Schnellschach. Pähtz gilt als die bessere Schnellspielerin und ist in der Favoritenrolle. Sensationellerweise ist Valentina Gunina ausgeschieden und zwar mit 0:2 gegen die noch weitgehend unbekannte Chinesin Ni Shiqun. Auch die 0,5:1,5-Niederlage von Aleksandra Goryachkina gegen die Vietnamesin Pham Le Tayo Nguyen. Olga Girya und Nana Dzagnidze zogen jeweils souverän in die nächste Runde und Ju Wenjun gewann gegen Zhu Chen mit 1,5:0,5. Anna Muzychuk, eine der ganz großen Favoritinnen, gewann ebenfalls mit 1,5:0,5 gegen Alina Kashlinskaya. Offizielle Seite