Der indische Großmeister Adhiban Baskaran ist ein mutiger Spieler. Gegen Weltmeister Carlsen packte er die Skandinavische Verteidigung mit 2...Sf6 aus, die keinen sonderlich guten Ruf genießt, schon gar nicht in der Weltspitze. Carlsen agierte etwas zurückhaltend und der Inder opferte einen Bauern. Danach entwickelte er trotz Minusbauern eine erstaunliche Initiative und an einer Stelle hätte Adhiban eine Gewinnstellung erreichen können, allerdings sehr schwer zu sehen für ein menschliches Wesen. Danach verflachte die Position. Insgesamt ein etwas glückliches Remis für den Weltmeister. Sergey Karjakin hatte es mit Wei Yi zu tun. Der junge Chinese spielt ein hervorragendes Turnier und schlug den letzten WM-Herausforderer klar und schob sich damit auf Rang zwei. Bei Wei Yi ist ein klarer Spielstärkesprung zu verzeichnen. Eine regelrechte Schlacht lieferten sich Giri und Harikrishna, die auch von eröffnungstheoretischer Bedeutung sein könnte. Giri stand auf Gewinn und verdarb die Position zum Verlust, doch am Ende wurde die hochkomplizierte Partie Remis. Auch Rapport-van Wely war eine turbulente, unterhaltsame Partie. Zuerst stand der Ungar besser, dann van Wely auf Gewinn, sah die Möglichkeit jedoch nicht und am Ende ebenfalls nur Remis. Die restlichen Partien hatten etwas weniger zu bieten und führten zum Friedensschluss. Einen Big Point schaffte der 16-jährige Jeffery Xiong in der Challengergruppe, indem er den enorm erfahrenen Ilia Smirin verdient schlug. Der junge Amerikaner hat nun die Tabellenführung übernommen. Zurück im Rennen um den Turniersieg ist nun wieder Gawain Jones nach einem Schwarzsieg über den Kanadier Eric Hansen. Er und Ragger sind einen halben Zähler hinter Xiong.
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