Das Damenteam vom SC Bad Königshofen führt weiterhin verlustpunktfrei die Damenbundesliga an.

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Der unorthodoxe Taktiker Richard Rapport hat sich für seinen ersten Partiegewinn in Wijk aan Zee den Weltmeister als Opfer ausgesucht. Man könnte auch sagen, dass Carlsen sich selbst besiegt hat, denn ab dem 22. Zug traf er nur noch zweifelhafte Entscheidungen und verlor völlig den Faden. Carlsen sah sich in schlechter Stellung gezwungen eine Figur zu opfern, doch der Ungar hatte alles im Griff und exakt gerechnet. Der Weltmeister gab nach 32 Zügen auf. Ein weiterer Schock für Carlsen nach seiner verblüffenden Schachblindheit am gestrigen Tag. Levon Aronian spielte heute ein großartiges Qualitätsopfer gegen Anish Giri und gewann gegen den immens zähen Holländer. Mann der Stunde ist der Außenseiter in diesem Topturnier, nämlich Adhiban Baskaran, der in den letzten vier Runden 3,5 Punkte machte. Er spielte auch heute gegen Dmitry Andreikin eine tolle Partie und steht nun bei 4,5 Punkten. Sehr souverän agierte Wesley So mit Schwarz gegen Sergey Karjakin und beim Remisschluss hatte er samt Läuferpaar die bequemere Stellung. Ein sehr ärgerliches Remis in total gewonnener Stellung musste Pavel Eljanov hinnehmen nachdem er eine versteckte Möglichkeit Wojtaszeks zu einer Remisschaukel übersehen hatte. Ein Abbild des Tabellenstandes bot die Partie Van Wely-Ian Nepomniachtchi. Zuerst stand der Russe leicht besser, dann van Wely auf Gewinn und am Ende wurde es Remis. Beide sind definitiv außer Form. Im Grunde spielte in Runde 8 alles für Wesley So, der nach seinem dritten Remis in Folge immer noch alleiniger Tabellenführer ist. In der Challengergruppe gab nach einer Vielzahl an Remisschlüssen keine Verschiebungen an der Tabellenspitze. Offizielle Seite

Am heutigen dritten Spieltag der Frauenbundesliga kam es zum Spitzenduell zwischen Schwäbisch Hall und Baden-Baden. Der Titelverteidiger trat in hervorragender Besetzung an und kam mit Alexandra Kosteniuk und den Muzychuk-Schwestern an die Bretter. Das Schwabenteam schaffte aber mit einer ebenfalls sehr guten Besetzung überraschend ein 3:3. Bad Königshofen nach einem 4:2 über Hamburg und die Rodewischer Schachmiezen mit einem 4,5:1,5 über Harksheide sind nun die einzigen verlustpunktfreien Teams an der Spitze der Tabelle. Offizielle Seite

Viele Schachfreunde blicken mit Bewunderung zu den Weltklasseschachspielern auf, doch heute gab es keinen Grund dazu! Wirklich krass war in Karjakin-Aronian, dass es schon in der Eröffnungsphase ohne Zeitdruck zu beidseitiger Schachblindheit kam. Im 10. Zug spielte Aronian den lediglich auf den ersten Blick normal aussehenden Zug f6. Karjakin zog schablonenhaft 11.d4, hätte aber mit 11.c4 nebst c5 eine Figur gewinnen können, was beide Spieler nicht gesehen haben. Aronian verlor die Partie dann aber trotzdem zurecht am Ende. Weltmeister Magnus Carlsen überspielte Anish Giri im Mittel- und Endspiel und hätte in der entscheidenden Phase in drei Zügen matt setzen können, was ganz einfach zu berechnen gewesen wäre. Er sah es nicht und vergab stattdessen den entscheidenden Vorteil. Am Ende wurde es Remis. Carlsen verpasste es dadurch mit Wesley So gleichzuziehen. Auch Radoslaw Wojtaszek bekleckerte sich nicht mit Ruhm in seiner Partie gegen Adhiban. Er stand auf Gewinn, opferte ohne Not eine Figur und verlor sogar noch. Drei solche Patzer-Partien an einem Tag in einem absoluten Topturnier sind kaum zu glauben. Mit anderen Worten: Der normale Kleinmeister kann, leicht schadenfroh, beruhigt aufatmen! Wei Yi stieg mit seinem Angriffssieg über Loek van Wely zur Verfolgergruppe mit 4,5 Punkten aus 7 Partien auf. Wesley So bleibt alleiniger Tabellenführer nach einem durch gute Verteidigung erkämpftes Remis gegen Eljanov. Die übrigen Partien endeten mit Remis. In der Challengergruppe hat Markus Ragger, gut erholt nach seiner gestrigen Niederlage, zurückgeschlagen und mit Weiß Sopiko Guramishvili bezwungen. Co-Leader Gawain Jones räumte einen größeren Brocken aus dem Weg und feierte einen wichtigen Schwarzsieg über Jorden van Foreest. Offizielle Seite

Der ungarische Internationale Meister Mate Bagi siegt bei bester Wertung unter sage und schreibe 8 punktgleichen Spielern mit 7 Punkten. Sensationell Zweiter wurde der titellose Holländer Dennis Brokken, der durch diese Leistung knapp 63 Elopunkte hinzugewann. Dritter wurde der Elofavorit und belgische Großmeister Tanguy Ringoir. IM Sebastian Plischki landete als Nr. 21 der Setzliste nur auf Platz 44 mit 5,5 Punkten. chess-results

Der ungarische Internationale Meister Mate Bagi siegt bei bester Wertung unter sage und schreibe 8 punktgleichen Spielern mit 7 Punkten. Sensationell Zweiter wurde der titellose Holländer Dennis Brokken, der durch diese Leistung knapp 63 Elopunkte hinzugewann. Dritter wurde der Elofavorit und belgische Großmeister Tanguy Ringoir. IM Sebastian Plischki landete als Nr. 21 der Setzliste nur auf Platz 44 mit 5,5 Punkten. chess-results

Anish Giri hat endlich eine Partie gewonnen und das hochverdient gegen Ian Nepomniachtchi, der nach der Niederlage nur bei 2 Punkten steht. In einer Modevariante gegen den Najdorf-Sizilianer machte der junge Holländer alles richtig und überspielte den Russen klar, nachdem er durch eine kleine Kombination einen Bauern gewonnen hatte. Richard Rapport spielte einmal mehr unorthodox, diesmal gegen Wei Yis Russische Verteidigung. Der Chinese ging erstaunlich aggressiv zu Werke und behielt nach schlechten Zügen des Ungarn Recht. Rapport bleibt bei 1,5 Punkten hängen und ist Vorletzter vor Loek van Wely, der sein zweites Remis gegen Andreikin erkämpfte. Das Spitzenduell Aronian-Carlsen mündete nach Generalabtausch nach 30 Zügen im Remis und Tabellenführer Wesley So holte keinen Vorteil raus gegen Adhiban. Die übrigen Partien endeten ebenfalls mit Punkteteilung. Markus Ragger kassierte eine verdiente Niederlage in einem Schotten gegen Gawain Jones, der damit punktgleich mit Ragger an der Spitze steht. Offizielle Seite

Vier Spieler stehen nach der Vorschlussrunde gemeinsam an der Spitze des Prag Opens. Der belgische GM Tanguy Ringoir hat derzeit die beste Wertung bei bisher erzielten 6,5 Punkten. Punktgleich hinter ihm liegen die beiden Ungarn IM Mate Bagi und IM Gabor Nagy sowie der tschechische GM Marek Vokac. Nicht in Form ist der deutsche IM Sebastian Plischki mit nur 5 Punkten, was einen Eloverlust von ca. 17 Punkten bedeutet. chess-results

Wesley So hat heute mit einer starken Eröffnung den Grundstein für seinen Partiegewinn gegen Harikrishna gelegt. Er zeigte sich bestens vorbereitet, doch im Mittelspiel schächelte er etwas und gab einen Teil seines schönen Vorteils her. Der Inder erwischte jedoch keinen guten Tag und verlor am Ende doch deutlich. Tabellenführer Eljanov stand heute etwas neben sich in seiner Weißpartie gegen Levon Aronian. Der Armenier erspielte sich im Katalanen durch geduldiges Spiel leichten Vorteil ehe Eljanov einen groben Fehler im 37.Zug beging und sofort aufgab. Der andere indische Teilnehmer Adhiban Baskaran schaffte eine große Überraschung und bezwang Sergey Karjakin auf krachende Weise. In einer französischen Verteidigung reichten ihm 32 Züge um den letztjährigen WM-Herausforderer zu schlagen. Völlig außer Form zeigte sich vor allem heute Loek van Wely, der sehr fehleranfällig agierte und auch für Radoslaw Wojtaszek Punktelieferant war in der Königsindischen Verteidigung. Etwas Mühe hatte Magnus Carlsen heute um gegen Ian Nepomniachtchi ein Remis zu erreichen. Der Russe hätte das Turmendspiel mit Mehrbauern durchaus ambitionierter spielen können. Anish Giri kann Traumstellungen nicht gewinnen, denn eine solche vergab er heute gegen Wei Yi mit seiner Caro-Kann-Verteidigung. Den klaren positionellen Vorteil mit Mehrbauern konnte er nicht verwerten. Zu einem etwas glücklichen Schwarz-Remis kam Richard Rapport gegen Dmitry Andreikin. Wesley So führt mit 4 Punkten vor Magnus Carlsen und Pavel Eljanov. Markus Ragger bleibt Tabellenführer in der Challengergruppe nach seinem Remis gegen Lu Shanglei. Dabei versäumte Ragger eine versteckte Möglichkeit zum Bauerngewinn. Offizielle Seite

Der deutsche Großmeister Daniel Fridman hat einen schönen Erfolg in Estlands Hauptstadt Tallin beim Paul Keres Memorial errungen. Bei diesem hervorragend besetzten Schnellturnier schaffte er bei 8,5 Zählern punktgleich mit dem Turniersieger Igor Kovalenko (Lettland) den zweiten Platz. Ebenfalls punktgleich waren die dahinter Platzierten, nämlich Vladimir Potkin auf Rang drei und Elofavorit Alexei Shirov. chess-results