Die Georgerin Nino Batsiashvili ist hervorragend in das Fide-Grand-Prix-Turnier in Khanty-Mansiysk (Russland) gestartet. Sie bezwang Dronavalli Harika, Bela Kotenashvili und heute Alexandra Kosteniuk. Elofavoritin Ju Wenjun aus China liegt in der Verfolgergruppe mit je 2 Punkten. Offizielle Seite

Sergey Karjakin zeigte sich heute nicht sehr gut vorbereitet. Nach einer Slawischen Verteidigung spielte Carlsen das selten gesehene 10...Sc6. Karjakin wurde wie es scheint am falschen Fuss erwischt und spielte das merkwürdige Sd2, wonach jeglicher Eröffnungsvorteil weg war. Aber die Stellungen geben ohnehin recht wenig her in dieser Variante, so dass die Remisbreite stets sehr hoch war und nach Generalabtäuschen entstand ein Endspiel mit Turm und ungleichfarbigen Läufern, was von beiden Spielern nach 33 Zügen als Remis besiegelt wurde. Offizielle Seite

Die Schachfreunde Deizisau und auch der SC Viernheim haben extrem aufgerüstet in dieser Saison. Heute kam es zu einem tollen Kampf der beiden Teams. Viernheim trat mit Mamedyarov, Malakhov, Smirin, Kryvoruchko, Korobov, Kovalenko Fedorchuk und Maze an. Die Deizisauer Aufstellung lautete Grischuk, Leko, Kamsky, Gupta, Krasenkow, Dautov, Lagarde, Graf und mit dieser Besetzung gewann man 6:2 und liegt nun in der 2. Bundesliga Süd auf Platz zwei hinter Eppingen. Bleibt der Sponsor erhalten, dann wird man in der nächsten Saison einen weiteren Titelaspiranten in der 1. Bundesliga haben. Offizielle Seite

Auch Weltklassespieler können irren und patzen. Das zeigte gestern Peter Svidler und heute erwischte es Harikrishna Pentala gegen Rasmus Svane. Der indische Weltklassemann kam eigentlich sehr gut aus der Eröffnung, doch machte dann im 24. Zug einen katastrophalen Fehler, der dem jungen deutschen Großmeister Rasmus Svane einen prominenten Skalp beschwerte. Solingen setzte sich dennoch 5,5:2,5 gegen die Hamburger durch. Baden-Baden gewann mit 5:3 gegen Dresden. Die Ostdeutschen werden dieses Wochenende schnell vergessen wollen. Nur noch eine dritte Mannschaft hat wie Solingen und Baden-Baden noch eine weiße Weste, nämlich Hockenheim, das gegen Aufwärts Aachen klar mit 6:2 siegte. In eine ungewohnte Rolle ist am heutigen Tag Bremen geraten. Nach dem 3,5:4,5 gegen Mülheim Nord findet man sich im letzten Tabellendrittel wieder. Vassily Ivanchuk führte Trier zu einem wichtigen Sieg über Griesheim, das nun die einzige Mannschaft ohne Punktgewinn ist. Den ersten Punkt ergatterten die Männer von Zugzwang München gegen König Tegel beim 4:4. Die Schachfreunde Berlin schickten Bayern München mit einem satten 6:2 nach Hause. Schließlich gab es noch einen 7:1-Kantersieg von Schwäbisch Hall gegen Speyer-Schwegenheim. Offizielle Seite

Der indische Großmeister Ramesh R.B. gewinnt das Malta-Open mit 7,5 Punkten aus 9 Runden. Platz zwei geht an den italienischen FM Alessandro Santagati vor dem Mainzer IM Matthias Dann, beide mit 7 Punkten. Offizielle Seite

Heute konnten die Schachfreunde die dritte und spannende Runde der Schachbundesliga verfolgen. Es gab teils tolle Partien und auch überraschende Ergebnisse. Baden-Baden spielte gegen das stark besetzte Schwäbisch Hall. An Brett 1 gab es bald eine Überraschung als Peter Svidler auf Seiten der Baden-Badener böse patzte und schon nach 26 Zügen gegen Ernesto Inarkiev aufgeben musste. Doch im Verlauf setzte sich die große Klasse an den Brettern 5-8 durch und der große Titelfavorit Baden-Baden konnte sich 6:2 durchsetzen. In der weiteren Spitzenpaarung Bremen gegen Solingen konnte sich der Titelverteidiger an Brett 1 und 8 durchsetzen und mit 5:3 gewinnen. Für eine faustdicke Überraschung sorgte Aufsteiger Speyer-Schwegenheim, das mit nur einem Großmeister im Team gegen Dresden (7 Großmeister) sensationell mit 5:3 siegte. Auf Dresdner Seite verloren die Stars Eljanov und Almasi chancenlos gegen die starken Letten Neiksans und Kantans. Einen wichtigen Sieg gegen den Abstieg schaffte auch der andere Aufsteiger Aufwärts Aachen gegen Griesheim mit 5,5:2,5. Die ukrainische Schachlegende Vassily Ivanchuk griff erstmals ins Geschehen der Bundesliga ein und landete einen Sieg über Rainer Buhmann. Buhmann riskierte in guter Stellung mit 23. f3 zu viel und wurde bestraft. Dennoch konnte sich Hockenheim mit 4,5:3,5 knapp gegen Trier durchsetzen. Eine famose und phasenweise wie eine Studie anmutende Partie sah man bei Hertneck - Vocaturo. Teils, vor allem nach dem 47.Zug blickte man überhaupt nicht mehr durch was Sache war, doch der einstige 2600-Spieler Gerald Hertneck klärte den Nebel mit wunderschöner Taktik und konnte sich am Ende verdient durchsetzen. Hertnecks Kollegen rissen allerdings wenig und so konnten die Berliner Schachfreunde klar mit 6:2 gegen Zugzwang München gewinnen. Das andere Berlin-München-Duell endete nach hartem Kampf mit 4:4 zwischen König Tegel und Bayern. Der HSK erwischte heute einen sehr guten Tag und bezwang Mülheim klar mit 6:2. An Brett 1 verlor Rasmus Svane allerdings gegen David Navara. Baden-Baden, Solingen und Hockenheim liegen mit optimaler Ausbeute auf den ersten drei Rängen. Offizielle Seite

Die sechste Partie bei der WM in New York zwischen Titelverteidiger Carlsen und Herausforderer Karjakin endete schon nach ca. 100 Minuten mit Remis. Es war die letzte Partie der ersten Hälfte des Duells. Alle Partien endeten mit Remis und somit steht es 3:3. Es war bisher der erwartet zähe Kampf. Carlsen spielte heute im Spanier ein sehr aktives System mit Bauernopfer. Seine gut platzierten Figuren sicherten ihm schönes Spiel und nach einer Abtauschorgie waren nur noch jeweils Dame und Läufer sowie einige Bauern auf dem Brett - Remis nach 32 Zügen. Offizielle Seite
Am morgigen Samstag startet die Senioren-Weltmeisterschaft im weltberühmten tschechischen Kurort Marienbad. Der mondäne Ort war in der Vergangenheit öfter Schauplatz bedeutender Turniere. Die Senioren-WM machte in diesem Jahr schon im Vorfeld Schlagzeilen, weil die Teilnehmer gezwungen werden Übernachtung mit Vollpension in den dafür vorgesehenen Hotels zu nehmen. Dazu kommen noch relativ hohe Teilnahmegebühren, was einige bekannte Spieler, allen voran Großmeister Vlastimil Hort, sehr kritisierten und das Turnier boykottierten. Dennoch ist das Turnier gut besetzt mit starken Spielern aus aller Welt. In der Ü-50-Klasse ist GM Zurab Sturua, der Weltmeister von 2014, Elofavorit. Stärkste deutsche Teilnehmer sind GM Jakob Meister, FM Stephan Buchal und FM Berthold Bartsch. In der Ü-65 sind GM Anatoly Vaisser und GM Eugenio Torre die Favoriten. Die stärksten deutschen Teilnehmer sind hier FM Clemens Werner, IM Boris Kanukhov und FM Manfred Böhnisch. Bei den Damen Ü50 liegt WGM Elvira Berend an der Spitze der Setzliste. Die deutschen Damen WIM Brigitte Burchardt, WFM Petra Schultz und WIM Martina Beltz wollen auch vorne mitmischen. In der Ü65 ist, wie könnte es anders sein, die nimmermüde 75-jährige Großmeisterin und Ex-Weltmeisterin Nona Gaprindashvili Elofavoritin. Offizielle Seite

Die WM-Kontrahenten Carlsen und Karjakin haben auch heute ein interessantes Remis ausgekämpft. Der Weltmeister bediente sich diesmal der Italienischen Eröffnung gegen Karjakins 1...e5. Es war eine Partie mit beidseitigen Chancen. Im 42. Zug machte Carlsen eine zweifelhaften Königszug, den Karjakin hätte ausnutzen können. Er spielte zwar ein starkes Bauernopfer im Zentrum um seinen Läufer zu befreien, doch sein Angriffspotential auf der h-Linie schien er nicht erkannt zu haben und entschied sich für ein zu frühzeitiges Ld5. Carlsen opferte den Bauern zurück und konnte dann bald die h-Linie neutraulisieren und die Partie endete im Remis. Die Fehler, die bisher bei dieser Weltmeisterschaft aufs Brett kamen, wurden allesamt nicht bestraft. Das ist sehr ungewöhnlich auf diesem Niveau. Noch haben die Spieler sieben Partien vor sich. Offizielle Seite

Der indische Großmeister Ramesh führt beim Malta-Open in Sliema nach sieben Runden mit 6,5 Punkten alleine die Tabelle an. Der deutsche IM Matthias Dann (TSV Schott Mainz) liegt derzeit mit einem halben Zähler auf Rang zwei und hat in Runde acht die große Chance mit Weiß gegen Ramesh einen Big Point zu machen. Das Turnier hat zusammen mit dem Seniorenturnier die erstaunliche Zahl von 249 Teilnehmern. Offizielle Seite