Die Erfahrung hat heute in Hoogeveen zugeschlagen. Nigel Short gewann überzeugend in einem Katalanen mit Weiß gegen Hou Yifan und Ivan Sokolov schlug Jorden van Foreest ebenfalls klar in einem sehr agressiven Königsinder. Beide einstigen absoluten Weltklassespieler führen nun jeweils mit 2:1. Beim Open konnten sich an den beiden Spitzenbrettern die beiden indischen Großmeister Lalith Babu gegen IM Rathnakaran und Gupta Abhijeet gegen Jan Werle durchsetzen und führen mit weißer Weste. Offizielle Seite

Zum sage und schreibe 42. Mal findet auf der britischen Kanaliinsel Guernsey ein gut besetztes Open statt. Auch in diesem Jahr haben wieder 3 Großmeister den Weg auf die Insel gefunden. Elofavorit unter den 54 Open-Teilnehmern ist der unter spanischer Flagge spielende Oleg Korneev. Dahinter reihen sich der französische GM Jean-Pierre Le Roux und der Schwede Tiger Hillarp-Persson ein. Aller Voraussicht nach wird man diese Spieler nach sieben Runden am Ende auch auf dem Treppchen wieder finden. Offizielle Seite

Das Hoogeven Schachturnier ist ein traditionsreiches Open, das in diesem Jahr eine große Delegation aus starken indischen Schachspielern zu Gast hat. Nach drei Runden führen vier Spieler, darunter die drei Inder GM Gupta, GM Lalith und IM Rathnakaran sowie der Niederländer GM Jan Werle.

Bei den Duellen steht es jeweils 1:1. Während sich Nigel Short und Hou Yifan in ruhigen Gefilden bewegten und zweimal remisierten, gingen Jorden van Foreest und Ivan Sokolov aufeinander los als gäbe es kein morgen mehr. Beide gewannen ihre Weißpartien. Die Duelle gehen über 6 Partien. Offizielle Seite

Mit einem 7:1-Kantersieg über Zugzwang München hat sich Favorit Baden-Baden nach zwei Runden an die Spitze der Schachbundesliga gespielt. Den zweiten Erfolg feierten auch Hockenheim, Solingen und Mülheim. Hockenheim gewann überrascht klar mit 6:2 gegen Bremen. An den letzten drei Brettern gab es nur Niederlagen für die Bremer und auch solche Punktegaranten wie Blübaum und McShane zogen diesmal den Kürzeren. Mit ebenfalls 6:2 siegte Titelverteidiger Solingen gegen König Tegel obwohl Rapport überraschend gegen Robert Rabiega unterlag. Mülheim schaffte einen knappen 4,5:3,5-Sieg gegen die Schachfreunde Berlin - sehenswert ist die außergewöhnliche Partie Navara-Piorun. Einen wichtigen 5:3-Sieg holte Bayern München gegen den Abstieg über Neuling Speyer-Schwegenheim. Schwäbisch Hall gewann mit 5:3 gegen den dritten Bundesliga-Neuling Aufwärts Aachen. Mit dem gleichen Ergebnis gewann Hamburg gegen das noch punktlose Griesheim und schließlich gewann Trier mit 4,5:3,5 gegen Dresden. Offizielle Seite

Der bulgarische Großmeister Boris Chatalbashev siegt knapp mit 7,5 Punkten beim Münsterland-Open vor seinen punktgleichen Konkurrenten Alexandr Karpatchev (Russland) und Oleg Korneev (Spanien). Bester Deutscher wird nach sehr starker Leistung Axel Partenheimer vom Düsseldorfer SK mit 6,5 Punkten auf Platz sechs. Gleich dahinter platziert sich IM Karl-Heinz Podzielny. Offizielle Seite

Der deutsche IM Sebastian Plischki startete als Elofavorit ins Open der tschechischen Bierstadt Pilsen. Er musste sich am Ende bei erreichten 6 Punkten mit Rang zwei begnügen hinter dem titellosen Tschechen Jan Docekal (6,5 Punkte). Einen sensationellen dritten Platz machte Michael Kalisch aus Sömmerda mit 5,5 Punkten. chess-results

GM Mikhail Ivanov gewinnt hauchdünn nach Wertung die Bad Harzburger Schachtage vor dem punktgleichen, starken Esten Brait Lelumees - beide mit 6,5 Punkten aus 8 Runden. Ein Riesenturnier spielte Kevin Silber (DWZ 1883) vom Delmenhorster SK. Er holte sich mit 6 Punkten Rang 3. Offizielle Seite

Mülheim-Nord und Werder Bremen haben erste 6,5:1,5-Kantersiege gegen die Abstiegskandidaten König Tegel und Griesheim gefeiert und sich an die Tabellenspitze gespielt. Baden-Baden trat überraschenderweise nur mit 7 Großmeistern an und das reichte zu einem klaren 6:2 gegen Bayern München. Hockenheim trat zum Bundesligastart sehr stark an. Ex-Weltmeister Anatoly Karpov führte das Team zu einem ungefährdeten 5,5:2,5-Sieg gegen den Hamburger SK und gewann selbst gegen den starken polnischen Großmeister Robert Kempinski. Titelverteidiger Solingen hatte es mit den im vergangenen Jahr starken Berliner Schachfreunden zu tun. Harikrishna hatte etwas Mühe um gegen Kacper Piorun ein Remis zu holen und am Ende hieß es 5,5:2,5 für den amtierenden Meister. Im Duell der Neulinge errang Speyer-Schwegenheim einen wertvollen, knappen 4,5:3,5-Sieg gegen das zweite Münchner Team, dem MSA Zugzwang 82. Sehr schwer tat sich USV TU Dresden gegen den dritten Neuling, konnte sich aber gegen Aufwärts Aachen dann doch mit 4,5:3,4 durchsetzen. Leicht favorisiert ging Schwäbisch Hall in den Kampf gegen Trier, aber an keinem Brett konnte sich jemand durchsetzen, was das einzige 4:4 zum Ergebnis hatte. chess24
Am morgigen Samstag beginnt das traditionsreiche Hoogeven Schachturnier mit zahlreichen, vor allem indischen Großmeistern. Im Rahmen des Opens finden zwei sehr interessante Duelle über 6 Partien statt. GM Nigel Short, der schon einige Male Kritik am Frauenschach äußerte stellt sich dem Duell mit der amtierenden Weltmeisterin Hou Yifan. Im innerholländischen Duell trifft der neue Star des holländischen Schachs GM Jorden van Foreest auf den früheren Weltklassespieler GM Ivan Sokolov. Offizielle Seite

Die Aufregung wegen der Vergabe der Frauen-WM an den Iran hat sich bereits etwas abgeschwächt und ein kürzlich durchgeführtes Interview mit Deutschlands Nummer Eins Elisabeth Pähtz trägt ebenfalls dazu bei. Sie ist bereit die Partien mit Tragen eines Kopftuchs zu bestreiten. Laut ihrer Aussage werden alle Topspielerinnen ebenfalls im Iran antreten und die strengen Bedingungen akzeptieren. Die medienwirksame Absage der amerikanischen Meisterin Nazi Paikidze relativiert sie mit dem Hinweis, dass Paikidze nur Nummer 98 der Weltrangliste ist und ohnehin keine Chance auf eine Medaille hätte. Wie so oft gab es Probleme beim Auffinden eines Ausrichters und der Iran, dessen Frauenschach einen Boom erlebt, war nunmal zur Stelle. Wenn man bedenkt, dass Schach im Iran vor Jahren noch verboten war, kann man die Entwicklung dort durchaus auch positiv sehen hinsichtlich der Verbreitung und Stellenwert des Schachsports. Offizielle Seite