Alexei Shirov hat mit seinem aggressiven Stil auch die vierte Partie auf Isle of Man für sich entscheiden können. Er besiegte den aufstrebenden indischen GM Vidit Santosh Gujrathi und hat nun als einziger Spieler eine weiße Weste. Auch an Brett 3 ging einer sehr forsch zu Werke, nämlich Wesley So gegen Julio Granda Zuniga. In einer englischen Eröffnung musste der Peruaner mit Weiß überraschend schnell die Segel streichen. So ist damit einer von fünf Spielern, die nur einen halben Zähler hinter Shirov liegen. Dazu gehört auch Pavel Eljanov, der Elisabeth Pähtz niederrang. Hikaru Nakamura musste ein zweites Remis hinnehmen gegen Nils Grandelius und auch sein Landsmann und Elofavorit Fabiano Caruana schaffte nur ein knappes Remis gegen GM Salem Saleh aus den Emiraten. Tabellenführer Shirov nimmt in Runde fünf eine Auszeit und erhält einen halben Punkt dafür. Das Reglement erlaubt dies. Offizielle Seite

So kämpferisch die letzte Runde war, so friedlich war die Runde 7 am heutigen Tag. Kein Spieler erspielte sich einen Vorteil, den er hätte ausbauen können und so endeten alle Partien mit Remis. Zwei Runden vor Schluss führt nach wie vor Ian Nepomniachtchi mit jetzt 5 Punkten, der vor dem größten Turniersieg seiner Karriere steht. chessdom

Der polnische Großmeister Jacek Stopa gewinnt das Nibelungen-Open in Worms mit 6 Punkten aus 7 Runden. Rang zwei geht an FM Lukas Winterberg (SC Heimbach-Weis) vor FM Jonas Hacker (SC Eppingen) - beide mit 5,5 Punkten. Der zweite GM im Feld Henrik Teske wird Fünfter mit ebenfalls 5,5 Punkten. Offizielle Seite

Der starke, noch titellose Erlanger Schachfreund Alexander Hilverda gewinnt das Forchheimer Open 2016. Er gewinnt hauchdünn nach Wertung mit 4 Punkten aus 5 Runden vor seinen punktgleichen Konkurrenten GM Eckhard Schmittdiel (SC Göggingen) und IM Bernhard Beyer vom SK Weilheim. Offizielle Seite

In Runde 3 gab es zwei Sensationen beim Open auf der Insel Isle of Man. Die wichtigste aus deutscher Sicht ist der Schwarzsieg von Elisabeth Pähtz gegen das Elo-Schwergewicht GM Hrant Melkumyan aus Armenien, der allerdings einen miserablen Tag erwischte und entsprechend spielte. Wie schwer es ihm fiel aufzugeben zeigte die Tatsache, dass er mit einem Turm und einer Figur weniger noch weiterspielte. Eine völlig indiskutable Leistung bot auch Wang Hao gegen Lucas van Foreest und kassierte damit schon seine zweite Niederlage. Überraschungen waren zudem, dass Fabiano Caruana eine Gewinnstellung gegen Nils Grandelius zum Remis verdarb und dass Hikaru Nakamura gegen Jorden van Foreest mit Weiß über ein Remis nicht hinaus kam. Jan-Chrisitan Schröder erreichte erneut einen Achtungserfolg beim Weiß-Remis gegen Peter Leko. Offizielle Seite

Der slowakische IM Stefan Mazur gewinnt das Turm-Open in Chemnitz mit 6 Punkten vor dem punktgleichen IM Ebrahim Ahmadinia aus dem Iran. Rang drei geht an den Tschechen IM Vojtech Plat vor dem besten Deutschen Ferenc Langheinrich (SV Empor Erfurt), beide mit 5,5 Punkten. Offizielle Seite

GM Yury Solodovnichenko aus der Ukraine heißt der souveräne Sieger des Offenen Internationalen Schachturniers in München. Er ließ in den 9 Runden nur ein Remis zu und machte 8,5 Punkte. GM Egor Krivoborodov (Russland) wurde Zweiter mit 7 vor Alexander Belezky (Ukraine) mit 6,5 Punkten. Auf Rang vier folgt der beste Deutsche, nämlich IM Thomas Reich vom FC Bayern München. Offizielle Seite

Eiinige deutsche Teilnehmer haben schöne Achtungserfolge erzielt beim stark besetzten Open auf der Insel Isle of Man. Jan-Christian Schröder ließ sich gegen Michael Adams auf eine haarsträubende, unübersichtliche Variante im Spanier ein und erreichte ein sehr beachtliches Remis. Auch Elisabeth Pähtz schaffte etwas glücklich ein Remis gegen Laurent Fressinet. Im innerdeutschen Duell Thomas Pähtz-Rasmus Svane gab es ebenfalls eine Punkteteilung. Sehr überraschend musste auch die Nummer zwei der Setzliste Wesley So ein Remis gegen Harika Dronavalli hinnehmen. 16 Spieler sind noch ohne Verlustpunkt. Jan Christian Schröder hat es in Runde 3 mit Peter Leko zu tun. Offizielle Seite

Vier beeindruckende Weißsiege konnten die Schachfans heute beim Tal-Memorial in Moskau erleben. Levon Aronian schlug Tabellenführer Anish Giri mit einer brillanten Leistung in der englischen Eröffnung. Nutznießer war Ian Nepomniachtchi, der mit seinem Sieg über Shakhriyar Mamedyarov wieder die alleinige Tabellenführung holte. Peter Svidler überspielte Li Chao bereits in der Eröffnung und hatte keine Mühe den ganzen Punkt einzufahren. Schließlich gewann auch Vladimir Kramnik in einem Najdorf-Sizilianer gegen den bedauernswerten Boris Gelfand, der immer noch erst ein Remis auf dem Habenkonto hat und abgeschlagen Letzter ist. Tomashevsky und Anand trennten sich mit Remis. chessdom

Boris Gelfand lief heute wohl in eine bestens vorbereitete Variante von Viswanathan Anand. Bei ihrem WM-Kampf 2012 "übten" die beiden Spieler mehrfach die Rossolimo-Variante im Sizilianer und offensichtlich hatte Anand noch etwas in Petto, was ihm zwar nur leichten Vorteil mit Weiß brachte, aber für Schwarz unangenehm zu spielen ist. Gelfand konnte in der jetzigen Form die Probleme am Brett nicht lösen und verlor. Anand hat damit 3 Punkte aus den 5 Runden. Die restlichen Partien endeten mit gerechten Remis. Giri bleibt mit jetzt 4 Punkten an der Spitze. chessdom