GM Swapnil Dhopade aus Indien zeigte bislang die beste Leistung und Turnierhärte beim Malaysian Open und führt verdient mit 7 Punkten und einem halben Punkt vor dem Rest des Feldes. Nur IM Le Thuan Min aus Vietnam konnte mit 6,5 Punkten dranbleiben und hat noch Chancen auf den Turniersieg. GM Koneru Humpy und GM Gerhard Schebler kamen nie wirklich in die Gänge und haben mit je 5 Punkten keine Chance mehr auf die Preisränge. chess-results

Großmeister Ognjen Jovanic aus Kroatien stieg erst in Runde 2 ins Turnier ein beim 30. Pula Open, aber dann gab es kein Halten. Er gewann alle 8 Partien und siegte souverän. Den zweiten Platz holte sich der zweite Großmeister im Feld Nenad Fercec mit 7 Punkten vor dem punktgleichen FM Ivan Vihor Krsnik Cohar - alle Kroatien. chess-results

Der bisherige Tabellenführer GM Nenad Fercec hat in Runde sieben eine schmerzliche Weiß-Niederlage gegen seinen Landsmann GM Ognjen Jovanic kassiert. Dieser führt jetzt gemeinsam mit dem erstaunlich starken titellosen Spieler Bosco Vasic, der bereits 67 Elopunkte hinzugewonnen hat. Die Leistung des deutschen Ansgar Barthel kann sich ebenfalls sehr sehen lassen. Mit 5,5 Punkte hat er schon mehr als 30 Punkte gewonnen und liegt derzeit auf einem tollen Platz 6. chess-results

Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen welch enorme Schwierigkeiten große Spieler haben, wenn sie bei offenen Turnieren antreten. Man denke nur an den Auftritt von Ex-Weltmeister Viswanathan Anand in Gibraltar, der schmerzlicherweise viele Elopunkte verlor und nach überraschenden Niederlagen im Pulk der Masse verschwand. Die Gegnerschaft spielt nicht so gediegen und selbstverständlich nicht so gut wie die Weltklasse, aber eben unberechenbar. Das gleiche Schicksal ereilt nun Koneru Humpy in Kuala Lumpur. Nach sechs Runden liegt sie als klare Turnierfavoritin mit 3 Punkten nur auf dem 54. Platz! Ein schmerzlicher Eloverlust wird schon jetzt unvermeidlich sein. Es führen gemeinsam mit je 5 Punkten GM Swapnil (Indien), FM Abdusattorov (Usbekistan) und IM Narayanan (Indien). chess-results

Pula ist ein Küstenort in Istrien, der berühmt ist für seine Arena aus der Römerzeit und natürlich für das kristallklare Wasser der kroatischen Adria. Mit dem Schiff kann man die vielen wunderschönen vorgelagerten Inseln besuchen oder umfahren. Bereits zum 30. Mal findet das Pula-Open statt und viele Schachfreunde nehmen die Gelegenheit war spielend einen Urlaub am Meer zu verbringen. In diesem Jahr sind nur zwei Großmeister dabei, nämlich Nenad Fercec und Ognjen Jovanic aus Kroatien. Nach fünf Runden mischen auch starke deutsche Amateure gut mit. Ansgar Barthel aus Pirmasens hat 4 und FM Oliver Zierke (SK Nordersteht) 3,5 Punkte. chess-results

In Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur läuft derzeit das 13. Malaysian Schachfestival. Star des Turniers ist ohne Zweifel die beste indische Schachspielerin Koneru Humpy, die auch in der Setzliste ganz oben steht. Überraschenderweise erwischte sie einen sehr schlechten Start und musste schon in Runde 1 ein Remis gegen einen titellosen Indonesier abgeben. In Runde 4 verlor sie dann gar gegen IM Oliver Dimakiling von den Philippinen. Ähnlich erging es dem in Thailand lebenden deutschen Großmeister Gerhard Schebler, der ebenfalls nur 2,5 Punkte aufweist. In Asien gibt es viele starke Amateure die wesentlich besser spielen als es ihre Elozahl aussagt. Nach vier Runden steht allein der indische GM Swapnil Dhopade ohne Verlustpunkt an der Spitze der Tabelle. chess-results

Der starke russische Fide-Meister Viacheslav Tilicheev gewinnt das 15. Sunny Beach Open in Bulgarien mit 7 Punkten aus 9 Runden. Zweiter wird Elofavorit GM Vladislav Nevednichy vor IM Johan Solomon aus Norwegen - beide mit 6,5 Punkten. IM Matthias Dann (TSV Schott Mainz) folgt gleich dahinter auf Platz vier mit 6 Punkten. chess-results

Die USA haben verdient Gold bei der Schacholympiade in Baku gewonnen. Am Ende gab es einen knappen wie nötigen 2,5:1,5-Sieg über Kanada. Die USA blieb ungeschlagen und punktgleich knapp nach Wertung vor der Ukraine, die in der Schlussrunde 3,5:0,5 gegen Slowenien gewann. Russland holte Bronze mit zwei Punkten Rückstand nach einem 3:1 gegen Italien. Eine ungewöhnliche Sensation schaffte Griechenland, das auf Platz 18 landete und mit ungeheurer Zähigkeit, man höre und staune, als einziges Team neben den USA ungeschlagen blieb. Eine große Leistung zeigte auch Norwegen mit Weltmeister Carlsen, das einen großartigen 5. Platz machte, was mit Sicherheit die beste Platzierung aller Zeiten für die Skandivavier darstellt. Deutschland kam nie in die Gänge und schaffte nur den 37. Rang. Während Matthias Blübaum mit 7,5 aus 10 ein hervorragendes Resultat erzielte, fiel Daniel Fridman sehr ab von seinem sonstigen Leistungsniveau. Er holte lediglich 3 Punkte aus 8 Partien. So hart es klingen mag, aber es lag vor allem an ihm, dass die deutsche Mannschaft nichts riss, denn Nisipeanu, Meier und Buhmann machten jeweils + 1. Aber es gab auch andere Teams, die weit unter ihren Erwartungen blieben, allen voran China, das als Titelverteidiger nur auf Platz 13 kam. Die Goldmedaille an Brett 1 holte sich Baadur Jobava (Georgien) mit gewaltigen 8 aus 10 gegen bärenstarke Konkurrenz. Der beste an Brett 2 wurde Ex-Weltmeister Vladimir Kramnik (Russland). Mit großartigem Schach holte sich Wesley So (USA) Gold an Brett drei. Hier muss erwähnt werden, dass der große alte Mann des asiatischen Schachs, der 64-jährige Eugenio Torre (Philippinen) mit 10 aus 11 und einer Performance von 2836 Bronze holte. Was für eine famose Leistung des allerersten Großmeisters Asiens. Gold an Brett 4 ging an Laurent Fressinet aus Frankreich. Die beste Performance aller Teilnehmer wurde jedoch der offiziell an Brett fünf aufgestellte Ukrainer Andrei Volokitin mit einer Elo-Performance von 2992. Bei den Damen holten sich die Chinesinnen am Ende unangefochten Gold durch einen 2,5:1,5-Erfolg in der Schlussrunde gegen Russland, was ihnen einen komfortablen 3 Punktevorsprung in der Endtabelle bescherte. Silber ging überraschend an Polen vor der punktgleichen Ukraine. Deutschland belegte einen sehr enttäuschenden 31. Platz nach einem 1:3 in der Schlussrunde gegen Frankreich. Die Brettpreise gehen an Brett 1 an Anna Muzychuk (Ukraine), an Brett 2 an Valentina Gunina (Russland), an Brett 3 an Gulnar Mammadova (Aserbaidschan), an Brett 4 an Tan Zonghyi und an Brett 5 an Guo Qi (jeweils China). Bei den deutschen Damen zeigten lediglich Marta Michna und Elena Levushkina hinsichtlich ihrer Eloperformance Normalform. Offizielle Seite

Beim 5-rundigen Kurzopen im niederbayerischen Ortenburg konnten die Favoriten die Spitzenplätze unter sich ausmachen. Sieger wurde GM Oliver Mihok vor IM Gabor Nagy (beide Ungarn) und GM Leonid Milov (Nürnberg) - alle mit 4 Punkten. Offizielle Seite

Die USA und die Ukraine haben bislang am überzeugsten agiert und sich nach einer erfolgreichen Runde 10 mit zwei Punkten Vorsprung vor dem Rest des Feldes abgesetzt. Die USA setzten sich trotz einer Niederlage von Hikaru Nakamura mit 2,5:1,5 gegen Geogien durch. Die Ukraine gewann gleichzeitig gegen Tschechien mit 3:1. Indien und Russland nahmen sich gegenseitig einen Punkt weg beim 2:2 und können wohl nur noch um Bronze kämpfen, wobei Russland die besseren Chancen hat mit einem Punkt mehr. Karjakin machte in diesem Match einen fürchterlichen Fehler und verlor gegen Harikrishna. Deutschland fällt nach einem 1,5:2,5 gegen Usbekistan als Nr. 13 der Setzliste auf Rang 54 zurück. Alles andere als eine gute Olympiade für das deutsche Männerteam. Bei den Damen gibt es einen Showdown zwischen China und Russland mit klar besseren Karten für die Chinesinnen, denn ihnen genügt ein 2:2, weil sie zwei Mannschaftspunkte mehr haben. Deutschland bezog gegen Bulgarien eine 1,5:2,5-Niederlage und liegt auf Platz 19 nach einem Setzlistenplatz 10 vor dem Turnier. Offizielle Seite