Sergey Karjakin hat die entscheidende Partie gegen seinen direkten Konkurrenten um den Turniersieg beim Kandidatenturnier in Moskau gewonnen und damit das Recht erworben, Weltmeister Carlsen im November 2016 in New York herauszufordern. Es wurde eine Richter-Rauser Variante in der Sizilianischen Verteidigung. Sie hat keinen so tollen Ruf, doch Caruana musste gewinnen und wollte Karjakin wohl damit ueberraschen. Er erreichte auch Ausgleich im Mittelspiel, uebersah dann jedoch ein immens starkes Turmopfer Karjakins, das die Partie entschied. Karjakin beeindruckte vor allem durch seine Zaehigkeit bei diesem Turnier, denn er ueberstand viele bange und kritische Momente in einigen Partien. Wenn man mit einem Punkt Vorsprung gewinnt, hat man den Turniersieg ohne Zweifel verdient. Die Ausrichter des WM-Kampfes haetten natuerlich gerne den amerikanischen Herausforderer Fabiano Caruana gesehen, wodurch man sich viel mehr Aufmerksamkeit in den amerikanischen Medien sicher haette sein koennen. Die restlichen Partien endeten mit Remis. Karjakin siegt mit 8,5 Punkten vor Caruana und Anand mit je 7,5. Sieben von acht Spielern machten 50% Prozent oder mehr Punkte. Klarer Pruegelknabe und mit grossem Abstand Letzter Veselin Topalov, der in einem Interview selbst den Verdacht hegte seinen Zenit ueberschritten zu haben. Kandidatenturnier