Der Titelverteidiger Baden-Baden hat heute vielleicht den entscheidenden Rückschlag in Sachen Meisterschaft erleiden müssen und das auf verdiente Art und Weise. Das hochdekorierte Team wurde von Bremen mit einem 3:5 nach Hause geschickt. Matchwinner waren der Australier David Smerdon gegen Arkadij Naiditsch, der das zweifelhafte Eröffnungskonzept des ehemaligen deutschen Nationalspielers konsequent bestrafte und Alexander Markgraf, der ebenfalls mit Schwarz Philipp Schlosser schlug, der nach riskanter Eröffnung gegen das Leningrader System ungenau fortgesetzt hatte. Nun ist der Weg frei für Solingen in Richtung Meistertitel. Die Klingenstädter gewannen klar mit 6:2 gegen Mülheim. Zwei Punkte Vorsprung und die klar besseren Brettpunkte sprechen eine eindeutige Sprache. Erfolgsgarant einmal mehr Harikrishna Pentala aus Indien, der mit 7,5 Punkten aus 9 Partien eine grandiose Bilanz an Brett 1 vorzuweisen hat. Das etwas ersatzgeschwächte Schwäbisch Hall kassierte eine 2,5:5,5-Niederlage gegen Hamburg. Ein erstaunliches und überraschendes Aufbäumen gab es durch Norderstedt, die dem Erfurter SK eine bittere 3,5:4,5-Niederlage beibrachten. Die Erfurter bleiben punktgleich mit Dortmund, das nach dem 3:5 gegen Trier einen Abstiegsplatz belegt. Die Schachfreunde Berlin haben sich geradezu beflügelt vom gestriegen Überraschungserfolg mit einem 7:1 über Griesheim aller Voraussicht nach von allen Abstiegssorgen befreit. Weiter im Keller sitzt Bayern München nach einem 2:6 gegen Emsdetten. Im Mittelfeld bezwang Dresden Hockenheim mit 4,5:3,5. schachbundesliga