Der indische Großmeister Gupta Abhijeet hat ihm Spitzenduell gegen Sergei Movsesian gewonnen und die alleinige Führung beim Reykjavik Open mit 7 Punkten aus 8 Runden übernommen. Platz zwei und drei haben im Moment Shakhriyar Mamedyarov (Sieg über Beliavsky) und Nils Grandelius inne mit je 6,5 Punkten. Ein starkes Turnier spielt auch das deutsche Trio Elisabeth Pähtz, die Mihail Marin schlug, Stefan Bromberger (Remis gegen Cheparinov) und Christian Braun (Sieg gegen GM Kristjansson), die jeweils 6 Punkte aufzuweisen haben. chess-results

Die chinesische Weltranglistenerste Hou Yifan hat erwartungsgemäß den Weltmeistertitel zurückgeholt und mit 6:3 gegen die Ukrainerin Mariya Muzychuk gewonnen. Obwohl schon ein Remis gereicht hätte, siegte sie in Partie 9 auf überzeugende Weise. Nicht nur ihre Elozahl, sondern auch die Qualität ihrer Partien zeigten einmal mehr, dass sie die stärkste Schachspielerin der Welt ist. lviv

Der chinesische Weltklassemann Wang Hao hat auf beeindruckende Weise den HD Bank Cup in Ho Chi Minh City gewonnen. Er machte 8 Punkte aus 9 Runden und eine Performance von 2889 Elo. Zweiter wurde sein Landsmann Zhao Jun mit 7,5 Punkten vor dem Tschechen Viktor Laznicka, 7 Punkte. chess-results

Veselin Topalov hat heute eine ganz miserable Leistung gezeigt. Nach 17 Zügen hatte er mit Weiß zwei Bauern weniger nach einer Englischen Eröffnung gegen Levon Aronian und Kompensation war nicht zu erkennen. Aronian verwertete ohne große Probleme und katapultiert sich damit an die Spitze mit 2 Punkten gemeinsam mit Karjakin und Anand. In der Spitzenbegegnung Anand-Caruana spielte der Inder stark in der Eröffnung und erreichte eine komfortable Stellung. Caruana brachte ein etwas zweifelhaftes Bauernopfer auf h4. Anand griff dann im Mittelspiel daneben und verlor den Bauern wieder, wonach das Remis unvermeidlich war. Eine verpasste Chance des Ex-Weltmeisters. Giri-Karjakin war ein in der Eröffnung interesannter Dameninder. Der junge Niederländer forcierte dann im Mittelspiel eine Zugwiederholung mit Dauerschach. Peter Svidler verteidigte sich stark gegen Hikaru Nakamura, nach dem er etwas unter Druck geraten war in der Eröffnung. Nach dem der Rauch verzogen war, konnte Svidler sogar ein Turm-und Springer-Endspiel mit Mehrbauern erreichen, doch mit 4 gegen 3 Bauern am gleichen Flügel war der Vorteil zu dünn und nach dem Abtausch der Springer war kein Gewinn mehr drin. Kandidatenturnier

Der Titelverteidiger Baden-Baden hat heute vielleicht den entscheidenden Rückschlag in Sachen Meisterschaft erleiden müssen und das auf verdiente Art und Weise. Das hochdekorierte Team wurde von Bremen mit einem 3:5 nach Hause geschickt. Matchwinner waren der Australier David Smerdon gegen Arkadij Naiditsch, der das zweifelhafte Eröffnungskonzept des ehemaligen deutschen Nationalspielers konsequent bestrafte und Alexander Markgraf, der ebenfalls mit Schwarz Philipp Schlosser schlug, der nach riskanter Eröffnung gegen das Leningrader System ungenau fortgesetzt hatte. Nun ist der Weg frei für Solingen in Richtung Meistertitel. Die Klingenstädter gewannen klar mit 6:2 gegen Mülheim. Zwei Punkte Vorsprung und die klar besseren Brettpunkte sprechen eine eindeutige Sprache. Erfolgsgarant einmal mehr Harikrishna Pentala aus Indien, der mit 7,5 Punkten aus 9 Partien eine grandiose Bilanz an Brett 1 vorzuweisen hat. Das etwas ersatzgeschwächte Schwäbisch Hall kassierte eine 2,5:5,5-Niederlage gegen Hamburg. Ein erstaunliches und überraschendes Aufbäumen gab es durch Norderstedt, die dem Erfurter SK eine bittere 3,5:4,5-Niederlage beibrachten. Die Erfurter bleiben punktgleich mit Dortmund, das nach dem 3:5 gegen Trier einen Abstiegsplatz belegt. Die Schachfreunde Berlin haben sich geradezu beflügelt vom gestriegen Überraschungserfolg mit einem 7:1 über Griesheim aller Voraussicht nach von allen Abstiegssorgen befreit. Weiter im Keller sitzt Bayern München nach einem 2:6 gegen Emsdetten. Im Mittelfeld bezwang Dresden Hockenheim mit 4,5:3,5. schachbundesliga

Der armenische nationalspieler Sergei Movsesian (jetzt 5,5 Punkte) hat überraschend klar gegen den Ungarn Richard Rapport gewonnen am Spitzenbrett der Runde 6 beim Reykjavik Open. Rapport, der selbst ein starker Taktiker ist, lud Movsesian geradezu ein zu einem thematischen Springeropfer auf e6 und wurde hart dafür bestraft. In der Verfolgergruppe mit 5 Punkten befinden sich auch Stefan Bromberger und der frühere WM-Kandidat Alexander Beliavsky (Slowenien), der in den letzten beiden Runden sowohl Jonas Lampert als auch Elisabeth Pähtz schlug. chess-results

Hou Yifan hat in Partie 8 des WM-Kampfes gegen die Titelverteidigerin Mariya Muzychuk ein weiteres Remis nach guter Verteidigungsleistung erreicht und ist dem Titel näher gekommen. Dabei musste sie erneut ein paar bange Momente überstehen, denn Muzychuk hatte fast die ganze Partie über Vorteile. In den restlichen beiden Partien genügt der Chinesin ein Remis um als hohe Favoritin erwartungsgemäß Weltmeisterin zu werden. lviv

Die beiden Topteams der deutschen Schachbundesliga schenken sich auch im Fernduell wirklich nichts. Beide feierten einen 7:1-Kantersieg. Solingen schlug Dortmund und Baden-Baden bezwang Emsdetten. 7:1 gewann auch Bremen gegen Bayern München. Der einzige Münchner Sieg war jedoch eine Sensation, denn Michael Fedorovsky bezwang den Weltklassespieler Luke McShane. Wie erwartet ließ auch das starke Schwäbisch Hall nichts gegen Norderstedt anbrennen. Am Ende hieß es 6:2 für die Schwaben. Hamburg, das sehr homogen und stark bis zum achten Brett besetzt ist, schlug Erfurt mit einem klaren 6,5:1,5. Immens wichtige Siege gegen den Abstieg schafften Dresden beim 6:2 gegen Griesheim und vor allem die Schachfreunde Berlin mit dem überraschenden 4,5:3,5 über Hockenheim. Mülheim bezwang Trier mit 5:3. Auf den Abstiegsplätzen liegen derzeit Dortmund, Griesheim, München und die fast schon abgestiegenen Norderstedter. schachbundesliga

Der polnische Großmeister Jacek Stopa dominierte das 23. Cuxhavener Schachopen und gewann klar mit 6,5 Punkten aus 7 Runden. Hinter ihm landeten FM Dr. Ralph Junge (SG Turm Kiel) und Christoph Schröder (SK Johanneum Eppendorf) mit je 5 Punkten. Das Seniorenturnier entschied IM Evgenij Piankov (Ukraine) für sich mit 7,5 Punkten aus 9 Runden vor Werner Ackermann (7 Punkte) und Eckhard Jeske mit 5,5 Punkten (beide SC Rostock). cuxhaven
Hikaru Nakamura hat in Runde zwei des Kandidatenturniers einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Sein Traum in den USA um den WM-Titel kämpfen zu können hat einen Dämpfer erhalten. Vor allem aber war es die Art und Weise wie er heute gegen Sergey Karjakin verloren hat, die ihm zu denken geben wird. Er stand leicht schlechter nach der Eröffnungsphase, aber dann opferte er eine Figur. Er verrechnete sich jedoch arg, was man von ihm gar nicht gewohnt ist. Am Ende stand er mit einer Figur weniger da und musste aufgeben. Nichts riskierte Peter Svidler gegen Veselin Topalov und ein Remis war die logische Folge eines ruhigen Abspiels. Keine große Mühe hatte Anand in seiner Partie gegen Aronian. Letzterer forcierte dann den Abtausch der Schwerfiguren und sicherte sich das Remis mit ungleichfarbenen Läufern. Fabiano Caruana hatte eine schöne Stellung gegen Anish Giri erreicht, doch er fand nicht die genauesten Züge und so mündete auch diese Partie im Remis. Anand und Karjakin führen mit je 1,5 Punkten. Kandidatenturnier