Der Chinese Wang Hao zeigt sich nicht nur in bestechender Form beim Al Ain Classic sondern auch in Kampfeslaune. Bereits eine Runde vor Schluss steht er als Sieger fest, denn nach dem Partiegewinn über den indischen GM Gupta hat er uneinholbar phantastische 7,5 Punkte aus 8 Runden. Vier Großmeister, darunter Alexei Shirov, werden wohl die übrigen Plätze auf dem Treppchen unter sich ausmachen. chess-results
Weltmeister Magnus Carlsen gewinnt nach seinem sensationellen Auftaktremis gegen die Georgerin Batsiashvili doch noch sehr überzeugend das bärenstark besetzte Qatar Masters im Stechen gegen Yu Yangyi mit 2:0. Im Finale gegen Yu, der ebenfalls 7 Punkte aus 9 Runden machte und in der Schlussrunde Wesley So bezwang, hatte Carlsen keinerlei Mühe und gewann die zweite Partie mit Schwarz sogar nach nur 16 Zügen. Yu, der Titelverteidiger des Turniers war, schien wie paralysiert gegen den Weltmeister und zeigte ausgerechnet im Stechen keine Normalform. Das ist wohl der psychlogische Bonus eines Weltmeisters. Platz drei ging an Vladimir Kramnik, der in der Schlussrunde Remis gegen Carlsen spielte. Ein tolles Turnier spielte Matthias Blübaum, der bei hochkarätiger Gegnerschaft nur eine Niederlage gegen Ruslan Ponomariov hinnehmen musste und mit 5 Punkten als bester Deutscher auf Rang 42 landete. Nominell nicht so starke Gegner hatten Stefan Bromberger und Jan-Christian Schröder, aber da einige Spieler aus Indien und China offensichtlich unterbewertet sind, sind 4,5 Punkte keine Schande. Weit unter seinen Möglichkeiten blieb Rasmus Svane mit nur 4 Punkten. Roven Vogel hat sicherlich wertvolle Erfahrungen gesammelt und schloss ebenfalls bei 4 Punkten. Alexander Seyb erreichte mit 3,5 Punkten eine Eloperformance, die auch ungefähr seiner Elozahl enspricht. Bemerkenswert ist der 9. Rang des titellosen Chinesen Xu Yinglun, der mit einer Performance von Elo 2800 natürlich eine GM-Norm erfüllte. Weitere GM-Normen erfüllten der Chinese Lin Chen, die beiden Inder Gagare Shardul und Vignesh N.R. sowie der Russe Daniil Yuffa. Offizielle Seite
Nach gespielten 5 von 8 Runden hat sich beim Schachfestival Erfurt ein Quartett die Führung mit 4,5 Punkten erspielt. Neben dem Favoriten GM Boris Chatalbashev aus Bulgarien können noch die Spieler IM Jens-Ove Fries-Nielsen, IM Georgios Souleidis und IM Patrick Zelbel diese Punktezahl aufweisen. Offizielle Seite

Der französische GM Sebastien Feller verlor in Runde 3 des stark besetzten Böblinger Opens sensationell gegen den schweizer FM Emanuel Schiendorfer. Nach vier gespielten Runden liegt nur noch der slowenische GM Jure Skoberne ohne Verlustpunkt an der Tabellenspitze. Die beiden internationalen Meister Matthias Dann und Tobias Hirneise sind die beiden elostärksten deutschen Teilnehmer, wobei Letzterer bereits in Runde 2 eine überraschende Niederlage hinnehmen musste. Offizielle Seite

Magnus Carlsen steht vor dem Gewinn des großartig besetzten Qatar Masters. Mit Spannung erwartete man das Duell Mamedyarov-Carlsen, doch der Aserbaidschaner spielte viel zu unseriös und riskant, steckte eine Figur ins Geschäft, prallte jedoch sehr früh an Carlsens solidem Spiel ab. Bereits nach 25 Zügen reichte er die Hand zur Aufgabe. Nicht weniger souverän agierte Kramnik, der gegen Sanan Sjugirov seine ganze positionelle Stärke ausspielte und sicher gewann. Angewiesen auf ein grobes Versehen seines Kontrahenten Nils Grandelius war der Chinese Yu Yangyi, der nun wie Kramnik 6 Punkte aufweist und einen halben Zähler hinter dem Weltmeister liegt. Ansonsten gab es bis Brett 13 ausschließlich Remis. Weder Wesley So, noch Anish Giri oder Sergey Karjakin konnten ihre Partien gewinnen. Matthias Blübaum spielte ein sehr sicheres Remis gegen den starken Russen Maxim Matlakov. Jan-Christian Schröder verlor gegen einen der völlig unterbewerteten starken, hungrigen Inder und im innerdeutschen Duell ließ Stefan Bromberger dem Jugendlichen Roven Vogel keine Chance. Svane Rasmus und Alexander Seyb konnten ihre Partien siegreich gestalten. Offizielle Seite

Die drei Großmeister Arkadij Naiditsch (Aserbaidschan), Christian Bauer (Frankreich) und Vitaly Kunin (Deutschland) haben nach vier Runden beim Weihnachtsopen in Zürich noch eine weiße Weste vorzuweisen. Naiditsch besiegte zuletzt sehr souverän Vladimir Burmakin. Mitfavorit Kiril Georgiev aus Bulgarien musste bereits in Runde zwei ein Remis gegen den schweizer FM Gähler hinnehmen. Offizielle Seite
Der georgische Großmeister Gaioz Nigalidze wurde beim diesjährigen Dubai-Open im Februar dabei ertappt wie er in der Toilette ein Smartphone zu Hilfe nahm um beim Schach zu betrügen. In seiner Partie gegen Tigran Petrosjan fiel seinem Gegner auf, dass er sehr oft auf die Toilette ging und meldete dies dem Schiedsrichter. In der Toilette hatte er das Smartphone versteckt und darauf fand man die Beweise des Betruges. Zuvor hatte er 2013 und 2014 sehr überraschend die georgische Landesmeisterschaft gewonnen und sensationellerweise auch das sehr stark besetzte Open 2014 in Al Ain. Die Ethik-Kommission der Fide sprach nun eine harte Strafe für Nigalidze aus. Ihm wird der Großmeistertitel aberkannt und er erhält eine Sperre von 3 Jahren für alle gewerteten Schachturniere. Das strenge Urteil wird hoffentlich alle potentiellen Betrüger davon abschrecken es dem Georgier gleichzutun. Offizielle Seite

Shakhriyar Mamedyarov sorgt für aufregende Partien in Doha. Auch heute erlebten die Schachfans eine spannende Partie aus der sonst ruhigen englischen Eröffnung. Zuerst stand der Aserbaidschaner nach ungewöhnlichen Zügen beim Übergang ins Mittelspiel wohl schon auf Gewinn gegen den indischen Großmeister Ganguly. In der hochkomplizierten Stellung ließ Mamedyarov dann einen sehr schwachen Zug folgen und schon war die Stellung gedreht und der Inder stand deutlich besser, doch auch er nutzte die Chance nicht und musste in der Folge in ein schlechteres Endspiel, das Mamedyarov für sich entschied. Er schloss damit zu Carlsen auf, der Remis gegen Giri spielte. Ein weiterer Spieler, der Russe Sanan Sjugirov hat nun ebenfalls 5,5 Punkte und komplettiert das Führungstrio. Er bezwang seinen Landsmann Dmitry Jakovenko sehr überzeugend. Aus deutscher Sicht war es heute ein eher guter Tag. So kam Matthias Blübaum zu einem Schwarzsieg gegen den Chinesen Wang Yiye und die beiden jungen Deutschen GM Jan-Christian Schröder und IM Roven Vogel gewannen ebenfalls. Rasmus Svane verlor wie auch Alexander Seyb (gegen Ex-Weltmeisterin Stefanova). Remis spielte Stefan Bromberger. Offizielle Seite

Der Chinese Wang Hao dominiert nach 5 Runden und tollem Schach das Chess Classic in Al Ain. Er gewann auch seine fünfte Partie, diesmal gegen den Inder Lalith Babu. Einzig Alexei Shirov (4,5 Punkte) aus Lettland kann ihm einigermaßen folgen. Der einstige WM-Kandidat bezwang den Inder GM Gupta Abhijeet mit den schwarzen Steinen. In Runde 6 kommt es zum Spitzenduell zwischen Shirov und Wang. chess-results

Schon heute starten einige Weihnachtsopen in Deutschland und im benachtbarten Ausland. Erfurt und Böblingen sind die deutschen Open, die zahlreichen Zuspruch bekamen und schon vor Wochen mitteilen mussten, dass sie ausgebucht sind. In Erfurt ist der Bulgare GM Boris Chatalbashev Elofavorit vor etlichen starken deutschen Spielern mit IM- oder WGM-Titel. Böblingen ist traditionell sehr stark besetzt. GM Sebastien Feller aus Frankreich führt eine Gruppe von fünf Großmeistern an, doch auch die 18-jährige Chinesin Lei Tingije wie schon kürzlich beim Open in Vendoeuvre ein Wörtchen um den Turniersieg mitreden. Das Weihnachtsopen in Zürich hat die einstige Nummer Eins von Deutschland angelockt, Arkadij Naiditsch. Er führt die Setzliste an vor weiteren 15 Großmeistern. Am morgigen Sonntag starten noch mehr, meist kleinere Open in Deutschland sowie der traditionsreiche Rilton-Cup in Stockholm.