Der unermüdliche Openspezialist, der frühere Weltklassespieler GM Vladimir Epishin aus Russland hat nach 5 Runden schon drei Remis abgegeben als Elofavorit beim Portugal Open in Oeiras. Alleine in Führung mit 4,5 Punkten liegt der spanische Großmeister David Larino Nieto vor dem Verfolgertrio GM Hoffman, GM Campero und GM Spraggett. chess-results
Ein lockeres Remis gegen Veselin Topalov reichte Levon Aronian um einen großen Turniersieg mit einem ganzen Punkt Vorprung zu feiern. Der Sieg beim Sinquefield-Cup katapultiert ihn damit wieder unter die Top 10, zu denen er aufgrund seines endlich wieder mal gezeigten, großen Spielverständnisses zweifellos gehört. Anish Giri erreicht mit nur einer einzigen Gewinnpartie Rang zwei bei 8 Remis. Dritter mit ebenfalls 5 Punkten wird Weltmeister Carlsen, der einmal mehr unter seinen Möglichkeiten blieb. Ebenfalls sehr enttäuschend Rang 8 von Viswanathan Anand und der vorletzte Platz von Fabiano Caruana, der vor nicht allzu langer Zeit als Kronprinz hinter Carlsen gehandelt wurde. Wesley So hat seine Grenzen aufgezeigt bekommen und muss noch etwas an seinem Schach arbeiten um sich endgültig in den Top 10 zu etablieren - er wird Letzter mit 3 Punkten. grandchesstour
Der erst 16-jährige Dmitrij Kollars vom Delmenhorster SK, der bald den IM-Titel tragen wird, gewinnt überraschend das 27. Schlosspark Open in Wiesbaden mit 6 Punkten aus 7 Runden trotz sehr starker Gegnerschaft. Kaum weniger überraschend der zweite Rang des punktgleichen FM Daniel Malek vom Wiesbadener SV. Platz drei geht an den großen Turnierfavoriten GM Igor Khenkin von der SG Porz mit 5,5 Punkten.
schlosspark-open
In Runde 8 des Sinquefield-Cups gab es einige sehr interessante Duelle auf hohem Niveau und das war der Grund für weitgehende Neutralisation. Alle Partien endeten mit Remis. Die interessanteste Auseinandersetzung und besten Chancen auf einen Partiegewinn gab es im Spitzenspiel Carlsen-Nakamura. Eine bekannte Theorievariante im Damengambit mit Lf4 kam aufs Brett. Ein gefährliches Unterfangen für Nakamura, denn Carlsen hatte diese Variante öfter am Brett und einst mit Kasparov tief analysiert. Entsprechend kam der Weltmeister mit schönem dauerhaften Vorteil ohne Damen aus der Eröffnung. Aber erneut wie auch gestern spielte er sehr ungenau und der Amerikaner konnte einen Turm tauschen, was ihm die Verteidigung sehr vereinfachte. Nach dem starken Verteidigungszug 49....f4 hatte Nakamura eine Festung erreicht, die für Carlsen nicht mehr zu knacken war. Ein erneut enttäuschendes Resultat für Carlsen. Es führt nach wie vor Aronian mit einem ganzen Punkt Vorsprung auf den Rest des Feldes und damit steht der Armenier vor einem unerwarteten Triumph. Er benötigt nur noch ein Remis in der Schlussrunde, muss allerdings mit Schwarz gegen Topalov antreten. grandchesstour
Trotz einer Niederlage in der Vorschlussrunde konnte GM Nils Grandelius doch noch den Turniersieg in Abu Dhabi davontragen durch einen Sieg in Runde 9 über GM Vladimir Akopian. Er wurde Wertungsbester unter den besten 5 Spielern, die allesamt 7 Punkte erreichten. Rang zwei geht an GM Martyn Kravtsiv aus der Ukraine vor dem Georgier GM Baadur Jobava. chess-results
Levon Aronian schaffte es heute auf beispielhafte Weise seine eigene Stärke, nämlich das Positionsspiel auszuspielen und jegliche Taktik im Keim zu ersticken. Er überspielte den Amerikaner Nakamura nach starker Leistung und gewann mit Schwarz im Doppelturm-Endspiel sicher. Weltmeister Carlsen agierte alles andere als weltmeisterlich. Er kam mit leichtem Vorteil aus der Eröffnung in einem Naijdorf-Sizilianer gegen Alexander Grischuk, aber dann ließ er einige schwache Züge folgen, die den Russen in Vorteil brachten. Grischuk gewann einen Bauern, der allerdings sehr schwer gewinnbringend zu verwerten gewesen wäre bei guter weißer Verteidigung. Der Weltmeister spielte allerdings weiter so schlecht, dass er tatsächlich noch verlor. Carlsen hat derzeit nicht seine gewohnte Stabilität! Wesley So hat stark gespielt und Viswanathan Anand in einem Spanier unter Druck gesetzt. Er versäumte es jedoch den Vorteil zu verwerten und bleibt nach dem Remis am Tabellenende. Gerechte Remis ergaben Caruana gegen Vachier-Lagrave und die Paarung Topalov-Giri. grandchesstour
In einem sehr umkämpften Turnier siegte IM Tomasz Warakomski aus Polen mit 6 Punkten auf der Zielgeraden durch einen Schlussrundensieg über das abgeschlagene Schlusslicht FM Pier Luigi Basso aus Italien. Erstaunlicherweise kassierte der Turniersieger in den Runden 3 und 4 zwei Niederlagen in Folge, aber keiner der Teilnehmer blieb ungeschlagen. Rang zwei geht an den Weißrussen GM Andrei Kovalev mit 5,5 Punkten vor dem punktgleichen polnischen GM Lukasz Cyborowski.
rubinstein.polanica
Durch seinen entscheidenden Schlussrundensieg über den Tabellenführer GM Erik Blomqvist aus Schweden hat der polnische GM Piorun Kacper den Turniersieg mit 8,5 Punkten aus 10 Runden an sich gerissen. GM Edouard Romain aus Frankreich und GM Daniele Vocaturo belegen Rang zwei und drei einen halben Zähler dahinter. Bester Deutscher wird der baldige Großmeister (alle Normen erfüllt) IM Jan-Christian Schröder aus Hofheim trotz einer Schlussrundenniederlage gegen den Israeli IM Kobo auf Rang 20 mit 7 Punkten. chess-results
GM Robert Zelcic aus Kroatien siegt hauchdünn vor seinem punktgleichen Landsmann GM Mladen Palac. Ebenfalls 6,5 Punkte wie die beiden Erstplatzierten machte der Drittplatzierte GM Sergey Ivanov aus Russland. Die drei besten Deutschen machen jeweils 5,5 Punkte. GM Vitaly Kunin, IM Lars Stark und Hanna-Marie Klek. chess-results
Sehr interessante Angriffspartien sah man in Runde 6 des Sinquefield-Cups in St. Louis. Während das Spitzenduell Aronian-Carlsen sehr gediegen remis endete und auch Giri-Anand im sicheren Remishafen endete lieferten sich die anderen Akteure harte und spektakuläre Duelle. Allen voran Hikaru Nakamura zeigte seine ganze taktische Stärke und bewies, dass er zurecht die Nr. 1 der USA ist. Er siegte mit einem wunderbaren Königsangriff gegen den wohl taktisch etwas anfälligen Wesley So, der nun schon seine dritte Partie verlor und manchmal die Möglichkeiten des Gegners zu unterschätzen scheint. Alexander Grischuk kam nicht gut aus der Eröffnung gegen Fabiano Caruana und das Figurenopfer des Italieners war durchaus berechtigt, aber er setzte nicht gut fort. Die sehr bedrohlich aussehende Bauernwalze des Italiener schätzte Grischuk richtig als doch nicht so gefährlich ein und er kam zum entscheidenden Konter. Positionell stark mit einem schönen Bauernopfer agierte Maxime Vachier-Lagrave gegen Veselin Topalov in einer Berliner Verteidigung. Die Verfechter dieser Verteidigung werden sicherlich künftig auf das vom Bulgaren gewählte 18...Le6: verzichten, denn das scheint schon der entscheidene Fehler gewesen zu sein. Der Franzose gewann in der Folge ohne große Mühe. Es führen weiterhin Carlsen und Aronian mit jetzt 4 Punkten. grandchesstour