Der schwedische Großmeister Nils Grandelius erwischte einen perfekten Start beim stark besetzten Open in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Er gewann als Einziger alle seine Partien in den ersten vier Runden. Elofavorit Zoltan Almasi aus Ungarn hat bereits zwei Niederlagen kassiert. Das Verfolgerfeld wird vom Georgier Baadur Jobava angeführt. Das Masters hat ein 111 Spieler starkes Teilnehmerfeld. chess-results

In der Fussballbundesliga spricht man gelegentlich fast ehrfürchtig vom Bayern-Dusel, weil man dahinter eine besondere Qualität vermutet. Im Schachsport gibt es einen Weltmeister, der solche Glücksmomente ebenfalls sehr oft bemüht. So geschehen in Runde zwei des Sinquefield-Cups in Saint Louis. Fabiano Caruana überspielte den Weltmeister im Mittelspiel und hätte im 39.Zug eine wohl gewinnträchtige Fortsetzung gehabt, stattdessen patzte der Italiener derart, dass er zwei Züge später aufgeben musste. So startete Caruana mit 0 aus 2 wie auch Viswanathan Anand, der wie in Runde 1 nach schwacher Verteidigung in einem damenlosen Endspiel gegen Grischuk verlor. Seine zweite Partie gewann Veselin Topalov, der Hikaru Nakamura lange quälte und die Früchte seiner Mühen erntete. Damit ist der Bulgare Tabellenführer. Gerechte Remis ergaben die Partien Vachier-Lagrave-Aronian und Giri-So. grandchesstour

Das 10jährige Schachtalent Vincent Keymer (SK Gau-Algesheim), bereits mit 2352 Elo (DWZ 2303) ausgestattet, stellte sich einer besonderen Herausforderung, in der er nur gewinnen konnte, nämlich einem Vier-Partien-Duell mit Großmeister Roland Schmaltz (OSG Baden-Baden). Der Großmeister siegte in Apolda mit 3,5:0,5, wobei die Partien nicht so klar verliefen, wie es das Ergebnis ausdrückt. Sicherlich eine wertvolle Erfahrung für das hoffnungsvolle Talent, das seine Lehren daraus mit Hilfe des Bundesjugendtrainers Bernd Vökler ziehen wird. schachbund

Der ukrainische GM Alexander Zubarev ließ beim Open in Apolda nur ein Remis zu und siegte verdient mit 6,5 Punkten. Einen halben Zähler dahinter GM Leonid Milov von Noris Tarrasch Nürnberg. IM Velislav Kukov aus Bulgarien belegte Rang 3 mit 5,5 Punkten. tag-apolda

Fide-Meister Boris Gruzman (Lübecker SV) wird deutscher Seniorenmeister in Magdeburg nach einer höchst spannenden Finalrunde. Er siegt hauchdünn nach Wertung mit 7,5 Punkten vor FM Jefim Rotstein (SC Tornado Hoch). Rotstein bezwang recht glücklich FM Berthold Bartsch (7 Punkte) aus Forchheim, dem schon ein Remis zum Titel gereicht hätte, aber in einen Konter lief. dsem2015

Eine für die Schachfans großartige Auftaktrunde beim Topturnier in St. Louis! Alle Partien wurden entschieden und dabei tolle Partien gespielt. Veselin Topalov, zuletzt in großer Form, zeigte einmal mehr seine immense Gefährlichkeit und ließ als 40-jähriger Haudegen den 24-jährigen Weltmeister sehr alt aussehen. Carlsen bewegte sich einmal mehr recht früh im Theorie-Niemandsland wozu allerdings auch der Bulgare beitrug. Topalov ging extrem aggressiv zu Werke, wollte ganz offenbar nicht die "langweiligen" von Carlsen bevorzugten Stellungen zulassen. Carlsen brachte ein interessantes Springeropfer was ihm Angriffschancen bot, doch griff er im 17. Zug fehl wodurch Topalov die Damen entscheidend tauschen konnte und im Endspiel gewann. Eine Riesen-Angriffspartie gelang dem seit langem außer Form befindlichen Levon Aronian, der heute großartig rechnete und Fabiano Caruana nach einem Turmopfer keine Chance ließ. Eine brillante Vorbereitung in einem Katalanen brachte Anish Giri gegen Alexander Grischuk auf die Siegerstraße. Den Vorteil brachte der junge Holländer mit exaktem Spiel sicher nach Hause. Hikaru Nakamura hielt die Fahne der Amerikaner hoch. Er bezwang Ex-Weltmeister Viswanathan Anand, der sich einen Fehler in einem etwas für ihn schlechter stehenden Endspiel leistete. Ein falsches Konzept mit frühem Bauernraub verfolgte Wesley So gegen Vachier-Lagrave. Der Franzose bestrafte die rückständige Entwicklung des jungen Amerikaners auf lehrbuchhafte Weise und landete einen verdienten Schwarzsieg. grandchesstour

Der ukrainische Elofavorit GM Sergei Ovsejevitsch gewinnt verdient durch einen Schlussrundensieg über den indischen GM Sriram Iha das Open des VMCG-Schachfestivals in Lüneburg mit 7,5 Punkten aus 9 Runden. GM Simantsev belegt Rang 2 vor dem titellosen Niederländer Lucas van Foreest, die jeweils 7 Punkte erzielen. Bester Deutscher wird David Höffer vom Delmenhorster SK mit 6 Punkten auf Rang sechs. vmcg

IM Nikolas Lubbe (SF Neuberg) gewinnt in überragender Manier und 8 Punkten aus 9 Runden das IM-Turnier des VMCG Schachfestivals in Lüneburg. GM Sriram Iha aus Indien und der überraschend starke titellose Lars Hinrichs (Hamburger SK) erreichen 6 Punkte. Das GM-Turnier wird Beute des konstant stark spielenden IM Andreas Heimann (Baden-Baden), der knapp nach Wertung vor IM Jorden van Foreest gewinnt, beide mit 6,5 Punkten. Der GM-Titel für beide Spieler kann nur eine Frage der Zeit sein. Dritter wird Elofavorit Sergei Ovsejevitsch aus der Ukraine mit 6 Punkten. vmcg

Mit beeindruckenden 8 Punkten aus 9 Runden gewinnt IM Hagen Pötsch (SF Schöneck) den Lichtenberger Sommer. Am Ende reichte ihm ein Remis gegen IM Dennes Abel (SK Ricklingen). Einen halben Zähler dahinter landen GM Rene Stern (SK König Tegel) und FM Daniel Malek (SK Zehlendorf) auf den Plätzen zwei und drei. friesen-lichtenberg

Der italienische IM Francesco Rambaldi spielte ein überragendes Turnier, schaffte eine GM-Norm und den verdienten Turniersieg mit 7,5 Punkten. Der englische GM Keith Arkell, der seit einiger Zeit seinen zweiten Frühling erlebt wird Zweiter vor dem Ungarn GM Tamas Banusz, beide ebenfalls 7,5 Punkte. Sehr gute 6. und 7. wurden GM Rainer Buhmann (Hockenheim) und überraschend FM Johannes Carow (Heidesheim), der mit seiner Elo-Performance von 2600 vermutlich ebenfalls ganz knapp eine GM-Norm schaffte. Im Duell Ragger-Mamedyarov gab es ein Schlussrundenremis, was zum Endergebnis von 2,5:3,5 führte. Ein achtbares Ergebnis für Österreichs Nummer Eins. chess-results