Es wird doch nochmal spannend beim Norway Chess Superturnier, denn Anish Giri schlug Tabellenführer Veselin Topalov in Runde 8 mit einem Katalanen. Es war eine der stärksten und positionell saubersten Giri-Partien, die man je gesehen hat. Ein kleines Drama ereignete sich in Carlsen-Aronian im 36. Zug. Während Carlsen in einer vorteilhaften Stellung danebengriff und den offensichtlichsten Zug verschmähte, verpasste Aronian seinerseits den einzigen und noch dazu bärenstarken Zug Db8, der die Partie zu seinen Gunsten hätte drehen können. Stattdessen wählte er für die Dame ein viel schwächeres Feld und Aronian war in der Folge verloren. Anand unterstrich auch heute seine hervorragende Form in einer englischen Eröffnung, in der er wohl auch bestens vorbereitet war. Seinem Kontrahenten Jon Ludvig Hammer unterlief dann auch noch in bereits schlechterer ein taktisches Versehen und verlor bald. Die beiden anderen Partien endeten Remis wobei Nakamura seinen Mehrbauern gegen Vachier-Lagrave nicht verwerten konnte. Topalov führt bei 6 Punkten nur noch einen halben Zähler vor Anand. Die Spitzenpaarung in der Schlussrunde lautet ausgerechnet Veselin Topalov-Viswanathan Anand. norwaychess

Das Wort Zweiklassengesellschaft impliziert normalerweise einen negativen Touch, doch im Falle des Schachturniers Edmonton International ist nichts negatives beinhaltet, sondern es ist schlicht eine Tatsache im Hinblick auf die Spielstärke der Rundenturnier-Teilnehmer. Fünf Akteure haben zwischen 2625 und 2733 Elo und die anderen fünf Spieler zwischen 2133 und 2446. Es ist wohl dadurch ein sehr außergewöhnliches Turnier und es gab auch schon ein überraschendes Ergebnis als NM Gardner dem renommierten GM Ganguly ein Remis abnahm. Keine Diskussionen aufkommen ließ jedoch Pentala Harikrishna, der alle vier Runden bisher siegreich blieb und schon mit 1,5 Punkten Vorsprung führt. edmonton

Einer der Spitzenspieler Chinas, der kürzlich erst 21 Jahre alt gewordene Yu Yangyi steht kurz vor seinem großen Triumph beim traditionsreichen Capablanca-Memorial in Kubas Hauptstadt Havanna. Er führt nach 8 Runden mit 6 Punkten und 1,5 Zählern Vorsprung auf Pavel Eljanov (Ukraine) und Dmitri Andreikin (Russland). Zuletzt schlug Yu Kubas Nr. 1 Leinier Dominguez. Im Premium-Turnier führt erfreulicherweise der deutsche GM Vitaly Kunin mit großartigen 6 Punkten aus 8 Runden und bereits ebenfalls 1,5 Zählern Vorsprung. chessdom

Runde 7 in Stavanger war nicht die spektakulärste in der Geschichte des Schach, denn alle Partien waren zwar durchaus interessant, aber überschritten nie die Remisbreite und so kam es nur zu Punkteteilungen. Das kühle Fazit: Tabellenführer Veselin Topalov ist dem Turniersieg eine Runde näher gekommen. Er führt nach wie vor mit 1,5 Punkten Vorsprung. norwaychess

Der ukrainische GM Andrey Sumets siegt vor weiteren 5 punktgleichen Spielern beim Echternacher Schnellschach-Open mit 7,5 Punkten. Platz zwei und drei gehen an den Niederländer GM Loek van Wely und dem deutschen Großmeister Igor Khenkin. echternach

Das deutsche Team hat den Mitropa-Cup mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Es siegte mit 3:1 gegen Frankreich und wird Dritter im Turnier. Turniersieger Österreich kassierte eine 0,5:3,5-Klatsche gegen Kroatien. Zweiter wird die Slowakei nach einem 2,5:1,5-Sieg über die Schweiz. Die Einzelergebnisse: Matthias Blübaum 4 Punkte, Dennis Wagner 5,5, Andreas Heimann 7 und Elisabeth Pähtz 4,5 Punkte aus den 9 Runden. Die deutschen Damen verloren sehr überraschend klar mit 0:2 gegen Österreich, obwohl beide klar favorisiert in das Match gingen. Am Ende blieb der vierte Platz hinter Sieger Ungarn, Italien und der Slowakei. Sarah Hoolt machte 4 und Judith Fuchs 6,5 Punkte. mitropa-cup

Veselin Topalov ist nicht aufzuhalten in Stavanger. Mit einem weiteren Sieg in einem Nimzoinder über Alexander Grischuk enteilt er der Konkurrenz und führt nun mit 5,5 Punkten aus 6 Runden. Den zweiten Tagessieg in einer wuchtigen Angriffspartie errang Viswanathan Anand in einem Sizlianer gegen Vachier-Lagrave, der bereits nach 29 Zügen die Segel streichen musste. Die restlichen Partien endeten mit Remis. Im Spitzenduell kam Magnus Carlsen gegen Hikaru Nakamura nicht über Remis hinaus in einem Turmendspiel mit Mehrbauer. Hinter Topalov liegen Nakamura und Anand mit je 4 Punkten auf den Plätzen zwei und drei. norwaychess

Etwas glücklich gewinnt Weltmeister Carlsen heute seine erste Partie und zwar gegen Alexander Grischuk, der in einem schwierigen Endspiel offensichtlich seine Konzentration verlor und patzte. Bei bester Verteidigung hätte er das Endspiel vermutlich halten können. Topalov dagegen hat einfach einen Lauf und gewann seine vierte Partie. Sein Kontrahent Jon Ludvig Hammer wurde für sein mutiges, doch unnötiges Figurenopfer nicht belohnt, da er im Endspiel arg danebengriff und verlor. Aronian schlug Caruana und schaffte damit seinen ersten Sieg im Turnier. Caruana schätzte das Springerendspiel völlig falsch ein und verlor zurecht. Die beiden anderen Partien endeten mit Remis. Topalov führt mit einem Punkt Vorsprung vor Nakamura. norwaychess

Mit einer hervorragenden Leistung hat das österreichische Team den heimischen Mitropa-Cup in Mayrhofen vorzeitig und klar für sich entschieden. Man schlug in Runde 8 Tschechien mit 2,5:1,5 und ist nun uneinholbar mit 4 Punkten Vorsprung vor der Schlussrunde. Deutschland bezwang Kroatien (Matchwinner Andreas Heimann) ebenfalls mit 2,5:1,5 und hat noch Chancen auf Platz 2, den derzeit die Slowakei inne hat. Die deutschen Damen siegten ebenfalls und zwar mit 1,5:0,5 gegen Kroatien und liegen hinter Ungarn und Italien immer noch auf Platz 3. mitropa-cup

Die beiden deutschen Teams kamen heute nicht über Remis gegen Tschechien hinaus. Matthias Blübaum verlor deutlich gegen Vlastimil Babula und Andreas Heimann konnte ausgleichen. Österreich gab seinen ersten Punkt ab beim 2:2 gegen Slowenien und benötigt zum Turniersieg nur noch einen Punkte aus den beiden restlichen Runden. Deutschland liegt jetzt auf Rang 3. Die Damen spielten 1:1 gegen Tschechien, wobei Sarah Hoolt verlor und Judith Fuchs ausglich. Die Damen befinden sich damit auf Rang 4. mitropa-cup