Beide feiern im März Geburtstag. Wolfgang Uhlmann wird 80 Jahre alt. Die deutsche Schachlegende war WM-Kandidat und triff auf den Ex-Vizeweltmeister Viktor Kortschnoi, der bald 84 Jahre alt wird. Das Match wird im Rapidmodus ausgetragen im Rahmen der Zürich Chess Challenge. Die ersten Partien waren hart umkämpft. Uhlmann ging mit Weiß in Führung und Kortschnoi gelang postwendend der Ausgleich. Morgen folgen die beiden letzten Runden dieses spannenden Duells. zurich-cc.com

Eine bittere Schlussrunden-Niederlage für Alexander Donchenko kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der junge IM und baldige Großmeister (alle GM-Normen in der Tasche) ein tolles Turnier gespielt hat und verdient mit 7 aus 9 Runden Turniersieger wurde. Er stand nach 43. Zügen mit Schwarz besser, versäumte jedoch die gute Fortsetzung. Jonathan Carlstedt nutzte die Chance und macht den Big-Point für sich, denn 6,5 Punkte bedeuteten in diesen Feld eine GM-Norm für ihn und Platz 2. Ein toller Erfolg für den 24-jährigen, der für Hamburg spielt. Den geteilten 3.-4. Platz belegten Rasmus Svane und Sergei Kasparov. chesshouse.dk

Durch ein Remis in der Schlussrunde gegen IM Daniel Pulvett (Venezuela) gewinnt GM Alexander Nosenko (Ukraine) das diesjährige Lienz-Open hauchdünn nach Feinwertung vor dem punktgleichen Schweizer IM Roland Lötscher, beide 7 Punkte. Der Münchern Christoph Singer bezog in der Schlussrunde eine Niederlage gegen den letztlich Drittplazierten GM Eduardas Rozentalis (Litauen) und kam auf einen guten 9. Platz. chess-results

Fabiano Caruana spielte gegen Hikaru Nakamura in Runde 1 der Zürich Chess Challenge einen schönen Vorteil heraus in einem Najdorf-Sizilianer und stand sehr vielversprechend nach 30 Zügen. Innerhalb von 10 zügen verdarb der junge Italiener seine Stellung aber derart, dass er im 41. Zug die Waffen strecken musste. Es sollte der einzige Sieg des Tages bleiben. Levon Aronian opferte gegen Sergey Karjakin im 22. Zug vielversprechend einen Läufer gegen die schwarze Königsstellung und gab sich mit Dauerschach zufrieden. Die Schachprogramme weisen statt dessen auf einen stillen Springerzug hin mit gefährlichen Angriff für Weiß (Aronian). Vermutlich eine vertane schon für den Armenier, jedoch kaum durchzurechnen für einen Menschen. Die alten Rivalen Viswanathan Anand und Vladimir Kramnik lieferten sich eine interessante Partie in einem Abtausch-Damengambit, in dem beide lange rochierten. Die Stellung blieb ausgeglichen und wurde nach 47 Zügen Remis. zurich-cc.com

Es war der Tag von Zoya Schleining, an dem für sie alles zusammenpasste. Marta Michna führte nach Punkten und nach Wertung und konnte eine Stellung mit einer Qualität mehr nicht gewinnen gegen Alisa Frey, weil diese mit Mattmotiven eine Zugwiederholung erreichen konnte. Zoya Schleining gewann gegen Christina Winterholler und wird nach Feinwertung Deutsche Meisterin mit 8 Punkten aus 9 Runden vor punktgleichen Marta Michna. Beide spielten überragend und hätten den beide den Titel verdient. Den dritten Platz holte Natalia Straub. dfem
In Leutersdorf fand das internationale Bergquell-Open statt mit einigen namhaften Spielern. Es gewann der weißrussische Großmeister Nikita Maiorov mit 5,5 Punkten vor dem Ukrainer GM Yuri Solodovnichenko und GM Henrik Teske (SV Rüdersdorf), beide mit 5 Punkten. Mitfavorit Vladimir Epishin war nach zwei Niederlagen in Folge abgereist. scoberland

Großmeister Alexander Nosenko aus der Ukraine führt nach 8 Runden in Lienz/Osttirol mit 6,5 Punkten die Tabelle an. Dahinter auf Platz zwei und drei liegen IM Roland Lötscher aus der Schweiz und der deutsche FM Christoph Singer (Bayern München), der kampflos gegen Oleg Korneev gewann. chess-results

Marta Michna hat einen wichtigen Schritt in Richtung Titel getan, indem sie Jutta Ries bezwungen hat. Sie profitierte von der Tatsache, dass ihre direkte Titel-Kontrahentin Zoya Schleining nicht über ein Remis gegen Judith Fuchs hinauskam und nun einen halben Zähler hinter ihr liegt vor der entscheidenden Schlussrunde. Dritte ist derzeit Natalia Straub mit 5,5 Punkten. dfem-bad-wiessee

Levon Aronian blitzte heute am besten beim Auftakt der Zürich Chess Challenge. Er dominierte das Feld und erreichte 4 Punkte aus 5 Runden. Sehr gut auch Caruana auf Platz zwei und Viswanathan Anand auf drei mit je 3,5 Punkten. Eher enttäuschend der viel höher eingeschätzte Schnellspiel-Spezialist Hikaru Nakamura mit nur 2 Punkten. Kramnik und Karjakin kamen nur auf je 1 Punkt. Am morgigen Samstag startet die erste Runde im klassischen Schach. zurich-cc.com

Am nächsten Schachbundesliga-Wochenende am 21. und 22.2. spielen die Berliner Schachfreunde mit ihren Gästen aus Hockenheim, Trier und Dresden in besonderem Ambiente, nämlich im Atrium des Willy-Brandt-Hauses in Berlin. Bei kostenlosem Eintritt können sich alle Schachbegeisterten auf hochklassiges Schach aus der ersten und zweiten Bundesliga sowie auch aus der Oberliga freuen, da auch die zweite und dritte Mannschaften der Schachfreunde Berlin in ihren Ligen auf Punktejagd gehen. schachfreunde.berlin