Am allerletzten Tag des Fide-Ultimatums hat sich Weltmeister Magnus Carlsen doch noch dazu durchgerungen den WM-Vertrag zu seiner Titelverteidigung in Sotschi gegen Viswanathan Anand zu unterschreiben. Der Preisfond ist zwar wesentlich geringer als in Chennai, aber zum Glück für die Schachwelt steht die WM nun. Espen Agdestein, der Manager des Weltmeisters, wird sicherlich eine zufriedenstellende Summe für seinen Schützling außerhalb des Preisfonds ausgehandelt haben. chessbase

Der junge IM Leon Mons vom SC Eppingen gewinnt den Pyramiden-Cup in Fürth mit 6 Punkten aus 7 Runden vor dem punktgleichen indischen GM Iha Sriram. Den dritten Platz holt der litauische Routinier GM Aloyzas Kveinys mit 5,5 Punkten. pyramidencup-zdf

Einen Überraschungssieger gab es beim diesjährigen Gocher Open, das mit der Dreipunkteregel gespielt wird. Als Einziger 19 Punkte aus 7 Runden erreichte der noch titellose Michael Coenen von der SG Hochneukirch und streicht damit satte 1500 Euro ein. Den zweiten Platz macht IM Nikolas Lubbe (SF Neuberg) mit 18 vor IM Karl-Heinz Podzielny (SV Letmathe) mit 17 Punkten. gocher-open

Der Weißrusse GM Kirill Stupak gewinnt knapp mit 6,5 Punkten das Schachfestival in Monastir vor dem punktgleichen Algerier GM Mohamed Haddouche. Platz 3 erreicht Elofavorit GM Davorin Kuljasevic (Kroatien) mit 6 Punkten. IM Bernd Kohlweyer wird bei starker Gegnerschaft Elfter mit 5 Punkten. chess-results

Der Weißrusse GM Kirill Stupak gewinnt knapp mit 6,5 Punkten das Schachfestival in Monastir vor dem punktgleichen Algerier GM Mohamed Haddouche. Platz 3 erreicht Elofavorit GM Davorin Kuljasevic (Kroatien) mit 6 Punkten. http://www.chess-results.com/tnr144100.aspx?lan=0&art=4&wi=821

Der holländische GM Erwin L'Ami wird beim Turnier in Chefchaquen/Marokko seiner Favoritenrolle mehr als gerecht und läßt in 9 Runden nur ein Remis zu. Den zweiten Platz belegt der Spieler, der ihm als Einziger ein Remis abgenommen hat, nämlich GM Sergey Kasparov aus Weißrussland mit 7,5 Punkten. GM Aleksa Strikovic (Serbien) wird Dritter mit 7 Punkten. chess-results

Der ukrainische GM Andrey Vovk gewinnt klar mit 7,5 Punkten das 16. Schachfestival von Triest. Den zweiten Platz belegt überraschend IM Eggleston (England) mit 6,5 Punkten vor zahlreichen starken Großmeistern. Platz drei geht an GM Csaba Horvath aus Ungarn mit 6 Punkten. Der deutsche IM Lars Stark belegt Rang 9 mit 5,5 Punkten. sst1904

Schon nach zwei Runden muss man den Sponsoren und den Ausrichtern dieses tollen Turniers dankbar sein, denn sie geben dem starken Nachwuchs die Chance sich mit den Besten des Landes zu messen. Seinen "Dank" zeigte gestern IM Dennis Wagner (17 Jahre alt) mit seinem Sieg über GM Schlosser und heute war der ebenfalls 17-jährige IM Matthias Blübaum an der Reihe, der in einer zwar nicht fehlerfreien, aber hochspannenden Partie die Nr. 1 Deutschland, GM Arkadij Naiditsch bezwang. GM Baramidze-GM Schlosser ergab ein gerechtes Remis, ebenso GM Nisipeanu-GM Fridman. Sehr interessant verlief GM Meier-IM Wagner, in der Georg Meier kämpfen musste um ein Remis in einem Turmendspiel mit Minusbauern zu erreichen. Fridman, Meier und Wagner führen mit je 1,5 Punkten. chess-results

Fabiano Caruana, der große Triumphator von St. Louis mit einer Eloperformance von 3103 hat sich in einem einzigen Turnier um 43 Elopunkte an die Nr. 1 der Welt Magnus Carlsen angenähert. Er selbst gewann 35 Punkte und Carlsen verlor 8. Es spricht in Zukunft vieles für den jungen Italiener. Er hat einen hervorragenden Trainer in Chuchelov, beweist Fleiß, ist hervorragend vorbereitet, beherrscht alle Partiephasen und hat keine offensichtlichen Schwächen. Carlsen dagegen schon, angeblich mangelnder Fleiß und offensichtlich ist er oft nicht gut vorbereitet, was bei der Schacholympiade klar wurde. Es ist gut, mit Sicherheit auch für Carlsen, wenn ihm ein Caruana in Zukunft die Spitzenposition streitig macht. Am Ende des Sinquefield-Cups gab es drei leistungsgerechte Remis. Caruana gewinnt mit 8,5 Punkten vor Carlsen 5,5 und Topalov mit 5 Punkten. uschesschamps

Sehr kämpferisch zeigten sich die Akteure in Runde 1 beim Grenke Classic in Baden-Baden. In drei Partien konnte sich jeweils der Favorit durchsetzen. Arkadij Naiditsch packte gegen Liviu-Dieter Nisipeanu eine schöne kleine Kombination aus, gewann Material und schließlich die Partie. Georg Meier gewann mit Schwarz klar gegen einen indisponierten Matthias Blübaum und Daniel Fridman spielte eine feine Positionspartie gegen David Baramidze. Die eine große Überraschung gelang Dennis Wagner, allerdings mit enormer Mithilfe seines Gegners Phillip Schlosser, der nach gelungener Eröffnung und schönem Vorteil mit Bauerngewinn völlig den Faden verlor und in einen nicht schwer zu sehenden Konter lief und bald die Segel streichen musste. chess-results