Nach den verhaltenenen letzten Runden gab es heute nur entschiedene Partien - drei Weißsiege. Anish Giri bezwang den Tabellenführer Vachier-Lagrave in einer sehr ungewöhnlichen Variante, einer Mixtur an Systemen, die sich letztlich als vorteilhaft für Weiß herausstellte. Hou Yifan setzte ihren steilen Aufstieg fort und bezwang den amtierenden Europameister Alexander Motylev nach zunächst ausgeglichenem Spiel. Motylev beging im Endpiel den entscheidenden Fehler. Schließlich schlug Radoslav Wojtaszek den Inder Pentala Harikrishna in einem Grünfeldinder. So wird es in der bevorstehenden letzten Runde nochmal spannend, denn Vachier-Lagrave führt nun nur noch mit einem halben Punkt Vorsprung vor Hou Yifan und Wojtaszek.
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313 Spieler hat der Politiken-Cup 2014 in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen aufzuweisen und eine großartige Spitze gibt sich ein Stelldichein. Zwei Supergroßmeister über Elo 2700, nämlich Alexander Moiseenko und Richard Rapport führen die Setzliste an und auch die die in vergangenen Tagen langjährige Nr. 1 Chinas Bu Xiangzhi, der viele Elopunkte gutgemacht hat in den letzten Monaten, wird ein Wörtchen um den Turniersieg mitreden. Elostärkste deutsche Teilnehmer sind GM Georg Meier und IM Rasmus Svane.
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Die beiden deutschen Großmeister Igor Khenkin und Niclas Huschenbeth haben wie 9 weitere Spieler 3,5 Punkte aus den ersten 4 Runden auf dem Habenkonto. In Runde 5 hat es Khenkin mit IM Tobias Jugelt zu tun und Huschenbeth trifft auf die Nationalspielerin WGM Marta Michna.
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Hou Yifan ist Weltmeisterin, erst 20 Jahre alt und sehr entwicklungsfähig. Das zeigte sie in den letzten Monaten und auch jetzt in Biel als klare Elo-Außenseiterin hat sie in einem Klassefeld erst eine Niederlage kassiert in 8 Runden. Man muss wohl kein Prophet sein um vorauszusehen, dass sie nach Judit Polgar die zweite Frau sein wird, die die magische Elo-Schachmauer von 2700 überspringen wird. In der Live-Elotabelle hat sie bereits 2659 und genau solche Turniere wie in Biel braucht sie um sich an das Weltklasseniveau zu gewöhnen. Heute spielten alle Akteure des Schachfestivals tadellos und neutralisierten sich. Der Franzose Vachier-Lagrave führt nach wie vor mit 1,5 Punkten Vorsprung. bielchessfestival
Sage und schreibe 38 Deutsche Schachfreunde spielen in der A-Gruppe des Czech Opens, einem der größten Open in Europa. Deutschlands Nr. 2 Dieter-Liviu Nisipeanu führt die Setzliste an und hat nach 3 Runden als bester Deutscher 2,5 Punkte gesammelt. Nach 3 Runden haben nur noch IM Biolek, GM Kislinsky (beide Tschechien) sowie GM Prasad Arun (Indien) und IM D'Costa (England) eine weiße Weste.
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Die Schachwelt hat drei deutlich aufstrebende junge Spieler, die vergangene und diese Woche für Furore sorgten oder sorgen. In Bergamo triumphierte Wesley So, in Dortmund Fabiano Caruana und in Biel wird wohl der Franzose Maxime Vachier-Lagrave das Rennen machen, denn nach seinem Partiegewinn heute in Runde 7 mit Schwarz über Alexander Motylev führt er bei 5 Punkten bereits mit 1,5 Zählern Vorsprung. Wojtaszek, Harikrishna und Hou liegen mit je 3,5 Punkten auf den folgenden Plätzen. In der Live-Elotabelle liegt Vachier-Lagrave nun bei großartigen 2775 und Weltranglistenplatz 8.
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Der Israeli GM Vitali Golod gewinnt den 9. Nana Aleksandria-Cup knapp mit 7,5 Punkten vor dem punktgleichen GM Levon Babujian aus Armenien. Dritter wird dessen Landsmann GM Hovik Hayrapetyan mit 6,5 Punkten.
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Der armenische Nationalspieler GM Tigran Petrosjan gewinnt das in der Breite sehr stark besetzte Schachfestival in Polens Hauptstadt Warschau. Im sehr umkämpften Turnier konnte er sich mit 6,5 Punkten aus 9 Runden vor weiteren 6 punktgleichen Spielern durchsetzen. Platz zwei belegt GM Vasif Durarbayli (Aserbaidschan) vor GM Alexandr Shimanov (Russland).
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Der serbische Großmeister Ivan Ivanisevic gewinnt mit 5,5 Punkten aus 6 Runden das Open von Bergamo, das im Rahmen der ACP Classics stattgefunden hat. Den zweiten Platz belegt überraschend der Moldawier IM Vladimir Hamitevici mit 5 Punkten vor dem bulgarischen Top-GM Kiril Georgiev (4,5 Punkte).
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Der russische Großmeister Maxim Turov gewinnt das 7. TuS Coswig-Open in Moritzburg, das über 6 Runden ging und die schöne Zahl von 193 Teilnehmer aufwies. Zweiter wird GM Jens-Uwe Maiwald (USV TU Dresden) vor IM Irina Turova - allesamt mit 5,5 Punkten.
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