Bei fünf punktgleichen Spielern mit 7,5 Punkten aus 10 Runden beim Open im indischen Kalkutta siegt der wertungsbeste GM Samuel Ter-Sahakyan aus Armenien vor dem russichen IM Mikhail Mozharov und dem armenischen GM Levan Pantsulaia. chess-results

Norwegens Nr. 2 GM Jon Ludvig Hammer, der kürzlich beim WM-Kampf Chennai hervorragende Sekundantenarbeit für Magnus Carlsen geleistet hat, triumphiert mit einem souveränen Auftritt beim Open in London. Er holt in diesem hervorragend besetzten, im Turnierschachmodus ausgetragenen Turnier als Einziger 7,5 Punkte aus 9 Runden und scheint selbst von der Zusammenarbeit mit dem neuen Weltmeister Carlsen profitiert zu haben. Er kann sich über einer Performance von 2728 über einen schönen Elogewinn freuen. Den zweiten Platz erobert GM Boris Grachev aus Russland vor dem Franzosen GM Tigran Gharamian, je 7 Punkte. Bester Deutscher wird IM Martin Zumsande (SK Turm Emsdetten) auf Platz 37 mit 5,5 Punkten. fideop

Das London Chess Classic 2013 war nichts für Schach-Ästheten, denn dafür wurden zu viele Fehler gemacht und zu oft gewann der "Falsche" - derjenige der auf Verlust stand. Aber das liegt nunmal in der Natur der Sache Schnellschach. Aus rein schachlicher Sicht muss man sagen, dass Nakamura das Turnier - vor allem das Halbfinale und Finale - unverdient gewonnen hat, aber er ist ein begnadeter Taktiker und schließlich gewinnt dann meistens der, der den vorletzten Fehler macht. Im Halbfinale setzte sich Boris Gelfand mit 1,5:0,5 gegen Michael Adams durch und bis zu diesem Zeitpunkt musste man sagen, dass Gelfand von allen Teilnehmern am wenigsten Fehler gemacht hatte und verdient das Finale erreicht hat. Vladimir Kramnik war die tragische Figur im Halbfinale. Während die erste Partie gegen Nakamura hin und her wogte, war die zweite eigentlich eine klare Angelegenheit für Kramnik, der die Partie im Griff hatte, die Qualität gewann und klar auf Gewinn stand, bis er dann nach einem katastrophalem Fehler gar noch verlor. Nakamura zog damit sehr glücklich ins Finale ein. Im Finale hatte Gelfand sehr schöne Stellungen erreicht und stand nach der Eröffnung in beiden Partien besser, konnte aber kein Kapital daraus schlagen. In der ersten äußerst komplizierten, hochtaktischen Partie hatte Nakamura das glückliche Ende für sich und in der zweiten hielt er das nötige Remis zum Turniersieg. Ein Turnier, das kaum in Erinnerung bleiben wird und es ist sehr zu hoffen, dass man in London im kommenden Jahr zum Turnierschach-Modus zurückkehrt. londonchessclassic

Ein sehr gelungenes Wochenende für Baden-Baden in Sachen Titelverteidigung. Nur das Brett 2 Arkadij Naiditsch wird nach zwei Niederlagen, was einen deutlichen Eloverlust bedeutet, sehr unzufrieden sein. Heute gab es einen deutlichen 5,5:2,5 gegen Mülheim, das ohne Punkt blieb gestern und heute. Bremen erkämpfte sich einen knappen 4,5:3,5 gegen die überraschend starken Münchner und rangiert auf Platz 2. Rang drei hat Solingen nach dem 4,5:3,5 über die Schachfreunde Berlin inne. Wattenscheid festigte einen Platz im Mittelfeld mit dem 4:4 gegen Hockenheim. Baramidze und Dennis Wagner (Hockenheim) gewannen auch heute. Hamburg und Eppingen bleiben durch das 4:4 gegeneinander im oberen Tabellendrittel. Der neue Bundestrainer Dorian Rogozenco steuerte für die Hamburger zwei Remis an diesem Wochenende bei. Emsdetten beförderte sich in die obere Tabellenhälfte durch ein 6,5:1,5 gegen Viernheim, das damit die rote Laterne behält. Katernberg schaffte einen immens wichtigen Sieg mit dem knappsten Ergebnis über Griesheim und setzt sich etwas von den abstiegsgefährdeten Mannschaften ab. Trier stürzt König Tegel durch den 5,5:2,5 in arge Abstiegsnöte, das jetzt vor Vierheim punktgleich Vorletzter ist. liveschach

Im Duell der Ex-Weltmeister hat sich Vladimir Kramnik in der Schwarzpartie klar gegen Anand durchgesetzt und zieht damit ins Halbfinale ein. Sein Gegner heißt Hikaru Nakamura, der ebenfalls 1,5:0,5 gegen Short gewann. Das andere Halbfinale bestreiten Michael Adams nach einem 3:1 gegen Svidler und der ungemein zähe und solide Boris Gelfand, der den jungen Caruana ebenfalls mit 3:1 aus dem Rennen werfen konnte. londonchessclassic

Der fünfte Spieltag hatte es in sich. Alle Duelle waren heiß umkämpft und selbst die "Übermannschaft" Baden-Baden musste Fortuna auf ihrer Seite haben um knapp mit 4,5:3,5 gegen Wattenscheid zu siegen. Die beiden Schwergewichte und Spitzenspieler Bacrot und Naiditsch verloren an den ersten beiden Brettern gegen Najer und Eric Hansen. Die restlichen 6 Bretter mussten diese Scharte auswetzen und schafften es gerade noch. Die Hamburger, die auf dem geteilten 2. Platz standen patzten gegen den Tabellenletzten Bayern München und verloren 3,5:4,5. Die Münchner bäumen sich gegen den drohenden Abstieg auf, was die Sache der abstiegsgefährdeten Teams nicht leichter macht. So zum Beispiel haben die Schachfreunde Berlin, die am allerersten Bundesligawochenende 3 Punkte gemacht hatten, nun 3 Niederlagen hintereinander kassiert - heute 3,5:4,5 gegen Trier und stecken mitten im Strudel des hinteren Tabellendrittels. Drei Punkte hat auch Griesheim das heute gegen Emsdetten mit 3:5 verlor. Tabellenvorletzter mit 1 Punkt ist König Tegel, das gegen Solingen mit 2,5:5,5 das Nachsehen hatte. Die rote Laterne trägt nun Viernheim, die gegen die ebenfalls gefährdeten Katernberger eine bittere 3,5:4,5-Niederlage hinnehmen mussten. Brilliert haben diesmal die Hockenheimer beim überraschenden 5,5:2,5 gegen die starken Mülheimer. Vor allem Baramidze mit einem klaren Schwarzsieg über Potkin und Dennis Wagner gegen Konstantin Landa waren Garanten des Erfolgs. Bremen bezwang den bisherigen Tabellenzweiten Eppingen mit 4,5:3,5 und erst die allerletzte Partie des Tages zwischen Areshchenko-Berkes 1:0 entschied den Mannschaftskampf. Zwei gute Nachrichten für Titelverteidiger Baden-Baden, denn Eppingen und Mülheim sind aufgrund der starken Aufstellung als ärgste Konkurrenten um den Titel angesehen worden. Bremen liegt nun mit 8 Punkten und zwei Zähler hinter Baden-Baden auf Platz 2. liveschach

Der Ukrainer GM Anton Korobov wird in Warschau souverän Europameister im Blitzschach. Er erreicht 18,5 Punkte und verweist den Franzosen Vladislav Tkachiev und den Polen Bartosz Socko mit je 17 Punkten auf die Plätze 2 und 3. Es nahmen 437 Spieler teil. Artur Jussupow belegte als bester Deutscher den 18. Platz mit 15,5 Punkten. poloniachess

Der 1973 in Chisinau (Moldawien) geborene Dorian Rogozenco ist neuer Schach-Bundestrainer. Er beerbt Uwe Bönsch, der seit 1997 dieses Amt bekleidet hatte. Rogozenco hat langjährige Trainererfahrung, ist A-Trainer der Fide und war bereits für namhafte Spieler wie Ponomariov, Bologan und Nisipeanu als Sekundant tätig. Mit einer aktuellen Elozahl von 2524 liegt er zwar etwas unterhalb der ursprünglichen Vorgaben bzw. Wünsche des Deutschen Schachbundes, dieser setzt aber nun sein ganzes Vertrauen in Rogozenco, der sich auch als Lehrbuchautor einen Namen gemacht hat und gemeinsam mit Chessbase Trainings-CDs herausgebracht hat. Schach.com wünscht dem neuen Trainer viel Erfolg bei seiner Aufgabe! wikipedia schachbund

Wie erwartet haben sich die Favoriten in den Gruppen durchgesetzt und bilden im folgenden K.O.-Modus die Viertelfinalpaarungen. Es kommt dabei gleich zur absoluten Spitzenpaarung der beiden Ex-Weltmeister Kramnik und Anand. In der gleichen Viertelfinalgruppe kommt es zur Paarung Adams-Svidler. In der Viertelfinalgruppe 2 kommt es zu den nicht minder reizvollen Paarungen Caruana-Gelfand und Short-Nakamura. Die ersten Partien der Duelle starten morgen um 14 Uhr. londonchessclassic

Der klare Elofavorit Ferenc Berkes hat sich bei der ungarischen Landesmeisterschaft deutlich mit 7,5 Punkten aus 9 Runden durchgesetzt. Den zweiten Platz holt Csaba Horvath mit 6,5 vor Gyula Pap mit 6 Punkten. chess-results