Der Lokalmatador Wang Yue siegt bei den Herren im Rapidschach-Wettbewerb knapp nach Wertung vor dem mit 5 Punkten punktgleichen Ungarn Peter Leko. Den dritten Platz erreicht Alexander Grischuk. Die Nr. 2 der Welt im Turnierschach Levon Aronian wird mit nur 2,5 Punkten Vierzehnter unter den 16 Teilnehmern. Bei den Damen setzt sich ganz klar Valentina Gunina aus Russland mit 6 Punkten durch. Zweite wird Weltmeisterin Hou Yifan (China) mit 5 vor Kateryna Lagno (Ukraine) mit 4,5 Punkten. Elisabeth Pähtz belegt mit 4 Punkten einen guten 6. Platz. mindgames

Nach 4 von 6 Partien könnten in den einzelnen Gruppen bereits Vorentscheidungen über das Weiterkommen gefallen sein. So dominiert in Gruppe A Ex-Weltmeister Anand mit 10 Punkten vor Adams mit 8. McShane muss morgen zweimal gewinnen um noch die Chance auf Platz 2 zu haben. Abgeschlagen mit 0 Punkten ist Qualifikant Istratescu. Die größte Spannung herrscht in Gruppe B, in der Kramnik und Svidler mit je 7 Punkten führen. Durchaus noch Chancen hat Matthew Sadler mit 5 Punkten. Jonathan Rowson hat 3 Zähler. In Gruppe C stehen Boris Gelfand und Hikaru Nakamura mit je 8 Punkten an der Spitze. Judith Polgar muss mit ihren 4 Zählern morgen angreifen. Gawain Jones hat erst ein Remis vorzuweisen. In Gruppe D führt Caruana souverän mit 10 Punkten und er zeigte bislang das wohl beste Schnellschach aller Akteure. Nigel Short liegt mit 7 Punkten am Besten im Rennen im Kampf um Platz 2. David Howell liegt bei 5 und Qualifikant Emil Sutovsky bei 0 Punkten. londonchessclassic

Einige Namen waren im Spiel und die Spekulationen gingen monatelang nachdem der bisherige Bundestrainer Uwe Bönsch angekündigt hatte sein Amt aufzugeben und die Aufgabe des Sportdirektors innerhalb des Deuschen Schachbundes zu übernehmen. Die Kriterien waren sehr anspruchsvoll, denn es sollte möglichst ein hervorragender Großmeister mit über 2600 Elo sein. Nun ist der neue Bundestrainer gefunden und wird am morgigen Freitag bei TV Chessbase vorgestellt. schachbund

Es wird wie üblich sehr hart um jeden halben Punkt gekämpft bei den indischen Open. So auch in Kalkutta, doch diesmal sind es nicht die hungrigen indischen Spieler, sondern die Europäer, die den Ton angeben und sage und schreibe nach 8 Runden die ersten 10 Plätze einnehmen. In Führung liegt nun GM Levan Pantsulaia aus Georgien, der den starken polnischen IM Jacek Stopa bezwingen konnte und als einziger Spieler 6,5 Punkte aufweisen kann. Hinter ihm liegen 7 Spieler mit je 6 Punkten. Es stehen noch 2 Runden aus. chess-results

Bei den großartig besetzten Mind Games in Peking führen nach 4 gespielten Runden Peter Leko mit 3,5 Punkten bei den Männern und die Schnellschachexpertin Valentina Gunina mit optimaler Ausbeute. Wie stark das Turnier mit je 16 Teilnehmern bei Damen und Herren besetzt ist kann man an der Tatsache erkennen, dass ein Ruslan Ponomariov Letzter ist mit nur einem Remis auf der Habenseite. Mit von der Partie ist auch Elisabeth Pähtz mit bislang 2 Punkten. mindsportgames

Am kommenden Wochenende werden die Runden 5 und 6 in der Schachbundesliga gespielt. Dabei kommt es in Hockenheim zum Spitzenduell Mülheim Nord gegen den Titelverteidiger Baden-Baden. Nur ein Punkt trennt die beiden Mannschaften. In Bremen steigen ebenfalls hochinteressante Verfolgerduelle, nämlich treten die Eppinger sowohl gegen Bremen als auch gegen Hamburg an. Als vierte Mannschaft in Bremen wird es der Tabellenletzte Bayern München sehr schwer haben. Wichtige Punkte im Kampf um die Mittelfeldplätze und gegen den Abstieg werden bei den Aufeinandertreffen in Berlin und Griesheim vergeben. schachbundesliga

Schnellschach ist kein Turnierschach - diese profane Erkenntnis ist das Fazit von Runde 1 der Chess Classic in London. Als Bestplatzierte des London Chess Classic Opens konnten Emil Sutovsky und Andrei Istratescu zum Meister-Rapid-Turnier aufrücken. Einige Partien verliefen äußerst kurios und man konnte deutlich erkennen wie weit das Schnellschachniveau von dem des Turnierschachs entfernt ist. Luke McShane stand gegen Ex-Weltmeister Anand deutlich auf Gewinn und verlor. Svidler hatte eine deutlich bessere Stellung gegen Kramnik und Sadler gegen Rowson, doch auch hier gewann der "Falsche". Zumindest wurde Kampfschach gezeigt, auch wenn die Qualität nicht erfreuen konnte. Mit Wehmut denkt man an die spannenden, qualitativ hochwertigen Turnierpartien der letzten Jahre in London. Es bleibt zu hoffen, dass man in den nächsten Jahren zum bewährten Modus zurückkehren wird. Nach zwei Runden führen in ihren Gruppen Kramnik, Gelfand und Caruana mit je zwei Siegen und 6 Punkten (Dreipunkteregel). Adams und Anand teilen sich mit je 4 Punkten die Tabellenführung in ihrer Gruppe. londonchessclassic

In Ostindiens Metropole Kalkutta findet ein weiteres starkes Open statt. Manche Teilnehmer spielen bereits das vierte Turnier in Folge mit. Nach 6 Runden führen der Armenier GM Samuel Ter-Sahakyan und der Pole IM Jacek Stopa mit je 5 Punkten vor dem Elofavoriten GM Ivan Popov (Russland 4,5 Punkte). chess-results

Das London Chess Classic, das auch als Super Sixteen Rapid ausgeschrieben wird, beginnt am morgigen Mittwoch. Neben 7 Gästen aus dem Ausland spielen 6 starke Engländer und ein Schotte. Dazugesellen werden sich noch 2 Qualifier vom derzeit stattfindenden Open. Man darf gespannt sein wie der kürzlich enttrohnte Ex-Weltmeister Vishy Anand die deprimierende WM-Niederlage verdaut haben wird. Er zählt jedenfalls wie Kramnik, Nakamura und Caruana zum engsten Favoritenkreis. londonchessclassic

In Mailand fand die 34. Auflage der E.Crespi Memorials statt. Im Meisterturnier setzten sich die beiden Bulgaren GM Krasimir Rusev und GM Petar Arnaudov vor dem punktgleichen Russen GM Igor Naumkin mit je 6,5 Punkten durch. Bester Deutscher wurde IM Matthias Roeder mit 5,5 Punkten auf Platz 9. scacchisticamilanese