Er ist ein außergewöhnlicher Mensch und Schachspieler. Nichts ist ihm mehr fremd als größeres Aufhebens um seine Person zu machen. Er war die Nr. 3 der Schachwelt, beherrscht mehrere Fremdsprachen, ist ein grandioser Blindspieler und machte sich auch als Buchautor einen Namen. Der promovierte Papyrologe gilt als bester deutscher Schachspieler seit Weltmeister Dr. Emanuel Lasker und feiert heute am 6. November seinen 65. Geburtstag. 1997 gewann er ein Blindsimultan an sechs Brettern gegen den damaligen Zweitligaclub Kölner SF überlegen mit 5,5:0,5. Auch anlässlich des 50jährigen Jubiläums des SC Kreuzberg 1999 gewann er ein Blindsimultan an acht Brettern gegen die erste Mannschaft des Zweitligisten, die einen Elo-Schnitt von 2300 aufwies deutlich und ohne Verlustpartie mit 6,5:1,5. Um einen solch wachen Geist kann man ihn nur beneiden. Schach.com wünscht Dr. Robert Hübner alles Gute und ein langes Leben! roberthuebner

Der einzige russische Teilnehmer im Feld GM Aleksandr Rakhmanov gewinnt nach Wertung die dritte Auflage des Opens in Panama mit 7 Punkten vor den punktgleichen IM Camilo Ernesto Gomez Garrido (Kuba) und GM Jorge Cori aus Peru. Elofavorit GM Lazaro Bruzon Batista wird Fünfter und GM Sergei Tiviakov wird Zehnter. chess-results

FM Marc Lang, ausgesprochener Blindsimultan-Spezialist wurde vom ältesten Schachverein der Welt, der Schachgesellschaft Zürich für einen Blindsimultan-Schnellschach-Weltrekordversuch eingeladen. Lang vollbrachte die unglaubliche Leistung an 13 Brettern gegen teils starke Gegnerschaft erfolgreich zu spielen. 9 Siegen und 3 Remis stand nur 1 Niederlage entgegen. Ein ausführlicher Bericht von Marc Lang ist auf folgender Seite zu finden. blindsimultan

Nach dem unerwarteten Triumph von 2011 mit der Erringung des Europameistertitels reist die deutsche Herrenmannschaft als Titelverteidiger zur am 7.11. beginnenden EM in Warschau. Das Team in der Aufstellung Naiditsch, Meier, Baramidze, Khenkin und Fridman wird vom neuen Eröffnungscoach GM Liviu-Dieter Nisipeanu unterstützt. Elofavorit ist Russland vor Armenien. Das deutsche Damenteam tritt so stark an wie nie zuvor und ist an Nummer 5 gesetzt. Die Aufstellung lautet Pähtz, Michna, Melamed, Schleining und Kachiani-Gersinska. schachbund

Der 35-jährige deutsche Großmeister und A-Trainer Michael Prusikin (geboren in der Ukraine) wurde vom Deutschen Schachbund als Trainer des Jahres 2012 geehrt. Der für den TV Tegernsee gelistete Großmeister wurde während der Siegerehrung bei der Offenen Bayerischen Schachmeisterschaft mit dem Titel ausgezeichnet. Prusikin ist derzeit Trainer der Damen-Nationalmannschaft und trainiert hoffnungsvolle Talente wie Hanna-Marie Klek. schachbund

Ganz Norwegen fiebert dem am Ende dieser Woche beginnenden WM-Kampf zwischen Anand und Carlsen entgegen. Die norwegische TV-Gesellschaft VG TV zeichnet für eine interessante Dokumentation über das Schachgenie Carlsen verantwortlich und läßt sowohl Familienmitglieder als auch Betreuer, Trainer, Schachlegende Kasparov und nicht zuletzt Weltmeister Anand zu Wort kommen. Es ist faszinierend mehr über die Gedankenwelt der Nr. 1 im Schachzirkus und seinen Focus aufs Schach zu erfahren. Bereits als Knabe kündigte Carlsen an, das zu tun was nötig ist um Weltmeister zu werden. vgtv
Beim 5-rundigen Open in Novara trut GM Lexy Ortega aus Italien trotz Niederlage in Runde 2 noch den Sieg davon, weil er die restlichen Partien gewinnen konnte. Zweiter und Dritter unter den 24 Teilnehmern wurden seine Landsmänner CM Luduvico Bageri und FM Fabrizio Ranieri, beide 3,5 Punkte. novarascacchi
Die beiden starken israelischen Großmeister Boris Avrukh (nach Wertung Turniersieger) und Michael Roiz erreichen jeweils 7 Punkte beim Open im französischen Sautron mit 171 Teilnehmern. Den dritten Platz erreicht der Franzose GM Jean-Pierre Le Roux mit 6,5 Punkten. Bester Deutscher wird IM Thorsten Michael Haub (Plettenberg) mit 6 Punkten. sautronechecs

Beim 7-rundigen Open in Lugano gab es den erwarteten Favoritensieg durch Andrei Istratescu (Frankreich). Bei nur 15 Teilnehmern im A-Open erreichte er 6 Punkte und gewann mit einem ganzen Punkt Vorsprung. Zweiter wurde IM Lucas Brunner (Frankreich) vor GM Nikolai Ninov aus Bulgarien - beide 5 Punkte. swisschesstour

Der für Dortmund startende FM Hans Werner Ackermann gewinnt das Open in Münster und kann als Einziger unter den Favoriten überzeugen. Er siegt mit 7 Punkten aus 9 Runden. Den zweiten Platz belegt Dr. Martin Müller (Unser Fritz Wanne-Eickel) vor Roland Graf aus Hoyerswerda mit jeweils 6,5 Punkten. Es war wahrlich nicht das Turnier der Favoriten: GM Thomas Pähtz erreichte nur 5,5 Punkte und verliert satte 50 DWZ-Punkte, FM Fred Hedke -44 und GM Felix Levin -33, der nach einer Niederlage früh ausgestiegen ist. sk32