Levon Aronian, die Nr. 2 der Weltrangliste steht vor dem Aus in Tromsö. Er verlor mit Weiß gegen Evgeny Tomashevsky. Der Russe wählte eine kluge Zugfolge und lockte den armenischen Topmann in eine Stonewall-Struktur, die jenem offenbar bei der gegebenen eigenen Bauernstruktur nicht so sehr behagte. Tomashevsky erreichte sehr schnell Ausgleich, übernahm bald die Initiative und Aronian schaffte es nicht mehr Gegenspiel zu entwickeln. Vietnams Nr. 1 Le Quang Liem zeigte eine solide Leistung gegen Alexander Grischuk. Letzterer wurde wohl Opfer einer fatalen Fehleinschätzung, sonst hätte er die Abtäusche der Schwerfiguren nicht zugelassen, denn das entstandene Endspiel war für den Vietnamesen klar gewonnen. Sehr tragisch endete die Partie Granda Zuniga-Giri, in der der Peruaner erneut sehr stark spielte und klar besser stand. Der entscheidende Fehler des Peruaners wirkt wie ein Fingerfehler - bitter für ihn und äußerst glücklich für Anish Giri. Höchst erstaunlich erneut die Partie des heute perfekt vorbereiteten 14jährigen Wei Yi, der mit Schwarz gegen den amtierenden Schnellschachweltmeister Mamedjarov in einer nimzoindischen Modevariante ein müheloses Remis per Dauerschach erreichte. Wird der Knabe aus China morgen den dritten Riesen stürzen? Die überzeugendste Form während des bisherigen Turniers zeigt der französische GM Vachier-Lagrave, der auch heute souverän gegen Leinier Dominguez gewann. chessworldcup2013