Wenn man sich die Paarungen in Runde zwei des Weltcups in Tromsö ansieht, wird einem erst richtig bewusst, wie viele hervorragende Großmeister es gibt. Die vielversprechenden Duelle haben teils gehalten was sie versprochen haben. Wei Yi, der heranwachsende Gigant aus China schaffte mit seinen 14 Jahren mit Schwarz ein müheloses Remis gegen Alexei Shirov. Der stets gefährliche peruanische GM Julio Granda Zuniga, einer der faszinierendsten Spieler in der Schachwelt, bezwang den in der Weltelite als extrem zäh geltenden Ungarn Peter Leko mit einer sehr überzeugenden Leistung. Granda Zuniga ist Obstlandwirt, trainiert wohl noch ohne Computerunterstützung und ist ein Schachgenie mit ungeheurer Naturbegabung. Er scheint mit seinen 46 Jahren immer stärker zu werden. Eine bärenstarke positionelle Leistung zeigte Fabiano Caruana, der dem aufstrebenden Chinesen Yu Yangyi keine Chance ließ. Ein weiterer Chinese musste Federn lassen, nämlich Li Chao gegen den bestens aufgelegten Niederländer Anish Giri. Nakamura, Grischuk, Kamsky und Dominguez kamen zu ihren Favoritensiegen. Die einzigen Schwarzsiege schafften Ivanchuk gegen Ray Robson und Vachier-Lagrave gegen Polgar-Bezwinger Ortiz Suarez. Der Kubaner stand total auf Gewinn, leistete sich aber im 43. Zug einen bösen Patzer. chessworldcup2013