Kramnik und Leko fühlen sich seit zig Jahren pudelwohl in Dortmund und trafen heute aufeinander. Peter Leko hatte aus der Eröffnung heraus eine sehr gute Stellung, was Kramnik zu einem positionellen Springeropfer veranlasste. Der vorsichtige Ungar hätte das Opfer besser angenommen, doch auch die Partiefortsetzung hielt etwas Vorteil fest. Ein unbedachter Damentausch brachte ihn jedoch in unnötige Schwierigkeiten in Form einer lästigen Fesselung. Bald musste der sonst so zähe Leko wegen Materialverlust die Waffen strecken. Fridman und Meier taten sich in 52 Zügen nicht weh und spielten remis. Khenkin schenkte dem in diesem Turnier arg gebeutelten Dmitri Andreikin einen leichten Sieg. Er nahm in völlig ausgeglichener Stellung einen vergifteten Bauern und wurde in nur 27 Zügen matt gesetzt. Michael Adams, wohl einer der Großmeister mit der feinsten Technik, siegte heute wie von selbst, denn sein Kontrahent Wang Hao opferte unnötig die Qualität. Objektiv gesehen blieb er mit einer ausgeglichener Stellung, aber Adams weiß gegnerische Stellungsschwächen auszuspähen und zu belagern. Der Chinese hätte eine wunderschöne Verteidigungsressource im 25. Zug gehabt, verlor aber die Übersicht und patzte böse. Naiditsch erkämpfte sich ein hochverdientes Remis gegen Caruana. Damit führen Kramnik und Adams mit überragenden 4. Bereits 1,5 Punkte dahinter Naiditsch, Meier und Wang Hao. sparkassen-chess-meeting