Der bisherigen Bundestrainer wird Sportdirektor beim Deutschen Schachbund. Die Stelle des Bundestrainers ist nun ausgeschrieben und die Bewerbungsfrist endet am 31. August. Idealerweise sollte der neue Bundestrainer ein noch aktiver Spieler mt einer aktuellen Elozahl zwischen 2600 und 2700 sein. Es stehen einige Namen wie Kasimdzhanov, Landa, Jussupow oder auch Schlosser im Raum. Jene Spieler haben aber bereits feste Verpflichtungen. Die Suche wird also nicht leicht werden. schachbund

Der rumänische Ex-Europameister Liviu-Dieter Nisipeanu steht mit 7 Punkten aus 8 Runden vor dem Turniersieg beim hervorragend besetzten großen Open im tschechischen Pardubice. Er hat einen halben Punkt Vorsprung und führt morgen die weißen Steine. Die beiden deutschen Großmeister Teske und Schlosser sind zwar beide ungeschlagen, aber bei derzeit 5,5 Punkten wird es nicht zu einem Platz ganz vorne in der Tabelle reichen. czechopen

Einen tollen Achungserfolg schaffte Hessen gegen die übermächtig scheinenden Russen. Allesamt hielten gegen ihre prominenten Kontrahenten remis. Es war überhaupt der Tag der Unentschieden. Auch im Spitzenduell Weißrussland-Israel und zwischen Deutschland und Italien gab es ein 2:2. Die Schweden konnten sich dadurch mit einem 2,5:1,5-Sieg über Dänemark auf den dritten Rang hinter Israel und Weißrussland schieben. Einen Punkt dahinter liegen Deutschland und Hessen 1 auf den Plätzen 6 und 7. schachfestival

Die deutschen Großmeisterinnen Zoya Schleining und Tatiana Melamed, die vor der heutigen 4. Runde gut platziert waren, erlitten leider jeweils Niederlagen, aber wenigstens konnte Elisabeth Pähtz die 50%-Marke durch einen Sieg über WFM Tatjana Bogumil erreichen. Die alleinige Führung mit 4 Punkten hat die russische Großmeisterin Aleksandra Goryachkina übernommen. Sie ist nur die Nr. 31 der Setzliste, wächst aber bislang über sich hinaus. Favoritinnen wie Anna Muzychuk, Nana Dzagnidze und Valentina Gunina stehen derzeit bei je 3 Punkten. belgrade2013

Der Franzose Etienne Bacrot ist in guter Form. Heute besiegte er Richard Rapport im Halbslawen. Der Ungar kam aus der Eröffnung heraus unter Druck und übersah nach einem unbedachten Zug von Bacrot eine versteckte Möglichkeit, die ihn vielleicht gerettet hätte. Daraufhin war der Ungar verloren. Die Partie Nepomniachtchi-Ding Liren war ein turbulenter Königsinder. Ding spielte sehr aktiv am Königsflügel, aber sein Angriff schlug nicht durch und der Russe hätte bessere Möglichkeiten gehabt. Am Ende durfte Ding froh sein, das Endspiel mit Minusbauern halten zu können. Sehr bitter verlief Vachier-Lagrave-Moiseenko für den Franzosen. Er stand in einem c3-Sizilianer haushoch auf Gewinn und statt den Sack zuzumachen mit einem einfachen Springerzug, opferte er einen Turm, was jedoch nicht durchschlagend war. Moiseenko konnte seine Dame zur Verteidigung zurückholen und die Partie grade noch ins Remis retten. Es führt Bacrot mit 3,5 Punkten aus 5 Runden vor Moiseenko mit 3. Beim ebenfalls sehr gut besetzten Meisterturnier hat GM Saleh Salem(Vereinigte Arabische Emirate) die alleinige Führung mit 4,5 Punkten übernommen. Bester Deutscher ist nach 5 Runden IM Daniel Hausrath mit 3,5 Punkten. bielchessfestival

Vladimir Kramnik, der zuletzt Formschwäche zeigte fühlt sich, wie man seit vielen Jahren weiß pudelwohl in Dortmung und das wirkte sich heute auch schachlich aus zum Auftakt des Chess-Meetings. Er besiegte Wang Hao nach einer guten Leistung in der Eröffnung und Mittelspiel. Der Chinese schlug sich zwar selbst durch einen katastrophalen Fehler, aber Kramnik hatte schönen Positionsvorteil und einen Mehrbauern. Ob dieser zum Gewinn gereicht hätte bei korrektem Spiel, sei jedoch dahingestellt. Eine komplizierte Partie lieferten sich Andreikin und Caruana. Man gewann während der Partie den Eindruck, dass der Italiener genau seine Stellung erreicht hatte und der eher solide ausgerichtete Andreikin nicht so gut zurecht kam. Entsprechend verlief die Partie dann im Mittelspiel. Caruana nutzte seine Chancen und wickelte in ein gewinnbringendes Endspiel ab. Eine kleine Überraschung gab es in Georg Meier-Arkadij Naiditsch. Meier hatte in einem Grünfeldinder von Beginn an alles im Griff und spielte risikolos und nach dem Damentausch verfügte er über das Läuferpaar und die wichtige C-Linie. Naiditsch fand während der ganzen Partie kein ausreichendes Gegenspiel und velor das Endspiel recht deutlich. Fridman-Adams und Khenkin-Leko verliefen recht ausgeglichen und endeten mit Remis. sparkassen-chess-meeting

Heute startet das traditionsreiche Weltklasseturnier Sparkassen Chess Meeting in Dortmung in seiner 41. Auflage. Neben den Spielern der deutschen Nationalmannschaft Naiditsch, Fridman, Khenkin und Georg Meier spielen der 10-fache Dortmund-Gewinner Vladimir Kramnik, Fabiano Caruana, Wang Hao, Dmitri Andreikin, Michael Adams und Peter Leko. Gespannt darf man auf das Abschneiden von Andreikin sein, der beim Tal-Memorial vor wenigen Wochen einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hatte. sparkassen-chess-meeting

Der israelische Großmeister Maxim Rodshtein und Venezuelas Nr. 1 Eduardo Iturrizaga stehen mit 5,5 Punkten nach 6 Runden beim traditionsreichen Open in Andorra an der Tabellenspitze. Bester Deutscher ist IM Jörg Wegerle mit 4 Punkten. chess-results
Kanada hat erneut ein starkes Open zu bieten. Nach Edmonton und Ottawa ist nun Quebec Austragungsort. GM Lazaro Bruzon aus Kuba ist auch hier mit von der Partie und hat in Runde 5 mit einem Sieg über GM Sarunas Sulskis die alleinige Führung mit 4,5 Punkten übernommen. Mitfavorit Ivan Sokolov aus den Niederlanden hat zuletzt eine Niederlage gegen GM Anton Kovalyov (Argentinien) kassiert und steht bei 3 Punkten. echecs

Die favorisierten Weißrussen haben Russland mit 2,5:1,5 geschlagen und liegen nun gemeinsam mit Israel (3,5:0,5 gegen Dänemark) mit 11 Punkten an der Tabellenspitze. Deutschland konnte einen knappen 2,5:1,5-Erfolg gegen Leipzig erringen und liegt nun auf dem 6. Platz - punktgleich mit dem Dritten Russland. Matchwinner im innerdeutschen Duell war an Brett 1 Wolfgang Uhlmann gegen Karl-Heinz Lehmann. Noch einen Platz besser ist Hessen platziert, das mit IM Anatoly Donchenko und IM Klaus Klundt über zwei starke Spitzenbretter verfügt. schachfestival