Nach dem Remis-Auftakt gestern gab es heute drei kämpferische Entscheidungen. Etienne Bacrot hatte gegen den Chinesen im Königsinder den längeren Atem. In einer zunächst ausgeglichenen Stellung leistete sich der dreifache China-Champion Ungenauigkeiten, die letztlich die weiße Dame entscheidend eindringen ließen. Vachier-Lagrave wählte gegen Ian Nepomniachtchi die Gründfeld-Indische Verteidigung und ging sehr dynamisch und aggressiv vor. Der Russe agierte etwas zu verhalten und kam bereits nach 10 Zügen in ernsthafte Schwierigkeiten. Der Franzose blieb ständig am Drücker und gewann im Endspiel. Richard Rapport wird am unglücklichsten sein über seine heutige Niederlage, denn er hatte in einem Rossolimo-Sizilianer einen schönen Vorteil, den er vor allem durch ein schwaches Bauernopfer verdarb. Moiseenko ließ sich nicht zweimal bitten und konterte gewinnbringend. bielchessfestival

Am gestrigen Tag startete das traditionsreiche Chess Festival in Biel. Beim Großmeisterturnier, in dem die beiden Franzosen Bacrot, Vachier-Lagrave, der Chinese Ding Liren, Moiseenko (Ukraine), Rapport (Ungarn) und der Russe Nepomniachtchi teilnehmen, gab es drei Remis zum Auftakt. Auch das Meisterturnier (Open) kann sich sehen lassen. Elofavoriten sind hier GM Grachev, GM Harikrishna und GM Bu Xiangzhi. Als elostärkster Deutscher ist IM Daniel Hausrath am Start. bielchessfestival

Deutschland hat mit einem souveränen 4:0 über Belgien seine Spitzenposition bewahrt und hat die maximale Punkteausbeute. Überraschend hat der Elofavorit das Team Weißrussland einen Mannschaftspunkt abgegeben. Gegen Schweden, eine Mannschaft ohne Spieler über 2300 Elo, reichte es nur zu einem 2:2. schachfestival

Der ehemalige Fussballnationalspieler Norwegens und früherer Trainer der heutigen Nr. 1 im Weltschach Magnus Carlsen, GM Simen Agdestein bewegte sich bei seinem kürzlich erzielten Turniererfolg in den Elosphären seines Ex-Schützlings. Mit überragenden 8,5 Punkten aus 9 Runden erzielte er beim Sant Marti Open in Barcelona eine Performance von Elo 2901. Den zweiten Platz holte sich GM Alexander Kovchan (Ukraine) vor seinem Landsmann GM Nazar Firman - beide 7 Punkte. chessdom

Der italienische Großmeister Sabino Brunello gewinnt das 12. Bergamo-Open in der Lombardei mit 5 Punkten aus 6 Runden vor dem punktgleichen Bulgaren GM Kiril Georgiev. Den dritten Platz eroberte Elofavorit GM Ivan Ivanisevic, Serbiens Topspieler mit 4,5 Punkten. bergamo2013

Bereits zum zwölften Mal richtet Dresden die Senioren-Mannschafts-Europameisterschaft aus. In den bewährten Händen von Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan startete das Turnier am Samstag mit 325 Teilnehmern und 71 Teams aus 16 Nationen. Weißrussland führt mit einem Eloschnitt von 2427 die Setzliste an vor Russland, Israel und Deutschland mit GM Wolfgang Uhlmann am Spitzenbrett. Diese 4 Teams haben die ersten 2 Runden auch ohne Verlustpunkt überstanden. schachfestival

Das große tschechische Traditions-Open in Pardubice weist wie üblich eine starke Besetzung aus aller Herren Länder auf. So hat zum Beispiel auch der indische Großmeister Lalith Babu den Weg nach Tschechien gefunden und bislang eine weiße Weste wie Elo-Favorit GM Viktor Laznicka (2684). Die stärksten deutschen Teilnehmer sind GM Philipp Schlosser und GM Henrik Teske, die bislang 2,5 Punkte aus den ersten 3 Runden erreicht haben. czechopen

Der in der westlichen Hemisphäre noch relativ unbekannte 20jährige indische Großmeister S. P. Sethuraman gewinnt nach famosen 3 Schlussrunden das Leiden Chess Tournament vor seinem Landsmann GM Deep Sengupta - beide 7,5 Punkte. Dritter wurde GM Predrag Nikolic (6,5, Bosnien-Herzegowina) vor dem besten Deutschen IM Ilja Zarargatski (6 Punkte, Sportfreunde Katernberg). leidenchess

Globetrotter Nigel Short gewinnt das Canadian Open in Ottawa knapp vor dem punktgleichen Lokalmatadoren Eric Hansen - beide 7,5 Punkte. Platz drei holte sich Ivan Sokolov (Niederlande) knapp vor Lazaro Bruzon (Kuba) mit je 7 Punkten. ottawachess

Alexandra Kosteniuk, die sowohl die russische als auch schweizer Staatsbürgerschaft hat, ist die erste Frau in der Geschichte des Schweizer Schachverbandes, die die Landesmeisterschaft erringt. Im Titel-Stichkampf setzte sich sich gegen IM Ralph Buss mit 2:0 durch. Der Titel wurde innerhalb eines Turnieres ermittelt, in dem auch ausländische Meister mitspielen durften. Das Turnier gewann GM Normunds Miezis vor GM Christian Bauer. solothurnerzeitung