Eine große Chance verpasste heute Peter Leko gegen Veselin Topalov. Der Ungar, der zuletzt wieder aufsteigende Form und Biss zeigte, spielte eigentlich eine sehr starke Partie mit Qualitätsopfer, die er sich aber vor allem mit einem einzigen sehr schwachen Zug verdarb, wonach sich das Blatt zugunsten des bulgarischen Frontmannes wendete. Statt des wohl durch Zeitnot geschehenen 39...Lf7 hätte das stoische 39...Kf7 ein besseres Endspiel gebracht. Topalov verwertete sicher zum Partiegewinn. Eine positionell reife Leistung zeigte Ruslan Ponomariov gegen den Mitfavoriten des Turnier, Fabiano Caruana. Der Ukrainer ließ in einer Spanischen Partie bei leichtem Vorteil nicht locker und setzte Caruana mehr und mehr unter Druck bis der Italiener in einer sehr schwer zu spielenden Endspielstellung den entscheidenden Fehler beging. Schließlich gelang Kasimdzhanov gegen Kamsky ein nach der Eröffnung überraschender Erfolg. Kamsky hatte positionellen Vorteil, verlor aber im Mittelspiel den Faden. Ein hübscher taktischer Schlag mit Springereinschlag auf g7 entschied die Partie zugunsten des Usbeken. Die übrigen Partien endeten mit Remis. Es führen Topalov, Ponomariov und Morozevich mit je 1,5 Punkten.
zug2013