Die russische Teammeisterschaft ist mit der deutschen Bundesliga wohl die stärkste Liga der Welt, vielleicht die Stärkste, denn es wird nur an 6 Brettern gespielt und der Eloabsturz vom ersten bis zum letzten Brett ist nicht so groß! Anders als in Deutschland wird die Team-Meisterschaft in Russland wie eine Europa- oder Weltmeisterschaft in einem Turnier an mehreren Tagen hintereinander ausgespielt. Nach vier Runden ist kein Team mehr mit weißer Weste. Es führen drei Mannschaften mit 7 Punkten - St. Petersburg Chess Fed mit Svidler am Spitzenbrett, Yugra mit Jakovenko an Brett 1 und Malakhit Chess Club mit Karjakin als Frontmann. chess-results

GM Evgeny Postny führt alleine mit 4 Punkten aus 5 Runden die sehr gut besetzte Meisterschaft von Israel. Die Hälfte der 32 Teilnehmer besteht aus Großmeistern. Auf dem zweiten Platz liegt der bekannte Theoretiker und Buchautor GM Boris Avrukh vor Ilia Smirin. chess-results

Dubai erweist sich als hartes Pflaster für die beiden deutschen Nationalspielerinnen Elisabeth Pähtz und Sarah Hoolt. Pähtz verlor gegen WIM Khademalsharieh und Hoolt gegen einen titellosen Ägypter mit Elo 2081. Nach 4 Runden führen die Großmeister Sargissian, Volkov, Rakhmanov und Ehlvest mit weißer Weste. chess-results

Elisabeth Pähtz und Sarah Hoolt befinden sich derzeit in der größten Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate - Dubai. Dort findet das hervorragend besetzte Open statt. Während Pähtz noch eine mustergültige Partie gegen WGM Marina Makropoulou spielte und mit 2 aus 2 gestartet war, verlor sie leider in Runde 3 gegen den ehemaligen Weltklassespieler Jaan Ehlvest in einer sizilianischen Partie. Sarah Hoolt verlor nur gegen GM Lalith und hat ebenfalls 2 Punkte. Angeführt wird das Feld derzeit von Vladimir Akopian aus Armenien. dubaichess

Ralph Alt, Oberstaatsanwalt und Richter a.D sowie Turnierdirektor und Schiedsrichter im Deutschen Schachbund gab der Schachzeitschrift Karl ein interessantes Interview zum Thema Betrug im Schach. Zum Fall Falko Bindrich äußert er sich klar und deutlich. karlonline

Chennai (Indien), Tromsö (Nord-Norwegen - auch das Tor zum Eismeer genannt) und New York als publicityträchtige Weltmetropole sind im Gespräch Austragungsort für die mit Spannung erwartete Schachweltmeisterschaft im November 2013 zwischen Titelverteidiger Anand und dem Weltranglistenersten Carlsen zu werden. Chennai hat wohl die Ausrichtungsoption bereits 2012 von der Fide erhalten und pocht darauf. Größere Sponsoren-Preisgelder könnten sicherlich das nun schachverrückte, reiche Norwegen auftreiben oder auch die Weltmetropole New York. chessdom tromsö

Der Ukrainer GM Sergey Fedorchuk gewinnt das Open auf der französischen Karibikinsel Martinique mit 7,5 Punkten aus 9 Runden. Zweiter wird der Schweizer GM Yannick Pelletier vor dem französischen Großmeister Christian Bauer mit je 7 Punkten. Der Turniersieger kassierte 3000 des mit 11000 Euro dotierten Turniers mit 72 Teilnehmern. echecs

Der russische GM Alexandre Danin gewinnt das mit 65 Teilnehmern besetzten A-Turnier des Hofheimer Früjahrsopens mit 7 Punkten aus 9 Runden. Auf Platz 2 und 3 folgen die beiden Bulgaren IM Petar Arnaudov und GM Krasimir Rusev mit je 7 Punkten. Bester Deutscher wird der Hofheimer Lokalmatador FM Jan-Christian Schröder mit 6 Punkten. fruehjahrsopen

Beim Kurzopen im Crown Plaza Hotel am Flughafen London-Gatwick siegt der 51-jährige englische GM Keith Arkell mit 4,5 Punkten vor seinem GM-Kollegen Alexander Cherniaev aus Russland mit 4 Punkten. Dritter wird der litauische IM Gediminas Sarakauskas mit ebenfalls 4 Punkten. Der Turniersieger strich ein Preisgeld von 400 Pfund ein. e2e2

Der gestandene Großmeister Philipp Schlosser erlitt heute seine einzige Niederlage der Saison und die kam nicht von ungefähr. Der bestens vorbereitete IM Dennis Wagner (1997 geboren), ist wohl das größte Talent unter den starken deutschen Jugendlichen. Wagner machte in zwei Jahren einen Elosprung von 250 Punkten und auch in der nächsten Eloliste wird er wohl wieder dazugewonnen haben. Wagners Mannschaftskamerad Anatoly Karpov blockte Baden-Badens Brett 1 Peter Svidler ab, doch die deutsche Meistertruppe siegte klar mit 5,5:2,5. Schlusslicht Griesheim schlug erstaunlicherweise den Hamburger SK - verantwortlich dafür unter anderem ein katastrophaler Rechenfehler Ftacniks gegen Horvath. Die beste Partie des letzten Spieltages gelang Anish Giri, der mit scheinbarer Einfachheit den starken Armenier Melkumyan mit Schwarz bezwingen konnte. Meister Baden-Baden zog dieses Jahr etwas einsamer seine Kreise nachdem Bremen etwas abgespeckt hatte. Sollte wie erwartet Baden-Baden weiterhin so stark besetzt sein, wird sich in der kommenden Saison schwerlich ein ernsthafter Konkurrent finden lassen. bundesliga