Großmeister Evgeny Miroshnichenko (Ukraine) siegt beim Osterturnier in Norderstedt vor dem punktgleichen Berliner IM Michael Richter, beide 7,5 Punkte. Beim stark besetzten Turnier mit 100 Teilnehmern wird der russische GM Alexandre Danin Dritter vor GM Rusev, GM Teske und dem Mitglied der Prinzengruppe Rasmus Svane. osteropen

Der titellose Karlsruher Valerian Hirschberg läßt alle Titelträger hinter sich und gewinnt überraschend das Oster-Open in Oberhausen mit 6 Punkten aus 7 Runden. Sein Schlussrundensieg über GM Levin katapultierte ihn auf Platz 1 während seine Kontrahenten nur remis spielten. Zweiter wird der Mülheimer Bundesligaspieler IM Rainer Hausrath vor IM Karl-Heinz Podzielny, beide 5,5 Punkte. Senior GM Vlastimil Hort landet ungeschlagen mit 5 Punkten auf Platz 15. osv1887

Der lettische Vielspieler und Open-Spezialist GM Viesturs Meijers gewinnt das Open im schweizerischen Bad Ragaz mit 6 Punkten aus 7 Runden knapp vor dem punktgleichen Iraner GM Ehsan Maghami Ghaem. Dritter wird GM Thomas Pähtz mit 5,5 Punkten. chess-results

Sage und schreibe 13 Spieler landeten mit je 7 Punkten im Ziel des hervorragend besetzten Neckar-Opens. Der junge ungarische GM Richard Rapport, der Ende März seinen 17. Geburtstag feierte hatte am Ende die beste Wertung vor GM Etienne Bacrot (Frankreich) und Yuri Solodovnichenko (Urkaine). Als bester Deutscher folgt Arkadij Naiditsch auf Platz 4. Die starken jungen internationalen Meister Kotainy, Blübaum und Dennis Wagner erreichten jeweils sehr gute 6,5 Punkte und gewannen allesamt Elopunkte hinzu. neckar-open

Der chinesische Elofavorit Li Chao kann in Australiens Hauptstadt Canberra trotz einer Niederlage in Runde 5 gegen GM Czebe aus Ungarn mit 7,5 Punkten aus 9 Runden triumphieren. Zweiter wird der Tscheche GM Jiri Stocek vor Loek van Wely mit je 7 Punkten. doeberlcup

Das Kandidatenturnier ist Geschichte und hatte auch in der allerletzten Runde ungeheure Spannung und Überraschungen zu bieten. Unglaublicherweise verlieren beide Tabellenführer und Magnus Carlsen ist jetzt wie ursprünglich erwartet doch noch der Herausforderer von Weltmeister Anand geworden! Er siegt in London aufgrund seiner größeren Zahl an Gewinnpartien als Kramnik, der seine einzige Niederlage in dieser Schlussrunde kassierte. Carlsen agierte heute aus der Eröffnung heraus sehr ruhig, doch lief ihm erstmals die Zeit davon, was die Nervosität angesichts der Bedeutung dieser Partie zeigt. Die Partie begann sehr ausgeglichen und deutete auf ein Remis hin. Dann in Zeitnot beging Carlsen entscheidende Fehler, die Svidler in souveräner Manier bestrafte. Kramnik bediente sich der Pirc-Verteidigung gegen Ivanchuk, die jener mit dem klassischen System bekämpfte. Ivanchuk gelang es Kramnik positionell zu überspielen und der Ex-Weltmeister schaffte kein ausreichendes Gegenspiel. Eine tolle Partie von Ivanchuk, der Carlsen damit zum Sieger kürt. Aronian besiegte Radjabov in einer sehenswerten Partie und Grischuk und Gefland trennen sich remis. Carlsen siegt mit 8,5 vor dem punktgleichen Kramnik. Svidler und Aronian erreichen  je 8, Grischuk und Gefland je 6,5, Ivanchuk 6 und der abgeschlagene Radjabov 4 Punkte. london2013

Ein Kubaner in den USA - Fidel C. Jimenez gewinnt das Open in Philadelphia mit 7 Punkten und besserer Wertung vor seinem punktgleichen Kontrahenten IM Daniel Naroditski (USA), der sich über eine GM-Norm freuen kann. Dritter wird der indische GM Magesh Panchanathan mit 6,5 Punkten. usa.chessdom

Erneut eine dramatische Runde in London! Nach 30 Zügen wäre man nicht überrascht gewesen, wenn am Ende dieser Runde Kramnik mit einem ganzen Punkt Vorsprung geführt hätte, denn Kramnik hatte einen schönen Vorteil gegen Gelfand und Carlsen nur marginalen Vorteil in einem für Weiß eigentlich recht einfach zu spielenden Endspiel. Doch wie auch in der vergangenen sensationellen Runde kam alles ganz anders als gedacht. Kramnik verspielte seinen Vorteil fast zur Gänze, war danach mehr auf Sicherheit bedacht und kam letztlich nicht über ein Remis hinaus. Was aber in der Partie Radjabov-Carlsen passierte ist auf diesem Niveau in der Tat unerklärlich. Radjabov hätte nur still halten müssen und seine Stellung wäre wohl nie zu knacken gewesen. Dann ließ er den unfassbaren Zug 64.a4?? vom Leder und es war klar, dass Carlsen damit eine neue Zielscheibe und wieder reale Gewinnchancen hat. Carlsen machte leichte Fortschritte und vergrößerte seinen Vorteil, aber Radjabov hatte weiterhin Chancen die Partie zu halten. Doch Radjabov spielte im 83. Zug das irrationale Sa5:?? und gab eine Figur, was dem Remis-Faß den Boden durchschlug. Carlsen gewann danach sicher. Ein leistungsgerechtes Remis gab es in der Partie Grischuk-Aronian. Svidler zeigte erneut seine gute Form und schlug Ivanchuk in einem Vorstoßfranzosen sicher.

Ivanchuk - Die rästelhafte Sphinx ist das Zünglein an der Waage

In der morgigen Schlussrunde kann alles passieren und das hat einen bestimmten Grund. Ivanchuk ist mit im Spiel. Das ukrainische Schachgenie, das sich seit über 20 Jahren in der absoluten Weltklasse bewegt, hat möglicherweise seinen Zenit leicht überschritten oder leidet derzeit einfach unter Zeitnot-Frühjahrsmüdigkeit wie auch heute gegen Svidler. Nur in zwei Partien zeigte er seine ganze Klasse. In seiner Weiß-Partie gegen Radjabov und zuletzt mit Schwarz ausgerechnet gegen Carlsen. Was geschieht morgen in seiner Partie gegen Kramnik? Wehe dem, der sich in dieser Paarung als Wahrsager versucht! Alles kann passieren! Und da wäre noch die Partie Carlsen-Svidler. Svidler ist mit Schwarz sehr findig und zäh. Wird Carlsen Svidler in dessen Lieblingsverteidigung, dem Grünfeld-Inder herausfordern? Die Eröffnungswahl und damit die Risikobereitschaft wird in beiden Partien eine gewichtige Rolle spielen. Die Regularien sehen vor, dass bei Punktgleichheit derjenige Turniersieger sein wird, der die meisten Partiegewinne zu verzeichnen hat und das wäre Carlsen. Kramnik braucht also einen halben Punkt mehr als der Norweger um Herausforderer von Weltmeister Anand zu werden. london2013

Der litauische GM Eduardas Rozentalis (7 Punkte) fängt in der letzten Runde den bis dahin führenden norwegischen GM Simen Agdestein (früherer Trainer von Magnus Carlsen) ab, indem er diesen in einer starken Partie bezwingt. Agdestein wird trotzdem Zweiter vor dem russischen GM Sergey Volkov, je 6,5 Punkte. Turnierfavorit GM Jon Ludvig Hammer erreicht für ihn magere 5,5 Punkte und läßt 18 Elopunkte liegen. turneringsservice.sjakklubb

Der ukrainische Großmeister und klarer Turnierfavorit GM Sergei Ovsejevitsch gewinnt das Äskulap-Turnier in Görlitz mit 6 Punkten aus 7 Runden vor IM Cliff Wichmann (Nickelhütte) und IM Oleg Krivonosov aus Lettland mit je 5,5 Punkten. schachverein-goerlitz