Kein Groß- oder Weltmeister war ein so beliebtes Motiv auf Briefmarken wie das legendäre kubanische Schachgenie Jose Raul Capablanca. Schach und Kultur gibt einen Einblick in die Biographie dieser faszinierenden Schachpersönlichkeit, die bereits als Kind ihre erstaunlichen Fähigkeiten zeigte. schach-und-kultur

Der 24-jährige spanische GM Leal Daniel Alsina triumphiert mit 7,5 Punkten aus 9 Runden in San Sebastian vor seinem punktgleichen Landsmann GM Igarza Renier Vazquez. Dritter der junge italienische GM Daniele Vocaturo mit 7 Punkten. chess-results

Der 1994 geborene IM Jens Kotainy (Sportfreunde Katernberg) ist im Siegesrausch. Es war kein Zufall, dass er Nisipeanu in Runde 3 geschlagen hat. Heute ließ er dem 2651 Elo schweren GM Istratescu in einem Winawer-Franzosen keine Chance und führt nun alleine mit 5 Punkten aus 5 Runden. Dennis Wagner (SV Hockenheim, Geburtsjahr 1997) bezwang mit den schwarzen Steinen GM Gajewski (Elo 2650) und hat 4,5 Punkte wie Naiditsch, Bacrot und andere. neckar-open

Deizisau ist mit sage und schreib über 700 Spielern sowohl in der Spitze als auch in der Breite hervorragend besetzt und das hat unter anderen Ex-Europameister Dieter-Liviu Nisipeanu zu spüren bekommen, als er in Runde 3 eine deftige Niederlage gegen IM Jens Kotainy bezog. Nach 4 Runden führen 7 Spieler mit weißer Weste, darunter die Nr. 1 und 2 der Setzliste Naiditsch und Bacrot sowie eben auch Jens Kotainy. neckar-open

Was man nach der ersten Hälfte kaum mehr für möglich gehalten hatte ist jetzt Realität. Während die Gegnerschaft müde zu werden scheint blüht Wladimir Kramnik in der Schlussphase des Turniers förmlich auf und führt jetzt in London mit einem halben Punkt Vorsprung vor Carlsen. Er profitiert allerdings wie bereits gegen Grischuk von einem eklatanten Rechenfehler. Aronian greift in einem sehr remisträchtigen Endspiel völlig daneben und verlor. Carlsen kam nach missglückter Eröffnung im Sizilianer gegen Ivanchuk nie richtig ins Spiel und der Ukrainer erreichte im Mittelspiel einen schönen Vorteil, den er mit exaktem Spiel verwertete. Die Niederlage war sicherlich ein Schock für Carlsen, denn bei nur noch zwei ausstehenden Runden steht er nun gewaltig unter Druck um sein Ziel Herausforderer des Weltmeisters zu werden doch noch zu erreichen. Gelfand-Svider wurde ein leistungsgerechtes Remis und Radjabov erreichte ein Turmendspiel mit f- und h-Bauern gegen Turm, was er gegen Grischuk nicht gewinnen konnte. Kramnik führt mit 8 Punkten vor Carlsen mit 7,5 und Aronian mit 6,5, der damit aus dem Rennen um den Turniersieg ist. london2013

Die junge Geheimfavoritin Hanna-Marie Klek (Geburtsjahr 1995) aus Erlangen krönt sich mit 7 Siegen und einem Remis aus 9 Runden zur Deutschen Meisterin. In einem dramatischen Finale schlug sie Martina Beltz mit den schwarzen Steinen während ihre Titel-Kontrahentin Zoya Schleining (ungeschlagen) gegen Julia Bochis trotz aller Bemühungen nicht über ein Remis hinaus kam. Klek hatte bei Punktgleichheit die bessere Wertung. Dritte wurde Marta Michna mit 6 Punkten. dfem

Eine sehr interessante Runde 11 - Aronian wirkte heute müde und wurde von Svidler in einem Sämisch-Nimzoinder überspielt. Aronian, der an guten Tagen sehr souverän auftritt, leistete sich heute eine Vielzahl an schwächeren Zügen und wurde von Svidler klar geschlagen. Damit fällt der Armenier sogar auf Platz 3 zurück denn Kramnik gewann erneut und machte aus den letzten 4 Partien 3,5 Punkte! In einer englischen Partie zeigte sich der völlig außer Form befindliche Radjabov auch heute nicht Herr der Lage und verschlechtere seine Stellung mit Ungenauigkeiten. Kramnik vergab zwischendurch mit einem schwachen Zug seinen Vorteil, aber Radjabov schoß postwendend einen Riesenbock und daraufhin verwertete Kramnik mit taktischer Finesse sicher. Carlsen bediente sich der Grünfeldindischen Verteidigung gegen Grischuk, kam aber nur mit leicht schlechterer Stellung aus der Eröffnung. Bei Carlsens Spiel hat man den Eindruck, dass in jeder Stellung eine ausreichende Portion Dynamik steckt und auch diesmal konnte er das Gleichgewicht herstellen und Grischuk dazu animieren die Zugwiederholung zu suchen. Abschließend muss man noch das schnelle und ereignisarme Remis zwischen Ivanchuk und Gelfand erwähnen. Carlsen führt mit 7,5 Punkten vor Kramnik 7 und Aronian mit 6,5. Morgen kommt es zu den Duellen Carlsen-Ivanchuk und Aronian-Kramnik. london2013

Der niederländische GM Karel van der Weide gewinnt das mit 34 Teilnehmern besetzte A-Open in Bad Ems mit 7,5 Punkten aus 9 Runden punktgleich vor IM Maxim Chetverik. 1,5 Punkte dahinter auf Platz 3 IM Yuri Boidman vor Thomas Tönniges aus Travemünde mit je 6 Punkten. schachagentur

Der russische Open-Spezialist Vladimir Epishin gewinnt das 19. Schloss-Open mit 6 Punkten aus 7 Runden vor seinem punktgleichen Landsmann Alexandre Danin. Dritter wird der für Nickelhütte startende Lette Viesturs Meijers vor dem besten deutschen Teilnehmer Alexander Hilverda, beide 5 Punkte. schloss-open

Magnus Carlsen zeigte heute die vielleicht beeindruckendste Partie des Kandidatenturniers in London. Die Art und Weise wie er den Vorteil herausgespielt hatte, war großartig und er scheute kein Risiko, z.B. mit der Öffnung der A-Linie, die einige Optionen für seinen Kontrahenten Gelfand bot. Es war nicht klar erkennbar wo genau Gelfand in diesem Rossolimo-Sizilianer einen Fehler begangen haben sollte. Nach einem leichten Durchhänger in den letzten Partien scheint Carlsen nun wieder voll auf der Höhe zu sein und das ist auch nötig, denn Aronian siegte ebenfalls. Ivanchuk wagte das Budapester Gambit, das auf höchster Ebene so gut wie nie anzutreffen ist. Der Verlauf der Partie gab ihm eigentlich Recht, doch der Ukrainer verbrauchte sehr viel, ja zuviel Zeit und war unter immensem Zeitdruck nicht mehr in der Lage genau zu spielen, was angesichts der komplizierten Stellungen gegen Aronian nötig gewesen wäre. Auch Kramnik gewann und verbuchte seinen zweiten Sieg, weil Grischuk einen unfassbaren Fehler in einem ausgeglichenen Endspiel beging. Aber gegen die Berliner Verteidigung Kramniks versuchten sich schon ganz andere - selbst ein Kasparov biss sich einst die Zähne daran aus, denn diese Verteidigung scheint für den Stil Kramniks wie maßgeschneidert zu sein. Die Partie Radjabov-Svidler endete nach wenig spektakulärem Verlauf mit Zugwiederholung. Es bleibt spannend - Carlsen führt mit 7 Punkten vor Aronian 6,5 und Kramnik mit 6. london2013