Die Tabellenführerin beim Einladungsturnier in Indien Olga Girya (jetzt 6,5 Punkte) bezwingt Elisabeth Pähtz und macht einen großen Schritt in Richtung Turniersieg. Die Armenierin Lilit Mkrtchian 5,5 und die Inderin Rout Padmini mit 5 Punkten können einigermaßen mithalten. Elisabeth Pähtz hat 4 Punkte bei 3 noch ausstehenden Runden. odishachess
Hanna-Marie Klek, die vielversprechendste Nachwuchshoffnung unter den deutschen Damen, gewinnt das heutige Spitzenduell gegen Julia Bochis und führt nun mit perfekten 4 Punkten aus 4 Runden. Das Großmeisterinnen-Duell an Brett 2 konnte Zoya Schleining mit Schwarz gegen Marta Michna für sich entscheiden. Schleining liegt als Einzige nur einen halben Punkt hinter Klek und hat im direkten Duell morgen die Gelegenheit mit einem Weißsieg die Tabellenführung zu übernehmen. dfem

Magnus Carlsen hat heute nicht seinen allerbesten Tag erwischt und geriet nach zunächst vielversprechender Eröffnung durch eine Reihe an ungenauen Zügen gegen Radjabov in eine deutlich schlechtere Stellung. Der Azerbaidschaner gab ohne Not einen Bauern, was Carlsen die Verteidigung erleichterte. Schließlich konnte Carlsen seine Stellung mit Minusqualität durch einen starken Springer stabilisieren und damit erreichte die norwegische Nr. 1 der Welt ein glückliches Remis. Während der ganzen Partie gegen Grischuk war Aronian am Drücker, aber er ließ Genauigkeit vermissen und Grischuk entkam durch Nutzen seiner Chancen ins Remis. Ein große Gelegenheit die alleinige Führung zu erobern ließ Aronian damit verstreichen. Sehr erstaunlich verlief die Partie Gelfand-Kramnik. Nach einem unbedacht schwachen Zug Kramniks hätte Gelfand die Gunst der Stunde zu einem heftigen Königsangriff nutzen können, denn Kramniks wichtigste Figuren hätten nicht in die Verteidigung eingreifen können. Gelfand hingegen machte einen Springerrückzug statt anzugreifen und die Partie verflachte bald ins Remis. Unbegreiflich auf diesem Niveau, denn es handelte sich um klassische Angriffsmotive, die jedes Taktik-Lehrbuch zeigt. Ivanchuk und Svidler übten eine seit Jahren bekannte Theorievariante mit heftigen Figuren-Abtäuschen und einigten sich im 30.Zug auf Remis. london2013

Die chinesische Großmeisterin und amtierende Chinesische Meisterin Huan Qian gewinnt den Zhonghai-Huashan-Cup der Damen in Huashan-Huayin mit 4,5 Punkten vor der punktgleichen Viktorija Cmylite. Dritte im achtköpfigen Teilnehmerfeld wird Tatiana Kosintseva vor der Weltmeisterin Anna Ushenina mit je 4 Punkten. chessdom

Elisabeth Pähtz hat ihr Punktekonto nach Runde 7 mit einem Sieg gegen die starke Chinesin Guo Qi auf 4 Punkte aufgestockt und nimmt punktgleich den dritten Platz ein. In Runde 8 hat sie jedoch eine schwere Aufgabe mit den schwarzen Steinen gegen die Tabellenführerin Olga Girya (5,5 Punkte). odishachess

Die beiden bisherigen Tabellenführer Mark Paragua und Wei Yi kassierten jeweils Niederlagen gegen die favorisierten Le Quang Liem und Zhou Jianchao. Letztere führen jetzt mit 5,5 Punkten aus 6 Runden. Der Philippino Oliver Barbosa folgt mit 5 Punkten. vietnamchess

Bislang erfüllt die 18jährige Hanna-Marie Klek aus Erlangen ihre Rolle als Geheimfavoritin der Deutschen Meisterschaft. In Runde 3 bezwingt sie die gestandene Großmeisterin Marta Michna. Eine weitere kleine Überraschung auch an Brett 2, auf dem Julia Bochis WGM Sarah Hoolt schlägt. Julia Bochis (Jahrgang 1993) führt gemeinsam mit Klek, beide je 3 Punkte. dfem

Die Deutsche Nr. 1 der Damen Elisabeth Pähtz spielt derzeit in Indien ein starkes Damen-Einladungs-Turnier, in dem sie Elo-Favoritin ist. Es läuft nicht wie gewünscht und nach 6 Runden stehen erst 50% der Punkte zu Buche. Es bleiben noch 5 Runden um das Turnier positiv abzuschließen. Souverän tritt bisher die Russin WGM Olga Girya auf, die mit 5 Punkten führt. odishachess

Bei der Deutschen Damenmeisterschaft geht es mit Favoritensiegen weiter - allein die Nr. 2 der Setzliste WGM Zoya Schleining kommt gegen Heike Vogel nicht über ein Remis hinaus. Michna, Hoolt, Klek und Bochis führen mit jeweils 2 Punkten. dfem

Die Nr. 1 der Weltrangliste Magnus Carlsen und die Nr. 2 der Live-Ratingliste Levon Aronian wollen es wissen. Mit großartigen, glasklaren Partien haben beide jeweils Schwarzsiege geschafft. Carlsen setzte Svidler in einem Spanier von Beginn an etwas unter Druck und scheint wieder hervorragend vorbereitet gewesen zu sein. Svidler wusste im Mittelspiel nicht so recht ob er eine Verschlechterung seiner Bauernstruktur zulassen sollte oder nicht und so beging er die Ungenauigkeit 17.Se3, was ihn nach dem Zentrumsvorsoß Carlsens in Schwierigkeiten brachte. Carlsen erhöhte den Druck und Svidler brach darunter zusammen. Ähnlich verlief die Partie Radjabov-Aronian. Der Armenier erarbeitete sich die bessere Bauernstruktur und dominierte die wichtige d-Linie (wie auch Carlsen) in einer spanischen Partie. Die Schwäche des Bauern e4 wurde Radjabov schließlich zum Verhängnis und Aronian nutzte seine Optionen mit Genauigkeit. Beide Giganten führen nun mit 4,5 Punkten aus 6 Partien und es dürfte nicht verfrüht sein zu prognostizieren, dass entweder Carlsen oder Aronian Herausforderer des Weltmeisters werden wird, denn beide führen bereits mit 1,5 Punkten Vorsprung vor dem Rest des Feldes. Kramnik brachte gegen Ivanchuk ein interessantes Qualitätsopfer, das die Bauernstellung des Ukrainers schwächte und die eigenen Angriffsmöglichkeiten vergrößerte. Das dynamische Gleichgewicht blieb bestehen und man einigte sich auf Remis durch Zugwiederholung im 31. Zug. Gelfand versäumte in seiner Partie gegen Grischuk den ganzen Punkt einzufahren. Grischuk erlaubte sich im 26.Zug einen schlechten Springerzug und Gelfand erlangte in der Folge eine Gewinnstellung. Statt einen Bauern zu schlagen, der ihm alle Optionen gegeben hätte machte er mit 36...Tg8 einen Sicherheitszug zu viel und die Partie verflachte ins Remis. Gelfand bleibt damit wie Ivanchuk mit 2 Punkten am Tabellenende. london2013