Das stark besetzte Open in Moskau hat heute begonnen und gleich zum Auftakt gab es einen unerwarteten Favoritensturz. An Brett 2 unterlag GM Khismatullin (Elo 2652) gegen FM Tsydypov. Turnierfavorit ist GM Ian Nepomniachtchi. chessdom

Titelverteidiger Baden-Baden gewinnt heute mit etwas Mühe gegen die Schachfreunde Berlin 5:3. Die beiden Siegpartien erreichen Bacrot und Naiditsch mit sehr guten Leistungen. Beim Meister war Levon Aronian im Einsatz - er kam allerdings gegen seinen Landsmann Melkumyan nicht über ein Remis hinaus. Die Berliner müssen morgen ihre Chance gegen Trier suchen. Für einen Paukenschlag und eine der schönsten Partien heute sorgte ein Mitglied der Prinzengruppe. Rasmus Svane bezwang mit einem sehenswerten Angriff im Königsinder den englischen Großmeister Gawain Jones (Elo 2637).  Allerdings verlor Hamburg gegen Solingen trotzdem mit 2,5:5,5 und wie im letzten Jahr sind die Hamburger sehr gefährdet und müssen in der zweiten Saisonhälfte wieder etwas anziehen um den Klassenerhalt zu erreichen. Weiterhin stark tritt Wiesbaden auf, das Katernberg mit 5:3 schlagen konnte. Die Großmeister Bischoff und Siebrecht bezogen dabei Niederlagen gegen Poetsch und Carlstedt. Weiterhin gute Form zeigt Elisabeth Pähtz, indem sie gegen IM Meins überzeugend gewinnt und entscheidend zum 5:3-Sieg von Hockenheim über Bremen beiträgt. In der Abstiegsregion bleiben die Neulinge Griesheim und Norderstedt weiterhin ohne Punktgewinn und müssen sich wohl allmählich auf eine Rückkehr in die zweite Liga einstellen. Baden-Baden führt mit 14 Punkten vor Solingen 13 und Wiesbaden mit 12. bundesliga.liveschach
Schach und Kultur beleuchtet das Schach-Leben des jugoslawischen Vorkämpfers Svetozar Gligoric und zeigt eine seiner Glanzpartien. schach-und-kultur

Magnus Carlsen hat, wie könnte es auch anders sein nach seinem jüngsten Triumph in Wijk aan Zee, einen neuen Elo-Rekord aufgestellt. Nach mehreren Elo-Performances von über 2900 hat er jetzt mit 2872 eine schwindelerregende Höhe erreicht. Der Abstand von 62 Punkten zum Zweitplatzierten Kramnik erinnert an die Dominanz von Kasparov in den 90er Jahren. Sieht man sich die Elo-Entwicklung Carlsens an, stellt man fest, dass der junge Norweger seit 2005 keinerlei Einbrüche und sich stetig verbessert hat. Er vereint alles, was man als Nr. 1 im heutigen Weltschach braucht - den psychologischen Pragmatismus von Lasker, das positionelle Gefühl Capablancas, die Endspielgröße Karpovs und die enorme Dynamik und Kampfkraft Kasparovs. Arkadij Naiditsch liegt in der aktuellen Februarliste auf einem hervorragenden 29. Platz mit Elo 2716. In der Damenweltrangliste liegt unverändert Judit Polgar (2696) an der Spitze vor der Ex-Weltmeisterin Hou Yifan (2617), die in Wijk aan Zee einige Punkte hinzugewonnen hat. Auf Platz 22 Elisabeth Pähtz mit 2482 Elo. ratings.fide

In der sehr remisträchtigen Meisterschaft von Kroatien in Plitvicka Jezera setzte sich Mitfavorit Hrvoje Stevic knapp vor Ivan Saric mit je 6,5 Punkten durch. Dritter wurde Ante Brkic mit 6 Punkten. Dass der Tabellenletzte nur 2 Punkte weniger hat als der Turniersieger beweist wie ausgeglichen das Zwölfer-Feld war. crochess

In der westslowenischen Stadt Nova Gorica fand die 18. Auflage des Hit-Opens statt. Es setzte sich der Elofavorit Oleg Korneev (Spanien) mit 7,5 Punkten aus 9 Runden alleine an die Spitze. Den zweiten Platz belegt standesgemäß auch der zweite GM im Teilnehmerfeld, nämlich Marko Tratar, 7 Punkte. Punktgleich mit Tratar landete der Italiener Roberto Visintin auf Platz 3. sah-zveza

Peter-Heine Nielsen ist nicht nur ein großer Mann an Statur, sondern auch einer der begehrtesten Sekundanten der Weltschach-Szene. Jahrelang arbeitet er schon mit Weltmeister Anand zusammen, war Eröffnungstrainer der Deutschen Nationalmannschaft und wurde nun von der Nr. 1 der Welt Magnus Carlsen als Sekundant für das Kandidatenturnier in London (Start 13. März) engagiert. Von großem Respekt und Fairplay zeugt die Tatsache, dass Nielsen sich wieder aus dem Team von Carlsen zurückziehen wird, falls dieser das Turnier gewinnt. Der Sieger erwirbt das Recht Weltmeister Anand herauszufordern und aus moralischen Gründen ist es Nielsen dann nicht möglich gegen seinen Freund Anand und für Carlsen zu arbeiten. chessdom

4 Spieler schafften nach Runde 10 mit 8 erreichten Punkten den Einzug ins Stechen. In den Paarungen Short - Vachier-Lagrave und Vitiugov-Sandipan konnten sich Short und Vitiugov mit entscheidenden Schwarzsiegen durchsetzen. Im Finale gab es zwei hartumkämpfte Partien und schließlich konnte Vitiugov nach seinem Weißsieg gegen Short den Angriffen des Engländers in Partie 2 widerstehen und verdient in Gibraltar triumphieren. Vitiugov streicht 20000 britische Pfund ein. Short hielt damit seine beeindruckende Serie in Gibraltar (entweder Turniersieger oder Zweitplatzierter). Den Damenpreis gewinnt die Chinesin Zhao Xue (12000 Pfund). Bester Deutscher wird Daniel Fridman (Schlussrundensieg gegen GM Stephen Gordon) mit 7,5 Punkten. Elisabeth Pähtz erreicht sehr gute 6,5 Punkte und eine Performance von 2505. gibraltarchesscongress

Am kommenden Wochenende werden die Runden 7 und 8 der Schachbundesliga ausgetragen. Austragungsorte werden Katernberg, Emstetten, Berlin und Solingen sein. Die Seite schachbundesliga.de ist derzeit wegen eines Serverausfalls leider außer Kraft gesetzt. Davon unberührt ist allerdings die Liveübertragung und die Schachfreunde sind dazu eingeladen die Partien in Echtzeit zu verfolgen. Titelverteidiger Baden-Baden reist nach Berlin. bundesliga.liveschach

Liebe Schachfreunde,

in seiner Entscheidung vom 19. Januar 2013 hat der DSB gegen mich eine 2-jährige Spiel- und Funktionssperre ausgesprochen.

Für meine Entscheidung, meine Taschen und mein Handy nicht durchsuchen zu lassen habe ich bereits vor Ort die maximale Konsequenz, den Partieverlust, getragen. Weitergehende Sanktionen, insbesondere eine Spielsperre, bin ich nicht bereit hinzunehmen.Aus diesem Grund akzeptiere ich die Entscheidung des DSB nicht. Darüber hinaus gibt es Grund zur Annahme, dass für die extreme Härte der Strafe plus die Bemühungen des DSB mich auch international sperren zu lassen, Motive eine Rolle spielen, die deutlich über meine Funktion als Spieler eines Bundesligavereins hinausgehen. Ich habe bereits meinen Rechtsanwalt mit der Prüfung der Rechtmäßigkeit der Entscheidung des DSB beauftragt. Auf jeden Fall werde ich Einspruch gegen die Entscheidung beim Präsidenten des Deutschen Schachbundes gemäß § 57 Abs. 3 der DSB-Satzung zur Vorlage beim Schiedsgericht einlegen und, wenn nötig, auch die ordentlichen Gerichte mit meinem Fall befassen.
GM Falko Bindrich,
30. Januar 2013