Magnus Carlsen erobert durch seinen Kampfsieg über Sergey Karjakin die alleinige Tabellenführung zurück. In einer nicht fehlerfreien Partie hatte Carlsen etwas Glück, dass Karjakin seine Remischancen nach den Durchbruchsopfern Carlsens im 67. und 68. Zug nicht erkannte. Anand konnte gegen den Tabellenletzten Sokolov keinen vollen Punkt einfahren. Der Niederländer spielte das agressive Jänisch-Gambit und konnte im Mittelspiel ausgleichen und Remis erreichen. Gerechte Remis gab es zwischen Harikrishna und Leko und Giri-Wang Hao. Eine sehr gute Partie spielte Van Wely gegen Nakamura und hatte beste Gewinnchancen, die er jedoch noch zum unentschiedenen Ausgang verdarb. Der Italiener Caruana überspielte L'Ami in einer geschlossenen Caro-Kann-Verteidigung und kam zum vollen Punkt. In Fahrt ist Aronian gekommen (3,5 Punkte aus den letzten 4 Partien), der gegen Hou Yifan gewann, allerdings profitierte er von einer Art Schachblindheit der Chinesin, die eine Figur opferte, weil sie dachte, damit ein Dauerschach erreichen zu können - ein einfacher Turmzug Aronians riss sie allerdings aus allen Träumen. Carlsen führt nun mit 6 Punkten vor Anand, 5,5 und Aronian sowie Nakamura mit je 5 Punkten. Was Schachblindheit angeht schoss Deutschlands Nr. 1 Arkadij Naiditsch in Gruppe B aber den Vogel ab. Er schlug mit seinem Läufer einen Bauern, der gedeckt war. Sein Gegner Van Kampfen nahm den Läufer und Naiditsch gab auf. Ein Trost für alle Schachamateure, dass auch Weltklasseprofis solche Blackouts haben können. Einen kleinen Rückschlag erlitt heute Richard Rapport (5,5 Punkte), der gegen Smeets seine erste Niederlage bezog, aber noch immer führt. Punktgleich mit dem jungen Ungarn sind jedoch jetzt Movsesian und die niederländische Schachlegende Jan Timman, der alte Stärken zeigt. In Gruppe C führen gemeinsam Brunello und Peralta mit je 6,5 Punkten. tatasteelchess