Weltmeister Anand zeigt sich heute wohl-präpariert und gewinnt mit den schwarzen Steinen im Sturmangriff gegen Aronian. Eine großartige Partie! Es wäre nicht überraschend, wenn Anand fast die ganze Partie bereits auf dem heimischen Rechner analysiert hätte. Magnus Carlsen weiß immer wieder mit neuen, alten Eröffnungen zu überraschen. Heute bediente er sich der uralten, nicht mit bestem Ruf gesegneten Ponziani-Eröffnung gegen Harikrishna. Aber meist fährt Carlsen gut, wenn er den Gegner auf nicht ausgetretene Pfade lockt, denn dann kommt sein immenses Talent besonders zum tragen. Carlsen spielte sehr aggressiv und opferte zwei Bauern für Initiative und einen starken Freibauern. Qualitätsopfer auf beiden Seiten machten die Aufgabe des Inders nicht leichter und schließlich wurde Carlsens Stellungsplus entscheidend. Im inner-niederländischen Duell zwischen Van Wely und L'Ami kam Trompowski aufs Brett, was immer für unterhaltsame Partien sorgt. Van Wely eroberte die Qualität und hatte keine Mühe den Punkt einzufahren. Mit einer starken positionellen Leistung bezwang Wang Hao seine Landsfrau Hou Yifan und Caruana schlug den glücklos agierenden Sokolov scheinbar mühelos. Nakamura spielte stark gegen Karjakin, versäumte aber den Gewinn und musste sich mit Remis begnügen. Remis gab es auch zwischen Giri und Leko. Es führen Carlsen, Anand und Karjakin mit je 3 Punkten. In Gruppe B stehen Tiviakov und der junge Ungar Rapport mit 3,5 Punkten nach vier Runden an der Spitze. Naiditsch kam gegen Dubov nicht über ein Remis hinaus und hat nun 2 Punkte. tatasteelchess