Bei den Paralympics in London sprach man von Techno-Doping als der Brasilianer Alan Oliveira beim 200-Meter-Lauf den großen Favoriten Oscar Pistorius aus Südafrika auf den letzten Metern mit Leichtigkeit übersprintete. Der Unterschenkel-Amputierte hatte etwas längere Stelzen verwendet, die jedoch von den Kampfrichtern genehmigt wurden und somit lief er rechtmäßig zu Gold. Beim Schach dagegen spricht man von Betrug und es ist eindeutig und jeder Spieler weiß, dass weder Computer noch andere Hilfsmittel wie Smartphones mit installiertem Schachprogramm erlaubt sind. Am vergangenen ersten Bundesliga-Wochenende dieser Saison gab es einen skandalösen Vorfall, der die Bundesliga schockte. GM Falko Bindrich fiel bereits in Runde 1 gegen GM Tregubov als fleißiger Toilettengänger auf, was noch nichts heißen musste (er gewann die Partie). Am zweiten Tag in seiner Partie gegen GM Siebrecht fehlte er wieder mehrmals als er am Zug war. Der Schiedsrichter folgte ihm auf die Toilette und fragte, ob er ein Handy oder Smartphone mit sich trage - Bindrich bejahte, verweigerte jedoch die Herausgabe und Überprüfung des Gerätes. Dem Schiedsrichter blieb keine andere Wahl als Bindrich nach den Regeln zu nullen. Mülheim, das in Runde 1 gegen Bindrichs Verein Eppingen 3,5:4,5 verloren hatte, legte erwartungsgemäß Protest gegen die Wertung ein. Eine Stellungnahme des jungen Großmeisters und seines Vereins wird erwartet. chess-international