Kramnik Challenge: Keymer mit Siegchancen

Vinent Keymer ist einer der Favoriten der derzeit stattfindenden Kramnik Challenge. Es ist das dritte Turnier der Julius Bär Challengers Chess Tour mit einigen der besten Jugendlichen der Welt. Keymer liegt nach 12 Runden mit starken 9 Punkten einen halben Zähler hinter Awonder Liang aus den USA. Eine völlig unnötige Niederlage gegen Volodar Murzin kostete den ersten Platz, aber es sind noch drei Runden zu spielen und es kommt wohl zum Showdown mit Liang. Der erste Platz ist mit 3000 Euro nicht nur lukrativ sondern er berechtigt auch zur Teilnahme am nächsten Turnier der Meltwater Champions Chess Tour mit den besten Spielern der Welt. Zweimal hat Keymer einen Turniersieg knapp verpasst. Hoffentlich schafft er dieses Mal den Coup. chess24

Fide Grand Prix 2022: Austragungsort Berlin

In einer zweiwöchigen Umfrage wurde ein Austragungsort für die drei Turniere des Fide Grand Prix 2022 gesucht. Mit 16 Prozent der Stimmen wurde Berlin am häufigsten genannt und ging als Sieger hervor. Die deutsche Hauptstadt soll nach derzeitigem Stand alle drei Termine des Grand Prix ausrichten. Das Teilnehmerfeld besteht aus 24 Spielern, die jeweils in zwei von drei Turnieren antreten. Jedes Turnier besteht aus einer Gruppenphase und einer anschließenden K.-o.-Runde. In der Gruppenphase spielt jede Gruppe ein Rundenturnier mit klassischer Bedenkzeit. Genaueres zur Pressemitteilung des Schachbundes und von World Chess auf der Seite des DSB. Offizielle Seite

Saint Louis Rapid&Blitz: Caruana führt

Die us-amerikanische "Schachhauptstadt" Saint Louis ist einmal mehr Schauplatz eines Weltklasseturniers. Das Rapid&Blitz ist eines von 5 Turnieren der Grand Chess Tour mit einem Preisfond von 1,275 Millionen Dollar. Nach einem extrem kuriosen Schwarzsieg gegen Wesley So, der einfach eine Figur einstellte, führt Fabiano Caruana mit 9 von 12 möglichen Punkten im Rapidschach. Den zweiten Platz hat derzeit sein Landsmann Hikaru Nakamura mit 7 Punkten inne ehe ein Quartett mit 6 Punkten folgt. Nach 9 Runden im Rapid folgen 18 Runden im Blitzschach. chess24

Riga: Donchenko arbeitet sich nach vorne

Alexander Donchenko hat sich nach einem denkbar schlechten Start beim sehr gut besetzten RTU Open in Riga erholt und nun drei Siege in Folge eingefahren. In Runde 3 kassierte er eine schmerzliche Schwarzniederlage gegen den Schweden GM Ralf Akesson. Als Turnier-Elofavorit liegt Donchenko nun auf Rang 16 mit 4,5 Punkten und damit nur einen halben Zähler hinter dem führenden Lokalmatadoren GM Igor Kovalenko. Nun wartet GM Toms Kantans, ebenfalls Lettland, als Gegner. Ein starkes Turnier spielt auch Florian Kugler (Hamburger SK), der ebenfalls 4,5 Punkte vorzuweisen hat und in Runde 7 gegen GM Nikita Meshkovs anzutreten hat. chess24

Frauen-EM: Bulmaga führt

Bei der Europameisterschaft der Frauen in Rumänien sind nun 4 von 11 Runden absolviert. Die Lokalmatadorin IM Irina Bulmaga hat den besten Start mit 4 Siegen hingelegt. Heute besiegte sie die Turnierfavoritin IM Nino Batsiashvili. Josefine Heinemann musste leider eine Niederlage gegen IM Meri Arabidze hinnehmen und steht wie Lara Schulze, die Remis gegen IM Olga Badelka aus Weißrussland gespielt hat, ebenfalls bei 2,5 Punkten. Fiona Sieber und Annmarie Mütsch haben bisher 2 Punkte gesammelt. Offizielle Seite

EM der Frauen: Heinemann mit tollem Außenseitersieg

Die EM der Frauen ist in der Breite sehr stark besetzt und die in der ersten Runde siegreichen deutschen Damen bekamen starke Gegnerinnen zugelost. Das hielt Josefine Heinemann allerdings nicht davon ab einen schönen Schwarzsieg zu feiern. Ihre israelische Gegnerin IM Marsel Efroimski hat eine stattliche Elo von 2446. In einem Sizilianer gewann Heinemann sehr überzeugend. Nun bekommt sie es mit der starken Slowenin Laura Unuk zu tun. Annmarie Mütsch und Fiona Sieber verloren gegen die namhaften und starken Kontrahentinnen IM Bulmaga und IM Tsolakidou. Lara Schulze konnte gewinnen und spielt nun gegen IM Caulyte-Cornette (Elo 2408). Offizielle Seite

EM der Frauen in Iasi/Rumänien

Heute begann in Iasi, der viertgrößten Stadt Rumäniens, die Europameisterschaft der Frauen. 117 Spielerinnen aus 29 Nationen haben sich angemeldet, darunter auch eine Delegation aus Deutschland mit den 6 Spielerinnen Josefine Heinemann, Lara Schulze, Annmarie Mütsch, Fiona Sieber, Luisa Bashylina und Brigitte von Hermann. Die drei Georgierinnen Nino Batsiashvili, Bela Kotenashvili und Lela Javakishvili führen die Setzliste an. Das Turnier wird mit 11 Runden gespielt und die 10 Erstplatzierten qualifizieren sich für den nächsten Weltcup. Es überrascht etwas, dass absolute Weltklassespielerinnen fehlen, denn der Preisfond von 60.000 Euro kann sich sehen lassen. 10.000 gibt es für Platz 1 und für Platz 20 immerhin noch 1.000 Euro. Heinemann, Mütsch und Sieber starteten mit einem Sieg. Offizielle Seite

Wesley So gewinnt Chessable Masters

Wesley So hat erneut ein Online-Weltklasseturnier gewonnen, nämlich das Chessable Masters. Chessable ist eine Schach-Internetseite, die Kurse von starken Schachmeistern zur Verbesserung der Spielstärke anbietet. Nach dem Hype mit der Netflix-Serie Damengambit wohl eine lukrativ gewordene Seite, die viele Schachfreunde angelockt hat. Wesley So ließ dem gestrigen 2,5:0,5 heute ein 2:2 gegen den überraschend starken Vietnamesen Quang Liem Le folgen um das Turnier für sich zu entscheiden. Auch Le wird über die Finalteilnahme sehr glücklich sein. Es ist bereits das dritte Turnier, das So überzeugend bei der diesjährigen Champions Chess Tour gewinnen konnte. Sein Preisgeld liegt hier bereits bei 179.580 Dollar. Vladislav Artemiev hat sich den dritten Platz nach seinem heutigen 2,5:0,5-Sieg über Levon Aronian erkämpft. chess24

2. Bundesliga: Die vier Aufsteiger stehen fest

Gerstern und heute wurden endlich nach langem Aufschub aufgrund der Corona-Pandemie, die Aufsteiger von der zweiten in die erste Bundesliga ermittelt. Nach teils bis zum letzten Spieltag spannenden Verläufen setzten sich folgende Teams durch. 

In der zweiten Liga Süd landete unter stark besetzten Mannschaften der SC Heusenstamm an der Spitze der Tabelle

In der Liga Ost steigt die toll  besetzte Mannschaft des traditionsreichen Münchner Schachclubs 1836 auf. 

In der Staffel West kehrt der Düsseldorfer SK zurück in die 1. Liga.

In der Nordstaffel gibt es in König Tegel Berlin einen weiteren Rückkehrer in die höchste Spielklasse. schachbund

Sawlin gewinnt Berliner IM-Turnier

Leonid Sawlin (SK Zehlendorf) hat in überragender Manier das IM-Turnier des Berliner Schachverbands gewonnen. In 9 runden ließ er lediglich 2 Remis zu. Zweiter wurde IM Steve Berger (SW Lichtenrade) mit 7 Punkten. Mit etwas Abstand holte sich FM Johannes Florstedt (SF Berlin) den dritten Platz mit 5,5 Punkten. chess-results

Chessable Masters: Wesley So und Quang Liem Le im Finale

Wesley So hat es wieder einmal geschafft und das Finale eines hervorragend besetzten Online-Turniers geschafft. Das Chessable Masters ist ein Turnier innerhalb der Meltwater Champions Chess Tour. Im Halbfinale hat So in einem spannenden Duell gegen Vladislav Artemiev mit 2,5:1,5 und 2:2 gewonnen. Quang Liem Le bezwang in einer Auseinandersetzung auf Augenhöhe Levon Aronian mit 3:1, 1,5:2,5 und 2:1. chess24

GM Noel Studer tritt zurück

Mit einer sehr überraschenden Entscheidung sorgte nun die Nummer Zwei des Schweizer Schachsports Großmeister Noel Studer für Aufsehen. Der 24-Jährige tritt vom Profi-Schach zurück. Die Gründe sind nicht direkt im schachlichen Bereich sondern mehr im Lebensstil eines Profischachspielers zu suchen. Für Studer ist es wichtiger sich zu vernetzen und Wissen zu verbreiten als es als Schachprofi für sich zu behalten. Eine interessante Entscheidung des sympathischen Schweizers mit der er hoffentlich seinen erfolgreichen Weg finden wird. chess-international

FM Syrov gewinnt Sandhäuser Open

FM Arkadi Syrov vom SK Frankenthal hat das Sandhäuser Open mit starken 7,5 Punkten gewonnen. Insgesamt nahmen 190 Spieler in Sandhausen teil. Den zweiten Platz belegte FM Timo Küppers (SF Essen-Katernberg) mit 7 vor FM Lara Schulze (Werder Bremen)  mit 6,5 Punkten. chess-results

Kosteniuk Weltcupsiegerin

Die erfahrene Ex-Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk hat sich verdient den Sieg beim diesjährigen Weltcup geholt. In der ersten Finalpartie gegen Aleksandra Goryachkina stand sie klar auf Verlust in einer sehr komplizierten Stellung und in der zweiten stand sie auf Gewinn, doch begnügte sie sich mit dem Remis, das zum Turniersieg reichte. Sie kassierte für ihren Triumph 50 000 Dollar. Im Spiel um Platz drei gewann Zhongyi Tan gegen Anna Muzychuk mit 2,5:1,5. chess24

Jan-Krzysztof Duda überragender Worldcup-Sieger

Der 23-jährige Pole Jan-Krzysztof Duda hat einen großartigen Erfolg gefeiert und hochverdient den Worldcup in Sotschi gewonnen. Seite souveräne Vorstellung fand in der lupenreinen Positionspartie in einem Semi-Tarrasch gegen Sergey Karjakin ihren Höhepunkt. Neben dem Preisgeld von 110 000 Dollar wurde Duda auch noch mit einem Platz beim nächsten Kandidatenturnier belohnt wie Sergey Karjakin auch, der übrigens 80 000 Dollar kassierte. Magnus Carlsen spielte eine erneut brillante Partie gegen Vladimir Fedoseev gegen dessen Caro-Kann-Verteidigung und holte nach ebenfalls starken Leistungen in diesem Worldcup den dritten Platz. chess24

Remis im Finale - Carlsen auf Tals Spuren

Ein schnelles Remis nach nur 17 Zügen nach Zugwiederholung gab es in der ersten Finalpartie zwischen Jan-Krzysztof Duda und Sergey Karjakin. Im Spiel um Platz drei wandelte Magnus Carlsen auf den Spuren des großartigen Taktikers Mikhail Tal. Er opferte die Qualität auf f4 in einem Königsinder und dies hatte durchaus seine Berechtigung. Fedoseev hatte enorme Probleme seine Figuren vernünftig in Szene zu setzen und sein König kam nicht zur Ruhe. Sicher hätte er sich zäher verteidigen können. Das soll aber die strategische Leistung von Carlsen nicht schmälern, der jetzt die besten Chancen hat wenigstens den dritten Platz zu erreichen. chess24

Grand Master Triathlon: Keymer mit Platz 6

Vincent Keymer kann nach seiner Leistung beim Grandmaster Triathlon in Biel trotz einer Schlussrundenniederlage gegen Turniersieger Gata Kamsky (USA) zufrieden sein. Er holte im klassischen Schach 50 Prozent und eine Eloperfomance von 2644. Gata Kamsky holte den Turniersieg nach großartiger Leistung mit insgesamt 35 Punkten und damit 4 Punkten Vorsprung vor Kirill Alekseenko. Den dritten Platz holte der 17-jährige Inder Sarin Nihal mit 28,5 Punkten. Keymer wurde Sechster mit 25,5. chess24

Biel Master: Saleh gewinnt - Donchenko mit Eloverlust

Das Biel-Master-Turnier endete mit einem verdienten Sieg des arabischen Großmeisters Salem Saleh (Vereinigte Arabische Emirate). Er zeigte großen Kampfgeist, schlug in der Schlussrunde Pavel Eljanov und holte 7 Punkte wie sein ärgster Konkurrent GM Karthikeyan Murali aus Indien. Der ungarische Großmeister Tamas Banusz holte den dritten Platz mit 6,5 Punkten. Bester Deutscher wurde der ungeschlagene GM Dennis Wagner mit 5,5 Punkten und Platz 11. Sehr schlecht lief es für Alexander Donchenko, der nur 5 Punkte holte und 20 Elopunkte verlor. chess-results

Duda schlägt Carlsen und ist im Finale

Es war ein harter Kampf erwartet worden, aber letztlich ist es doch überraschend mit welchem Ausgang das Duell endete. Der schachlich immer stabiler werdende Pole Jan-Krzysztof Duda hat Weltmeister Magnus Carlsen mit 2,5:,1,5 bezwungen und ist verdient ins Finale gegen Sergey Karjakin eingezogen. In der vierten Partie war Carlsen in einem Sizilianer am Damenflügel unter Druck geraten, auch zeitlich und letztlich konnte der Pole verdient ins Finale einziehen. Carlsen spielt um Platz drei gegen Fedoseev. Duda hat sich damit auch für das Kandidatenfinale qualifiziert. Ein toller Erfolg für den 23-Jährigen. chess24

Karjakin im Weltcup-Finale

Sergey Karjakin ist in großer Form und zeigt sich beim Weltcup als großer Kämpfer, was nicht immer so war. Er sieht auch körperlich fit aus. Das alles mag dazu beigetragen haben, dass er nun hochverdient das Weltcupfinale erreicht hat. In einer starken Partie gewann er gegen den schwer zu schlagenden Vladimir Fedoseev. Sein Gegner muss noch ermittelt werden, denn Weltmeister Magnus Carlsen und Jan-Krzysztof Duda trennten sich auch in der zweiten Partie nach interessantem Verlauf in einem Marshall-Angriff mit den eingeschobenen Zügen a4 und Tb8 mit Remis. chess24

Wesley So gewinnt Chessable Masters Vorrunde

Der US-Amerikaner Wesley So hat die Vorrunde des Chessable Masters mit 11 Punkten gewonnen. Er blieb ungeschlagen wie auch Hikaru Nakamura in den 15 Runden. Nakamura war neben Aronian und Firouzja einer der Spieler die 10,5 Punkte erreichten. Qualifiziert für das KO-Finalturnier sind zudem Vladislav Artemiev, Quang Liem Le, Shakhriyar Mamedyarov und Jorden van Foreest.  Der 12-jährige Abhimanyu Mishra holte immerhin 2,5 Punkte und konnte Pentala Harikrishna schlagen. Hinter ihm wurde Koneru Humpy Letzte mit 2 Punkten. chess24

GM Istvan Csom 1940-2021

Den etwas älteren Schachfreunden wird sein klangvoller Name ein Begriff sein. Der für seine Fairness und seinen Kampfgeist bekannte ungarische Großmeister und Trainer Istvan Csom ist verstorben. Er besiegte Größen wie Mikhail Tal, war Sekundant von GM Lajos Portisch und trainierte z. B. GM Ferenc Berkes. chessbase

IM Carlstedt schafft Favoritensieg bei Dt. Pokalmeisterschaft

Der Bremer IM und Schachtrainer Jonathan Carlstedt ist deutscher Pokalmeister. Mit 5 Siegen in 5 Runden hat sich der Favorit damit klar durchgesetzt. Den zweiten und dritten Platz holten FM Daniel Malek (SK Zehlendorf) und FM Gerrit Hourigan (SF Hamburg) mit je 4 Punkten. chess-results

FM Ralph-Axel Simon überraschend Seniorenmeister Ü65

Die Nummer 36 des Turniers FM Ralph-Axel Simon aus Hannover hat es allen gezeigt. Er wurde sensationell deutscher Meister der Senioren Ü 65 mit 7,5 Punkten vor dem punktgleichen Turnierfavorit IM Dr. Evgueni Chevelevitch (Hamburger SK). Den dritten Platz erreichte FM Clemens Werner mit 7 Punkten. chess-results

GM Danielsen (Island) ist deutscher Seniorenmeister Ü50

Der einzige ausländische Teilnehmer GM Henrik Danielsen (Island) ist deutsche Meister der Senioren Ü 50. In der Ausschreibung steht, dass Spieler teilnahmeberechtigt sind, die bei der Fide unter Deutschland gelistet sind, was bei Danielsen nicht der Fall ist. Aber auf Antrag können auch Spieler anderer Nationalität teilnehmen. Ob das Sinn macht bei einer deutschen Meisterschaft sei dahingestellt. Der Großmeister aus dem hohen Norden Europas gewann jedenfalls mit 7,5 Punkten vor FM Mike Stolz (Rochade Magdeburg) und FM Thomas Lentrodt (Bayern München), die jeweils 6,5 Punkte erreichten. chess-results